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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zukunft der Herzchirurgie?



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Herz87
28.05.2012, 18:33
Vor allem kannst du als Herzchirurg sicher gut Bypässe operieren, aber keine PTCAs durchführen. Und das ist nunmal die Hauptaufgabe des kardiologischen Oberarztes im Hintergrunddienst. Aber auch sonst... und nicht jeder Herzchirurg kann Echos (die bei uns nicht, gibt aber Herzzentren, an denen das die THG selbst macht), TEE oder Duplexe. In dem Falle wäre der Kardiologe sicher die bessere Ausbildung.

Das stimmt natürlich, aber Stand heute gilt: kein Herzchirurg, keine TAVI. Deswegen hätte ich gedacht, dass man als Herzchirurg auch für die Kardiologen interessant sein könnte.
Grundsätzlich habt ihr aber Recht mit der Herzchirurgie. Ich find's total schade, eigentlich ist das ein super interessantes Fach. Und Kardiologie ist und bleibt nun mal ein internistisches Fach, von daher wäre die Alternative zu Herzchirurgie bei mir wohl nicht Kardiologie, sondern Gefäß- oder Viszeralchirurgie.

dreamchaser
28.05.2012, 20:02
Man braucht soweit ich weiss eine kardiochirurgische Klinik, nicht einen einzelnen Herzchirurgen, der ohne einen Assistenten und Kardiotechniker, sowie eine HLM auch wenig verrichten kann...

Coxy-Baby
28.05.2012, 20:25
Das stimmt natürlich, aber Stand heute gilt: kein Herzchirurg, keine TAVI.

Naja das ist halt überall anders, hier läuft es folgendermaßen: Patient wird vorgestellt zum Klappenersatz und ein ganzer Teil der Leute wird dann aufgrund eines zu hohen Euroscores abgelehnt von der HTC (das war es dann auch schon mit Einsatz eines HTClers) ab da ist es dann nur noch Sache des Kardiologen denn für CoreValves braucht man dann "nur" noch nen Gefäßchirurgen und MitraClips genau wie Schirmchenverschluss und das ganze Gedöns sind halt Sachen eines Kardiologen der HTCler hat ja für solche Sachen OPs drauf, aber das will ja nicht jeder/überlebt nicht jeder, ansonsten kann man nur sagen
:love: Kardiologie :love:

dreamchaser
28.05.2012, 20:29
Bei uns machen die Herzchirurgen nur Standby für die TAVIs, anwesend sind die bei der Prozedur aber nicht.

stennadolny
28.05.2012, 21:44
Herzchirurgie wird an fehlenden Herzchirurgen zugrunde gehen.

Herz87
23.06.2012, 11:14
Dann ganz ketzerisch gefragt: Was passiert denn in 20 Jahren mit den Herzchirurgen? Größtenteils arbeitslos?

Coxy-Baby
23.06.2012, 17:16
Dann ganz ketzerisch gefragt: Was passiert denn in 20 Jahren mit den Herzchirurgen? Größtenteils arbeitslos?

Natürlich nicht! der ganze Tumorkram, Klappenersatz, Bypass etc wird wohl logischerweise auch weiterhin von einem Herzchirugen gemacht werden ;-)

Herz87
24.06.2012, 09:55
Natürlich nicht! der ganze Tumorkram, Klappenersatz, Bypass etc wird wohl logischerweise auch weiterhin von einem Herzchirugen gemacht werden ;-)

Ach so, ich dachte, das machen dann nur noch Kardiologen mit TAVI, Stent und einer (noch zu entwickelnden) Katheterzange, um die Myxome abzuknipsen. :0)

Coxy-Baby
24.06.2012, 13:37
Gar nicht nötig ;-) die Kardiologen sind so toooll, daß du in 20 Jahren EINE Tablette nimmst und alles ist wieder gut (im Notfall wächst dann halt nen neues Herz inklusive Gefäße), nur Leute die dann noch Angst vor Tabletten haben müssen sich in die Hände eines HTClers begeben...

Herz87
08.07.2012, 14:20
So, ich brauche noch mal euren Rat. Eigentlich finde ich Herzchirurgie sehr spannend, hab auch PJ dort gemacht und weiß also in etwa, was mich erwartet (lange Ausbildung, an ein Zentrum gebunden usw.). Aufgrund der Nachteile raten mir alle in der Familie sowie Freunde davon ab. Ich könnte mir grundsätzlich auch vorstellen, Viszeralchirurgie zu machen, das PJ hat mir dort auch sehr gefallen. Viszeralchirurgie ist vor allem vielseitiger als Herzchirurgie, allerdings ist es wohl auch immer ein Unterschied, ob man nur assistiert oder selbst die Operationen durchführt. Ich denke, dann sind Bypässe oder Klappenrekonstruktionen auch spannender als man vielleicht denkt. Letztlich betrachte ich Herzchirurgie als meine "alte Liebe", weil ich mich seit 2-3 Jahren ernsthaft damit befasst habe, auch in der Freizeit mal den einen oder anderen Artikel lese und mich für Studentenverhältnisse sicherlich sehr gut damit auskenne. Das ist in Sachen Viszeralchirurgie nicht unbedingt so, allerdings kann man das ja auch schnell "aufholen".

Langer Rede kurze Frage: Gibt es irgendein VERNÜNFTIGES Argument, das aus eurer Sicht für Herz- und gegen Viszeralchirurgie spricht? Grundsätzlich denke ich, dass ich mich an einem Zentrum wohler fühle und dort auch meine Zukunft sehe. Auch wenn das natürlich mit viel persönlichem Einsatz verbunden ist. Praxis oder kleines Haus ist bei allen Vorteilen für mich eher keine Option.

Kackbratze
08.07.2012, 15:11
Du hast Dir die Frage doch schon selber beantwortet...