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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 11.03.2009 Der Amoklauf von Winnenden - Diskussion



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Ehemaliger User 05022011
15.03.2009, 20:11
:-wow Khiri, lies lieber nochmal nach was ein Luftgewehr ist ;)

versteh ich nicht, was meinst du damit ?

Hoppla-Daisy
15.03.2009, 20:21
Über große Lieben und deren Haltbarkeit diskutieren wollen, aber nicht wissen, wie ein Luftgewehr funktioniert. Klar doch, man schießt dabei mit Luft... Luft in Lufthülsen..... sind also völlig harmlos :-peng

Ehemaliger User 05022011
15.03.2009, 20:28
Über große Lieben und deren Haltbarkeit diskutieren wollen, aber nicht wissen, wie ein Luftgewehr funktioniert. Klar doch, man schießt dabei mit Luft... Luft in Lufthülsen..... sind also völlig harmlos :-peng

Ich denke, dass ist völlig unangebracht, diese Verbindung die du hier mit dem anderen Thread herstellst .
Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst, aber ein solches Massaker kann niemand mit einem Luftgewehr anrichten, das ist einfach Fakt Daisy.

Feuerblick
15.03.2009, 20:31
Das stimmt allerdings. Ungefährlich sind Luftgewehre deshalb aber auch nicht. Auch die können hässliche Löcher machen...

Hellequin
15.03.2009, 22:06
Auch wenn du es dir nicht vorstellen kannst, aber ein solches Massaker kann niemand mit einem Luftgewehr anrichten, das ist einfach Fakt Daisy.
Du bist dir bewußt das man früher Luftdruckwaffen für die Jagd auf Hirsche verwendet hat? In Dtl. sind Luftdruckwaffen bis 7,5 Joule waffenscheinfrei, da man davon ausgeht das bis zu dieser Energiemenge die Waffe nicht potenziell tödlich ist. Erhätlich sind bei uns aber auch Luftdruckwaffen bis 24 Joule.

Ehemaliger User 05022011
15.03.2009, 22:20
Du bist dir bewußt das man früher Luftdruckwaffen für die Jagd auf Hirsche verwendet hat? In Dtl. sind Luftdruckwaffen bis 7,5 Joule waffenscheinfrei, da man davon ausgeht das bis zu dieser Energiemenge die Waffe nicht potenziell tödlich ist. Erhätlich sind bei uns aber auch Luftdruckwaffen bis 24 Joule.

na dieses Spezialwissen wie du hab ich natürlich nicht, aber generell frage ich mich sowieso, warum Leute in Clubs e.c. schießen müssen, sollen doch lieber durch den Wald rennen, da nehmen sie auch noch ab dabei und wenn wir es geschafft haben, rauchen in Gaststätten und öffentlichen Gebäuden zu verbieten ( und des gibt sicher weit mehr als 2 Millionen Raucher in unserem Land), was noch vor ein paar Jahren undenkbar war, dann kann man wohl zu recht mal wieder darüber nachdenken, ob Waffen für sogenannte Sportschützen, da sie eben nicht sicher auf bewahrbar sind, wie wir wieder sehen mussten, nicht auch einfach abgeschafft werden können - ich bin jedenfalls dafür - auch in Hinblick dessen, dass ich niemanden von uns hier wünsche, dass er später jeden Tag in Unruhe ist, nur weil er seine Kinder früh zur Schule geschickt hat

BoBWheeler
15.03.2009, 22:22
Ich glaube, dass ein Waffenverbot trotz aller Gegenstimmen wirksam wäre. Eine Beschaffung wäre schwieriger, wenn auch nicht unmöglich. Auch kann mit einem Messer kein vergleichbarer "Schaden" verursacht werden. Es sind dann aber oft die zwischenmenschlichen Beziehungen, die Gesetze zu nicht machen, zB. im Schützenverein in einem Dorf -wo man sich kennt- wird vielleicht mal ein Auge zugedrückt, auch wenn es eigentlich verboten wäre. Aber wofür brauche ich als Privatperson denn eine Waffe im Haus? Um einen Einbrecher zu erschießen?

Jedenfalls wäre es wirksamer als das oft kolportierte Killerspielverbot, das nichts ändern würde. Was ich schade finde, sind die Reaktionen aus der Politik, die unreflektierter nicht sein könnten. Als ob als dies nur monokausal verursacht wäre. Ich kann mir nicht vorstellen, wie verzweifelt ein Mensch sein muss, dass all dies in blinden Hass umschlägt; sondern nur erahnen. Ich finde es traurig, dass nicht mehr auf solche verlorenen Existenzen eingegangen wird. Der Täter hätte sich sein Leben wohl auch anders vorgestellt. Manchmal glaube ich, dass die Medienhascherei nur Nachahmer ansteckt.

Gruß,
Bob

Ehemaliger User 05022011
15.03.2009, 22:33
dass all dies in blinden Hass umschlägt


und ob es wirklich so ist, weiß ja auch niemand - niemand weiß wirklich, was im Kopf eines solchen Menschen vorgeht und erahnen kann es auch keiner - am perversesten war eben die angebliche Wissenschaftlerin bei Kristiansen, die referierte, dass man ja z.Z. wenig Fälle in Deutschland habe und so keine genauere Untersuchungen führen und Aussagen machen könne

Was aber den Vater bewogen hat, seine Waffe einfach rumliegen zu lassen, dass sollte der schon mal beantworten können.

Autolyse
15.03.2009, 23:09
[...] Aber wofür brauche ich als Privatperson denn eine Waffe im Haus? Um einen Einbrecher zu erschießen?
[...]
Vielleicht weil das Gesetz die derzeit gültigen Schutznormen nur für bewohnten Raum anwendet, denn eine Lagerung in unbewohnten Räumen(z.B. Jagdhütten) ist nicht zulässig und selbst die Lagerung von großkalibrigen(nach DSB alles >22.lfb) Waffen in Vereinen eine Ausnahme, die von der zuständigen Behörde gesondert zu beurteilen ist, denn gängige Waffenschränke bekommt man mit den richtigen Mitteln auf.
Vielleicht auch weil, eine zentrale Lagerung angenommen, der jeweilige Waffenwart nicht unbedingt begeistert ist nachts um 3 Waffen auszugeben, damit die Vereinsmitglieder an Wettkämpfen teilnehmen können, denn mit steigender E0 wird die Anzahl der zugelassenen Stände sehr schnell sehr dünn.
Vielleicht auch weil man in unserem Rechtssystem nicht den Jäger die Waffen zu Hause lagern lassen darf, wogegen der Sportschütze sein Eigentum(richtige Sportwaffen sind richtig teuer) in Verwahrung geben muss, wenn er als Bedürfnisträger trotzdem haftet.

Es gibt da eine Menge Gründe...

Ehemaliger User 05022011
16.03.2009, 06:51
Vielleicht weil das Gesetz die derzeit gültigen Schutznormen nur für bewohnten Raum anwendet....

Noch mal, es hat sich folgenschwer gerade wieder gezeigt, dass es nicht funktioniert, also kann man es nicht mehr machen - schlicht und einfach.




Es gibt da eine Menge Gründe...

will dir nicht zu nahe treten, aber wirkliche Gründe sind das alles nicht, was du aufzählst, es schildert nur den Zustand, wie er momentan ist

Autolyse
16.03.2009, 07:03
Falsch, kann man nicht, oder wie die GdP es formuliert hat: Einen Wasserhahn der schon zu ist, kann man nicht noch weiter zu drehen.

stud_tir
16.03.2009, 09:36
OMPF. Ich wollte doch nicht über dieses Thema reden.


Noch mal, es hat sich folgenschwer gerade wieder gezeigt, dass es nicht funktioniert, also kann man es nicht mehr machen - schlicht und einfach.Das ist (unreflektierter) Unsinn.
Ein Einzelfall zeigt (im Regelfall) NICHT, dass ein Gesetz nicht funktioniert - ansonsten müsse Auto fahren schon längst verboten sein (es gibt so viele Unfälle) - und Alkohol erst Recht.
Weiterhin: In Österreich, der Schweiz und Kanada gibt es *sehr* viel liberale Waffengesetze als hier. Wieso gibt es dort dann weniger Kapitalverbrechen und Amokläufe? Muss was mit der gesunden Bergluft zu tun haben. (Versteh mich nicht falsch, ich plädiere (mit dieser Argumentation) nicht für ein liberaleres Waffenrecht, sondern gegen eine weitere unsinnige Verschärfung).

Weiterhin: Schieß Du mal mit einem Luftgewehr auf 100m (oder 500m) präzise. Mit dem Luftgewehr kannst Du dann aber auch problemlos Menschen erschießen...


Ich glaube, dass ein Waffenverbot trotz aller Gegenstimmen wirksam wäre. Eine Beschaffung wäre schwieriger, wenn auch nicht unmöglich. Kurz gesagt: Unsinn. Glaubst Du ernsthaft, dass ein Krimineller sich die Mühe macht, sich eine Waffe legal zu beschaffen? Illegal (oder im Ausland und illegal importiert) ist (laut Statistik) viel einfacher...
Es gibt genug Beispiele von Tätern, die Vollautomatische Waffen verwenden - diese sind nach dem Kriegswaffenkontrollgesetz komplett verboten, werden aber dennoch beliebig gehandelt. Wir haben sogar Fälle, in denen Täter mit Panzerabwehrwaffen gearbeitet haben...
Es gibt weit mehr illegale Waffen (mehr als doppelt so viele) wie legale Waffen - ergo: Die illegale Beschaffung kann so schwer nicht sein.
Es sind ca 0,3% der Straftaten (mit Waffen), die mit legalen Waffen durchgeführt werden (Kriminalstatistik BKA) - ergo 99,7% mit illegalen Waffen. Ergo: Eine weitere Verschärfung des Waffenrechtes ist unsinnig, da sowieso nur illegale Waffen verwendet werden.
Weiterhin: Nach meinem Kenntnisstand, war die Tatwaffe gesetzeswidrig gelagert, bei korrekter Lagerung wäre ein Zugriff nicht möglich gewesen. Ergo: Waffenrecht ausreichend, muss nur durchgesetzt werden.

Auch wenn sich das jetzt - vor dem Hintergrund dieser Tragödie, deren Opfer mein tiefempfundenes Mitgefühl haben - herzlos anhört: Rein statistisch betrachtet verursachen Einzelfälle wie Amokläufe deutlich weniger Opfer als die große Masse der "regelmäßigen Gewaltverbrechen" (bsp.der innerfamiliäre Totschlag mit dem Küchenmesser).
Diese extremen Einzelfälle wird man niemals verhindern können (es gab auch schon Fälle von Amokläufen mit dem Auto). Die Gesetze nur auf diese Einzelfälle zuzuschneidern führt zu unnötigen Belastungen und Problemen - ohne jeden Sinn. Es handelt sich bei Amokläufen eben nicht um Affekttaten "weil die Waffe gerade greifbar ist" - die Taten sind (teilweise lange im Voraus) geplant.
Auch wenn es mir wehtut, hier muss ich unserem Innenminister einmal zustimmen: Das Waffenrecht in der BRD ist mehr als scharf genug.

(BTW und am Rande im Missverständnisse zu vermeiden: Ich bin selbst kein Waffenbesitzer - weder Sportschütze noch Jäger - sondern Pyrotechniker. D.h. ich arbeite auf regelmäßiger Basis mit explosionsgefährlichen Stoffen und pyrotechnischen Gegenständen, sowie mit Stoffen und Gegenständen, die dem Waffengesetz unterliegen (bsp. Pyrotechnische Munition) bzw. durch das Waffengesetz kontrolliert werden (bsp. Festbrennstoff-Flammenmörser)). Die notwendige Fachkunde wurde durch staatl. Prüfung bestätigt, die notwendige Unbedenklichkeit von staatl. Seite aus kontrolliert. Glaub mir einfach: Die Gesetze in diesen Bereichen sind in der BRD *extrem* streng. Und auch in diesem Bereich ist es einfacher, sich das Material illegal zu besorgen als den kompletten Weg bis zur legalen Erwerbbarkeit zu gehen).


Aber wofür brauche ich als Privatperson denn eine Waffe im Haus? Um einen Einbrecher zu erschießen?Wer will schon Einbrecher erschießen? Zur SV sind Pistolen sinnlos. Provozierend formuliert: Im Nahbereich sind Messer die sehr viel gefährlicheren Waffen und Hunde abschreckender. Anders ausgedrückt: Zur SV haben die wenigsten Leute eine Pistole zu Hause - und die Gesetzlichen Regelungen um eine Waffe zur SV zu erhalten (Waffenschein .. nicht Waffenbesitzkarte) sind nicht ganz so simpel, wie ihr denkt.
Abgesehen davon: Schützenstände sind weit weg von der Zivilisation (bsp. einsam gelegen im Wald) - das hat diverse Gründe wie Grundstückspreise und Immissionsschutzgesetze.
Jetzt verbieten wir die Aufbewahrung zu Hause (wir reden hier übrigens von Waffen mit einem Preis von teilweise mehreren tausend Euro *pro Stück* die speziell für Einzelpersonen angefertigt oder modifiziert werden) und lagern das Zeugs in den einsam gelegenen Schießständen.
Hmm .. mehrere hundert Waffen und zig-tausend Schuss Munition ... die nur darauf warten abgeholt zu werden ... Tolle Idee, wirklich ...
(Warum so viel Munition? Weil Munition unterschiedlich ist. Gute Schützen kaufen viel Munition EINER Fertigungsserie und schießen so lange damit wie irgendwie möglich. Denn auf die nächste Fertigungsserie muss die Waffe erst wieder eingeschossen werden - was lange dauert und Geld kostet).

"Stellt einen guten Tresor auf" - Und jetzt zeig mir mal einen (bezahlbaren) Tresor, der nicht geknackt werden kann. (Und ja, ich kenne die Preise in dem Bereich, weil die gesetzlichen Regelungen zur Explosivstofflagerung (berechtigterweise) relativ empfindlich sind).


Ich kann mir nicht vorstellen, wie verzweifelt ein Mensch sein muss, dass all dies in blinden Hass umschlägt; sondern nur erahnen. Ich finde es traurig, dass nicht mehr auf solche verlorenen Existenzen eingegangen wird. Der Täter hätte sich sein Leben wohl auch anders vorgestellt. Manchmal glaube ich, dass die Medienhascherei nur Nachahmer ansteckt.Richtig - da sind die Probleme. Das WaffG, Killerspiele, etc sind für Amokläufe nicht der richtige Ansatzpunkt.

stud_tir
16.03.2009, 09:50
Übrigens: Die Gesetze zur Lagerung von Waffen in Privathaushalten sind sehr streng (bsp. müssen Waffen und Munition getrennt in zugelassenen Tresoren gelagert werden).


Also in meiner Schulzeit bin ich an Drogen leichter gekommen, als an ein Waffenarsenal. Weiß ja nicht, wie es bei dir war.Bei mir wäre es andersrum gewesen, beides habe ich nicht probiert.


Gesetzesverstöße werden wohl kaum durch schärfere Gesetze verhindert.:-meinung


Abgesehen davon besitzen viele Privatpersonen Waffen und einen Waffenschein, ohne in einem Schützenverein zu sein. Wer soll deren Waffe bewachen? Vielleicht der grüne Trachtenverein?Naa, so viele Waffenscheine gibt es nicht (Waffenscheine berechtigen zum Tragen einer Waffe). Waffenbesitzkarten höchstens (berechtigen zum Erwerb einer Waffe), und selbst die kriegt man ohne (aktive) Mitgliedschaft in einem Schützenverein oder Jagdschein gar nicht so einfach.

Dr.Nemo
16.03.2009, 10:33
:-top
Ein sehr informativer Beitrag!

Ehemaliger User 05022011
16.03.2009, 13:58
Es sind ca 0,3% der Straftaten (mit Waffen), die mit legalen Waffen durchgeführt werden (Kriminalstatistik BKA) - ergo 99,7% mit illegalen Waffen.
Wo hast du denn solche Zahlen her - bist du bei der Polizei ?
Der Amoklauf wurde ja auch mit einer illegalen Waffe, weil sie dem Täter nicht gehörte durchgeführt ( oder verstehst du darunter nur nicht registrierte Waffen ?) Ich will die Waffengesetze nicht verschärfen , ich bin für deutlich weniger Waffen - warum muss privat jemand überhaupt Waffen besitzen und wenn schon, warum dann 13 Stück ? In meinen Kopf geht das nicht Und warum müssen 2 Millionen Deutsche, wie hier geschrieben wurde, in Schützenfvereinen sein - sorry klinkt jetzt krass, aber können die nicht woanders z.B. im Kegelclub zusammen saufen ?


Weiterhin: Nach meinem Kenntnisstand, war die Tatwaffe gesetzeswidrig gelagert, bei korrekter Lagerung wäre ein Zugriff nicht möglich gewesen. Ergo: Waffenrecht ausreichend, muss nur durchgesetzt werden.
Nein nicht Ergo: alles paletti ! Es sind 16 Menschen tot und den Hinterbliebenen ist unendliches Leid angetan wurden ! Die Waffe war nicht ordnungsgemäß gelagert PUNKTund bei jedem neuen Amoklauf wird man dies wieder feststellen, dass es in diesem Fall so war. Genau darum geht es doch.

Auch wenn sich das jetzt - vor dem Hintergrund dieser Tragödie, deren Opfer mein tiefempfundenes Mitgefühl haben - herzlos anhört: Rein statistisch betrachtet verursachen Einzelfälle wie Amokläufe deutlich weniger Opfer als die große Masse der "regelmäßigen Gewaltverbrechen"
sorry , eine solche Betrachtungsweise hört sich für mich nicht nur herzlos an, sie ist es wenige Tage nach einer solchen Tragödie auch und es verbietet sich aus meiner Sicht jetzt in diesen Tagen so etwas zu schreiben

Abgesehen davon: Schützenstände sind weit weg von der Zivilisation (bsp. einsam gelegen im Wald) - das hat diverse Gründe wie Grundstückspreise und Immissionsschutzgesetze.
dann macht sie einfach zu - niemand braucht sie wirklich !

wir reden hier übrigens von Waffen mit einem Preis von teilweise mehreren tausend Euro *pro Stück*
(bezahlbaren) Tresor, der nicht geknackt werden kann.
ich kann dir leider nicht folgen, was ein solches Ding kostet, ist doch scheiß egal und wenn man sich kein Tresor der bezahlbar ist leisten kann, dann ist die Konsequenz doch nicht, dass die Leute die Dinger zu Hause, wo sie auch jeder Einbrecher ganz leicht klauen kann, rumliegen haben können, sondern jeder müsste begreifen, es gibt keine Notwendigkeit für diese Dinger und da sie nicht sicher aufbewahrt werden können, sollte man sie einfach ganz verbieten - so und jetzt hör ich auf zu schreiben, denn Waffenfetischisten und solche die mit Schützenvereinen e.c. nicht's am Hut haben kommen nicht zu einer Meinung, das ist nun mal so - aber lieber stud_tir, schreib bitte nicht, dass das alles unreflektierter Unsinn wäre, nur weil ich nicht reflektieren kann warum 2 Millionen Deutsche in Schießvereinen sein müssen und Waffen zu Hause brauchen - eher ist doch diese traurige sehr unreflektiert, meinst du nicht auch?

stud_tir
16.03.2009, 14:30
Ich erlaube mit, die QUOTE-Tags zu schließen.



Es sind ca 0,3% der Straftaten (mit Waffen), die mit legalen Waffen durchgeführt werden (Kriminalstatistik BKA) - ergo 99,7% mit illegalen Waffen.
Wo hast du denn solche Zahlen her - bist du bei der Polizei ? Nein. Die Kriminalstatistiken sind öffentlich einsehbar.
Diese spezielle Zahl wurde u.A. von einem Vertreter des BKA und mehreren Polizeipsychologen erwähnt.

Der Amoklauf wurde ja auch mit einer illegalen Waffe, weil sie dem Täter nicht gehörte durchgeführt ( oder verstehst du darunter nur nicht registrierte Waffen ?) Ich will die Waffengesetze nicht verschärfen , ich bin für deutlich weniger WaffenDa widersprichst Du dir selbst.


- warum muss privat jemand überhaupt Waffen besitzenWarum muss jemand trinken? Warum braucht man privat ein Auto? Warum muss man rauchen?
Warum muss jemand das Recht haben, seine Meinung zu sagen?
Warum es verbieten? Es gibt genug Länder mit liberalem Waffenrecht und "besserer" Kriminalstatistik (mit Blick auf Gewaltverbrechen sowie Anzahl der Verbrechen mit legalen und illegalen Waffen) - Kanada beispielsweise. Österreich und die Schweiz sind vergleichbar, bei deutlich liberalerem Waffenrecht. Woher also die Info, dass ein schärferes Waffenrecht gleichzeitig Verbrechen verhindert?


und wenn schon, warum dann 13 Stück ?Weil der betreffende Waffensammler war? Weil er in verschiedenen Disziplinen schießt? Weil er alte Waffen behalten hat statt sie zu vernichten?


In meinen Kopf geht das nicht Und warum müssen 2 Millionen Deutsche, wie hier geschrieben wurde, in Schützenfvereinen sein - sorry klinkt jetzt krass, aber können die nicht woanders z.B. im Kegelclub zusammen saufen ?Das hat beispielsweise etwas mit Traditionen zu tun - und: Was spricht dagegen?
Abgesehen davon: Eine Kegelkugel (wie auch immer die heißen) ist schwer und damit gefährlich. Willst Du wirklich, dass Deutsche potentiell gefährliche Gegenstände in die Hand kriegen?



Weiterhin: Nach meinem Kenntnisstand, war die Tatwaffe gesetzeswidrig gelagert, bei korrekter Lagerung wäre ein Zugriff nicht möglich gewesen. Ergo: Waffenrecht ausreichend, muss nur durchgesetzt werden.Nein nicht Ergo: alles paletti !doch. Es war kein Fehler im WaffG sondern in dessen Umsetzung.
"Das macht keinen Unterschied" - doch macht es.
Ein Beispiel: Enschede. Da gingen einige Tonnen Feuerwerk hoch - Resultat: 22 Tote. eine mögliche Quelle (http://www.schadenprisma.de/SP/SpEntw.nsf/22086b2447b62655c12569930057058b/5b6d6bde42b00ff7c1256bd6004b96ab?OpenDocument).
In Folge dessen hat die BAM (Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung) die deutschen Gesetze zur Lagerung und Aufbewahrung von Explosivstoffen überprüft und festgestellt, dass bei ordnungsgemäßer Lagerung in Enschede (was nicht der Fall war) vermutlich nichts passiert wäre, und mit den deutschen Lagerrichtlinien der Unfall nicht möglich gewesen wäre - ergo gab es keinen Anlass für eine Verschärfung der gesetzlichen Regelungen. Und das obwohl aus den Reihen der Politik wieder sinnlose Rufe nach Verschärfungen kamen.
Was ich damit sagen will? Nur weil etwas sich gut anhört, muss es noch lange keinen Sinn machen. Eine Pauschalverurteilung bringt selten etwas und betrifft primär die Menschen, die nichts dafür können.
Im Beispiel von Enschede die Unbeteiligten Pyrotechniker, im Beispiel "Verbietet Waffen denn Waffenbesitzer sind Schuld an den Amokläufen, der Klimaerwärmung und der blutenden Hostie" die unbeteiligten Sportschützen.
Oder würdest Du es sinnvoll finden, wenn ich pauschal alle Ärzte für Fehler Einzelner in Haftung nehme?


Es sind 16 Menschen tot und den Hinterbliebenen ist unendliches Leid angetan wurden ! Die Waffe war nicht ordnungsgemäß gelagert und bei jedem neuen Amoklauf wird man dies wieder feststellen, dass es in diesem Fall so war. Genau darum geht es doch. Amokläufe lassen sich nicht verhindern.
Übrigens: Bei der Vielzahl der Gewaltverbrechen stellt man fest, dass die Waffe illegal beschafft wurde - jedesmal aufs Neue.


sorry , eine solche Betrachtungsweise hört sich für mich nicht nur herzlos an, sie ist es wenige Tage nach einer solchen Tragödie auch und es verbietet sich aus meiner Sicht jetzt in diesen Tagen so etwas zu schreibenNun ja, aus Pietät ist diese ganze Diskussion fragwürdig - v.A. rein populistische Forderungen nach dem Totalverbot von Waffen werden den Opfern nicht gerecht.
Was es mMn braucht ist eine sinnvolle, differenzierte und auf sachlichen Informationen beruhende Diskussion unter Experten. Über die Ursachen, über Möglichkeiten wie man Amokläufe verhindern oder erkennen kann, wie man darauf reagieren kann, etc
Sicherlich auch Diskussionen darüber, ob die Wand eines Waffentresors jetzt 0.2mm dicker sein muss, ob ein 8-stelliger Zahlencode ausreicht und ob vielleicht biometrische Sicherungen an Waffen sinnvoll sind - all das kann - und sollte - auf Expertenebene diskutiert werden. Aber diese Diskussion geschieht dann sachlich, mit Fachwissen und ohne besondere Betrachtung des Einzelfalls.

Ein Beispiel für den Sinn von Expertendiskussionen?
Bei einem Feuerwerk passierte ein Unfall, den niemand für möglich gehalten hatte: Bei korrekt eingehaltenem Sicherheitsabstand und sauberem Aufbau wurde eine Bombe (ja, so heißen die Effektkörper wirklich) abgeschossen. Sie zündete allerdings nicht in der Luft sondern fiel ungezündet wieder auf den Boden ("Black Shell") - soweit eine Horrorvorstellung für Pyrotechniker, aber durchaus vorstellbar.
Die Bombe driftete allerdings ab und landete im Zuschauerraum - und explodierte beim Aufschlag (vermutlich durch Reibungshitze). Resultat: Tote und Schwerverletzte.
Was war passiert? Vermutlich durch den Magnus-Effekt und andere (vorher als irrelevant betrachtete Effekte) war die Bombe stärker abgetrieben als man es für möglich gehalten hatte.
Das Ergebnis: In langen Untersuchungen wurde festgestellt wie es zu dem Unfall kam und die Sicherheitsabstände für Großkalibrige Bomben (nur bei diesen kann es zu dieser Verkettung von Umständen kommen) wurden erhöht. Gleichzeitig wurde die Anzahl der Zündschnüre innerhalb der Bombe erhöht - ein solcher Unfall ist nun ausgeschlossen. (Ich weiß beispielsweise von keiner Blackshell mehr, seit dem diese neue Anzünderung benützt wird).
Die vorhergehenden Anschuldigungen in Medien, der Presse und von Seiten der Politik hatten sich übrigens *Alle* als falsch erwiesen. Hätte man die Bild nach ihrer Meinung zu dem Unfall gefragt, hätte man den Eindruck gewonnen, dass der verantwortliche Pyrotechniker Schuld war und eine ganz leichte Lösung gehabt: Steinigt ihn!

Unfälle - oder Verbrechen - können nicht durch Polemik, Anschuldigungen (Hetze) oder angeheizte emotionale Debatten gelöst werden.
Bei den Römern hat man die Christen verbrannt, wenn man einen Schuldigen brauchte. Im Mittelalter wurden die Juden das bevorzugte Opferlamm. Auch heute scheint es noch den Wunsch nach einfachen Lösungen und Schuldzuweisungen zu geben - sehr Schade.


dann macht sie einfach zu - niemand braucht sie wirklich !Die Meinung eines Einzelnen.
Nun ja, das gleiche gilt für Fußball oder Golf - beim Fußball gibt es noch Hooligans die Jahr für Jahr für große Probleme sorgen. Warum dann nicht Fußball verbieten? Ich persönlich mag den Sport sowieso nicht, also kann ich auch schreien: Braucht kein Mensch!


ich kann dir leider nicht folgen, was ein solches Ding kostet ist doch scheiß egal und wenn man sich kein Tressor der bezahlbar ist leisten kann, dann ist die Konsequenz doch nicht, dass die Leute die Dinger zu Hause, wo sie auch jeder Einbrecher ganz leicht klauen kann,
1) Dieter Nuhr - auch zu Hause müssen die Waffen in einen Tresor gelagert werden.
2) Es ist ein Unterschied ob da ein dutzend Waffen liegt (dafür macht sich niemand auf) oder einige Hundert Waffen (dafür interessieren sich durchaus auch Profis).


rumliegen haben können, sondern jeder müsste begreifen, es gibt keine Notwendigkeit für diese Dinger und da sie nicht sicher aufbewahrt werden können, sollte man sie einfach ganz verbietenJupp. Genauso wie Rauchen, Trinken, schnelle Autos, große Hunde, Goldfischzucht (die armen Tiere!), Fußball, Fernseher, Hobby-Internetforen, Meinungsfreiheit und all die anderen unnötigen Dinge.
ICH rauche nicht - mich stört rauchen sogar und ich kann direkte negative Einflüsse auf meine Gesundheit durch Raucher herleiten - also bitte: Verbietet endlich Rauchen!
(Liebe Raucher, nehmts mir nicht übel. Ihr müsst jetzt halt als Beispiel herhalten).


- so und jetzt hör ich auf zu schreibenDanke.


denn Waffenfetischisten und solche die mit Schützenvereinen e.c. nicht's am Hut haben kommen nicht zu einer Meinung, das ist nun mal soJetzt bin ich also Waffenfetischist? Übrigens: Weder ich noch jemand in meinem näheren Bekanntenkreis ist Mitglied in einem Schützenverein oder Waffenbesitzer (von Dienstwaffen abgesehen).


aber lieber stud_tir, schreib bitte nicht, dass das alles unreflektierter Unsinn wäre, nur weil ich nicht reflektieren kann warum 2 Millionen Deutsche in Schießvereinen sein müssen und Waffen zu Hause brauchen - eher ist doch diese traurige sehr unreflektiert, meinst du nicht auch?Doch, Du schreibst unreflektiert, ohne Fachwissen und ohne dich eingehender mit der tatsächlichen Problematik beschäftigt zu haben. Weil DU nicht begreifen kannst, dass jemand dem Schießsport gerne frönt und dass eine Verschärfung des Waffenrechtes nichts bringt, forderst DU für ALLE eine Änderung. Das ist nicht nur unreflektiert sondern egoistisch mit Hang zum Despotismus. Abgesehen davon ist es Populistisch.

--edit: Nun ja, dieses Posting bezieht sich auf den ersten Beitrag. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht zu überprüfen, ob im zweiten Teil des Doppelposts einzelne Formulierungen geändert waren.

--edit2: Ich bin kein Waffenfetischist (ich finde Waffen ziemlich langweilig), sondern Liberal (http://de.wikipedia.org/wiki/Liberalismus).
Darf ich Wiki zitieren?

Die individuelle Freiheit ist nach liberaler Überzeugung die Grundnorm und Basis einer menschlichen Gesellschaft, auf die hin der Staat und seine politische wie wirtschaftliche Ordnung auszurichten seien. Wo die Freiheit des Einzelnen berührt wird, habe jede, auch die staatliche Gewalt zu enden – der Staat habe nur dann einzugreifen, wenn die Freiheit der Individuen verletzt wird. Seine Rolle habe sich vorrangig auf den Erhalt von Recht und Freiheit zu beschränken. Dem Einzelnen solle durch sein Mehr an Freiheit auch mehr Verantwortung für sich selbst übertragen werden. Des Weiteren steht eine liberale Weltanschauung für den freien Wettbewerb in der Wirtschaft und richtet sich somit prinzipiell gegen staatliche Regulationen.

Der Franzose Voltaire prägte mit seinem Ausspruch „Ich teile Eure Meinung nicht, aber ich werde darum kämpfen, dass Ihr sie zum Ausdruck bringen könnt.“ das liberale Prinzip der Toleranz und der Meinungsfreiheit.

Muriel
16.03.2009, 14:40
Danke, Stud_tir, das war ein sehr guter Beitrag. Hätten wir noch die grünen Kästchen, hättest Du sicherlich jetzt eine Menge mehr davon :-top

Feuerblick
16.03.2009, 19:09
Dem muss ich mich sofort anschließen. Gut recherchierter, sinnig verfasster Beitrag. Danke!
Was soll es bringen, die zu bestrafen, die schon jetzt das Waffengesetz brav anwenden und Unsummen für die Lagerung ihrer Sportgeräte ausgeben? So ein kleiner Waffenschrank (gerade für ein niedliches Pistölchen wie die in Winnenden verwendete) ist nicht nur kostspielig sondern unterliegt einer Vielzahl an Auflagen. HÄTTE der Vater des Amokläufers seine Waffe entsprechend der Gesetze gelagert, dann wäre Sohnemann da auch nicht drangekommen. Was also hätte es gebracht, wenn es schärfere Gesetze gegeben hätte? Ganz einfach: Diejenigen, die sich daran halten, hätten es nur schwerer gehabt, der Amoklauf wäre aber nicht verhindert worden. Ein Gesetz ist immer nur so gut wie seine Umsetzung.
Gegen Schützenvereine und Sportschützen zu wettern bringt überhaupt nichts. In meinem Freundes- und Verwandtenkreis und unter ehemaligen Schulkameraden gibt es einige Sportschützen. Alles extrem agrresionsfreie, nette Menschen, die ihr Sportgerät für ihren Sport nutzen. Amokläufer kenne ich keine...
Ähnliches gilt übrigens für diese tollen "Ballerspiele". Wer eine normale Beziehung zur Realität hat, der wird nicht glauben, dass es unglaublich toll und stark macht, im wahren Leben Menschen abzuknallen. Was nicht bedeutet, dass ich irgendetwas für solche Spiele übrig habe. Aber jedem Tierchen...
Aber anders betrachtet: Was ist davon zu halten, dass ein Vater eine Waffe zuhause OFFEN lagert, wohl wissend (wenn auch anscheinend für sich ignorierend, weil Depressionen ja wohl weibisch sind und nicht zum Sohn eines Unternehmers passen), dass er ein psychisch krankes Kind zuhause hat?
Amokläufe wird man weder durch Verbote noch Gebote verhindern. Man kann nur versuchen, rechtzeitig gefährdete Menschen zu erkennen und ihnen zu helfen. :-nix

DeKl
16.03.2009, 19:51
auch von mir an dieser stelle nochmal vielen dank für deinen wirklich sehr guten beitrag @stud_tir
auch von mir würdest du natürlich grüne kästchen ohne ende bekommen :-)

ich prophezeie dir nur direkt, daß du den kampf gegen die windmühlen nicht gewinnen kannst! irgendwann zieht sich dein verstand zurück :-)) :-party

stud_tir
16.03.2009, 19:55
:-blush