Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anästhesie vs. Chirurgie/Unfallchirurgie



Seiten : 1 2 [3] 4

Rugger
20.02.2009, 19:07
@ Rugger: das mit der Notfallmedizin gilt nur eingeschränkt, immerhin sind 90% der Notfälle internistischer Natur, und ich kenne einige Anäs, die z. B. mit einer AV-Knoten-Reentry-Tachykardie überfordert wären ;-)Sorry, aber das kann ich so auch nicht stehen lassen: das Fach Anästhesie besteht ganz eindeutig aus den vier Säulen AINS.
Und klar gibt es einige Anästhesisten, die mit einem solchen Krankheitsbild überfordert wären. Wie auch sicher Unfallchirurgen besser reponieren können. Aber dafür reicht uns beim Atemwegsmanagement keiner das Wasser.
Wie auch immer, ich will jetzt nicht die xte Diskussion vom Zaum brechen, welches Fach die besseren NAs stellt. Fakt ist jedoch, das die Notfallmedizin in keinem anderen Fach eine solche Beachtung findet wie in der Anästhesie.

R.

Evil
20.02.2009, 19:48
Aber dafür reicht uns beim Atemwegsmanagement keiner das Wasser.Was Komplexe angeht anscheinend auch nicht ;-)

*duckundweg*

Rugger
20.02.2009, 20:20
Was Komplexe angeht anscheinend auch nicht Wie leitest Du aus dieser Aussage irgendwelche Komplexe ab???
:-nix

Evil
20.02.2009, 20:35
Aus der Aussage weniger, eher aus dem Umstand, wieviel Du so nicht stehen lassen kannst :-D

Rugger
20.02.2009, 20:43
Aus der Aussage weniger, eher aus dem Umstand, wieviel Du so nicht stehen lassen kannst :-D
Naja, dann muß ich nach der Argumentation wohl eher Dir die Komplexe unterstellen, wenn Du "uns" mit fadenscheinigen Argumenten die Notfallmedizin in Abrede stellen willst... :-D

R.

Hoppla-Daisy
20.02.2009, 20:50
Man sollte nicht meinen, dass hier zwei erwachsene Menschen sich austauschen. Könntet ihr euren Kindergarten nicht per PN weiterführen?

;-)

Huepftigger
20.02.2009, 20:55
Also ich find´s gut... :-D

Rugger
20.02.2009, 20:57
Man sollte nicht meinen, dass hier zwei erwachsene Menschen sich austauschen. Könntet ihr euren Kindergarten nicht per PN weiterführen?Na, wenn Du das sagst...
NÖ!
:-D

Evil
20.02.2009, 21:00
Man sollte nicht meinen, dass hier zwei erwachsene Menschen sich austauschen. Könntet ihr euren Kindergarten nicht per PN weiterführen?

;-)
Ja, Mama. *ganzbravbin* :-))

Relaxometrie
20.02.2009, 21:09
Du siehst, wir könnten sehr wohl gut ohne euch, aber ob das andersrum ebenso ist?!

Diese "ihr-könntet-nicht-ohne-uns-Mentalität" finde ich ziemlich kleinkariert. Es gibt zwischen der Anästhesie und den operativen Fächern ein Miteinander, da sind Aussagen, wer nicht ohne den anderen kann, irgendwie fehl am Platz.
Ich hatte Anästhesie als Wahlfach und hätte mir gut vorstellen können, als Assistentin in dem Fach zu arbeiten. Damit will ich sagen, daß ich das Fach irgendwie mag. Aber die Aussage, daß die Chirurgen nicht ohne die Anästhesisten könnten, halte ich trotzdem für arrogant. Früher waren die Narkosen nicht so ausgereift und der Chirurg hat die Narkose einfach selbst gemacht (wenn ich richtig informiert bin). Durch die sehr verfeinerte Narkosetechnik werden teilweise auch Menschen operiert, die früher gar nicht stabil genug für eine Operation waren. Vielleicht würde durch fehlende Anästhesisten das Maß an OPs auf ein normaleres Maß zurückgeschraubt?
Das nur mal als Gedankenanregung, ob man sein eigenes Fach immer als das Nonplusultra darstellen sollte.

primus
20.02.2009, 21:29
Früher waren die Narkosen nicht so ausgereift und der Chirurg hat die Narkose einfach selbst gemacht (wenn ich richtig informiert bin).

ein befreundeter anästhesist erzählte mir mal, dass die vermeintliche geringschätzung der gasleute durch die aufschneider historisch bedingt sei, weil früher die narkose in der tat von den chirurgen selbst durchgeführt wurde - allerdings von denen mit den "2 linken" händen, damit die mit den "2 rechten" ihrer pflicht nachgehen konnten...
leuchtet ein, wie ich finde.

jedenfalls finde ich, dass im op eindeutig der chirurg den ton angibt - oder glaubt jemand ernsthaft, dass herr schrottreif sich nur im klinikum schlagmichtot operieren lässt, weil die narkose so geil ist? wohl kaum.

Hypnos
20.02.2009, 22:14
ein befreundeter anästhesist erzählte mir mal, dass die vermeintliche geringschätzung der gasleute durch die aufschneider historisch bedingt sei, weil früher die narkose in der tat von den chirurgen selbst durchgeführt wurde - allerdings von denen mit den "2 linken" händen, damit die mit den "2 rechten" ihrer pflicht nachgehen konnten...
leuchtet ein, wie ich finde.

jedenfalls finde ich, dass im op eindeutig der chirurg den ton angibt - oder glaubt jemand ernsthaft, dass herr schrottreif sich nur im klinikum schlagmichtot operieren lässt, weil die narkose so geil ist? wohl kaum.

Tja, man mag es kaum glauben, aber es gibt gute Daten, daß die allermeisten Patienten weder aufgrund eines bestimmten Operateurs und noch viel weniger wegen der Anästhesie ein Krankenhaus aufsuchen - die allermeisten folgen ihrer Einweisung (und der damit bestenfalls vorhandenen Empfehlung ihres einweisenden Arztes:-)))

Harry78
21.02.2009, 15:03
....also ich bin ja auch ein leidenschaftlicher Kaffeegeniesser, aber muss man deswegen unbedingt Anästhesist werden?? :-oopss

ehemalige Userin 24092013
21.02.2009, 15:12
jedenfalls finde ich, dass im op eindeutig der chirurg den ton angibt -


Praktisch gesehen läuft der Hase doch so:
Dauert die Einleitung eines Patienten länger als geplant, dann wartet die Chirurgie.
Gibts beim Reinfahren in den OP noch irgendwelchen respiratorischen, kardialen, neurologischen Ärger, dann wartet die Chirurgie ebenfalls.
Braucht die Chirurgie länger für ijr Geschnippsel oder ist diese überhaupt noch nicht parat für ihre OP, dann wartet eben die Anäesthesie.
Das Spiel kann man ewig so weiter treiben.....und am Ende sucht die Anästhesie die Musik aus, weil die Chirurgie eh steril ist...;-)

Ich finde Fachrichtungsvergleiche absolut schwachsinnig und ebenso auch die Machtspielchen untereinander.

Lava
21.02.2009, 16:42
....also ich bin ja auch ein leidenschaftlicher Kaffeegeniesser, aber muss man deswegen unbedingt Anästhesist werden?? :-oopss

Eindeutiges NEIN, wenn ich an den Kaffeekonsum meines Oberarztes denke :-oopss

Der schafft in 45 Minuten Visite tatsächlich 2 Tassen Kaffee und verpasst trotzdem höchstens 2 Zimmer :-D

Hellequin
21.02.2009, 17:08
in 45 Minuten
45 Minuten Visite in der Unfallchirurgie. Du ich glaub, die verarschen dich. In Wirklichkeit sind das Internisten, die so tun als wären sie Unfallchirurgen. :-)) Und vermutlich ist dann der Brigitte lesende Anästhesist in Wirklichkeit Psychiater. :-wow
Komisches Krankenhaus in dem du gelandet bist. :-D

Lava
21.02.2009, 17:31
Ich find 45 Minuten für 33 Patienten schon sportlich. Vor allem, wenn bei beinahe jedem der Verband runtergerupft und neu gemacht wird :-wow

Feuerblick
21.02.2009, 17:38
Neu gemacht?????? Herrjeh, hat die Pflege euch aber gut erzogen! :-)):-))

Lava
21.02.2009, 17:49
Ja, irgendwie schon :-? Immerhin ist das PJ Aufgabe, nur ist unsere PJlerin den ganzen Tag im OP und mindestens einmal pro Woche nicht da. Komischerweise machen sich die Verbände dann von selbst, wenn wir Ärzte es "vergessen". :-))

Feuerblick
21.02.2009, 17:53
Bei uns war klar, dass Verbände Aufgabe der Pflege sind (die lernen es ja wenigstens in der Ausbildung, während wir Ärzte da doch eher stümperhaft rangehen). Sicher, wenn Zeit war und ich den Verband abwickeln musste, um eine Redon rauszuziehen oder ähnliches, dann habe ich auch brav wieder verbunden. Aber während der Visite? Da wäre ich mit der Station nie fertig geworden...:-D