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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Deine Meinung zum Blockpraktikum - MEDI-LEARN Interview - mach mit!



Jens
09.10.2009, 14:25
Hallo zusammen,
mit der neuen Approbationsordnung hielten sie als neue Unterrichtsform Einzug an den Fakultäten: die Rede ist vom Blockpraktikum. Wir würden dieses Thema zukünftig gerne redaktionell weiter in den Vordergrund rücken und sind dabei auf deine/eure Mithilfe angewiesen. Daher haben wir ein Interview vorbereitet, dessen Antworten uns helfen, das redaktionelle Angebot zu erweitern und darüber hinauch auch in die Neuauflage des Studienführers einfließen zu lassen. Da diese Foren als Informationsquelle und Austauschplattform dank eures Mitwirkens einfach unschlagbar sind :-top, danken wir schon jetzt - auch im Namen der nachwachsenden Kommilitonen - für die Antworten auf folgende Fragen rund um das Thema Blockpraktikum. Ihr könnt euer Interview einfach als Antwort auf diesen Beitrag hier ins Forum stellen. Als Dankeschön verlosen wir unter allen, die bei unserer Interview-Offensive mitmachen, Lehrbücher im Wert von 750 €

1. Welche Blockpraktika hast du bereits absolviert?
2. Hast du dich auf dein letztes Blockpraktikum in irgendeiner Form vorbereitet?
3. In welcher Unterrichtsform fand das Blockpraktikum statt? Wie sah ein typischer Tag dort vom Ablauf her aus?
4. Welche Themen wurden dort behandelt? Inwiefern unterschied sich das Ganze von einer normalen Vorlesung/Seminar/Praktikum?
5. Was war das tollste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
6. Was war das unschönste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
7. Was sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall an den Blockpraktika, die du bisher absolviert hast, verbessern?
8. Hast du das Gefühl, durch das Blockpraktikum besonders gute Fortschritte auf dem Fachgebiet gemacht zu haben?
9. Mit welchen Erwartungen bist du in das Blockpraktikum gegangen? Wurden sie erfüllt?
10. Was würdest du Studenten, die ein Blockpraktikum noch vor sich haben, als Tipp mit auf den Weg geben wollen?


:-) Viele Grüße und danke für eure Mühen! :-)
Jens

DerTobi
17.10.2009, 13:33
1. Innere Medizin
2. Innere Vorlesung, Blockpraktikums-Stundenplan
3.
9-12 Uhr je nach Klinik (Nephro, Kardio, Onko) Patientenbesuche, Anamnesen, Zuschauen bei Eingriffen/Untersuchungen (Sono, Echo, Herzkatheter, Dialyse)
13-15 Uhr Seminar mit ausgewählten Themen der einzelnen Fachgebiete
4. Themen: EKG, Ikterus, Dialyse, Lymphome. Nachmittags war es in Seminarform mit 24 Sudierenden, vormittags in Kleingruppen von 3-8 Studierenden je nach Klinik.
5. Echokardiographie im Selbsttest
6. Besonders schlimm war nichts.
7. Die Ärzte sollten wirklich Zeit haben und von allen anderen Pflichten während der Unterrichtszeit freigestellt sein. Es stört ungemein, wenn ständig der Piepser geht und der Arzt darauf hin telefoniert.
8. Nein. Die Zeiten in den einzelnen Kliniken sind viel zu kurz um einen umfassenden Überblick über deren Arbeit zu bekommen.
9. Auf Grund der kurzen Dauer hatte ich eine Art Schnupperkurs erwartet, das war es auch.
10. Die Blockpraktika machen Spaß, aber man sollte nicht die Erwartung haben in kurzer Zeit besonders viel zu lernen.

FM4
18.10.2009, 13:42
1. Welche Blockpraktika hast du bereits absolviert?
Innere Medizin, Chirurgie, Geriatrie, Anästhesie.

2. Hast du dich auf dein letztes Blockpraktikum in irgendeiner Form vorbereitet?
An unserer Uni gibt es für das BP Chirurgie für jeden vor seinem BP einen einwöchigen TPF-Kurs (=Training praktischer Fähigkeiten), bei dem man diverse Tätigkeiten lernt/übt, wie z.B. Nähen, Knoten, Verbände, Injektionen,Punktionen, Wundversorgung, Verhalten im OP, Patientenumgang (schwierige Patienten) u.v.a.m.
Für die anderen Blockpraktika habe ich mich nicht speziell vorbereitet. Die entsprechenden Vorlesungen waren im Vorlesungsblock zuvor.

3. In welcher Unterrichtsform fand das Blockpraktikum statt? Wie sah ein typischer Tag dort vom Ablauf her aus?
CHIRURGIE=> Passive Teilnahme bei der Frühbesprechung-- Blutabnahmen auf Station-- mehrere Stunden Haken halten im OP-- Visite auf der Station-- OP-- Feierabend
Man wechselte wöchentlich die Station. Vereinzelt gab es Chirurgen die einem gerne von sich aus etwas erzählten/erklärten. 1x/Woche gab es auch ein kurzes Seminar für die Blockpraktikanten des Hauses, welches sehr gut war.
INNERE=> Beginn der Tätigkeit mit Blutabnahmen -- Frühbesprechung -- Visite -- Notaufnahme, Funktionsbereiche (Colo, Gastro, ERCP).
ANÄSTHESIE(kurzes BP)=> 1.Tag: OP. Teilnahme bei der der Ein+Ausleitung inkl Narkoseführung. Leider nur passiv. 2.Tag: Intensivstation: Bekamen nach einem Rundgang über die Intensiv einen Fragebogen, den wir dann gemeinsam in der Gruppe bearbeiten sollten.
GERIATRIE=> Teilnahme an einem "normalen" Arbeitstag/Arbeitsablauf auf der geriatrischen Station. Auch Teilnahme an Physiotherapien+ Ergotherapien, interdisziplinären Fallbesprechungen.

4. Welche Themen wurden dort behandelt? Inwiefern unterschied sich das Ganze von einer normalen Vorlesung/Seminar/Praktikum?
In der Chirurgie gab es Seminare/Übungen mit den Themen: Sono, Gipsen und Notfallversorgung.
Rest s.o.

5. Was war das tollste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
Die erste erfolgreiche Blutabnahme in der Inneren und das erste Mal Nähen in der Chirurgie. Durchführen von Mini Mental Status- und anderen Tests bei geriatrischen Patienten.

6. Was war das unschönste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
Das Arbeitsklima bzw. der Umgangston in der Chirurgie.

7. Was sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall an den Blockpraktika, die du bisher absolviert hast, verbessern?
Freigestellte Ärzte für den Studentenunterricht, die einem am Patienten auch nochmal bestimmte Untersuchungen/Tätigkeiten demonstrieren und man anschließend unter Supervision/Beratung die jeweilige Untersuchung selbst macht.

8. Hast du das Gefühl, durch das Blockpraktikum besonders gute Fortschritte auf dem Fachgebiet gemacht zu haben?
Praktisch auf jeden Fall. In der Theorie eher nicht, gerade in der Inneren gibt es so viele verschiedene Krankheitsbilder die noch nicht gelesen wurden... In meinem Fall kommt noch hinzu dass ich vor dem Studium bereits im Krankenhaus gearbeitet habe und es für mich "nicht das erste Mal auf Station" war.

9. Mit welchen Erwartungen bist du in das Blockpraktikum gegangen? Wurden sie erfüllt?
Meine Erwartung war in allen Fächern einen umfassenden Überblick über die speziellen Tätigkeiten in dem jeweiligen Fachbereich zu bekommen. Zudem wollte ich einige "klinische Basistätigkeiten" üben, was mehr oder weniger möglich war. In der Anästhesie hätte ich gerne selbst mehr gemacht. Dafür habe ich im Anschluss eine Famulatur in der Anästhesie gemacht.

10. Was würdest du Studenten, die ein Blockpraktikum noch vor sich haben, als Tipp mit auf den Weg geben wollen?
Ich finde die Blockpraktika sollten dazu da sein dass man praktische Tätigkeiten lernt und einen Einblick in die Fachrichtung erhält. Deswegen versucht möglichst viel selbst zu machen/ euch zeigen zu lassen.

Michael72
18.10.2009, 16:16
1. Welche Blockpraktika hast du bereits absolviert?

Innere und Chirurgie, aber als ein zusammenhängendes Praktikum

2. Hast du dich auf dein letztes Blockpraktikum in irgendeiner Form vorbereitet?

Nein, ich habe es auf mich zukommen lassen.

3. In welcher Unterrichtsform fand das Blockpraktikum statt? Wie sah ein typischer Tag dort vom Ablauf her aus?

Normalerweise gab es vormittags ein Seminar und nachmittags Stationsunterricht

4. Welche Themen wurden dort behandelt? Inwiefern unterschied sich das Ganze von einer normalen Vorlesung/Seminar/Praktikum?

Das ganze war sehr Innere-lastig und es wurde grosser Wert auf Basics gelegt. Herzgeräusche, Lungengeräusche, körperliche Untersuchung, neurologische Untersuchung

5. Was war das tollste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?

Die Abschlussprüfung in Form eines Mini-OSCEs war sehr nett gemacht

6. Was war das unschönste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?

Die Tage in der Gefässchirurgie waren eher zäh, was am doch eher unsympathischen Arzt lag.

7. Was sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall an den Blockpraktika, die du bisher absolviert hast, verbessern?

Schwer zu sagen, ich fand mein Praktikum toll, es hätte länger gehen können.

8. Hast du das Gefühl, durch das Blockpraktikum besonders gute Fortschritte auf dem Fachgebiet gemacht zu haben?

Ja, sehr. Die Basics wurden so gut erklärt, wiederholt und am Patienten geübt, das sitzt für's Leben.

9. Mit welchen Erwartungen bist du in das Blockpraktikum gegangen? Wurden sie erfüllt?

Mit gar keinen Erwartungen und die wurden weit übertroffen.

10. Was würdest du Studenten, die ein Blockpraktikum noch vor sich haben, als Tipp mit auf den Weg geben wollen?

Einfach auf sich zukommen lassen, das kann eine ganz tolle Erfahrung sein, wenn man offen ist.

Philosophy1986
19.10.2009, 14:45
1. Welche Blockpraktika hast du bereits absolviert?
Innere Medizin

2. Hast du dich auf dein letztes Blockpraktikum in irgendeiner Form vorbereitet?
Nicht wirklich. Nur Infos von Anderen, die es schon mal gemacht haben, eingeholt.

3. In welcher Unterrichtsform fand das Blockpraktikum statt? Wie sah ein typischer Tag dort vom Ablauf her aus?
Von Unterricht kann nicht die Rede sein. Morgens haben wir Blut abgenommen und Zugänge gelegt. Danach sind wir im ganzen Krankenhaus herumgelaufen und haben uns etwas Interessantes zum Gucken gesucht.

4. Welche Themen wurden dort behandelt? Inwiefern unterschied sich das Ganze von einer normalen Vorlesung/Seminar/Praktikum?
Na ja, man hat uns nichts erzählt und es wurde auch nichts abgefragt, höchstens bei der Chefarztvisite 1x/Woche.

5. Was war das tollste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
Die endosonografische gesteuerte Nebennierenpunktion.

6. Was war das unschönste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
Wenn ich mal eine Vene nicht getroffen habe.

7. Was sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall an den Blockpraktika, die du bisher absolviert hast, verbessern?
Man sollte mehr erzählt und erklärt bekommen. Es sollte einen Betreuer geben, der sich um einen kümmert. Es bringt ja nichts, sich zu langweilen oder ziellos durch die Gegend zu laufen.

8. Hast du das Gefühl, durch das Blockpraktikum besonders gute Fortschritte auf dem Fachgebiet gemacht zu haben?
Eigentlich gar nicht.

9. Mit welchen Erwartungen bist du in das Blockpraktikum gegangen? Wurden sie erfüllt?
Ich dachte, ich würde richtig viel lernen. Dabei habe ich nur Blut abnehmen, Viggos legen und (etwas) Ultraschall gelernt.

10. Was würdest du Studenten, die ein Blockpraktikum noch vor sich haben, als Tipp mit auf den Weg geben wollen?
Sucht euch ein Krankenhaus, wo etwas los ist. Man meint zwar, es ist schön, nichts zu tun, aber das bringt abslot gar nichts. Am besten man erkundigt sich bei Vorgängern, welches Haus empfehlenswert ist.

gyrasehemmer
19.10.2009, 17:04
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

Maja85
22.10.2009, 09:52
1. Welche Blockpraktika hast du bereits absolviert?

Innere, Allgemeinmedizin, Chirurgie, Psychiatrie. Außerdem gibt es in vielen kleinen Fächern ein paar Stunden Bedsideteaching, das schimpft sich auch BP

2. Hast du dich auf dein letztes Blockpraktikum in irgendeiner Form vorbereitet?

Nein.

3. In welcher Unterrichtsform fand das Blockpraktikum statt? Wie sah ein typischer Tag dort vom Ablauf her aus?

Die "großen" BP in den Fächern Innere, Chirurgie, Allgemeinmedizin, Gyn, Psychiatrie und Kinderheilkunde sind im Prinzip eine 2wöchige Famulatur, vor allem wird mitgelaufen und zugeschaut. In manchen Fächern existiert ein "Lehrplan", in dem Dinge stehen, die man dort gemacht haben sollte. Häufig wird dieser Lehrplan aber auch einfach nur abgezeichnet, ohne dass man die Sachen alle durchgeführt hätte. Seminare o-ä. gibt es keine.

4. Welche Themen wurden dort behandelt? Inwiefern unterschied sich das Ganze von einer normalen Vorlesung/Seminar/Praktikum?

Themen? Es gab keine Themen, die uns expliziert irgendwie erklärt wurden. Manchmal ergaben sich Fragen aus den Patientenfällen, die einem mit Glück auch beantwortet wurden. Das Ganze war wie gesagt mehr wie eine Famu.

5. Was war das tollste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?

Das Blockpraktikum Innere verbrachte ich auf der Intensivstation. Das war super, man hat uns selbstständig mitarbeiten lassen. Das tollste Erlebnis war, dass wir alleine die Patienten durchschallen durfen und unsre Bilder so toll gefunden wurden, dass der Stationsarzt darauf verzichtete, nachzuschallen.

6. Was war das unschönste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?

Ein Feedback in meinem Chirurgie-BP, Zitat: "Als Blockpraktikant steht man ganz unten in der Hierarchie. Da muss man auch schon mal buckeln." Wir hätten zu viel gefordert. Dabei wollten wir nur unseren Lehrplan vollbekommen!

7. Was sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall an den Blockpraktika, die du bisher absolviert hast, verbessern?#

Jaa! Auf jeden Fall! Seminare und Bedsideteaching! Famulaturen machen wir doch schon genug!

8. Hast du das Gefühl, durch das Blockpraktikum besonders gute Fortschritte auf dem Fachgebiet gemacht zu haben?

Nein.

9. Mit welchen Erwartungen bist du in das Blockpraktikum gegangen? Wurden sie erfüllt?

Mit keinen großen, zum Teil wurden sie erfüllt, zum Teil nicht mal das.

10. Was würdest du Studenten, die ein Blockpraktikum noch vor sich haben, als Tipp mit auf den Weg geben wollen?

Mh. Da muss man wohl einfach durch.

Zünder
25.10.2009, 16:41
1. Welche Blockpraktika hast du bereits absolviert?
Gyn

2. Hast du dich auf dein letztes Blockpraktikum in irgendeiner Form vorbereitet?
Einige Themen angelesen, allerdings nur in Kurzform.

3. In welcher Unterrichtsform fand das Blockpraktikum statt? Wie sah ein typischer Tag dort vom Ablauf her aus?
Man schloss sich dem zugeordneten Arzt für 4 Stunden an, hatte von nichts Ahnung, konnte nichts helfen geschweige denn lernen und stand den Ärzten/Pflege im Weg rum. Entsprechende Erleichterung gegen Ende des Praktikums.

4. Welche Themen wurden dort behandelt? Inwiefern unterschied sich das Ganze von einer normalen Vorlesung/Seminar/Praktikum?
Es war sehr viel spezieller als Vorlesung oder Seminar. Es wurden Themen behandelt, von denen man nicht den Hauch einer Ahnung hatte.

5. Was war das tollste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
11:30(Ende)

6. Was war das unschönste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
"Da dürfen sie jetzt leider nicht dran teilnehmen, warten sie bitte 35min. draussen."

7. Was sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall an den Blockpraktika, die du bisher absolviert hast, verbessern?
Längere Zuteilung zu versch. Stationen. Der eine Tag ist leider extrem nervig für alle Beteiligten.

8. Hast du das Gefühl, durch das Blockpraktikum besonders gute Fortschritte auf dem Fachgebiet gemacht zu haben?
Nein, überhaupt nicht.

9. Mit welchen Erwartungen bist du in das Blockpraktikum gegangen? Wurden sie erfüllt?
Man wusste was einen erwartet, diese Erwartungen sind aber vollends erfüllt worden.:-))

10. Was würdest du Studenten, die ein Blockpraktikum noch vor sich haben, als Tipp mit auf den Weg geben wollen?
Es geht alles vorbei, und 35min. warten gehen mit dem richtigen ipod game relativ schnell vorüber.;-)

Abigail2k5
31.10.2009, 20:01
Ich bin gerade sehr erstaunt wie das Blockpraktikum bei den meisten abläuft. Das sind ja wahnsinnige Unterschiede von Uni zu Uni.
Hier meine Antworten:

1. Welche Blockpraktika hast du bereits absolviert?

Pädiatrie, Innere (teilweise), Allgemeinmedizin, Chirurgie (teilweise)

2. Hast du dich auf dein letztes Blockpraktikum in irgendeiner Form vorbereitet?

Wir haben eigentlich immer für jeden Tag ein Thema angegeben, um das es an dem Tag geht. Also in der Visceralchirurgie zum Beispiel an einem Tag Appendix, Galle, Leistenbruch. Dazu hab ich mir dann im Chirurgiebuch am Tag vorher etwas durchgelesen. Vorlesung hatte ich zu dem Thema nicht, weil Vorlesungen und Blockpraktikum nicht parallel laufen. Manchmal hatte man schon vorher Vorlesung, manchmal kommt sie erst noch im gleichen Semester oder manchmal erst im nächsten Semester.

3. In welcher Unterrichtsform fand das Blockpraktikum statt? Wie sah ein typischer Tag dort vom Ablauf her aus?

Zunächst einmal ist der Ausdruck "Tag" übertrieben. Wir sind immer 90 min auf einer Station, und das in den ein oder zwei Wochen eines zusammenhängenden Blockes in der Regel jeden Tag woanders.
Meist handelt sich um eine Gesprächsrunde über das Thema des Tages. Also theoretisches Besprechen. Manchmal sehen wir auch Patienten. Das läuft dann so ab, dass entweder die ganze Gruppe (5-7 Studenten) plus Arzt zu einem Patienten geht und den ein bisschen befragt, in der Inneren haben wir auch manchmal alle das Herz abgehört zum Beispiel oder wir werden auf mehrere Patienten verteilt (immer 2-3 Studenten pro Patient) und haben etwas Zeit eine Anamnese zu erheben und evtl. zu untersuchen und stellen dann später den Patienten in der gesamten Gruppe vor und reden noch einmal über das Krankheitsbild
Im Allgemeinmedizinpraktikum lief das ein bisschen anders. Da war ich allein 3-4 Stunden am Tag (für zwei Wochen) in meiner Lehrarztpraxis und durfte selbst Patienten Befragen und Voruntersuchen, Impfen, Blutabnehmen usw. Dazu hatte ich auch ein Heft, indem bestimmte Tätigkeiten und Dinge standen, die ich in der Zeit erledigen musste.
In den anderen Blockpraktika existiert kein Katalog an Tätigkeiten oder Dingen, die man getan oder gesehen haben sollte.

Mittags von 13.00-13.45 Uhr haben wir dann immer ein Seminar, was wenig bis gar nichts mit dem Blockunterricht am Morgen zu tun hat. Also zum Beispiel ein Pathologie Seminar über Lebertumoren in der Visceralchirurgiewoche, oder ein Sozialmedizinseminar über Rehabilitation ebenfalls in der Visceralchirurgiewoche.

Am letzten Tag des Blockes, also meist freitags nach einer oder zwei Woche findet dann (außer in Allgemeinmedizin) ein Abschlusstestat statt, bei dem theoretische Fragen beantwortet werden und man auch keinen Patienten zu Gesicht bekommt.

4. Welche Themen wurden dort behandelt? Inwiefern unterschied sich das Ganze von einer normalen Vorlesung/Seminar/Praktikum?

Die Themen waren wie gesagt meist vorher festgelegt, so dass man weiß worauf man sich vorbereiten kann und der Arzt weiß, worüber er mit uns reden sollte.
Beispiele: Innere - Kardiologiewoche: Rhythmusstörungen, KHK, ...
Chirurgie - zwei Chirurgiewochen: Gefäßchirurgie, Thoraxchirurgie, Appendix/Galle/Leistenbrüche, ...

Unterschied zur Vorlesung: Gespräch mit Arzt, kein Frontalunterricht wie bei Vorlesungen
Unterschied zu Seminaren: Seminare finden bei uns, wenn sie als solche bezeichnet werden im Prinzip nur in den kleinen und klinikfernen Fächern statt (Pathologie, Pharmakologie, Sozialmedizin, Mikrobiologie, ...). Im Prinzip ist dieser Blockunterricht meist ein Seminar über Themen der Innere, Chirurgie, Pädiatrie, ...

5. Was war das tollste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?

Das Allgemeinmedizinpraktikum war das mit der meisten Praxis. Es war schön nach einiger Zeit selbst die Patienten in ein eigenes Zimmer rufen zu dürfen, sie zum Konsultationsgrund zu befragen und anhand diesem entsprechend zu Untersuchen und dass der Ärztin vorzustellen mit Symptomen, Verdachtsdiagnose und Therapievorschlägen. Die war möglich, weil ich die einzige Studentin der Ärztin war und 3-4 Stunden eine Zeit ist, in der man auch etwas schaffen kann

6. Was war das unschönste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?

Da gibt es leider einige Dinge. Bis zu einer Stunde zu warten (von 90 Minuten Blockpraktikum) bevor überhaupt ein Arzt kommt, um dann gesagt zu bekommen, dass keiner Zeit hat und einfach eine Unterschrift zu bekommen und nach Hause geschickt zu werden. Also allgemein organisatorische Dinge, dass kein Arzt Zeit oder Lust hat (die Assistenzärzte schnick-schnack-schnuck machem, um zu entscheiden, wer sich den jetzt mit den Studenten rumplagen muss) usw.


7. Was sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall an den Blockpraktika, die du bisher absolviert hast, verbessern?

Es sollte erstens die Zeit des Blockpraktikums erweitert werden und man sollte mindestens 5 Tage auf der gleichen Station von einem Arzt betreut werden. 90 Minuten jeden Tag auf einer anderen Station mit jedes Mal einem anderen Arzt bringen einfach nichts Praktisches. Klar ist es nett die Krankheitsbilder mal aktiv mit einem Arzt durch zusprechen und auf klinisch relevante Dinge hingewiesen zu werden, aber mehr Patientenkontakt und praktischere Tätigkeiten wären wünschenswert.

8. Hast du das Gefühl, durch das Blockpraktikum besonders gute Fortschritte auf dem Fachgebiet gemacht zu haben?

Das Allgemeinmedizinpraktikum war recht lehrreich, was so grundsätzliche Dinge anbelangt: Anamnesegespräch üben, einfache Untersuchungen machen und Patienten vorstellen.

9. Mit welchen Erwartungen bist du in das Blockpraktikum gegangen? Wurden sie erfüllt?

Ich hatte auf mehr Praxis und Patientenkontakt gehofft, die nur teilweise, manchmal gar nicht zu finden ist. Es reicht halt nicht ins Krankenhaus auf eine Station zu gehen, sich den weißen Kittel anzuziehen und dann 90 Minuten in einem Seminarraum zu sitzen und theoretisch Dinge zu besprechen.

10. Was würdest du Studenten, die ein Blockpraktikum noch vor sich haben, als Tipp mit auf den Weg geben wollen?

Man sollte jede sich bietende Chance Patienten zu sehen, nutzen. Fragt der Arzt, ob ihr Patienten sehen wollt oder lieber erst mal alles theoretisch besprochen werden soll, wählt die Patienten. Wenn ihr die Chance bekommt, redet mit den Patienten und untersucht sie. Die Theorie kann man auch in einem Buch selbst zu Hause nachlesen.

morbusmacke
03.11.2009, 21:43
1. Welche Blockpraktika hast du bereits absolviert?
Innere, Chirurgie, Notfall, Umwelt, Pädiatrie, Gyn, Allgemeinmedizin.

2. Hast du dich auf dein letztes Blockpraktikum in irgendeiner Form vorbereitet?
Nö, nur Untersuchungstechniken angeschaut.

3. In welcher Unterrichtsform fand das Blockpraktikum statt? Wie sah ein typischer Tag dort vom Ablauf her aus?
Sehr unterschiedlich:
Chirurgie: morgens um 6:30 Uhr Visite, danach, wer wollte, OP. Blutabnahmen, Verbandswechsel.
Notfall: Mehrere Stunden Seminar und ein wenig Praxis.
Umwelt: Seminar absitzen.
Gyn: Ambulanz und OP.
Päd: Auf dem Stationsflur herumhocken und Theorie anhören, insgesamt nur zwei Kinder gesehen. Nachmittags noch Pflichtveranstaltung mit den anderen Pädiatern.
Innere: Morgenvisite, ausgedehntes Frühstück mit allen, danach eigene Patienten betreuen.
Allgemeinmedizin: Anwesenheit nach Sprechzeiten. Zunächst hospitieren, dann hin und wieder einen Patienten betreuen, tlw. Unter Aufsicht.

4. Welche Themen wurden dort behandelt? Inwiefern unterschied sich das Ganze von einer normalen Vorlesung/Seminar/Praktikum?
Praxisbezogener als VL oder Seminar. Stationsalltag. Keine „Kolibris“ im Gegensatz zum IMPP :-))

5. Was war das tollste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
In Allgemeinmedizin die eigenen Patienten betreuen, im „eigenen“ Behandlungsraum.

6. Was war das unschönste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
In Chirurgie: Keiner fühlte sich für uns Studenten verantwortlich. Man stand nur rum, oder half der armen PJlerin mit den Verbänden und beim Blutabnehmen. Ärzte haben sich alle in den OP verdrückt.
In Pädiatrie: das Rumgesitze auf dem Gang, einfach nur nervig.

7. Was sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall an den Blockpraktika, die du bisher absolviert hast, verbessern?
Generelle Regelungen zum Ablauf, Dauer und Prüfungen treffen. Es hat sich stark inhaltlich wie auch organisatorisch zwischen den Blockpraktika unterschieden. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass keiner so wirklich Ahnung hatte, was man mit uns Studenten anfangen sollte.

8. Hast du das Gefühl, durch das Blockpraktikum besonders gute Fortschritte auf dem Fachgebiet gemacht zu haben?
Nein, da die Blockpraktika jeweils nur 5 Tage gedauert haben.

9. Mit welchen Erwartungen bist du in das Blockpraktikum gegangen? Wurden sie erfüllt?
Keine besonderen. Ich hatte mich ernsthaft davor und auch danach gefragt, warum man zusätzlich zu den Famulaturen und dem PJ noch Blockpraktika absolvieren muss, und ob man nicht das sechste klinische Semester anders gestalten könnte.

10. Was würdest du Studenten, die ein Blockpraktikum noch vor sich haben, als Tipp mit auf den Weg geben wollen?
a) Kopf hoch: Die Woche hat nur fünf Tage!
b) Nehmt alles mit, was Ihr kriegen könnt.
c) Seid nervig!
d) Macht euch vorher einen Plan, was ihr wollt, seht euch im Internet an, was auf euch zukommen könnte.

Dreamer81
18.11.2009, 19:21
1. Welche Blockpraktika hast du bereits absolviert?
Alle an meiner Uni sind die Blockpraktika im 4. klinischen Semester, dazu gehören Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Gynäkologie, Chirurgie, Notfallmedizin und Kinderheilkunde
2. Hast du dich auf dein letztes Blockpraktikum in irgendeiner Form vorbereitet?
Nicht richtig, allerdings war das Bestehen der Klausuren in den o.g. Fächern Zugangsvoraussetzung
3. In welcher Unterrichtsform fand das Blockpraktikum statt? Wie sah ein typischer Tag dort vom Ablauf her aus?
Das war je nach Fach ganz unterschiedlich. In Allgemeinmed war man wirklich 2 Wochen in einer Lehrpraxis und hat dort mitgearbeitet, ähnlich wie bei einer Famulatur. Meine Ärztin war extrem motiviert und ich hatte eine echt gute Zeit dort. In Chirurgie war ich in der Unfallchirurgie zugeteilt und stand mehr im OP als alles andere. Dort gab es zwischendurch immer wieder Seminare, weil am Ende des Semesters für alle Blockpraktikumsfächer eine OSCE-Prüfung stattfand. Im OP durfte ich immer mal wieder nähen und so und mir hat es eigentlihc Spaß gemacht, allerdings fühlte ich mich mit jedem weiteren Tag zunehmend ausgenutzt. In Innere ist alles durchorganisiert und hier habe ich auch am Meisten gelernt. HIer beginnt der Tag mit 45 min Funktionsdiagnostik, jeden Tag woanders, so dass man am Ende bei einer Gastro und COloskopie, Abdomensonographie, Echokardiographie, usw. dabei war. Hier ging es nur darum so etwas kurz gesehen zu haben. Dann ging es in ein ich glaube 90 min. Seminar sehr praxisorientiert und wirklich gut vorbereitet. Man legte besonders Wert darauf dass man vom Krankheitsorientierten Denken in ein Differenzialdiagnostisches Denken kommt. nach einer Pause von 1 h ging es dann in den Nachmittagsbereich mit je 2 Stunden Untersuchungskurs im Idealfall war das Bedsideteaching durch einen Oberarzt, leider gab es auch hier ein oder zwei schwarze Schafe die das ganze an ihre Assistenten abgeschoben haben, was darin endete dass es wieder nach dem Schema lief: Geht mal zu dem Pat. und macht ne Anamnese wir besprechen das dann, ohne das was gezeigt wurde, aber viele dieser Kurse gehörten zu den Besten, die ich je hatte. Im Anschluss an den U-Kurs gab es noch ein Seminar. Hier sollte es nochmal um das Thema des Morgens gehen nur diesmal um Therapie und nicht um Differentialdiagnosen. Das war ziemlicher Mist in den meisten Fällen. Hier hatte man sich sämtliche niedergelassene PDs rangezogen, die fröhlich ihre Termine tauschten, so dass ich 3 mal Kardiologie und 2 mal Endokrinologie hatte. Einige Themen dann halt gar nicht und leider waren zwei Dozenten gänzlich unvorbereitet erschienen. Am Ende der 14 Tage gibt es eine Prüfung mündlich als Fallvorstellungsprüfung(hier gibt es kein OSCE) und das hat noch zusätzlich dazu geführt dass man am Ende der 2 Wochen echt gut Bescheid wußte. Da hier der Kurs auch immer erst um 11 Uhr anfing konnte man vorher gut lernen.
Notfallmedizin: Das war für mich mehr ein Anästhesiepraktikum mit MegaCodetraining, als ein Notfallmedizinpraktikum. Hier waren wir von Mo-Do mit in der Frühbesprechung der Anästhesisten um 7 Uhr morgens und dann bis 12 Uhr mit in den OP und danach gab es insgesamt 4 Terminen POL und MegaCodetraining. Freitags sollten Seminare stattfinden. Ich hatte nur eines von 4 Seminaren ordentlich, was allerdings auf mein Beschwerdeschreiben besser geworden sein soll.
Kinderheilkunde:
Der größte Teil ist Selbststudium von Filmen und darauf ist man auch noch stolz. Ziemlich sinnfrei. Im Untersuchungskurs sieht man dann 4! Pat in 2 Wochen. Einen Tag ist man in einer Behinderteneinrichtung. Zur U2 fährt man mal wieder für eine Stunde quer durch die Stadt. Einen Tag ist man in einer Kinderarztpraxis, dort habe ich das meiste gelernt, weil ich auch hier sehr großes Glück mit der Zuteilung hatte. INsgesamt war allerdings der Lerneffekt sehr klein und ich sehr enttäuscht. Gut war ein Auskultationskurs mit Harvey Cardialis und ein Echokurs.
Gynäkologie:
Aus zwei Wochen mach eine indem man am Anfang ein paar schlechte Seminare anbietet und ein Selbststudienportal mit Fallbearbeitung zur Pflicht macht. Die Woche, die ich in der Klinik war, war genial allerdings hatte ich auch hier großes Glück an ein kleines externes Haus zu kommen!

4. Welche Themen wurden dort behandelt? Inwiefern unterschied sich das Ganze von einer normalen Vorlesung/Seminar/Praktikum?
Also Chirurgie und Allgemeinmed, waren eher wie eine Famulatur, mit dem Unterschied dass man viele Unterschriften sammeln mußte und Berichte schreiben muß.
5. Was war das tollste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
Der Tag in der Kinderarztpraxis. Ich habe viel gelernt durfte mitmachen und wurde freundlich und gut behandelt!!! Der Arzt war total motiviert, obwohl er schon einige schlechte Erfahrungen mit Studenten gemacht hatte. Ich durfte Eltern impfen und einfach richtig was lernen.
6. Was war das unschönste Erlebnis in deinem Blockpraktikum?
Hm eigentlich der Ärger darüber dass 3/4 Seminaren nicht wie geplant stattfanden im Teil Notfallmedizin.
7. Was sollte man deiner Ansicht nach auf jeden Fall an den Blockpraktika, die du bisher absolviert hast, verbessern?
Notfallmedizin und Kinderheilkunde sind vom Gesamtkonzept zu durchdenken! Kinderheilkunde ist einfach nur ein Witz. Notfallmedizin ist ein Anästhesiepraktikum mit Notfallmedizinischen-POL-Kursen und MegaCodetraining. Bei unerfahrenen Mentoren durfte man nichts selber machen, alles wenig durchdacht, meines Erachtens.
8. Hast du das Gefühl, durch das Blockpraktikum besonders gute Fortschritte auf dem Fachgebiet gemacht zu haben?
Eigentlich nur in Innere, was ja eh mein Steckenpferd ist, aber da habe ich nochmal richtig was gelernt und auch Untersuchungstechniken verfeinern können.
9. Mit welchen Erwartungen bist du in das Blockpraktikum gegangen? Wurden sie erfüllt?
Endlich Praxis. Genau das waren meine Gedanken. Leider war vieles dann doch zu verschult.
10. Was würdest du Studenten, die ein Blockpraktikum noch vor sich haben, als Tipp mit auf den Weg geben wollen?
Nicht zuviel Erwarten und das was möglich ist rigoros einfordern und sich beschweren, wenn es nicht so läuft wie es sein sollte!