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Leelaacoo
01.11.2009, 17:26
Kann man den Thread nicht zumachen, das ist ja hier zu einer Therapiesitzung mutiert...
BTW (um auch noch meinen Senf dazuzugeben, aber nur einmal): Ich arbeite auf der internistischen ITS eines Hauses, das eine große Psychiatrie und Psychosomatk beherbergt, also haben wir regelhaft mehrere Intox-Pat. und Fast-Suizidanten da. Ich würde NIEMALS so einen Patienten ohne Psychkonsil nach Hause gehen lassen, ist mir piepschnurzegal was der Patient sagt oder wer davon wie angeblich traumatisiert wid, da wir durchaus die Fälle hatten, dass die Patienten direkt von der ITS oder Normalstation die Abkürzung über den Balkon im 5ten Stock genommen haben oder 3 h nach Entlassung wieder mit fast-letaler Med.intox wieder bei uns einfand...ich überwache und therapiere, aber die Kompetenz (und auch den Mut!), solche Entscheidungen wie die Psychiater zu treffen maß ich mir nicht an...da kannst du denken was du willst...im Übrigen ist die Kommunikation mit Borderlinern maximal schwierig und selten ergiebig, so dass ich auch hier schön auf meinem internistischen Terrain bleibe und weder bedauere ("armes Mädel, so eine schlimme Welt aber auch....") noch verurteile...ich will ja auch nicht, dass die Neurologen oder Chirurgen den Herzinfarkt behandeln. So oft wie wir manchmal über die Psychiater schimpfen, die Arbeit würde ich nicht machen wollen und schätze sie sehr.
Ich glaube, du hast deine Probleme offensichtlich nicht im Griff, da du hier im Medizinerforum immer die gleiche Laier spielst, überleg mal, warum das so ist und was du damit erreichst oder erreichen willst.
So, dat reicht...LG Lee
Entweder es ist mit zuhören und ein paar aufmunternden Worten getan - dann ist aber nicht die Notaufnahme sondern der Freundeskreis die richtige Adresse. Oder ein bisschen Small-Talk den jeder, also auch der Chirug oder beste Freund, kann, reicht eben nicht - dann braucht es einen Psychiater... Was ist daran so schwer? Du erwartest doch auch nicht vom Klempner oder Frisör (wobei letztere da tatsächlich gar nicht so schlecht drin sind), dass sie dir weiterhelfen können.
franzi-81
01.11.2009, 17:35
Ich hab ja lange überlegt, ob ich jetzt auch noch meinen Senf dazugebe. Und ja, es muss sein.
Wie schön, Rechtverdreht, dass Du Dir ob Deiner Diagnose so sicher bist. Aber fehlt da nicht vielleicht auch noch ne narzisstische Persönlichkeitsstörung? Fragt die Assistenzärztin in der Psychiatrie. So oft, wie Du hier antwortest und überraschst tust, wieviele bei solchen Anmaßungen antworten...
Eigentlich ist es ganz klar: Suizidversuch, welcher in der NA landet, muss von nem psychiatrischen Kollegen gesehen werden. Wenn der die weitere Selbstgefährdung nicht ausschließen kann, nimmt er Dich mit. UND DASS IST NICHT STRAFBAR! So ein Schwachsinn aber auch! Wie Du sicher weißt, kann er Dich 24 Stunden gegen Deinen Willen festhalten, spätestens dann muss ein Richter die Lage beurteilen.
Du möchtest also tolle Gespräche in der NA mit Assistenten anderer Fachgebiete, weil Psychiater Irrenärzte sind, also für Dich mit Deiner posttraumatischen Irgendwas nicht zuständig? Ich weiß echt nicht, was Du Dir davon versprichst. Und dass die Psychsonatik eine eigene Fachrichtung ist, ist ein deutscher Sonderweg, der sowohl national als auch international kritisch betrachtet wird. Wir Psychiater machen ja schließlich auch ne Therapieausbildung, aber das reicht Dir anscheinend nicht. Ich habe nicht wirklich das Gefühl, dass Du Hilfe möchtest. Dann würdest Du sie nämlich von jemandem annehmen können, welcher mit Deinen wie auch immer gearteten Problemen/Diagnosen... vertraut ist!
Wahrscheinlich wirst du mich nun auch als bösen Psychiater bezeichnen, aber es ist nun mal Fakt, dass du eine psychiatrische Erkrankung hast, denn du verletzt dich auf Grund einer schlimmen Erfahrung selbst. Da ist zum einen schon mal das Trauma an sich eine Erkrankung, aber das zweite ist deine Reaktion darauf. Und das kann kein Chirurg oder Internist behandeln, wie hier schon mehrmals geschrieben wurde und es kann auch kein Laie, d.h. Freund/ Verwandter behandeln, sondern ein Psychiater oder ein Psychologe, will heißen dass die beste Behandlungsmöglichkeit eine Psychotherapie wäre. Das musst du natürlich selbst auch wollen und wenn du psychiatrischem oder psychologischem Personal kein Vertrauen entgegen bringen kannst, wird das nur schwer möglich sein. Aber wundere dich nicht, wenn Ärzte genervt sind, wenn du immer wieder in der NA landest, du aber keinerlei Motivation zeigst, dich behandeln zu lassen und das hat nichts mit deiner Vergangenheit zu tun, sondern mit deiner momentanen Einstellung.
Hoppla-Daisy
01.11.2009, 18:23
Sooooooooooo, jetzt alle mal ganz tief durchatmen. Und dann könnt ihr gaaaaaaaanz ruhig weiteratmen und euch erstmal ein wenig Ruhe gönnen, denn wir machen hier mal ein Diskussionspäuschen für 24 Stunden ;-)
*klack*
Feuerblick
03.11.2009, 17:09
Okay, es waren etwas mehr als 24 Stunden, aber nu is wieder offen.
Ab jetzt (ja, das schreib ich mir selbst auch hinter die Ohren!) bitte wieder zum Thema "Freundlichkeit im Beruf" und nicht zu Therapiemöglichkeiten für psychische Erkrankungen u.ä., okay?
Danke!
Feuerblick
MediLearn-Moderatorin
Espressa
03.11.2009, 18:27
Ich hab jetzt nicht alles gelesen... weil zuuuu viel.
Aber denkt ihr nicht auch, dass manche Patienten nicht nur ihrer Erkrankung wegen zum Arzt gehen, sondern auch um des "Zum-Arzt-Gehen" willen?
Also ich erlebe das oft, das Patienten genau eben zum small talk kommen, manche auch mit einem gewissen Stolz um ihren Befund, und dass eben Patienten selbst schon den fachfremden Impuls mitbringen. ("Meine Augen sind so rot, aber wissen Sie, ich weine auch so viel, weil die Scientologin-Nachbarin mir meinen Mann wegnehmen will...")
Ich denke mir auch; Handlungsweisen bei psychischen Störungen zielen manchmal auch irgendwie darauf ab, Versorgung und Aufmerksamkeit zu erzwingen.
(Jeder weiß ja auch, das Schnitte einer gewissen Tiefe Narben machen, zumindest mit der Zeit merkt das noch jeder...)
Vielleicht ist es auch nicht so falsch, sich auf das wesentliche zu beschränken, und Patienten nicht in ihren sonstigen Bedürfnissen zu befriedigen, die sie offensichtlich an die falsche Stelle herantragen, wenn sie mit psychischen Problemen gerade nicht beim Psychiater oder Psychotherapeut aufkreuzen.
Und last but not least - man wird nun mal mit psychischen Erkrankungen als psychisch kranker behandelt - um nicht so behandelt zu werden, müsste man erst mal nicht psychisch krank sein. Also wieso die Aufregung? Einen gesunden behandle ich auch als einen gesunden.
the always friendly - espressa :peace:
Rechtverdreht
03.11.2009, 18:27
@Feuerblick:
Wenn ihr hier schon so schön Zensur betreibt, dann lösch' doch auch bitte die Postings der Leute, die mich beleidigen.
Und wenn man jemanden in einem allgemeinen Forum als Fernverdachtsdiagnose eine narz. Persönlichkeitsstörung anhängen will, dann ist das eine Formalbeleidigung.
Im Übrigen: Lösch' doch bitte meinen Account und wenn's geht alle meine vorstehenden Postings auch.
Ich würde das tun, kann's aber nicht oder weiß nicht wie es geht.
Ansonsten: Danke, dass es mir wegen Euch jetzt richtig dreckig geht! Wiedermal!
Hätte gedacht, Du wärst faier. Der andere Beitrag hätte nicht geschadet, es waren wertvolle Infos drin.
Gruß
Rechtverdreht
PS Kannst natürlich auch gleich dieses Posting hier löschen!
Deine Postings kannst Du selber löschen, indem Du einfach auf "ändern" klickst. Desweiteren wird sich hier keiner (zu Recht) den Schuh anziehen, dass hier irgendwer Schuld daran wäre, dass es Dir schlecht geht.
Hoppla-Daisy
03.11.2009, 18:31
Muri, UNS soll es schlecht gehen ;-). Empfehlung eines weiteren Mods: Beiträge selbst löschen.
Tut mir Leid, aber mir geht es gerade ziemlich gut :-nix
Feuerblick
03.11.2009, 18:39
Tut mir Leid, aber mir geht es gerade ziemlich gut :-nixBoah, Muri! Du sollst gefälligst mal mitleiden, Mensch!!! Unfassbar! Keine Empathie, diese Schamaninnen!!! :-(:-))
Ich weiß, Funkel, shame on me. Keine Ahnung, wie es sein dann, dass es immer so viele Patienten in der Ambulanz oder auf Station gibt, die ausdrücklich zu mir wollen, wo ich doch so furchtbar bin. Dabei geb ich mir solche Mühe!
Feuerblick
03.11.2009, 18:44
Ich kenn das! Mich hassen auch alle, weil ich grundsätzlich unfreundlich zu Patienten bin... *seufz* Muri, wir sollten uns wirklich weinend ins Kämmerchen zurückziehen :-top
Rechtverdreht
03.11.2009, 19:08
@ Feuerblick:
Mit Gegenwind komm' ich klar, aber mit Foulspiel nicht. Das ist ein Unterschied!
Jedenfalls nochmal kurz die Infos:
In jedem Land gibt's ein eigenes Unterbringungsgesetz. Es ist länderspezifisch geregelt, was der Arzt darf und muss und nicht darf und nicht muss. Daher war die Diskussion so schwierig. Und mit einer rechtswidrigen Einweisung könnte sich ein Arzt grds. strafbar machen. Gibt Ausnahmen, aber die verrate ich euch nicht. Wäre auch viel zu viel.
Weder allgemein ausgebildete Psychiater oder allgemein ausgebildete Psychotherapeuten können Traumapatienten adäqat behandeln. Dafür braucht man als Therapeut eine spezifische Traumatherapieausbildung (also Weiterbildungen). Wer die nicht hat, richtet meistens nur Schaden an.
Guter Beitrag dazu: Googelt folgende Begriffe:
Schneise im Kopf Alexander Jatzko
Kannst du das hier so stehen lassen? Dann hat das hier wenigstens irgendwas gebracht.
Rechtsverdreht
dreamchaser
03.11.2009, 19:16
Weder allgemein ausgebildete Psychiater oder allgemein ausgebildete Psychotherapeuten können Traumapatienten adäqat behandeln. Dafür braucht man als Therapeut eine spezifische Traumatherapieausbildung (also Weiterbildungen). Wer die nicht hat, richtet meistens nur Schaden an.
Habe das schon viel weiter oben geschrieben, aber das hat du sicher nicht gelesen. Naja, wenn du schon so weit gehst, dann musst du auch die verschiedenen Arten des Traumas unterscheiden (z.B. ist ein Monotrauma einfacher zu behandeln als multiple Traumata). Und es gibt natürlich mehr als eine Therapie (EMDR ist eben nicht für alles und alle des Rätsels Lösung).
Wenn du dich wirklich dafür interessierst, dann kennst du sicher auch Luise Reddemann - die ist wirklich ein Expertin in dem Gebiet.
(Weitere Überlegungen verfasse ich hier lieber nicht - ich kenne mich dank Traumatherapeut in der näheren Verwandschaft übrigens damit etwas aus).
Zum Thema:
Bei uns gibt es mitunter heilende NaCl-Infusionen, während die Leute auf ihre Laborwerte warten. Rezepte gibts nicht mit, da verweisen wir gerne auf den hausärztlichen Notdienst, der dafür ja da ist. Sonst kommen die bald immer zu uns wegen allen möglichen Rezepten.
Unterbringung ohne Verlangen
Ganzer Gesetzestext siehe hier:
http://ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10002936
Das sind nun österreichische Bestimmungen, deutsche werden aber nicht so davon abweichen, aber die kann ja Rechtsverdreht posten, heimatverbunden, wie ich bin, diese, weil (siehe fettgedruckt):-top
§ 8. Eine Person darf gegen oder ohne ihren Willen nur dann in eine Anstalt gebracht werden, wenn ein im öffentlichen Sanitätsdienst stehender Arzt oder ein Polizeiarzt sie untersucht und bescheinigt, daß die Voraussetzungen der Unterbringung vorliegen. In der Bescheinigung sind im einzelnen die Gründe anzuführen, aus denen der Arzt die Voraussetzungen der Unterbringung für gegeben erachtet.
§ 9. (1) Die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes sind berechtigt und verpflichtet, eine Person, bei der sie aus besonderen Gründen die Voraussetzungen der Unterbringung für gegeben erachten, zur Untersuchung zum Arzt (§ 8) zu bringen oder diesen beizuziehen. Bescheinigt der Arzt das Vorliegen der Voraussetzungen der Unterbringung, so haben die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes die betroffene Person in eine Anstalt zu bringen oder dies zu veranlassen. Wird eine solche Bescheinigung nicht ausgestellt, so darf die betroffene Person nicht länger angehalten werden.
(2) Bei Gefahr im Verzug können die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes die betroffene Person auch ohne Untersuchung und Bescheinigung in eine Anstalt bringen.
(3) Der Arzt und die Organe des öffentlichen Sicherheitsdienstes haben unter möglichster Schonung der betroffenen Person vorzugehen und die notwendigen Vorkehrungen zur Abwehr von Gefahren zu treffen. Sie haben, soweit das möglich ist, mit psychiatrischen Einrichtungen außerhalb einer Anstalt zusammenzuarbeiten und erforderlichenfalls den örtlichen Rettungsdienst beizuziehen.
§ 10. (1) Der Abteilungsleiter und ein weiterer Facharzt haben die betroffene Person unverzüglich zu untersuchen. Sie darf nur aufgenommen werden, wenn nach übereinstimmenden, unabhängig voneinander erstellten ärztlichen Zeugnissen die Voraussetzungen der Unterbringung vorliegen.
(2) Das Ergebnis der Untersuchung ist in der Krankengeschichte zu beurkunden; die ärztlichen Zeugnisse sind dieser als Bestandteil anzuschließen.
(3) Der Abteilungsleiter hat den aufgenommenen Kranken ehestens über die Gründe der Unterbringung zu unterrichten. Er hat ferner unverzüglich den Patientenanwalt (§ 13) und, wenn der Kranke nicht widerspricht, einen Angehörigen sowie auf Verlangen des Kranken auch dessen Rechtsbeistand von der Unterbringung zu verständigen.
§ 11. Der § 10 ist sinngemäß anzuwenden, wenn
1.
bei einem sonst in die Anstalt aufgenommenen, in seiner Bewegungsfreiheit nicht beschränkten Kranken Grund für die Annahme besteht, daß die Voraussetzungen der Unterbringung vorliegen, oder
2.
ein auf Verlangen Untergebrachter das Verlangen widerruft oder nach Ablauf von sechs Wochen nicht erneut erklärt oder die zulässige Gesamtdauer der Unterbringung auf Verlangen abgelaufen ist und jeweils Grund für die Annahme besteht, daß die Voraussetzungen der Unterbringung weiterhin vorliegen.
Das heisst zusammengefasst, dass insgesamt 3 Ärzte dich untersucht haben, bevor sie dich ohne deine Zustimmung unterbringen dürfen.
Alles andere ist klar und muss nicht weiter erläutert werden....
Neue Farben, neue Schriften, einfach stylisch :-)
Rechtverdreht
03.11.2009, 19:26
@dreamchaser:
Das hab' ich schon lange vorher gewusst, dass Du Dich sehr gut auskennst. :-D Viele andere leider nicht, aber sie klopfen dann trotzdem große Sprüche. Auch leider!
Ich kenn' natürlich Luise Reddemann und auch so ziemlich alles andere, was in dem Bereich los ist. Ich bin bei einem der Top-Experten Deutschlands in Therapie und hab' schon viele Jahre Therapie gemacht. Leider hab' ich auch viele Fach-Idoten kennenlernen müssen.
Deshalb ist es ja so schade, dass das hier dann so gelaufen ist. Hier sind sehr fähige Leute am Start und dann kommen andere, die haben null Ahnung von nichts und machen alles kaputt.
Schade drum.
Wer hier keinen Gegenwind verträgt, sind andere.
Und Fernverdachtsdiagnosen zu stellen in einem Forum ist unseriös!! Noch dazu, wenn die Diagnose nicht stimmt. Aber wer sich blamieren will......., den soll man nicht aufhalten, oder?!
Rechtverdreht
03.11.2009, 19:38
@sabbel:
Nein, kann ich leider nicht. Ich bin ein Computer-Idot.
Es gibt für jedes Bundesland in Deutschland ein eigenes Unterbringungsgesetz:
Achtung Leute, bei Umzug müsst ihr euch neu schlau machen!
Ich war nicht mehr fit, ist ewig her, dass ich am Vormundschaftgericht war. Ich muss jetzt noch eine Akte machen.
Wenn Du wegen den Traumatisierungen noch was wissen willst, schick' 'ne PN. Du behandelst Kinder, nicht?
@ alle anderen:
Bis dann an alle, die hier echt was in der Birne haben, den anderen wünsche ich Erleuchtung und bis dahin die angebrachte Bescheidenheit!
Und es wäre geschickt, wenn der Thread wieder zu seinem Thema zurückgeht. Für alles andere, was hier interessant war: Man kann ja einen neuen Thread eröffnen, ich hab's versucht, aber Feuerblick hat ihn gelöscht. Also kann ich das nicht machen.
Reddemann
Wenn man surft, findet man das zu der Dame. Ich kenne sie nicht, man kann ja dazu lernen. Wenn ich das lese, wo ist der Unterschied zu einer Meditation? Das klingt sehr ähnlich?
Entspannungsinduktion.-"Ich bitte Sie jetzt, daß Sie in Ihrem Inneren schauen nach einem sicheren Ort, an dem Sie sich ganz wohl fühlen und den nur Sie allein betreten können. Vielleicht sehen Sie Bilder, vielleicht spüren Sie etwas, vielleicht denken Sie zunächst auch nur an einen solchen Ort. Lassen Sie auftauchen, was immer auftaucht, und nehmen Sie es an"
Wenn unangenehme Bilder kommen empfiehlt es sich weiterzugehen, jede bzw. jeder kann einen solchen nur guten Ort für sich finden, wo man sich vollkommen wohl fühlt. Manchmal ist der Ort so weit weg, daß man nicht weiß, wie man dort hingelangen kann, dann sind Hilfsmittel wie ein Boot oder ein Flugzeug oder ein Zauberstab erlaubt.
"Sagen Sie mir bitte bescheid, wenn Sie das Gefühl haben, daß Sie jetzt an Ihren sicheren Ort sind. Wenn Sie möchten können Sie mir jetzt Ihren sicheren Ort beschreiben. Wenn es Ihnen lieber ist, mir nichts darüber zu sagen, ist das für mich in Ordnung. Bitte prüfen Sie, ob Sie sich dort wirklich ganz und gar wohl, sicher und geborgen fühlen. Schauen Sie nach, ob Sie es sich sich dort wirklich bequem machen können. Es ist wichtig, daß Sie sich vollkommen wohl, sicher und geborgen fühlen. Richten Sie sich Ihren sicheren Ort also bitte so ein, daß dies möglich ist."
"Spüren Sie jetzt bitte ganz genau, wie es Ihrem Körper damit geht, an diesem inneren sicheren Ort zu sein. Was sehen Sie ? Was hören Sie ? Was riechen Sie ? Was spüren Sie auf der Haut ? Wie geht es Ihren Muskeln ? Wie ist die Atmung ? Wie geht es Ihrem Bauch ? Nehmen Sie das bitte so genau wie möglich wahr, damit Sie wissen, wie es sich anfühlt, am diesem Ort zu sein...Verabreden Sie jetzt mit sich ein Zeichen, mit dessen Hilfe Sie jederzeit an den sicheren Ort gehen können. Sie können zum Beispiel eine Faust machen oder sich die Hände geben. Immer wenn Sie diese Geste machen werden, können Sie an den sicheren Ort gehen, wenn Sie es möchten. Führen Sie diese Gestik bitte jetzt aus, damit Ihr Körper sich erinnert. Die Gestik kann so sein, daß ich sie bemerken kann, aber auch so, daß nur Sie sie kennen...Spüren Sie bitte noch einmal, wie gut es Ihnen jetzt an diesem sicheren Ort geht, und kommen Sie dann bitte wieder zurück in mein Behandlungszimmer." (Reddemann und Sachsse, 1997)
Man kann so auch sein inneres Kind oder die inneren Kinder an den Wohlfühlort oder sicheren Ort bringen, z.B. vor schwierigen Begegnungen, die das Kind oder die Kinder nicht mitbekommen sollen. Wichtig ist dabei, daß man das Kind oder die Kinder zu späterem Zeitpunkt nach der schwierigen Situation wieder zurückholt. Wenn man für sich selbst die Übung macht, dann nimmt man ja auch anschließend wieder Kontakt mit der Umgebung auf.
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