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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vorurteile vor dem Studium



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MissGarfield83
22.09.2009, 19:53
Durch das Studium weiss ein Arzt was er tut .... :-lesen

Und : "Ich werde Ärztin, wie wärs mit uns beiden ? :D " ist auch kein passabler Anmachspruch ...

Und last but not least : "Im Studium lerne ich bestimmt nur interessante Sachen ..." :D

Medi2009
22.09.2009, 20:33
Aber um mal was zum Thema zu posten*g*:
Mein "primäres Vorurteil" ist wohl auch, dass man kaum noch Zeit für irgendwelche Hobbies etc. hat, wg der ganzen Lernerei. Bin mal gespannt inwieweit sich das bestätigt.

Gibt so viele Leute hier die den ganzen Tag im Forum rumhängen - also es scheint wohl beim größten Teil der community eh kein Hobby vorhanden zu sein, was fürs Studium natürlich positiv ist :-))

tascha123
22.09.2009, 20:43
oh man mir fallen grad so viele böse sachen ein...

jijichu
22.09.2009, 20:45
tu Dir keinen Zwang an (solangs nix persönliches ist... ) :-)

tascha123
22.09.2009, 20:55
der nc ist warscheinlich deswegen so hoch, dass sich nur die streber-1,0er-ohne-freunde bewerben,die sich dementsprechend gut mit dem Horror-studium-ohne-hobbys und jegliches privatsleben anfreunden können, sodass die abbrecherqupoten künstlich niedrig gehalten werden können....

ohje bitte erschießt mich jez net...!!!

aber auch das ist ein vorurteil...aber nicht von mir :) und bitte bombadiert mich jetzt nicht mit erklärungen über das zustandekommen des nc's

Medi2009
22.09.2009, 21:25
Die Abbrecherquote ist in Medizin wirklich sehr sehr gering. Gerade mal 11% -
weniger hat nur noch Zahnmedizin soweit ich weiß.

Cuba_libre
22.09.2009, 21:28
Die Abbrecherquote ist in Medizin wirklich sehr sehr gering. Gerade mal 11% -
weniger hat nur noch Zahnmedizin soweit ich weiß.

2002 lag die Abbruchquote in Zahnmedizin bei 16%. In irgendeinem Fred vor ein paar Tagen war eine Grafik hochgeladen.

Cuba_libre
22.09.2009, 21:32
Hier http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/showthread.php?t=53727&page=5

tascha123
22.09.2009, 21:34
ja wer tut sich auch freiwillig son nervenkitzel an der sich nicht absolut sicher ist

bremer
22.09.2009, 23:26
Interesting. Jetzt fühle ich mich toll, weil ich mein Informatik-studium nicht abgebrochen habe (allerdings stand ich kurz davor).

Dann kann ich das Medizinstudium ja locker angehen :-top

nastja89
22.09.2009, 23:37
was wäre die chirurgie nur ohne diesen nervenkitzel?^^

Bücherschnüffler
23.09.2009, 17:00
Hehe, toller Thread
Vorurteile:
1. Studium = Leben (sonst keine Zeit)
2. Freunde? Vllt. deine Bücher!
3. Nette Menschen? Die müssen sich im Studiengang vertan haben. Mediziner = Arrogante A****l***er
4. Professoren = Sadistische Monster, aber nur die netteren unter ihnen...
5. ...

Meine Erwartungen:
1. (Sehr) viel Arbeit, gerade auch am Anfang aufgrund von Chaos, Umzug, ...
2. Teilweise (aber im "normalen" Rahmen) unangenehme Zeitgenossen mit dem Hang zur Selbstdarstellung
3. Teilweise "siebende" Professoren, aber hauptsächlich Menschen... :D
4. Wenig Zeit (gerade am Anfang) für andere Sachen, weshalb Privatleben etwas zu kurz kommen könnte... Sollte sich mit der Routine dann aber etwas entschärfen
5. ...

Joar, ich denke mal, vieles wird heißer gekocht, als es gegessen wird. Was man Medizinstudenten häufig nachsagt beruht ja auch zu einem nicht geringen Teil auf einfachem Neid. Sollte man nicht zu ernst nehmen, wer das Studium selbst mal gesehen hat, wird vllt. eher Mitleid als Neid empfinden... :D

Ich freu mich jedenfalls auf mein Studium und die ganzen neuen Erfahrungen, obwohl ich natürlich auch eingen Bammel habe...

Tschüss

-Julchen-
23.09.2009, 20:39
Hehe, toller Thread

3. Nette Menschen? Die müssen sich im Studiengang vertan haben. Mediziner = Arrogante A****l***er


Find ich witzig! Schreibt jeder hier, also kanns ja diese Jahr mit den A***löchern net so schlimm sein, weil hier sind ja alle ganz nett und "normal" ... ; )

Dr. Julius Hibbert
24.09.2009, 00:39
Mich würde auch mal interessieren, wie viel an diesen Vorurteilen wirklich dran ist. Vielleicht liest ja jemand mit, der schon ein bisschen Studienerfahrung hat?!

InciEngelchen
24.09.2009, 02:01
Vorurteile/Ängste:
Hartes Studium, hoffentlich übersteh ich die Chemie ohne Nachhilfe und hoffentlich sind da nicht nur 18 Jährige Teenies die sich im ersten Semester Vorklinik, für die Götter in weiß halten ohne jemals ein Krankenhaus von innen gesehen zu haben.

Erwartungen:
In den ersten 6 Monaten werd ich in die Knie gehen und mich fragen wie ich mir das nur als Frau die Mitten im Leben steht, antun konnte, danach werd ich mich wie mit allem was ich will, durchkämpfen und durchbeissen!

Außerdem 80% der Ärzte die ich kenne sind sehr nett und umgänglich und ich kann mir nicht vorstellen das A.....l....er plötzlich mutieren zu netten Menschen. Und die anderen 20% sind meist eher unbeholfen und ängstlich als arrogant.

Gruß Inci

der micha
24.09.2009, 09:20
mal eindrücke von jmd der nun schon ein ganzes jahr dabei ist :)

die arbeitsbelastung ist das semester durchgehend recht ordentlich, teilweise nennt man die wochentage nicht mehr ursprünglich beim namen, sondern heissen nun "anatomie" oder "physiologie", da man gerade vor seminaren und praktika schon vorbereitungszeit braucht, je nach dozent. hinzu kommen kleine und grössere belastungspeaks vor klausuren und testaten.
2 wochen nach dem semester wird man sagen "puh... endlich ma luft zum atmen"... nach 2 monaten denkt man "so schwer wars nun auch wieder nicht". solang man bissl sitzfleisch hat und sich einreden kann das auch der tollste soziostoff für irgendwas gut sein MUSS und deshalb auch spass macht kommt man da recht gut durch.

thema keine freunde... sucht euch gleich zum anfang 2-3 leute raus, mit denen ihr gut könnt, versucht mit denen lerngruppen zu bilden, fragt euch gegenseitig stoff ab, geht abends mal was trinken oder kocht zusammen (ja, als medizinstudent hat man gelegentlich zeit für sowas). es sind diese menschen die euch a) zeigen wo man selbst steht im stoff und was viel wichtiger ist, es sind b) die menschen, die euch bei oben genannten stressphasen unterstützen, mitreissen, zuhören, verstehen, wenn ihr kurz davor seid, den ganzen mist hinzuwerfen weil ihr überhaupt kein bock mehr habt und euch fragt wozu man parsons, karasek und siegrist braucht, obwohl man doch nur chirurg oder urologe oder whatever werden will.

zum thema profs fällt mir nix ein, hab meist nur mit dozenten zu tun ;)

nehmts gelassen, kauft euch nen hartes fell und nen kilo sitzfleisch und dann klappts auch mit dem studium.

der micha

croatian_adrenaline
24.09.2009, 11:08
Gut, dann probier ichs mal:

Vorurteil: Man hat kein Leben mehr und ist nur am Lernen
Erwartung: Man hat genau so ein Leben wie jeder andere Student, der sich intensiv mit seinem Studienfach auseinander setzt.

Vorurteil: 80% der Studenten sind strebsame Einzelgänger und arrogant wie hulle
Erwartung: Wird wohl den einen oder anderen Kandidaten geben, aber wo is das nicht so

bravo !

Salzi19
24.09.2009, 12:27
Mich würde auch mal interessieren, wie viel an diesen Vorurteilen wirklich dran ist. Vielleicht liest ja jemand mit, der schon ein bisschen Studienerfahrung hat?!
Ich mach den Spaß etzt seit 6 Semestern mit...im Vergleich zu Schulzeiten hat sich mein Lernaufwand natürlich erheblich erhöht, aber es war noch nie so, dass ich mir völlig überlastet vorkam.

Des wichtigste aus meiner Sicht ist, grad was den Freundeskreis angeht, dass man versucht, den Kontakt zu Nicht-Medizinern und Nicht-Studenten zu halten, denn die holen einen gern mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück, wenn man sich mal wieder (unnötigerweise) über irgendwas im Studium aufregt....ich z.B. hab auch seit Jahren meine Dauerkarte beim Fußball behalten, denn wenn man sich nur noch in das Studium hineinsteigert, dann ist es kei Wunder, wenn man irgendwann des Gefühl hat, gleich durchzudrehn...

Schnuffi332
26.09.2009, 16:06
Ich habe zwar jetzt keine direkten Vorurteile aber glasklare Erwartungen an das Studium!

Und zwar sind diese dass ich ein komplettes Verständnis des Ablaufs und der Funktionen des menschlichen Körpers erwerbe und letztendlich weiss warum was wo wie ist, mit was zusammenhängt und wie läuft.

Desweiteren habe ich die Erwartung, dass alle meine offenen Fragen an die Funktionsweise der menschlichen Gesundheit oder Krankheit geklärt werden, bzw. ich mir die dann selber logisch erklären kann. Das sind mitunter Fragen, die mir bisher kein Arzt beantworten konnte, die jetzt hier aber nicht zur Debatte stehen.

Weiter möchte ich gegen Mitte bis Ende des Studiums in der Lage sein grundlegende medizinische Dinge tun zu können ohne dafür erst 6 Jahre Facharzt zu benötigen. Das wäre z.B. ein Luftröhrenschnitt im Notfall. Ich möchte auf Röntgen- und Ultraschallbildern etwas erkennen können und beurteilen können ob ein EKG pathologisch ist oder nicht.

Soviel fällt mir jetzt im Moment dazu ein.

Bin mal gespannt ob meine Erwartungen erfüllt werden. Was meint ihr dazu?

Schnuff, Schnuff, Schnuffi

Bücherschnüffler
26.09.2009, 16:20
Hi,
hast dir da ja ganz schön was vorgenommen, aber ob sich das:



Desweiteren habe ich die Erwartung, dass alle meine offenen Fragen an die Funktionsweise der menschlichen Gesundheit oder Krankheit geklärt werden, bzw. ich mir die dann selber logisch erklären kann. Das sind mitunter Fragen, die mir bisher kein Arzt beantworten konnte, die jetzt hier aber nicht zur Debatte stehen.

wirklich erfüllen wird, wenn dir die momentanen Ärzte da nicht einmal alles beantworten konnten? Medizin ist ein Fach, in dem man wohl sein Leben lang wird lernen müssen, eben, weil es immer wieder neue Erkenntnisse gibt,...

Oder hab ich deine Intention falsch verstanden? Soll keine Kritik sein, sondern nur ein kleiner Einwurf

Tschüss