Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Suizid
Dr. Jackyll
28.04.2009, 13:21
als ich meinen Psychiatriekurs hatte haben wir das auch diskutiert. Unser Dozent hat uns dazu ein Fallbeispiel gegeben: eine alte Frau, rein körperlich gesund, intelligent, wurde von der Polizei gebracht weil sie sich umbringen wollte. Ihr angegbener Grund war, dass sie für sich entschieden hätte das sie sterben will, einfach weil sie des Lebens überdrüssig war (klingt gut, nech?). Sie wurde dann 2 Monate behandelt und wurde dann entlassen, obwohl sie immer noch einen Suizidwunsch hatte, aber diese 2 Monate waren wohl das maximum das man sie hat festhalten können (also gegen den Willen des patienten). Sie war 2 Stunden nach Entlassung tot. Es war dann wohl auch nochmal Polizei etc in der Klinik, aber niemand angeklagt oder so.
Was ich sagen will: wenn jemand tatsächlich sterben will, dann kann er das, aber erst nachdem du als Arzt ihn behandelt hast und sicher gestellt hast, dass der Suizidwunsch nicht auf einer psychischen Erkrankung beruht.
Das war zwar ironisch gemeint und deshalb etwas übespitzt formuliert, ist aber die Richtung stimmt:
http://www.aerztegesundheit.de/suizid4.htm
Mit dieser Quellenangabe hast Du Deine Aussage aber selbst widerlegt. Du schreibst weiter oben, daß die Ärzte die Berufsgruppe mit der höchsten Suidzidrate sind, im Artikel wird allerdings deutlich dargelegt, daß die Rate im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung 2-4-fach erhöht ist.
Da ein Vergleich mit anderen Berufsgruppen dort nicht stattfindet, ist auch Deine Aussage (wenngleich auch ironisch gemeint) so nicht zulässig...
Meint
Hypnos
Jin Bean
02.05.2009, 15:49
Ein Schwerkranker sterbender Mensch hat das Recht in unserem Deutschen Staat von eniem Arzt zu Selbstmordzwecken assisitert zu werden. (Passive Sterbehilfe in Dt. legal.)
Dagegen ist erst mal nichts einzuwenden.
Aber nur, weil die Krankheit körperlich (sichtbar) ist, ist es erlaubt.
Warum? Weil die Pflege schwerkranker aufwendig, qualvoll und teuer ist?
Nun zu dem anderen Fall. Der Patient hat eine Depression etc. und das Leben ist ihm eine Qual und er könnte genau so krank sein wie ein Krabskranker. Der Patient hingegen, darf sich nicht das Leben nehmen - Warum?
Weil dann die Psychiater nichts mehr an ihm verdienen??
Nun zu meiner Meinung: Ich bin gläubig. Gott sagt in seinen 10 Geboten: Du sollst nicht töten.
Gott sagt also; Bitte nehme dir nicht das Leben, es ist so wertvoll. Töte nicht dich und töte bitte niemand anderes.
Gott sagt nirgends: Du bestimmst jetzt über das Leben der anderen. Du bist, - weil du einen weißen Kittel trägst - jetzt Richter über Leben und Tod der anderen. Das sagt die Bibel nicht. Auch die Ärztekammer nicht und auch nicht Hipokrathos oder der ärztliche Ethos. Dort steht nur: Ärzte sollen helfen Leben zu erhalten.
Nirgends steht: Wer sich das Leben nehmen will muss eine Gehirnwäsche bekommen.
Natürlich ist der Suizidgefärdetee Krank, DESHALB will er ja sterben.
Das gleiche trifft für den Krebskranken zu.
Beide sehen keine Heilung.
Wer bin ich zu sagen, dass der depressive ganz sicher geheilt werden kann und daher ich über sein Weiterleben entscheiden darf?
Ich bin da, als Arzt, um dem Patienten eine Heilung anzubieten. Erzwingen sollte ich sie aber nicht - egal ob bei Krebs oder bei Depression etc.
Daher vertrete ich den Standpunkt: Als Arzt soll ich der Heilung und dem Leben dienen, aber an erster Stelle die Selbstbestimmung des Patienten wahren und achten sowie respektieren. Ich kann - mit all meiner Emapthie - niemals wissen, wie sich der Kranke fühlt. Daher kann ich niemals urteilen oder richten ob das Leben eines Menschen aus seiner Sicht lebenswert ist, oder eine Höllenqual. Daher: Hilfe ja - aber niemals erzwingen. Daher heilen ja - aber nur da, wo Heilung sowohl möglich als auch erwünscht ist..
Jin Bean
papiertiger
02.05.2009, 15:57
Ein Schwerkranker sterbender Mensch hat das Recht in unserem Deutschen Staat von eniem Arzt zu Selbstmordzwecken assisitert zu werden. (Passive Sterbehilfe in Dt. legal.)
Man beachte die Implikationen des Wortes "passiv". ;)
habichnicht
02.05.2009, 16:54
Man beachte die Implikationen des Wortes "passiv". ;)
Und man beachte nicht nur den Inhalt, sondern auch die exquisite Orthografie dieses Beitrags. ;)
Dr. Pschy
02.05.2009, 17:33
Ein Schwerkranker sterbender Mensch hat das Recht in unserem Deutschen Staat von eniem Arzt zu Selbstmordzwecken assisitert zu werden. (Passive Sterbehilfe in Dt. legal.)
Da wirfst du aber ordentlich was durcheinander. Passive Sterbehilfe ungleich assistierter Suizid! Beides ist in Deutschland zwar straffrei, zweiteres ist aber sehr problematisch, da soweit ich weiss die Verschreibung der dafür notwendigen Mittel einen Verstoss gegen das Arzneimittelgesetz bedeutet.
Ok, um mal nicht ad personam auf jim beans Beitrag zu reagieren:
Du vergisst bei deinem Vergleich "Krebskranker"/"Psychisch Kranker" die Tatsache, dass der psychisch Kranke nunmal per se eine geistiges Leiden hat, dessen Auswirkung auf seine Urteilbarkeit man nicht a priori ausschließen kann. Wenn der Krebskranke nach Abwägen aller Optionen zu dem Schluss kommt sich zu töten, dann hat das meiner Meinung nach eine andere Berechtigung als wenn der Schluss aufgrund höhnender bedrohlicher Stimmen getroffen wird, die auf den Schizophrenen einbrüllen und ihn dazu nötigen sich umzubringen, die man aber womöglich medikamentös zum Schweigen bringen kann. Das ist dann doch wohl einen Therapieversuch wert, oder nicht?
Zur Depression, nun ja, da ist es schwieriger, aber gerade hier sind Selbstmordgedanken und -versuche oft Hilfeschreie und schon anhand der Wahl der Mittel als solche erkennbar (ich kenne ein Beispiel von einem Patienten, der in suizidaler Absicht aus einen niedrigen Stockwerk sprang und hinterher wegen Schmerzen den Notarzt gerufen hat) oder sie haben auch einen wahnhaften Charakter. Vielen Leuten geht es auch schon besser, wenn sie nicht mehr einsam sind. Ein bisschen Psychotherapie kann doch immer wenigstens mal versucht werden, ohne gleich monetäre Interessen oder die ärztliche Respektlosigkeit vor der Selbstbestimmung ins Feld zu führen. Es geht ja nicht darum die Leute auf Dauer wegzusperren.
John Silver
03.05.2009, 22:11
Ein Schwerkranker sterbender Mensch hat das Recht in unserem Deutschen Staat von eniem Arzt zu Selbstmordzwecken assisitert zu werden. (Passive Sterbehilfe in Dt. legal.)
Dagegen ist erst mal nichts einzuwenden.
Doch, dagegen ist etwas einzuwenden: In D hat ein Mensch höchstens das Recht, einen Suizid zu begehen. Er hat nicht das Recht, sich von einem Arzt assistieren zu lassen - es sei denn, der Arzt tut es freiwillig. Eine Verpflichtung seitens des Arztes zur Suizidbeihilfe ist nicht vorhanden.
Aber nur, weil die Krankheit körperlich (sichtbar) ist, ist es erlaubt.
Warum? Weil die Pflege schwerkranker aufwendig, qualvoll und teuer ist?
Das ist jetzt einfach mal populistischer Blödsinn auf dem Niveau der Bild-"Zeitung". Es geht nicht um das Faßbare oder Sichtbare an einer Erkrankung, sondern um die Prognose. Es geht um Menschen mit infauster Prognose, und einem bald zu erwartenden Tod.
Nun zu dem anderen Fall. Der Patient hat eine Depression etc. und das Leben ist ihm eine Qual und er könnte genau so krank sein wie ein Krabskranker. Der Patient hingegen, darf sich nicht das Leben nehmen - Warum?
Weil dann die Psychiater nichts mehr an ihm verdienen??
Ebenso nichts als populistischer Blödsinn. Ich wiederhole: Es geht keineswegs darum, den subjektiven Leidensdruck verschiedener Patienten zu vergleichen. Es geht um die Prognose; und die Prognose einer behandelten Depression ist nun mal alles andere als infaust.
Und genau hier liegt der Hase im Pfeffer: Einem Patienten mit eindeutig infauster Prognose kann man nicht mehr helfen. Basta. Er muß so oder so bald sterben - und wenn er sich dann für einen schmerzlosen Selbstmord entscheidet, um den schlimmsten Qualen kurz vor dem Exitus zu entfliehen, dann ist das eine nachvollziehbare Entscheidung.
Ein Patient mit bspw. einer schweren Depression hingegen kann durchaus noch eine deutliche Besserung seiner Beschwerden bis hin zur dauerhaften Remission oder gar Heilung erfahren - er weiß es jedoch nicht, und denkt, durch seine Erkrankung bedingt, seine Beschwerden könnten sich nicht bessern. Es ist sehr wahrscheinlich, daß ein solcher Patient nach einer Interventionstherapie sich vom Selbstmord distanziert und sein Leben wieder als lebenswert erachtet; denn sein Leben ist durchaus lebenswert, und nur durch seine Erkrankung erkennt er das nicht.
Im Übrigen hat es überhaupt nichts mit irgendwelchen Verdienstmöglichkeiten zu tun. Dies zu unterstellen, ist mehr als mies; Du solltest gründlich darüber nachdenken, bevor Du solche Aussagen in der realen Öffentlichkeit von Dir gibst, sonst manövrierst Du Dich selbst flott ins Abseits - man bezeichnet andere Menschen, zumal Kollegen, nicht als geldgierige Arschlöcher, ohne wirklich wirklich gute Gründe (und Beweise) dafür zu haben. In der heutigen Zeit der Budgets und Pauschalen ist es übrigens monetär vorteilhafter, wenn der Patient gesehen und kurz behandelt wird, und anschließend einen Selbstmord begeht, als ihn lang und breit und immer wieder zu behandeln - für's gleiche Geld. Wenn, dann bist Du eher das geldgierige ********* - lustig, nicht war?
Gott sagt nirgends: Du bestimmst jetzt über das Leben der anderen. Du bist, - weil du einen weißen Kittel trägst - jetzt Richter über Leben und Tod der anderen. Das sagt die Bibel nicht. Auch die Ärztekammer nicht und auch nicht Hipokrathos oder der ärztliche Ethos. Dort steht nur: Ärzte sollen helfen Leben zu erhalten.
Nirgends steht: Wer sich das Leben nehmen will muss eine Gehirnwäsche bekommen.
So, eine psychiatrische Interventionstherapie ist also eine Gehirnwäsche? Hast Du noch mehr dieser Kompetenzbeweise auf Lager? Hast Du schon mal eine solche Therapie woanders als im Lehrbuch gesehen?
Natürlich ist der Suizidgefärdetee Krank, DESHALB will er ja sterben.
Das gleiche trifft für den Krebskranken zu.
Beide sehen keine Heilung.
Wer bin ich zu sagen, dass der depressive ganz sicher geheilt werden kann und daher ich über sein Weiterleben entscheiden darf?
Ich bin da, als Arzt, um dem Patienten eine Heilung anzubieten. Erzwingen sollte ich sie aber nicht - egal ob bei Krebs oder bei Depression etc.
Dein logischer Fehler liegt darin, daß Du von der subjektiven Wahrnehmung des Patienten ausgehst (die Du, wie Du weiter unten selbst ausführst, nicht nachvollziehen kannst) und diese plötzlich zur objektiven prognostischen Grundlage machst. Das ist falsch. Natürlich sehen beide Patienten keine Heilung, das ist beiden gemeinsam; der entscheidende Unterschied besteht jedoch darin, daß es nur für einen von denen tatsächlich keine Aussicht auf Heilung oder zumindest Besserung der Prognose gibt.
Dein zweiter logischer Fehler liegt darin, einen Suizidversuch grundsätzlich als Ausdruck einer Entscheidung, sich das Leben zu nehmen, zu werten. Merke, Du Experte: nicht jeder, der sich die Handgelenke aufschlitzt oder eine Handvoll Benzos schluckt, will wirklich sterben. In vielen Fällen handelt es sich lediglich um einen verzweifelten Hilfeschrei.
Daher vertrete ich den Standpunkt: Als Arzt soll ich der Heilung und dem Leben dienen, aber an erster Stelle die Selbstbestimmung des Patienten wahren und achten sowie respektieren. Ich kann - mit all meiner Emapthie - niemals wissen, wie sich der Kranke fühlt. Daher kann ich niemals urteilen oder richten ob das Leben eines Menschen aus seiner Sicht lebenswert ist, oder eine Höllenqual. Daher: Hilfe ja - aber niemals erzwingen. Daher heilen ja - aber nur da, wo Heilung sowohl möglich als auch erwünscht ist..
Jin Bean
Diese Schlußfolgerung basiert auf den bereits erwähnten logischen Fehlern, und ich empfehle Dir, diese Einstelllung gründlich zu überdenken. Du widersprichst Dir nämlich selbst, indem Du einerseits behauptest, man könne "niemals wissen", wie es in den Gedanken des Patienten aussieht, andererseits aber aufgrund einer Äußerung (=Suizidversuch) davon ausgehst, die Wünsche des Patienten zu kennen. Die Äußerung eines Patienten sollte nur dann respektiert werden, wenn klar ist, daß der Patient, wie es so schön heißt, "im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte" ist - was bei einem psychisch Kranken per definitionem nicht der Fall ist. Ist ein Patient klar psychisch krank, so ist er nicht in der Lage, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Und in einem solchen Fall ist es eben unsere Pflicht, den Patienten vor sich selbst zu beschützen und ihm zumindest eine Chance auf Besserung oder Heilung zu geben. Wenn ein Patient tatsächlich unbedingt sterben will, wird er sich nach der Intervention umbringen - aber das geschieht eher selten, siehe Logikfehler Nr. 2.
Du bist gläubig, willst das Leben schützen und den Menschen helfen? Sehr löblich. Bevor Du jedoch damit anfängst, solltest Du Dir darüber im Klaren sein, daß ein Paar schwachsinnige populistische Parolen eine ernsthafte Auseinandersetzung mit den wissenschaftlichen und ethischen Grundlagen der Medizin nicht ersetzen können.
Mal davon abgesehen, dass ich dir zustimme, John Silver, ist das irgendwie keine Art zu diskutieren...
John Silver
03.05.2009, 23:11
Mal davon abgesehen, dass ich dir zustimme, John Silver, ist das irgendwie keine Art zu diskutieren...
Und die Behauptung, psychiatrische Therapie sei Gehirnwäsche, und die Unterstellung der Akzeptanz eines Suizids bei einem Sterbenskranken aus angeblichen pekuniären Gründen - das ist also eine Art zu diskutieren? Zumindest irgendwie? ;-)
surfsmurf
03.05.2009, 23:20
Passive Sterbehilfe ungleich assistierter Suizid! Beides ist in Deutschland zwar straffrei, zweiteres ist aber sehr problematisch, da soweit ich weiss die Verschreibung der dafür notwendigen Mittel einen Verstoss gegen das Arzneimittelgesetz bedeutet.
Eher problematisch wird von den Gerichten die "unterlassene Hilfeleistung" gewertet; sprich Du dürftest dem Patienten das Mittel schon geben, müsstest dann aber brav reanimieren. Zu Sinn und Unsinn dieser Gesetzesauslegung will ich jetzt aber wirklich keine Diskussion vom Zaun brechen.
@Jin Bean: Ganz folgen kann ich deinen Ausführungen nicht immer, ehrlich gesagt, wohl auch, weil Du teilweise den großen Gulaschtopf auspackst und Dinge zusammenwirfst, die man besser trennen sollte. Wie auch immer: Das entscheidende Thema dieser Diskussion ist m.E. "Autonomie". Und bei den vielen Definitionen, die man dazu im ethischen Sinne liefern kann, wirst Du immer ein Schlagwort finden: "Rational" (oder auch "vernünftig"). Es geht um ein rational agierendes Wesen, das sein Handeln nach realistischen Erwartungshaltungen ausrichtet. Und wie schon oben beschrieben (Stichwort Bilanzsuizid) mag das in Bezug auf Suizid auch vorkommen; aber fraglich ist, inwieweit schwer Depressive, Schizophrene etc. rational handeln. Und wahrscheinlich werden weder ich noch Du noch irgendjemand hier in diesem Forum eine allgemeingültige Antwort finden, sondern es kommt dann halt immer auf den Einzelfall an.
Aber sterben werden wir alle sowieso... also warum nicht einfach sagen, ein temporäres problem, wäre eine gute gelegenheit, ein temporäres leben zu beenden. Das ist so ungefähr mein punkt. Das Argument find ich ziemlich putzig, ehrlich gesagt, denn damit kannst Du auch Mord verteidigen. Jedes Leben ist ja irgendwie temporär, gell? :-))
Und die Behauptung, psychiatrische Therapie sei Gehirnwäsche, und die Unterstellung der Akzeptanz eines Suizids bei einem Sterbenskranken aus angeblichen pekuniären Gründen - das ist also eine Art zu diskutieren? Zumindest irgendwie? ;-)
Ja, das ist eine Art zu diskutieren, nämlich eine die schlechte oder falsche Argumente benutzt, aber immerhin niemanden persönlich angreift. Aber ist auch Wurscht, wie gesagt, ich bin da grundsätzlich gleicher Meinung.
John Silver
04.05.2009, 12:15
Ja, das ist eine Art zu diskutieren, nämlich eine die schlechte oder falsche Argumente benutzt, aber immerhin niemanden persönlich angreift. Aber ist auch Wurscht, wie gesagt, ich bin da grundsätzlich gleicher Meinung.
Wenn man Kollegen pauschal und ohne jeden Beweis vorwirft, nur geldgeil zu sein und nicht an das Wohl des Patienten zu denken; und zudem auch noch Psychotherapie als Gehirnwäsche und somit diese Therapie anwendende Kollegen als bestenfalls Nichtsnutze bezeichnet - man kann's sehen wie man will, aber für mich geht's kaum noch persönlicher. Vielleicht sehe ich das falsch.
Jin Bean
10.05.2009, 12:29
Ich weiß jedenfalls, dass Sätze nicht mit ,,Und'' begonnen werden sollten, dem guten Stil halber!! ;)))
Jin Bean
10.05.2009, 12:34
Das ist kein Zitat von mir!!! Das mit dem temporärem Problem und es zu beenden, das habe ich nicht geschrieben, so ein Unsinn, es kommt von irgend jemandem aber nicht von mir.
Ich habe vielmehr geschrieben: Gott sagt in seinen 10 Geboten: Du sollst nicht töten PUNKT
Ich verteidige gar keinen Mord.
Jin Bean
10.05.2009, 13:08
Ja, hallo erst mal!
Wie lange bleiben denn die Kandidaten im Schnitt nach ihrem Selbstmord eingeschlossen? Ernste Frage. Und nein, ehrlich gesagt kenne ich die psychiatrischen Interventionen nicht, weiß aber, dass vielen Patienten die Rechte genommen werden.
Ich darf nur daran erinnern, dass 2008 in Marburg 2 Patienten IN einer Psychiatrie wegen Wasser-Phobie an Tollwut starben!!!!! !!!!! !!!!! !!!!! Und sie wurden leider erst Post Mortem diagnostiziert.
Hat da also jemand zu Unrecht gesagt, sie seien nicht im Begriff ihres Verstandes oder nicht!!??!!??!!
Desweiteren starb 2008 eine Frau in der New Yorker Notaufnahme. Sie verhielt sich ein bisschen auffällig und wurde daher für psychisch krank erklärt.
Sie starb am morgen unbehandelt in der Notaufnahme. Dies führte zur Entlassung der Verantwortlichen.
Ist es wirklich (immer) ein Hilfeschrei und ein Bitten in eine Psychiatrische Klinik aufgenommen zu werden, wenn man dann hinter dem Patienten den Schlüssel umdrehen muss?
Genau richtig erkannt, ich bin gegen alle psychologische und psychiatrische Intervention, jedenfalls so lange es
die Psychologen als bisher einzige ,,wissenschaftliche'' Fachrichtung nicht für nötig erachten auch nur irgendwelche Beweise anzubringen.
Wir Mediziner beweisen alles doppelt und dreifach aber ihr behauptet einfach nur : der Tickt nicht richtig und dreht den Schlüssel um. Der arme Patient hat gar keine Argumente dagegen anzubringen und es hört ihm keiner zu.
Und wenn ihr Euch jetzt mal beim Lesen die Haare ausreißt vor Ärger, so habe ich doch die Wahrheit geschrieben und bei Euch ist der logische Denkfehler am prominentesten:
Nämlich: Wenn ich sage, der Patient ist nicht im Besitz der geistigen Fähigkeiten, dann muss ich das nicht beweisen, ich drehe einfach den Schlüssel um. Das sichert mein Einkommen und er wird sich schon in sein Schicksal finden.
Das nennt sich Opportunismus. Ich mache dann das, das mir persönlich nützt und bringe dafür unbewiesene Scheinbegründungen an.
So, ich habe gesprochen, jetzt, liebe Psychiater und Psychologen, denkt ihr mal bitte über die Wahrheit nach und nicht nur über Eure eigene Existenz-Sicherung! Der Menschlichkeit wegen. Danke.
Zum passiven ,,assistierten'' Selbstmord:
Ich denke der Arzt kann, (denn das habe ich in der deutschen Rechtsprechung gelesen), dem Patienten z.B. hohe Dosen Morphin verschreiben. Der Patient kann es sich selber zu Hause geben. Ich kenne einen Krebskranken bei dem es so ist.
Wenn er den Schlussstrich setzt, ist er alleine. Die Grenze zwischen Überdosis und Schmerzmittel ist nicht sehr breit. Der Arzt braucht nicht zu Reanimieren, da der Patient dann zu Hause alleine keinen Notruf absetzt und alleine ist.
Das ist passive Sterbehilfe. Damit hat der Arzt de Facto asisitert in manchen Fällen wusste er es in manchen nicht. Für die Rechtsprechung hinterher irrelevant, da der Arzt DAFÜR nicht belangt werden kann.
Bleiben Sie ruhig, ich werde Arzt :)=))
Jin Bean
Jin Bean
10.05.2009, 15:54
Ich meine mich erinnern zu können, dass dies hier ein Forum für Studenten ist.
Also liebe Studenten, redet mal mit, denn hier haben sich ein paar fertige Psychiater und Psychologen an der Diskusion beteiligt, die aber nicht unbedingt die Meinung von den Studenten wiedergeben.
:
Nämlich: Wenn ich sage, der Patient ist nicht im Besitz der geistigen Fähigkeiten, dann muss ich das nicht beweisen, ich drehe einfach den Schlüssel um. Das sichert mein Einkommen und er wird sich schon in sein Schicksal finden.
Das nennt sich Opportunismus.
Das nennt sich Blödsinn.
Selbstverständlich muss der Arzt das beweisen oder glaubst du man kann einen Menschen einfach wegsperren ohne Grund ?
Ausserdem ist für die Diagnose meines Wissens immer noch ein Arzt zuständig und nicht ein Psychologe.
Gruß
schenky (Student) ;)
surfsmurf
10.05.2009, 16:57
Ist es wirklich (immer) ein Hilfeschrei und ein Bitten in eine Psychiatrische Klinik aufgenommen zu werden, wenn man dann hinter dem Patienten den Schlüssel umdrehen muss? Genau richtig erkannt, ich bin gegen alle psychologische und psychiatrische Intervention, jedenfalls so lange es die Psychologen als bisher einzige ,,wissenschaftliche'' Fachrichtung nicht für nötig erachten auch nur irgendwelche Beweise anzubringen. Wir Mediziner beweisen alles doppelt und dreifach....
Äh, Dir ist schon klar, dass es 1) zwischen Psychologen und Psychiatern einen Unterschied gibt und 2) Psychiater auch Ärzte sind? Und wie meine Vorrednerin auch anmerkte, müssen Psychiater sehr wohl nachweisen, warum sie jemanden gegen seinen Willen einsperren. Zwischenfrage: Warst Du schon einmal persönlich in einer Psychiatrie oder hast Dich persönlich mit einem Psychiater unterhalten? Oder worauf gründet sich Deine starke Abneigung, abgesehen von obskuren Fallbeispielen?
Zum passiven ,,assistierten'' Selbstmord: Ich denke der Arzt kann, (denn das habe ich in der deutschen Rechtsprechung gelesen), dem Patienten z.B. hohe Dosen Morphin verschreiben. [...] Das ist passive Sterbehilfe.
Auch hier: Dir ist bewusst, dass es einen Unterschied gibt zwischen passiver Sterbehilfe und assistiertem Suizid, sowohl moralisch als auch rechtlich? Was soll darüber hinaus "passiver Selbstmord" sein? Passiven Suizid gibt es per definitionem nicht. Ich empfehle Dir einmal die Lektüre einschlägiger Bücher und/oder Artikel, bevor Du Dich lautstark - so interpretiere ich die unterstrichenen und fettgedruckten Äußerungen - über Dinge äußerst, von denen Du (so muss ich leider aus Deinen Aussagen schließen) keine Ahnung hast. Falls Du Lektüre brauchst, kannst Du Dich gerne an mich wenden.
Entspannte Grüße, surfsmurf (Student)
Keenacat
10.05.2009, 19:57
Bleiben Sie ruhig, ich werde Arzt :)=))
Um Himmels Willen. Bitte bis dahin nochmal an Logik, Ausdruck und den zugrundeliegenden Informationen für dein inkohärentes Geblubber arbeiten. Insbesondere ersteres und letzteres hätte dir diese Blamage erspart.
Berufsfeldkunde für Anfänger:
Was genau ist eigentlich ein Psychiater?? (http://de.wikipedia.org/wiki/Psychiater)
Und was ist ein Psychologe? Tun die auch alle Patienten behandeln??? (http://de.wikipedia.org/wiki/Psychologe)
Was machen und können die Patientenbehandler eigentlich?? (http://de.wikipedia.org/wiki/Psychologischer_Psychotherapeut)
Kann mich so ein Psychologe in die Klappse einweisen??? (http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangseinweisung)
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