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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bekommt ihr Überstunden bezahlt?



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FirebirdUSA
29.03.2009, 19:01
Das hat mir keiner eingeredet, das hat sich einfach so ergeben... selber schuld! Andererseits muß ich auch gestehen, daß ich wirklich langsam arbeite. :-blush Ich werd's auch noch lernen....

Langsam arbeiten ist kein Grund keine Überstunden aufzuschreiben. Das Berufsanfänger langsamer arbeiten ist normal und in der normalen Gehaltstabelle ja auch erfasst. Deswegen bekommt man ja am Anfang weniger und später mehr.

Bin gerade "forschend" an der Uniklinik tätig, glaubt mir da ist es viel schlimmer. Die meisten haben 50% Stellen und arbeiten etwa 120% ohne irgendeinen Ausgleich oder Extrabezahlung.

Nur die Arbeit selbst ist deutlich weniger stressig wie auf Station oder in der Diagnostik. Es ist einfach Zeit Mittagessen zu gehen und auch mal einen Kaffee in Ruhe zu drinken.

Moorhühnchen
29.03.2009, 19:05
Ist ja bei uns nicht anders! Derzeit fehlen uns 3 Leute, im Mai werden es 4 sein (bei 11 Assistenten in Vollbesetzung). Aber 3 Überstunden pro Tag???? :-((
Einer der OÄ hat am Freitag erwähnt, es sei noch eine zusätzliche Stelle beantragt. Hoffe, das stimmt auch und ist nicht nur ein Mittel, über die derzeit schlechte Stimmung hinwegzutäuschen. Hat einer ne Ahnung, wie lange es dauert, bis sowas entschieden wird?

Es gibt momentan nur 6 dienstfähige Assistenten, von denen grad immer einer im Urlaub ist. Wenn wir beiden Anfänger, die Neue ab 1.4. und die Kranke voll mitarbeiten können, geht das vielleicht....... die OÄ beteiligen sich überhaupt nicht an Stationsarbeit und Dienst, Chef sowieso nicht. Für den letzten Monat haben sie schon teilweise "alte Mitarbeiter", die momentan im Psychiatrie-Jahr sind für Dienste angeheuert!! Gott sei Dank hat das geklappt, sonst wär's echt düster gewesen...

Vielleicht schaff ich's wenigstens ein halbes Jahr, aber Chef hat schon durchblicken lassen, daß er mich und den anderen Neuen für unfähig hält! Mitarbeitermotivation ist bei dem ein Fremdwort.

Der wird sich evtl. noch gut wundern, denn soweit ich weiß, denken mehrere Kollegen über Kündigung nach...

Lava
29.03.2009, 19:08
Inklusive dir hoffentlich!

Moorhühnchen
29.03.2009, 19:10
Inklusive dir hoffentlich!
Aber hallo! Nur was kommt danach?

Lava
29.03.2009, 19:25
Umhören, Nachfragen (wir haben ja Neurologen hier im Forum) und Ärzteblatt lesen.

HorstHützel
29.03.2009, 20:03
Und lass dir als Anfänger nicht einreden, du müsstest im ersten Monat nix dokumentieren...

Ich hab mir im ersten Monat nichts aufgeschrieben, wollte erst mal die Lage sondieren, wie es die Kollegen so handhaben...aber da gibt es Unterschiede wie Tag und Nacht: Manche schreiben erst ab einer halben Stunde auf, manche fast gar nichts.

Im Vorstellungsgespräch (ich habe explizit gefragt, weil es mir wichtig ist) sagte der Chef er achte sehr darauf, dass nicht zuviele Überstunden geleistet werden müssen. Zu deutsch: bloss nicht zuviel aufschreiben.
Auch seitens der Assistenten hieß es damals, das relativ pünktlich Feierabend gemacht werden könnte.

Die Realität sieht anders aus und in Sachen Lebenserfahrung habe ich wieder was dazu gelernt. Und ehrlicherweise nervt es mich.

Pünktlich gehen ist eigentlich gar nicht möglich und man schiebt Überstunden wegen sinnloser K***e (Briefe, Stationskrempel etc. ).

Ist ein pünktlicher Feierabend eigentlich nirgends möglich oder bin ich verweichlicht. :-nix

HH

Persephone
29.03.2009, 20:08
Ich bin grad in der Notaufnahme und konnt so all meine Überstunden (waren so ca. 70) abbummeln. Bin jetzt bei +-Null angekommen und jetzt ist die schöne Zeit wohl bald wieder vorbei... Aber andere Kollegen sollen ja auch was davon haben :-dafür
Aber alles in allem halten sich die Überstunden bei und in Grenzen. Mal ne 1/2-1h länger machen find ich schon in Ordnung. Und so ganz und gar keine Überstunden machen (wenigstens auf peripherer Station) ist iwie nicht drin.

Muriel
29.03.2009, 20:18
Ich habe in den letzten Monaten wenig Überstunden gemacht, zumindest gefühlt, dennoch ist da einiges zusammengekommen. Aber ich habe eben auch sehr genau dokumentiert. Dienstbeginn ist bei uns um 8h. Da aber die OA-Visite morgens zur Post-op-Vorstellung und Entlassung gegen 7:40h beginnt und ich es morgens brauche, einmal zu schauen, ob noch jemand am Abend neu gekommen ist oder ob noch wichtige Befunde eingetroffen sind, bin ich immer um halb acht da gewesen. Das ist eine halbe Stunde, die nicht merke, die mir wirklcih nichts ausmacht, die mir aber in der Woche schon anderthalb Überstunden beschert. Dann bleibt man am Abend vielleicht noch mal eine halbe Stunde länger, die man auch nicht als besonders schlimm empfindet und schon ist in zwei Monaten eine zusätzliche Woche Urlaub erarbeitet. Es gab aber auch genügend Tage, an denen ich tatsächlich schon um 15h gegangen bin, weil ich fertig war. Ansage unseres Chefes ist z.B. auch, dass wenn wir nachmittags nur noch auf den OA warten zur Visite, der nicht kommt und auch keiner alternativ, dann gehen wir halt nach Hause, um nicht künstlich Überstunden zu machen. Dann muss im Zweifelsfall eben der Spätdienst die Visite mit dem OA machen.

Moorhühnchen
29.03.2009, 20:18
Umhören, Nachfragen (wir haben ja Neurologen hier im Forum) und Ärzteblatt lesen.
Ich bin mir relativ sicher, daß ich bestimmt nicht weiter Neuro machen möchte, wenn es mit dieser Stelle nicht klappt - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt! :-nix

@ Horst: Genau SO geht's mir auch. Und das, obwohl ich die Abteilung vorher (Famu + PJ) schon gut kennenlernen durfte.... manchmal verschließt man wohl vor offensichtlichen Dingen die Augen.

Muriel
29.03.2009, 20:19
Waren die Dinge, die Dich jetzt nerven/stören damals so da und hast sie nur nicht gesehen, verzerrte Wahrnehmung des PJlers eben oder sind das tatsächlich neu aufgetretene Probleme?

Moorhühnchen
29.03.2009, 20:31
Waren die Dinge, die Dich jetzt nerven/stören damals so da und hast sie nur nicht gesehen, verzerrte Wahrnehmung des PJlers eben oder sind das tatsächlich neu aufgetretene Probleme?
Teils, teils. Auch letztes Jahr haben einige Assis schon geflucht, daß es verdammt viel Arbeit sei.
Damals waren in der Abteilung aber nur Assistenten mit > 2 Jahren Berufserfahrung, davon 5 Leute im letzten Neuro-Jahr und 2 FÄ. Es gab für jeden Assi nur 3 bis 4 Dienste im Monat zu besetzen, was ich eindeutig als Vorteil empfand.

Das Problem: alle Altassistenten haben ihre Neurozeit zwischen Juni und Dezember beendet, so daß fast alle Stellen neu besetzt werden mußten. Dazu kamen noch ein Fachrichtungswechsel in die Päd und in die Radio.

Dafür kamen größtenteils Anfänger, eine hat nach einem halben Jahr gekündigt, weil sie doch lieber Innere machen wollte, einem anderen (mit mehreren Jahren Erfahrung) WURDE in der Probezeit gekündigt.... nun steht die Abteilung ziemlich bescheiden da. Die Elektophysiologie kann kaum noch besetzt werden, Doppler laufen auch nur noch, wenn sie wirklich wichtig sind.

Also eine Mischung aus verzerrter Wahrnehmung eines PJlers und neu aufgetretenen und zum Teil selbstverschuldeten Problemen.

Ab morgen werden Stunden dokumentiert. Hoffentlich erklärt mir jemand, wie das mit dem PER-RES geht.

Relaxometrie
29.03.2009, 20:33
Ich bin mir relativ sicher, daß ich bestimmt nicht weiter Neuro machen möchte, wenn es mit dieser Stelle nicht klappt - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt!
Warum machst Du die Fächerwahl von einer einzigen Stelle abhängig? Wird Dir das Fach dort so madig gemacht, daß Du bei jeder weiteren Neuro-Stelle dem Fach gegenüber voreingenommen wärst?

Muriel
29.03.2009, 20:35
Ok Huhn, dann liegt es an der Abteilung und nicht an dem Fach! Mach nicht den Schei§§, dass Du all das, worauf Du die letzten Jahre hingearbeitet hast, an den Nagel hängst und Dich umorientierst, nur weil die Abteilung kacke ist. Sieh Dich nach einer andere Neuro um!

Moorhühnchen
29.03.2009, 20:40
Warum machst Du die Fächerwahl von einer einzigen Stelle abhängig? Wird Dir das Fach dort so madig gemacht, daß Du bei jeder weiteren Neuro-Stelle dem Fach gegenüber voreingenommen wärst?
Ich sehe Dinge, die ich vorher nicht wahrgenommen habe: Tausende Reha-Anträge, viele psychosomatische Patienten und "Hypochonder" und dazwischen Patienten, die so krank sind, daß man ihnen nicht mehr helfen kann. Habe bisher keinen Patienten gesehen, von dem ich sagen konnte, dem konnte ich helfen.

Habe früher über die Leute immer gelächelt, die sagten "In der Neuro kann man alles diagnostizieren, aber fast nix heilen"

Ich verstehe plötzlich, was andere an den chirurgischen Fächern so toll finden, obwohl für mich ein chirurgisches Fach nicht in Frage kommt.

Persephone
29.03.2009, 20:40
Ja genau! Hab auch Neuro im PJ gemacht und in der Klinik waren die Assis hoch zufrieden. Um 16.30 war pünktlich Feierabend und 4 -5 Dienst und mehr nicht. Geht also auch anders als bei dir, "trotz" Neuro

Relaxometrie
29.03.2009, 20:42
@Moorhühnchen
Vor unserer Neurologie muß ich auch warnen, liegt aber von Frankfurt ein gutes Stück entfernt, so daß Du Dich dort wahrscheinlich eh nicht bewerben wirst.
Wir sind ein reines Neurologie-Psychiatrie-Krankenhaus, und das, was ich von den neurologischen Assistenten mitbekomme, klingt nicht erstrebenswert. Die 24h-Dienste müssen der Horror sein! Und neue Kollegen sehe ich dort auch andauernd, in letzter Zeit auch viele Berufsanfänger.
Ist halt ein generelles Problem: immer mehr Berufsanfänger schmeißen so gut es geht die Stationen und bekommen nichts beigebracht. Learning by doing :-kotz
Zwischendurch bildet man sich ja sogar ein, daß man ganz gute Arbeit leistet. Ist ja vielleicht bis zu einem gewissen Grad auch der Fall. Aber wenn ich dann doch mal einen Oberarzt anfunke und nachfrage, merke ich, wieviel mehr man unter einer ordentlichen Anleitung lernen könnte :-???

Muriel
29.03.2009, 20:44
Habe früher über die Leute immer gelächelt, die sagten "In der Neuro kann man alles diagnostizieren, aber fast nix heilen"

Der Freund einer Kollegin, ebenfalls Neurologe meinte dazu (im Besonderen die Stroke): "Resthirnverwaltung" :-oopss

Relaxometrie
29.03.2009, 20:48
"Resthirnverwaltung" :-oopss
Diesen Gedankengang kann ich gut nachvollziehen :-blush
Ist bei uns in der Psychiatrie aber auch teilweise so. Nochmal :-blush

Moorhühnchen
29.03.2009, 20:49
Der Freund einer Kollegin, ebenfalls Neurologe meinte dazu (im Besonderen die Stroke): "Resthirnverwaltung" :-oopss
Du verstehst das Problem. :-))

Ok Huhn, dann liegt es an der Abteilung und nicht an dem Fach! Mach nicht den Schei§§, dass Du all das, worauf Du die letzten Jahre hingearbeitet hast, an den Nagel hängst und Dich umorientierst, nur weil die Abteilung kacke ist. Sieh Dich nach einer anderen Neuro um!
Ich werd's mir noch ein wenig angucken, vielleicht kommt die Lust ja auch wieder.
Aber ich denke genauso über Alternativen nach. Frage mich, ob ich für die Anästhesie geeignet wäre..... weiß nicht, woran ich das beurteilen könnte. :-nix

Naja, aber nun sind wir schon etwas weit offtopic. Und ich geh jetzt ins Bett!
Muß die Uhrenumstellung noch verkraften. :-sleppy

Relaxometrie
29.03.2009, 21:07
Aber ich denke genauso über Alternativen nach. Frage mich, ob ich für die Anästhesie geeignet wäre..... weiß nicht, woran ich das beurteilen könnte.
DAS frage ich mich auch. Sollen wir für diese Frage mal einen Extrathread eröffnen, in dem uns die Traumpiloten beraten können?