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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Der "Was ich in meiner Wartezeit schon alles erreicht/gemacht habe" Thread



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pesanserinus
19.08.2013, 23:49
Leider lernt man (ich) oft erst später dazu, und dann ist man (zu) alt...

:-wand

Du bist nicht zu alt! Ich hab mit 25 angefangen und ich werd wohl im Studium den ersten Nachwuchs ausbrüten müssen, damit ich nicht direkt nach dem Studium wieder rausfalle (mit 40 will ich nicht erst Kinder haben), also dauert das Studium bei mir dann locker auch so bis 32. Wir müssen eh alle arbeiten bis wir ins Loch fallen. Ich habe mehrere Leute über 30 und sogar über 40 im Semester. Man ist nie zu alt!

Hawkeye87
22.08.2013, 07:34
Werde auch 27 sein wenn ich dann nächstes Jahr anfange und eine RettAss Kollegin hat nun mit 32 angefangen....Was solls?!
Ich würde die Chance nutzen weil du einen heiß begehrten Platz hast!!!!
Ansonsten nehme ich den gerne!!!!:P

Medici3000
07.09.2013, 00:32
abi 2005, 2005-2006 Au pair in Irland, 2006-2010 Bachelor Psychology in Dublin,
2011 nach D zurück, 2011 Geburt meiner Tochter und nun ab Oktober Medizin:)

Das hört sich gut an:-wow! Bringt dir der Bachelor in Psychologie was im Studium oder möchtest du später vielleicht in die Psychiatrie gehe? Oder wolltest du einfach etwas im Ausland studieren, um die Wartezeit zu überbrücken?

juju95
07.09.2013, 13:08
Ich hab die Hoffnung, im nächsten Jahr einen Studienplatz zu bekommen und überbrücke bis dahin mit Bundesfreiwilligendienst in der Unfallchirurgie (Pflege) und gleichzeitig ehrenamtlich in Sanitäts- und Rettungsdienst. Beides hat den Vorteil, dass das für Auswahlgespräche Punkte bringt, daher bin ich im Moment guter Dinge.
Wenn es trotzdem nicht hinhaut, dann lasse mich in einem Jahr zum RA ausbilden.

Gildrion
27.01.2014, 19:48
Ich gehe auch dieses Jahr auf die 27 zu. Hatte auch etwas Bedenken wegen meines Alters, aber kann mich dann immer an etwas erinnern, was mir einmal der Studienberater gesagt hatte: er zog so ein Papierlineal heraus, fragte mich, wie alt ich sei und zeichnete das auf diesem Lineal ein. Im Anschluss markierte er die Stelle, wann ich mal voraussichtlich in Rente gehen würde und legte diese beiden Abschnitte genau übereinander. Das fand ich unheimlich anschaulich und hat mich derzeit auch etwas getröstet. Er sagte dann, dass man sich vor Augen führen solle, dass man diesen Beruf fast nochmal so lange ausüben würde, wie man überhaupt alt ist und dann einen das Alter nicht vom Wunschstudium abhalten solle.

@ topic:

Ich habe nach dem Abi (2007) einen Sprachkurs in Niederländisch absolviert, 4 Jahre in Holland Psychologie studiert (dort ist es etwas kürzer, aber absolut äquivalent zum deutschen Studium) und im Anschluss eine Forschungsstelle angetreten, um eine Promotion zu erreichen (welche zwar nun fast fertig ist, aber zur Zeit etwas brach liegt leider). Nach 2 Jahren war aber für mich klar, dass ich nie und nimmer länger in der Forschung tätig sein wollte und habe vor ein paar Wochen meine Psychotherapieausbildung begonnen als Notfallplan, falls es mit der Medizin doch nicht mehr klappen sollte bzw. um mir ein zweites Standbein zu schaffen, falls sich in ein paar Semestern herausstellen sollte, dass der Arztberuf doch nicht das gelobte Land verheisst, was man sich so vorgestellt hat :-) Nichts desto trotz, bin ich bislang überzeugt davon, dass in der Medizin mein Traum liegt, bis ich vom Gegenteil überzeugt werde, was aber hoffentlich niemals passieren wird^^

LolloRosso
23.04.2014, 16:47
huhu, bin neu hier :)

toll was ihr alle für unterschiedlichste Sachen gemacht habt!

wollte erst genetik oder medizin machen, bin dann um wartesemester zu sammeln ins ausland gegangen
habe schließlich humanbio im ausland studiert und schließe gerade mein doktorat ab.
habe an 3 unis gearbeitet
im pharmaunternehmen gejobbt
hatte leider eine große OP
hab meinen mann gefunden
bin desillusioniert was die universitäre forschung angeht und musste das leider für mich abharken
hab überhaupt keine klinische praxis im ggs. zu vielen von euch
will endlich wieder RICHTIG auf die uni, etwas beigebracht bekommen und nicht vor meiner Diss versauern ;)
bin gespannt auf die LMU :)

a1b2c3d4e5
24.04.2014, 09:34
huhu, bin neu hier :)

toll was ihr alle für unterschiedlichste Sachen gemacht habt!

wollte erst genetik oder medizin machen, bin dann um wartesemester zu sammeln ins ausland gegangen
habe schließlich humanbio im ausland studiert und schließe gerade mein doktorat ab.
habe an 3 unis gearbeitet
im pharmaunternehmen gejobbt
hatte leider eine große OP
hab meinen mann gefunden
bin desillusioniert was die universitäre forschung angeht und musste das leider für mich abharken
hab überhaupt keine klinische praxis im ggs. zu vielen von euch
will endlich wieder RICHTIG auf die uni, etwas beigebracht bekommen und nicht vor meiner Diss versauern ;)
bin gespannt auf die LMU :)

Darf ich fragen, wo du im Ausland warst?

LolloRosso
24.04.2014, 10:35
Ich war/bin in Österreich, kann aber heute weder die MUW noch die Uni Wien mehr empfehlen, FALLS man die Wahl hat.

anndee
29.04.2014, 12:02
Ja, also ich hab meine Wartezeit auch mit so einigen mehr oder weniger sinnvollen Dingen zugebracht.
- Gleich nach dem Abi ein Stipendium fuer Maschinenbau bekommen und gedacht, "Cool, die geben mir Geld, dann studier ich das halt". Naja, die Uni und ich haben dann im Vordiplom recht einvernehmlich beschlossen, dass Maschinenbau definitiv nicht das geeignete Studienfach war.
- Dann munter um die Welt gereist und in China und Island gearbeitet, war toll.
- In England ein komplettes Studium in mittelalterlicher Archaeologie, speziell Osteologie, absolviert und eine zeitlang in ganz Europa Skelette ausgebuddelt.
- RS gemacht, weil Rettungsdienst doch deutlich besser bezahlt ist als Indiana-Jones-spielen....

LolloRosso
29.04.2014, 14:11
@anndee
Hast du in GB ein Bachelor oder Master gemacht?

anndee
29.04.2014, 14:44
@LolloRosso: BA (Hons) und dann ein paar Kurse auf Masterniveau in Schweden drangehaengt.

LolloRosso
29.04.2014, 14:59
Warum bist du nicht bei diesem Studium geblieben? Oder hattest du das nie vor? Bei mir ist es im Lauf des Studiums immer geschwankt, jetzt bin ich mir aber sicher, dass ich das dritte Studium (Med) durchziehen will. Ich denke als Anthropologe/Osteologe kannst du fast nur auf der Uni arbeiten und leider entwickelt sich die universitäre Landschaft nicht gerade freundlich was Arbeitsbedingungen etc. angeht. Ich habe selbst einige prekäre Arbeitsverhältnisse durch. Ja, es gibt Ausnahmen, ein Studienkollege hat jetzt eine gute PostDoc Stelle in Oxford...allerdings ist sowohl GB als auch USA für mich aus persönlichen Gründen nicht möglich.

anndee
29.04.2014, 15:12
Naja, gefallen haette es mir sicher, aber nur im akademischen Umfeld, und da wurde unter der neuen Regierung in GB rigoros gekuerzt, keine AHRC-Stipendien mehr und nix, wovon ich mir noch was zu essen kaufen haette koennen. In Schweden hatte ich kurz eine gute Stelle, wo ich auch den Master machen haette koennen, aber im Endeffekt war ich 1 Monat auf Ausgrabungen und das restliche halbe Jahr nur noch im Labor vorm Mikroskop, das war dann auch nicht direkt das, was ich wollte. Ich hab dann in Bayern bei einer Grabungsfirma eine Stelle gekriegt, das hat grade so zum Leben gereicht, aber hatte im Endeffekt mit dem, was ich eigentlich machen wollte, so gar nichts mehr zu tun.
Falls ich jetzt wirklich einen Studienplatz kriege, will ich unbedingt in eine Richtung mit viel Patientenkontakt gehn, das gefaellt mir jetzt im Rettungsdienst auch wirklich gut. Forschung liegt mir halt so gar nicht, aber das stellt man leider auch meistens erst fest, wenn man schon drin arbeitet ;)

LolloRosso
29.04.2014, 15:44
Bei mir ist es genau anders, ich liebe Forschung und Lehre, muss es allerdings abschreiben wegen der Arbeitsbedingungen. Als Externer z.B. in der Lehre kann ich es mir zwar vorstellen, aber nicht als Hauptjob. Ob ich soviel Patientenkontakt ertrage und bewältigen kann, weiß ich überhaupt noch nicht.

anndee
29.04.2014, 16:35
Naja, Lehre find ich auch toll, aber ohne Forschung geht da nix. Und als Archaeologe in der Privatwirtschaft sind die Arbeitsbedingungen mieser als mies. Fuer einen Hungerlohn (ohne Spesen, die darf man schoen selber zahlen....) bei jedem Wetter 12-14h draussen stehen und die Baggerschaufel anstarren...
Patientenkontakt find ich toll, man lernt, die Lebenden sehr zu schaetzen, wenn man jahrelang nur mit Toten gearbeitet hat ;)

PrinzessinAmygdala
30.04.2014, 19:45
Kann mir grad gar nicht vorstellen, was ein Archaeologe in Deutschland so macht. Was gräbt man denn da so besonderes aus? Kenne das nur aus den Medien, wo man nach Pharaonen gräbt :-D Das wird man hier ja wohl kaum.

Muriel
30.04.2014, 19:49
Beim Abriss eines Kinos in Aachen beim Neubau einer großen Buchhandlung kann man auch mal alte bis dato unbekannte Römerbauten finden. Man findet also auch hier etwas ;-)

PrinzessinAmygdala
30.04.2014, 19:52
Ok stimmt. Aber dann werden Archaeologen doch erst gerufen, wenn andere was gefunden haben.

EVT
30.04.2014, 20:40
es muss ja nicht immer uralt sein, mittelalter reicht doch auch schon.
ich glaube, es werden oft auch luftaufnahmen gemacht, da findet man sowas und fliegerbomben...
aber es gibt doch bestimmt auch geplante grabungen oder?

Kretschmann
30.04.2014, 21:52
es muss ja nicht immer uralt sein, mittelalter reicht doch auch schon.
ich glaube, es werden oft auch luftaufnahmen gemacht, da findet man sowas und fliegerbomben...
aber es gibt doch bestimmt auch geplante grabungen oder?

Fliegerbomben - ein Traum jedes Archäologen.

Also historisch gesehen, gibt Deutschland wirklich nicht viel her (zumindest für mich) - dann lieber nach "Syrien" zu den Osmanen und ihr tonnenweise verstecktes Gold.