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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zahnmedizin - Kurz vorm Aus?



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hennessy
06.12.2008, 20:22
ich bin geraden irgendwie schockiert. Ich höre immer, wie schlecht (zahn-)ärzte verdienen. Scheint wohl alles aus der Luft gegriffen zu sein.
Würd ich später als Kieferorthopäde 160k bruto verdienen, würd man doch fast schon als reich gelten. Sind nach Steuern ungefäähr 10k im Monat drin... Praxis ist nach einem Jahr abbezahlt... Nach nem dreiviertel Jahr ist ein Porsche drin :-nix

also ich hab ganz ehrlich gesagt so mit 3-4k netto im Monat als Zahnarzt mit Praxis gerechnet. Geld war bisher keine Motivation für das Studium für mich ;-)

ist das echt Dein Ernst???
Rechne doch kurz und knackig nochmal locker 50t Europäer Personalkosten weg, 20t Raumkosten, nochmal 20t für Sonstiges und dann die höchste Steuerprogression, dann kommen wir der Sache schon näher.
Und essen willst Du sicher auch noch, oder?
Könnte sein, dass der Porsche dann noch etwas warten muss.
Immer noch motiviert? Dann hau rein! :-))
Die Zahnmedizin braucht Dich. Du bist der Garant dafür, dass der Thread und die Zahnmedizin Zukunft hat.

doni
06.12.2008, 20:52
ich ernähre mich von den Silikonabformungen, die ich nicht mehr verwende, und Personal hol ich mir billig aus dem Ausland.
Spaß bei Seite. Porsche war nur ein Ausdruck meines Unglaubens, da ich kaum glaube, dass sich sowas auch nur ein geringer Teil der KOden leisten können.
Aber mit den Abzügen, die du genannt hattest, sieht die Sache sehr realistisch aus. Daran hab ich im ersten Moment nicht gedacht.

EzRyder
06.12.2008, 21:22
gewinn vor steuern einer kieferorthopädischen praxis im jahre 2004: 180000 euro. nach bema-änderung und damit verbundenen honorar-einbußen im jahre 2005: immerhin noch 160000 euro.
wofür bitte schön?
für das bisschen klammerbiegen?
in meinen augen eine absolut überbezahlte berufsgruppe...
nicht zu vergessen, dass es nach der (in meinen augen völlig berechtigten) honorar-änderung (im bema) zu einem kollektiv-austritt (aus der gkv-versorgung) der kieferorthopäden in niedersachsen kam. sind inzwischen (fast) alle wieder "zurück".
wäre kieferorthopädie nicht so langweilig, wäre ich auch ein "klammergott" geworden :-)) :-)) :-))

:-meinung
Das war zumindest auch immer mein Eindruck von den Kieferorthopäden vor Ort.
Wie kam es eigentlich zu einer derartig glücklichen Vergütung für KFO-Leistungen? Bzw. inwieweit ist das gerechtifertigt? Ist der KFO-Arbeitsaufwand so hoch und kompliziert?

@Doni: Das sind die Spitzenverdiener unter den Zahnärzten. Die wenigsten Zahnärzte sind Kieferorthopäden, das machen vielleicht 2% eines Jahrgangs(Bitte nicht festnageln, können auch 3 oder 1,5 sein ;-))

Die aktuellen Durchschnittseinkommen hat chris ja oben angeführt. Verdienst ungefähr auf dem Nieveau von Allgemeinmediziner und Pädiater. Im Vergleich zu anderen Fachärzten z.T. deutlich weniger. Die angepeilten 3-4k im Monat sollten danach ja genau hinkommen. Ich für meinen Teil rechne auch mal mit ner Steuerquote von 45%

die 160k sind Gewinn vor Steuern, d.h. Personalkosten etc sind da schon abgezogen.

primus
06.12.2008, 21:24
es ist sicher richtig, dass von den 160000 nach steuerabzug ein deutlich kleinerer haufen übrig bleibt, doch dinge wie personal-, raumkosten etc. wurden ja bereits abgezogen; bei der oben genannten summe handelt es sich um GEWINN vor steuern.

oh, ezryder war schneller :-)

EzRyder
06.12.2008, 21:31
Ach ganz vergessen:

Das man halt nicht mehr zu den Spitzenverdienern unter den Niedergelassenen zählt hat auch noch einen ganz einfachen Grund: Von 1970 bis 1994 stieg die Zahl der ZÄ von 43.000 auf 75.000(jeweils Gesamtdeutschland (der Osten hatte die gleiche ZA-Dichte im Verhältnis). Also fast eine Verdoppelung. Vielleicht hat jemand noch neuere Zahlen. Da die Tedenz steigend war, jetzt warscheinlich noch mehr.

LasseReinböng
06.12.2008, 21:54
Würd ich später als Kieferorthopäde 160k bruto verdienen, würd man doch fast schon als reich gelten. Sind nach Steuern ungefäähr 10k im Monat drin... Praxis ist nach einem Jahr abbezahlt... Nach nem dreiviertel Jahr ist ein Porsche drin :-nix

a;-)

Ich hoffe, Du schreibst im Ironiemodus :-))

primus
06.12.2008, 21:59
Bzw. inwieweit ist das gerechtifertigt? Ist der KFO-Arbeitsaufwand so hoch und kompliziert?
[/B]

ich sag`s mal so: die kieferorthopädie hat lediglich geringe überschneidungen mit der zahnmedizin und noch geringere mit der allgemeinmedizin - das bedeutet, dass der fachliche horizont i.d.r. recht überschaubar ist.
das anbringen der brackets und mitunter auch das einschleifen der herausnehmbaren apparaturen übernehmen oft die helferinnen, so dass die tätigkeit des kieferorthopäden sich weitestgehend auf die beratung und auswertung der unterlagen (frs/modelle) beschränkt.
hinzu kommt, dass die kfo´ler von notdiensten befreit sind.

zusammengefasst heisst das: man macht sich nicht kaputt !!!
allerdings ist die tätigkeit etwas langweilig - ich hatte während meines studiums jedesmal 3 kreuze gemacht, wenn mein "kfo-behandlungstag" sein ende nahm - man muss es mögen...

Just Smile :-)
06.12.2008, 22:44
nach ableistung der 2-jährigen vorbereitungszeit wechselt der status vom assi zum angestellten zahnarzt und der praxisinhaber bekommt statt eines 1/4-budgets ein ganzes dazu - gehalsterhöhung lässt grüßen...




Mal `ne dumme Frage: Wenn man das in konkrete Zahlen ausdrücken wollte, welchen finanziellen Vorteil ein Praxisinhaber durch die Einstellung eines Assi`s hätte, wie sähe das grooooob aus ?? Stimmt es, dass es sich für Ihn (der Praxisinhaber )theoretisch sogar lohnen würde, wenn dem Assi eine kleine "Aufwandsentschädigung" monatlich zukommen würde ohne, dass der Assi überhaupt arbeitet?? SO groß kann der finanzielle Vorteil doch gar nicht sein, denn Budget hin Budget her es gibt schließlich eine ganze Reihe von Praxen die haben gar keinen Assi...

chris225
06.12.2008, 23:22
Folgendes würde ich gerne noch klären, weil es ja hier um die Frage geht, ob die Zahnmedizin vor dem Aus steht:

Es ist zwar Tatsache, dass sich der Realwert des durchschnittlichen Praxisgewinns (hierbei ist Inflation und so weiter schon eingerechnet) seit 1976 bis heute HALBIERT hat.
Der Tiefpunkt war im Jahre 1993 erreicht. Hier kamen wohl die Auswirkungen der Wende und vor allem das Gesundheitsreformgesetz (GRG) zum ersten Mal richtig zumtragen und die goldene Zeit der 70er und 80er war für immer beendet.

AABER: In den letzten immerhin 15 Jahren ist der Realwert des Praxisgewinns relativ konstant geblieben und liegt heute bei kleinen Schwankungen immer noch etwas über dem Niveau von 1993. Bei nüchterner Betrachtung der Zahlen kann man nicht von einer Abwärtsentwicklung der zahnärztlichen Gewinne in den letzten 15 Jahren sprechen. Wenn einzelne Zahnärzte jammern, dass es ihnen vor 8 Jahren noch viel besser ging, dann ist das subjektiv und nicht repräsentativ für die Gesamtgruppe. Nachzulesen ebenfalls im KZBV-Jahresbericht.

chris225
06.12.2008, 23:29
Eins noch:
Bei der Sache mit dem durchschnittlichen Einkommen von Kieferorthopäden würde mich eine offizielle Quelle doch sehr interessieren. Ich hab selber dazu noch nichts gefunden, aber die Zahl von 160.000€ erscheint mir (ohne es wirklich besser zu wissen) deutlich zu hoch gegriffen.

primus
06.12.2008, 23:40
lieber chris123, :-D
http://www.zahn-forum.de/zf/zf.nsf/ContentByKey/GRER-7AWBKH-DE-p
es ist nicht meine art, mir dinge aus den fingern zu saugen, sobald es um meine meinung und nicht um fakten geht, mache ich darauf aufmerksam.

chris225
07.12.2008, 00:00
lieber chris123, :-D
http://www.zahn-forum.de/zf/zf.nsf/ContentByKey/GRER-7AWBKH-DE-p
es ist nicht meine art, mir dinge aus den fingern zu saugen, sobald es um meine meinung und nicht um fakten geht, mache ich darauf aufmerksam.

ok, danke. Wollt ja nicht deine Glaubwürdigkeit anzweifeln oder so. Aber konkrete Zahlenwerte hab ich immer gern mit Quellenangabe.
Aber wow, ich muss sagen mit so einen Geldregen für die KFOler hätte ich wirklich nicht gerechnet!! Kein Wunder, dass es einem so schwer gemacht wird, KFO zu werden.

Dr Nick Riviera
07.12.2008, 10:34
gewinn vor steuern einer kieferorthopädischen praxis im jahre 2004: 180000 euro. nach bema-änderung und damit verbundenen honorar-einbußen im jahre 2005: immerhin noch 160000 euro.
wofür bitte schön?
für das bisschen klammerbiegen?
in meinen augen eine absolut überbezahlte berufsgruppe...
nicht zu vergessen, dass es nach der (in meinen augen völlig berechtigten) honorar-änderung (im bema) zu einem kollektiv-austritt (aus der gkv-versorgung) der kieferorthopäden in niedersachsen kam. sind inzwischen (fast) alle wieder "zurück".
wäre kieferorthopädie nicht so langweilig, wäre ich auch ein "klammergott" geworden :-)) :-)) :-))

Musst du eigentlich echt immer alle anderen (Fach-)zahnärzte dumm anmachen? Es gibt durchaus Leute die das "bisschen klammernbiegen" gut finden und auch gut machen. Du bist doch selbst "nur" Oralchirurg, pisst aber immer hier rum als wärst du der geilste MKGler Deutschlands. Hasst du deinen Job denn wirklich so?

EzRyder
07.12.2008, 13:05
Musst du eigentlich echt immer alle anderen (Fach-)zahnärzte dumm anmachen? Es gibt durchaus Leute die das "bisschen klammernbiegen" gut finden und auch gut machen. Du bist doch selbst "nur" Oralchirurg, pisst aber immer hier rum als wärst du der geilste MKGler Deutschlands. Hasst du deinen Job denn wirklich so?

Anstatt hier rumzupöbeln solltest du vielleicht mal deine Argumentationsweise überdenken. Man kann KFO gut finden und trotzdem offen über die verglw. hohe Vergütung reden. Als einziger hat er hier mal konkrete seriöse Zahlen vorgelegt, die für alle einen sicheren Erkenntnisgewinn brachten, was man von deinem Post nicht behaupten kann.

chris225
07.12.2008, 17:27
Jetzt beruhigt euch doch mal wieder.
Ich war eigentlich schon richtig froh über die neuerdings so zivilisierte und informative Athmosphäre hier im Forum, seitdem sich hitzköpfige Choleriker wie "Halitosis", "Smibo" oder "Newlixx" hoffentlich für immer verabschiedet haben.
Das muss doch nicht schon wieder so losgehen.

primus
07.12.2008, 17:30
Musst du eigentlich echt immer alle anderen (Fach-)zahnärzte dumm anmachen?

wirklich alle?
für gewöhnlich mache ich dies nur mit leuten, die sich den dr.-titel bereits im ersten semester dranpappen! :-)) :-)) :-))

chris225
07.12.2008, 17:41
Um nochmal zum Thema zu führen:

@Primus: danke für den sachlichen Teil deines KFO-Posts.
Hast du (oder wer anders) zufällig auch Einkommensdaten von anderen Fachzahnarztgruppen zum Vergleich? Fände ich sehr interessant.

Dr Nick Riviera
07.12.2008, 19:41
Hey hey was heißt hier "dranpappen"... Immerhin habe ich am Hollywood College für höhere Medizin studiert und bin viel günstger als mein Kollege Dr. Hibbert.
:-D :-)

primus
07.12.2008, 19:41
Hast du zufällig auch Einkommensdaten von anderen Fachzahnarztgruppen zum Vergleich? Fände ich sehr interessant.
insider munkeln, dass kieferorthopäden bezüglich des gewinns ca. 60% überm schnitt liegen und oralchirurgen ca. 40%.
fzä für öffentl. gesundheitswesen und für parodontologie sind zahlenmäßig zu gering vertreten als dass man statistisch "saubere" aussagen treffen könnte.
ich weiss, du hättest gern die quelle...
vertraue mir einfach ;-)

doni
07.12.2008, 20:07
Ist die Weiterbildung zum KFO oder Oralchirugen wirklich so unwahrscheinlich?? Wurde ja erwähnt, dass KFO nur paar % eines Jahrgangs werden. Würde äußerst gerne eines der beiden machen und mir wäre zweitrangig wie viel Geld ich verdienen würde oder ob ich sogar ne Kleinigkeit dazubezahlen muss (das würde ja später auch wieder reinkommen).