Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Woher kommt der Optimismus im ML Forum?
Feuerblick
20.07.2009, 18:08
Gegacker? Wir gackern doch doch nicht, also nie! :-))
:-wow *gacker*
Espressa
20.07.2009, 18:09
Cool, ich schließ mich dann auch an.
lg Espressa
(die übrigens auch immer pünktlich gehen kann)
Hallo Sponge,
über eines mußt du dir prinzipiell klar werden, leicht ist es nirgends!
Aber als Arzt hast du einen absoluten Spitzenberuf der dich jeden Tag aufs neue herausforden kann, wenn du willst. (gerade im OP) "Welche andere Berufsgruppe kann das schon sagen!"
Zusätzlich wird man sich in einigen Jahren um gut ausgebildete Ärzte reißen.
Bezüglich Überstundenregelung, bist du vollkommen frei dir einen Weiterbilder zu suchen der den Arbeitsvertrag entsprechend umsetzt.
Als ich meine erste Stelle antrat, konnte ich bereits aus den Vollen schöpfen. "Wer mir einen schlechten Vertrag angeboten hat, dem hab gesagt das soetwas nicht für mich in Frage kommt."
Jetzt arbeite ich bei einem max. Versorger, habe einen 40h Vertrag und leiste etwa 50h ab, die ich voll als Freizeitausgleich nehmen kann. Vergütung ist gut ("kann immer besser sein"), OPs sind auch genug da.
Letztendlich liegt Alles nur an dir! Soch dir später aus den vielen Stellen einfach eine aus die zu dir passt und du wirst nicht vom deinem Beruf entäuscht sein!
Ich seh das Problem gerade nicht...
1. Ich mache selten Überstunden in meiner Fachrichtung.
2. WENN ich welche machen muss, dann schreibe ich die auf und bekomme Freizeitausgleich dafür.
3. Ich wüsste spontan keine Berufsgruppe, in der nicht zeitweise mehr oder weniger Überstunden anfallen würden...
Das kann ich voll und ganz unterschreiben. :-) Bin zwar auch von den "planmäßigen" 42 Stunden durch Schichtdienst k.o., aber Überstunden mache ich höchsten 2-3 pro Woche. Und die werden selbstverständlich abgefeiert. :-)
LG,
Ally
Wir sollten mal nen Vergleich/Umfrage zwischen den Fachrichtungen machen... Das scheint ja echt ein branntheißes Thema zu sein... :-)
Oder gibt´s so ne Umfrage schon?
Liebe Grüße, Denüse
icespeedskatingfan
21.07.2009, 11:09
Hatte auch so ne tolle Stelle, an der man locker 24/h 365 Tage/Jahr hätte arbeiten können, ohne Langeweile zu bekommen.
Also musste man bei Dienstschluss einfach seinen Kittel an den Haken hängen und GEHEN, egal was da noch tobte.
Dieser weise Entschluss brauchte bei mir allerdings auch zwei Jahre um zu reifen.
Als der OA mich wegen mangelnden Arbeitseifers anmachen wollte, habe ich entgegnet einfach nur gut organisiert zu sein. :-blush
Und beim nächsten Mal machte er den Kollegen an, das er keine Überstunden aufschreiben brauch, seine Kollegin schaffe ihr Pensum schließlich auch.:-blush
Inzwischen sucht diese schlecht organisierte Anstalt allerdings händringend Assistenten....und ich weis auch warum;-)
Spongebob88
21.07.2009, 14:26
Oha der Thread boomt ja auf den letzten Seten gerade so vor "normal" arbeitenden Ärzten. Sowas wollte ich eigentlich immer hören!:-top
Beim Ausgangsthema sind wir jetzt (denke ich) sowieso an einem Punkt angelangt, wo wir uns im Kreis drehen und ich habe ja auch eingesehen, dass ich irgendwie damit klar kommen muss, obwohl ich mich auch weiterhin dagegen wehren werde.
@icespeedskatingfan, Espressa, Feuerblick, Muriel & alle anderen Pünktlichgeher:
Welche Fachrichtung? Welche Stellung? Welche Klinik?
Wär schön wenn ihr uns das verraten könntet, interessiert mich brennend!
@icespeedskatingfan, Espressa, Feuerblick, Muriel & alle anderen Pünktlichgeher:
Welche Fachrichtung? Welche Stellung? Welche Klinik?
Pädiatrie, z.Zt. Neo/Intensiv, Assistenzärztin, wird nicht öffentlich verraten ;-)
LG,
Ally
hennessy
21.07.2009, 14:51
ich bin zwar nicht persönlich angesprochen, aber ich gehe schon seit meiner Assistenz-Zeit fast immer pünktlich nach hause.
Z.Zt. Zahnarzt in eigener Praxis im Freistaat und Urlaubs-Bundesland Nr. 1.:-)
Espressa
21.07.2009, 17:26
Ich sprech dann auch gleich für Muriel u. Funkel - Augenheilkunde.
Oftmals gehänselt als "kein richtiges Fach" ist es doch größer als es anmutet. Aber die Patienten sind meist recht fit bzw. jedenfalls nicht vital bedroht und auch wirklich eilende Notfälle gibts nicht so viele.
Ich könnt mir nicht vorstellen was anderes zu machen. :-)
Ich bin Chirurg, ich arbeite nicht normal :-D Ich mache pro Tag 0,5 bis 2 Überstunden, die ich auch in Freizeit ausgleichen dürfte... aber hab ich bisher noch nicht gemacht :-nix Wenn man meine Dienste mit einrechnet, arbeite ich so zwischen 55 und 70h in der Woche. Klingt viel, aber es ist nicht so schlimm, wie ich mir das immer vorgestellt hatte. Mir macht's Spaß. :-)
Feuerblick
21.07.2009, 18:29
Assistenzärztin Augenheilkunde, Klinik, wechselnde Positionen.... Organisation ist alles (trifft auch für Muri zu)
Innere, Schweiz, offiziell 50h/Woche... aktuell meist so eine Minusstunde jeden Tag, die ich weder aufschreibe noch in Arbeitszeit ausgleiche *grins*
Innere, Deutschland, mittelgrosses Haus, bis vor drei Wochen: offiziell 42,5h/Woche, Überstunden naja, nicht jeden Tag, aber doch meist wenigstens 30 Minuten, dazu ca. 1 Dienst pro Woche... und das ganze mit deutlich mehr Stressmomenten!
also ich will mal als noch-student was dazwischenwerfen.
ich arbeite neben dem studium eigentlich 8 Stunden die woche. ich habe momentan 32 Überstunden! klingt für einen normalverdiener sicherlich nicht nach viel, aber wenn man es mal hochrechnet... im verhältnis wären das bei jemandem, der 40 h die woche arbeitet 160 Überstunden :-keks
also sinds nich nur die ärzte, die überstundengeplagt sind. (oder vielleicht doch und weil ich das studiere, werde ich jetzt schon ausgebeutet?) ;-)
Bensona!
22.07.2009, 08:08
Eine nicht unwichtige Sache wurde noch nicht genannt:
Der Job als Arzt ist sehr krisensicher. Es ist nicht unerheblich auch an die Zeit nach dem Studium zu denken und bei der momentanen und zukünftigen wirtschaftlichen Situation, hat man es umso schwerer bei allen anderen Abschlüssen und gewählten Berufsgruppen.
Da hat man es nach dem Medizinstudium noch sehr easy, was das Finden eines sicheren Arbeitsplatzes angeht.
icespeedskatingfan
22.07.2009, 11:01
Fachrichtung in der Klinik war Innere.
Und wie man oben lesen kann war (und ist) es keine, die ich wirklich weiterempfehlen würde.
Orthopädie, Assistenzarzt, UNI...!
synosoph
25.07.2009, 15:20
Ich habe jetzt nur die erste Seite des Thread überflogen, bitte deshalb um Nachsicht, falls dieses Thema schon durch ist:
In welchem Beruf wird denn nicht über Belastung/Überlastung geklagt? Lehrer haben zwar lange Ferien, sind aber oft schon nach 10 Jahren durch den Psychostress völlig ausgebrannt. In der Wirtschaft rennst du jahrelang von Praktikum zu Praktikum, kommst du dann mal an einer guten Stelle an, sprich Manager usw., kommst du aus dem Jetlag nur noch mit Burnout oder gleich dem Herzinfarkt raus. Krankenschwestern rennen noch mehr durch die Klinik als Ärzte, aber bekommen dafür nur ein Viertel des Gehaltes. Als Pilot wirst du kaum eine Familie gründen können, geschweige denn darin leben, wenn du es dennoch schaffst, kommt nach einigen Jahren die Scheidung. Der Landwirt hat einen 16 Stundentag und macht auch noch Verluste, es sei denn er kann seinen überproportional großen Hof als Industrieunternehmen führen. Erzieher? Lastkraftwagenfahrer? Rechtanwalt? Niemals! Vor allem nie Rechtsanwalt, wer vor 20 Uhr aus der Kanzlei geht, gilt als faul...
Ich sauge mir das nicht aus den Fingern, sondern kenne persönliche Beispiele zu jeder der genannten Berufsgruppe inklusive der angedeuteten Schicksalsschläge. Also: Wo um alles in der Welt nehmt ihr die einzigartige Stellung der Ärzte her???
Hoppla-Daisy
25.07.2009, 15:22
Ärzte sterben auch - mitunter früher ;-)
synosoph
25.07.2009, 15:25
Ärzte sterben auch - mitunter früher ;-)
Ist das statistisch oder rethorisch gemeint? :-))
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