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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : MRT vs. CT



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Nils.
21.05.2009, 18:49
Hallo!

Ich würde gerne wissen, warum eigentlich nicht MRT-Aufnahmen generell als Standard gemacht werden? Die Strahlendosis bei CT-Aufnahmen ist ja sehr hoch und die Auflösung bzw. Darstellung soll gegenüber einer MRT-Aufnahme auch schlechter sein.
Warum wird dann daran noch festgehalten? Mal abgesehen von Patienten, die irgendwelche magnetischen Teile oder Herzschrittmacher in ihrem Körper haben und die MRT-Aufnahme gefährlich sein könnte?

Oder sind es schlicht die Kosten?

little_lunatic
21.05.2009, 19:06
knöcherne sturkturen kannst du im ct besser darstellen. und vor allem geht ein ct sehr viel schneller als ein mrt. du hast in wenigen sekunden ein bild und nicht erst in 20minuten. bei kindern wird ganz gerne erst sono, mrt, ggf. röntgen vorgezogen bevor ein ct gefahren wird. einfach wegen der strahlenexposition. mrt ist also auch nichts für notfälle. die einzigen "notfälle" sind bandscheibenprolaps und co. bei spiralbrüchen ist ct zum beispiel optimal. oder bei politrauma. beides hat seine vor- und nachteile und indikationen.

edit: wenns um bänderriss und entzündungen und so geht wird öfters mal aus kostengründen ein ct vorgezogen obwohl ein mrt aussagekräfiger und besser differenzierbar wär.

Hellequin
21.05.2009, 19:50
Eine cerebrale Blutung sieht man im CT auch eher als im MRT. Es gibt genügend Indikationen bei denen das CT dem MRT überlegen ist.

Hoppla-Daisy
21.05.2009, 20:07
Ein CT geht schneller und ist daher bei Notfällen Gold wert.

EDIT: Hups, hatte Lava ja schon geschrieben :-oopss

Lava
21.05.2009, 22:56
Lava? Ich wollte was schreiben, aber ich hatte dann doch keine Lust. ;-)

Also, wie schon erwähnt haben beide Bildgebungen ihre Indikationen. Manchmal existiere sie parallel, aber im Prinzip sind es zwei verschiedene Methoden, für die es verschiedene Fragestellungen gibt. Frisches Blut sieht man besser im CT, die Weichteile im allgemeinen besser im MRt, Knochen besser im CT, Entzündungen besser im MRT. Grad beim MRT existieren inzwischen über 100 Sequenzen für die unterschiedlichsten Fragestellungen, aber das CT ist dem MRT trotzdem überlegen bei manchen Fragestellungen. Und die Verfügbarkeit, Schnelligkeit und die Kosten sind nicht zu verachten!

Hoppla-Daisy
21.05.2009, 23:02
hihi, ich sollte schlafen gehen :-))

Meinte Li-Lu ;-)

Die Niere
22.05.2009, 14:08
Lava? Ich wollte was schreiben, aber ich hatte dann doch keine Lust. ;-)

Also, wie schon erwähnt haben beide Bildgebungen ihre Indikationen. Manchmal existiere sie parallel, aber im Prinzip sind es zwei verschiedene Methoden, für die es verschiedene Fragestellungen gibt. Frisches Blut sieht man besser im CT, die Weichteile im allgemeinen besser im MRt, Knochen besser im CT, Entzündungen besser im MRT. Grad beim MRT existieren inzwischen über 100 Sequenzen für die unterschiedlichsten Fragestellungen, aber das CT ist dem MRT trotzdem überlegen bei manchen Fragestellungen. Und die Verfügbarkeit, Schnelligkeit und die Kosten sind nicht zu verachten!
...und die Fähigkeiten der Chirurgen die Bilder zu lesen, denn diese sind meist bei einem MRT recht schnell überfordert.

gruesse, die niere

WackenDoc
22.05.2009, 14:28
Hihi, Daisy kann in die Zukunft sehen :-top

Tux
23.05.2009, 18:06
Ich kann als Medizintechniker ausnahmsweise auch mal meinen Saft zu abgeben. *g*

Also: Wie schon erwähnt, werden im MRT eher weiche Strukturen, beim CT festere Strukturen sichtbar. Allerdings sieht man im CT generell mehr, denn die Röntgenstrahlung kann durchaus auch Gewebe erfassen.
Beim MRT werden dabei allerdings Wasserstoffmolekkühle angesprochen (in Schiefstellung zum rotieren um ihre Achse gebracht). Sprich: alle Körperteile ohne genug Wasserstoffmolekühle werden nicht, oder nur schlecht sichtbar, denn ohne diese Rotation entsteht auf der Detektionsseite kein Abbild. => Auch bei Patienten ohne metallische Implantate nicht an gewissen Stellen immer geeignet.
Dazu ist ein MRT deutlich lauter (unangenehmer). Und im übrigen hat ein CT ne deutlich geringere Strahlendosis als ein herkömmliches Röntgengerät.

Ich frage mich vielmehr andere Dinge, z.B. wieso bei Verdacht auf Mißfunktion von stärker stoffwechselnden Organen fast nie ein PET gemacht wird...

papiertiger
23.05.2009, 18:20
Ich frage mich vielmehr andere Dinge, z.B. wieso bei Verdacht auf Mißfunktion von stärker stoffwechselnden Organen fast nie ein PET gemacht wird...

Strahlenbelastung, Preis.

+ die Frage, was du genau darstellen willst. Ist halt nicht für jede Indikation gleich gut geeignet. Für manche macht man es ja durchaus mal. "Mißfunktion von stärker stoffwechselnden Orangen" ist jetzt sehr allgemein gefasst. ;)

schenky
23.05.2009, 18:22
Und im übrigen hat ein CT ne deutlich geringere Strahlendosis als ein herkömmliches Röntgengerät.


Was? Das musst du mir aber erklären, bitte.

papiertiger
23.05.2009, 18:26
oh, das hatte ich überlesen - wie bitte? ;)

THawk
23.05.2009, 18:46
Ja, da bin ich auch gerade recht ungläubig drüber gestolpert...

Vielleicht kommt das raus, wenn man es "pro Bild" rechnet (aber selbst das kann ich kaum glauben) - und der Vergleich wäre nicht nur akademisch, sonder eher sinnlos.

Lava
23.05.2009, 19:42
...und die Fähigkeiten der Chirurgen die Bilder zu lesen, denn diese sind meist bei einem MRT recht schnell überfordert.



Die meisten Radiologen (zumindest die Assistenten) aber auch ;-) ("Da hab ich keinen Befund da, da muss ich erst den Oberarzt fragen...")

alley_cat75
23.05.2009, 23:31
Ich würde gerne wissen, warum eigentlich nicht MRT-Aufnahmen generell als Standard gemacht werden?

Mir fallen zu dieser Frage spontan 400 Gründe ein. 1 Euro... 2 Euro... 3 Euro... 4 Euro ... 400 Euro Unterschied. :-)) Und es gibt durchaus Assistenten, die sehr gut MRTs befunden können. Zum Beispiel mich. Wobei, ich kann ohnehin alles... :-dance

alley_cat75
23.05.2009, 23:37
Dazu ist ein MRT deutlich lauter (unangenehmer). Und im übrigen hat ein CT ne deutlich geringere Strahlendosis als ein herkömmliches Röntgengerät.

Bist Du wirklich Medizintechniker oder hast Du das bei Wiki gefunden? :-( Das mit dem laut wissen wir. Als Medizintechniker weißt Du bestimmt auch, warum MRT laut ist (Mist, steht bestimmt auch bei Wiki). Jedenfalls zur Strahlendosis: ein CT Thorax hat ungefähr soviel Strahlung wie 200 Röntgen Thoraxaufnahmen. Da staunste, wat?!

alex1
24.05.2009, 12:21
Bei beweglichen Strukturen ist MRT auch nicht immer besser als CT. Zum Beispiel in der Lunge, ist CT besser.

anba
25.05.2009, 12:07
Bist Du wirklich Medizintechniker oder hast Du das bei Wiki gefunden? :-( Das mit dem laut wissen wir. Als Medizintechniker weißt Du bestimmt auch, warum MRT laut ist (Mist, steht bestimmt auch bei Wiki). Jedenfalls zur Strahlendosis: ein CT Thorax hat ungefähr soviel Strahlung wie 200 Röntgen Thoraxaufnahmen. Da staunste, wat?!

Medizintechniker ist der Gute Tux wohl eher nicht :-)), sondern eher Agitator und Polemiker: :-))



[...]
Immerhin sah ich Stellenanzeigen, wo ärzte (ohne Scherz) auf 400 EUR Basis gesucht wurden.
Wer sich auf sowas einlässt, ist selbst Schuld.

Und ganz ehrlich: Solang Vater Staat zu blöd sit, n gutes Gesundheitsfinanzsystem auf die Beine zu stellen, empfehle ich jedem Arzt, der drastisch unterbezahlt werden soll: Zockt den Sozialstaat ab! Macht auf Arbeitslos! Erst wenn kaum ein Arzt arbeiten will, und die Sozialkassen immer mehr Ausgeben und kaum was einnehmen, erst dann drückt der Sdhuh und vielleicht besinnt sich mal eine Frau Ministerin, wie die mit den Biberzähnen.

Aber wir haben ja jetzt ne schöne W-Krise. Vielleicht wird ja da draus was gelernt, an richtiegr Stelle geld aufgenommen, und auch dem Gesundheistwesen zugeführt...

(ähm...man wird ja mal wohl träumen dürfen? ;-)


Heute lese ich doch tatsächlich die Äußerung von Gesundheitsminsiterin Schmidt, sie weise die Mitschuld der Politik an der Krise (derärztlichen Unetrbezahlung) zurück. Man habe ausreichend geld zur Verfügung gestellt, für die Verteilung seien die berufsgruppen verantwortlich.

Und jetzt mal im Radikaldeutsch:
Hat dieschlecht geschissen?

Ich will hier keine Gewalt propagieren, aber die Frau redet seit Beginn ihres Amtes nur Blech! Man merkt, dass sie vorne und hinten keine Ahnung hat, weder vom Gesundheistwesen, noch von Medizin oder von sozialen Bedingungen der ebenso leidenden Patienten.
Wenn ich ihr hässliches Gegrinse mit diesen pferdemäßig Weißen Zähnen sehe, hab ich das bedürfnis, dass jeder von uns einmal reinschlägt, ihr man die Konten sperrt, und sie sich die Dritten allein durch den AOK-verzapften mist machen lässt. Dann wird sie sehen, wie das ist, wenn man nichst gemacht bekommt, kein Geld hat, und der Kiefer schmerzt. Aber dazu wird es (leider?) nicht kommen.

*furchtbar aufreg* jemand Baldrian da?

:-wand

zweistein
25.05.2009, 13:39
Bist Du wirklich Medizintechniker oder hast Du das bei Wiki gefunden? :-(

Ich kann mir nicht vorstellen, dass bei Wikipedia so ein Stuss steht:



Beim MRT werden dabei allerdings Wasserstoffmolekkühle angesprochen (in Schiefstellung zum rotieren um ihre Achse gebracht). Sprich: alle Körperteile ohne genug Wasserstoffmolekühle werden nicht, oder nur schlecht sichtbar, [....]

Und im übrigen hat ein CT ne deutlich geringere Strahlendosis als ein herkömmliches Röntgengerät.

Abgesehen von dem Unfug über die Strahlendosis ist auch die Aussage zu den "Waserstoffmolekühlen" - äh Molekülen - falsch. Ich hoffe doch sehr, dass unser Körper nicht so viele Wasserstoffmoleküle, sondern statt dessen etwas mehr Wassermoleküle enthält. :-))



Ich frage mich vielmehr andere Dinge, z.B. wieso bei Verdacht auf Mißfunktion von stärker stoffwechselnden Organen fast nie ein PET gemacht wird...
Vielleicht, weil es PET-Geräte nicht an jedem Krankenhaus und in jeder Radiologenpraxis gibt?

alley_cat75
25.05.2009, 13:52
... die Aussage zu den "Waserstoffmolekühlen" - äh Molekülen - falsch. Ich hoffe doch sehr, dass unser Körper nicht so viele Wasserstoffmoleküle, sondern statt dessen etwas mehr Wassermoleküle enthält.

Nun ja, das mit den H-Atomen stimmt leider. ;-) Aber ich kann Dich trösten, in H20 sind ganz viele H-Atome drin. Ich glaube, zwei.