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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diskussion Unterbringung (Psychiatrie)



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Rechtverdreht
04.11.2009, 21:42
Hab' was vergessen:

Ich finde es nett, dass sich hier Leute um mich bemühen. Das ist lieb, aber nicht nötig. Ich hab' wirklich den Toptherapeuten, ich könnte bei niemandem besser dran sein, wirklich nicht. Und er sagt mir nicht nur nette Sachen, sondern das, was er denkt. Ich will und wollte nie Ja-Sager. Die sind doch langweilig und ineffektiv.

Und die, die's mir hier so geben, und mir gleich jeden Überblick und jede Objektivität absprechen, denen muss ich es leider sagen, wie es ist. Der Durchblick fehtl euch. Ohne bestimmte Informationen könnt ihr hier nicht mitreden, nicht verstehen und dann kommen genau solche Reaktionen.

Währt ihr besser informiert, wäre keiner von euch so drauf. Ich würde wetten.

Und an den Notarzt: Mach' Dich mal bei Traumatherapeuten(nicht Psychiatrie: Die verstehen es ja bis heute meistens nicht.) kundig über Schnipplerinnen, das wäre für Deine Tätigkeit dringend wünschenswert im Interesse Deiner Patientinnen.

Espressa
04.11.2009, 21:49
Ich will gar nicht, dass Chirurgen Patienten nur wieder zusammenflicken und dann sich selbst überlassen. Das dürfen sie auch nicht. Aber sie sollten ein Mindestmaß an Kommunikation möglich machen und ihre Patienten ernst nehmen und sofern möglich, weniger einschneidende Maßnahmen als Einweisungen wählen. Und da, wo jemand absolut nicht mit einem Psychiater reden kann und will, könnte man zumindest versuchen, einen Psychosomatiker zu bekommen.
(...)

@ der Rest:

Euch fehlt die Fort-und Weiterbildung, um hier wirklich mitreden zu können, aber ihr merkt es nicht mal. Und arm dran ist die Patientin, die schnippelt und auf einen solchen Notarzt trifft, der sich dann aufführen muss (infolge seines Nichtwissens) wie ein Elephant im Porzellanladen. Einer hat es gut angesprochen: Das Problem ist nicht die Schnipplerin, sondern das System, dass leider für diese Patientengruppe völlig falsch ausbildet. Und insbesondere in der Psychiatrie sind immer noch viele im alten Denken drin und geben das - leider - so an ihre Auszubildenen weiter.



Glaubst die Psychosomatiker sind dichter gestreut als die Psychiater?
Und glaubst du wirklich Suizidalität ist seine Kompetenz?
Du gibst dir eh selbst die Antwort.
Und es ist ganz klassisch, dass nie etwas die eigene Schuld ist. Es sind immer andere, böse Menschen, die dauernd was falsch machen...
Aber sieh mal: Sobald man sich selbst eine Rolle in der eigenen Situation zugesteht, hat man plötzlich sehr viel mehr Möglichkeiten aktiv was daran zu ändern!

Espressa
04.11.2009, 21:51
Ich hab' wirklich den Toptherapeuten, ich könnte bei niemandem besser dran sein, wirklich nicht. Und er sagt mir nicht nur nette Sachen, sondern das, was er denkt. Ich will und wollte nie Ja-Sager. Die sind doch langweilig und ineffektiv.


Ich hoffe mal ich mache den Therapieerfolg damit nicht zunichte: Aber sei dir gewiss, der Arzt denkt sich immer seins. Egal wie er dem Patienten gegenüber auftritt...

John Silver
04.11.2009, 21:52
Ach, ich bin so "aggro", ach, ich bin sooo böse, ich schäme mich fast. Aber eben nur fast - weil ich mir einen noch recht gemäßigten Ton Dir gegenüber auflege, denn Du hast die Dreistigkeit, mir vorzuwerfen, ich sei unsensibel, handelte nicht im Sinne meiner Patienten und sei überhaupt ein arroganter Schnösel.

Wenn Du mir angeblich schon sooo häufig eine praktikable, ich wiederhole, praktikable Alternative präsentiert hast, dann muß ich wirklich blind sein. Ich sehe sie nämlich nicht. Wärst Du wohl so nett, einem Aggro-Metzger, der offenbar auch noch blind und blöd ist, diese Alternative nochmal zu erläutern? Diesmal bitte bitte bitte ohne das ganze dämliche Gefasel von "aggro", "voreingenommen" und ähnlichem Quark.

Christoph_A
04.11.2009, 22:02
Meinst Du also wirklich, daß wir mit ner Schnipplerin überfordert sind? Du wirfst den Leuten hier mangelndes Wissen vor, dabei verfügst Du über das gefährlichste Wissen von allem, nämlich Halbwissen!
Nach der großen Erleuchtung durch Dich werd ich jetzt in Zukunft jedesmal wenn ich jemand mit ner narzistischen Persönlichkeitsstörung und einem ausgeprägten Aufmerksamkeitsdeifzit nachts um drei spazierenfahren gehe, das KIT rufen, damit wir dann in Ruhe erst mit so einem Patienten unsere Zeit verplempern und danach halten wir noch ein dreistündiges debriefing zur Selbstreflexion ab, genau das machen wir.
Oder, ne, da fällt mir noch was besseres ein- wir machen einfach unsere Arbeit, trinken ein Bier und denken uns hinterher unseren Teil, mit was für tollen Menschen wir unsere Nacht verbracht haben!

Feuerblick
04.11.2009, 22:13
Hehe, ich habe mir gerade nochmal die Postings durchgelesen und möchte kurz zusammenfassen:
Rechtverdreht, bekennend SVV aufweisend, möchte mit uns diskutieren, weil alle Ärzte ihrer Erkrankung gegenüber so unsensibel sind und selbst die Psychiater ihr nur Schaden zufügen.
Wir versuchen ihr zu erklären, dass wir aber noch viel weniger Ahnung haben und uns daher auf das Urteil der Psychiater verlassen müssen, was psychische Akutsituationen angeht.
Daraufhin legt sie uns in vielen tausend Worten und langen Beiträgen immer wieder dar, dass wir schlichtweg keine Ahnung von ihrer Erkrankung haben (sagten wir das nicht????) und es überhaupt nicht wert sind, mit ihr als aufgeklärter, selbstbewusster und in Therapie befindlicher Person zu diskutieren. Mit diesen vielen Beiträgen hält sie die Diskussion seit Tagen aufrecht obwohl wir Ahnungslosen ja nicht lernwillig und sogar zynisch sind. Wenns mit Argumenten nicht mehr klappt, wird sie kurz mal persönlich und schon wird die Diskussion,die ja ihrer Ansicht nach sinnlos ist weitergeführt...

*hüstel* Findet wer den Knackpunkt? ;-)

Rechtverdreht, ich wünsche dir für deine Zukunft alles Gute und bin hiermit (endgültig) raus!

haemo
04.11.2009, 22:20
Ui, du bist selbstbewusst und aufgeklärt. Was soll das dann hier???
Und was bitte verstehst du unter aufgeklärt? Glaubst du, du hast mehr Ahnung von Psychatrie, also wir? Ich meine, unsere Ausbildung mag ja in dem Bereich mies sein, aber du hast gar keine. Du kennst nur deine Seite und das war's. Das nenn ich dann aufgeklärt.

"Ich glaube, wenn Du wüsstest, wer das ist, dann würdest Du Dich nicht trauen in anzuzweifeln?"

Och nö, sorry, aber Kongresse, Gutachter, Forscher etc. sind gut. Das sind wissenschaftliche Auszeichnungen. Nen guten Arzt macht das noch lange nicht. Und nein, ich bin noch nicht so weit, dass ich Korryphäen huldige, nur weil sie sich Korryphäen nennen wollen. Vielleicht hat's der Arzt von nebenan sogar besser drauf, wer weiß?

"Er ist gut, er macht's gut, es läuft gut. Was soll daran verkehrt sein? Meinst Du, er würde überall auf Kongresse geladen werden, hätte alle möglichen Funktionen, wäre Obergutachter, Forscher etca., wenn er nichts könnte?
Wenn wir mehr solche Therapeuten hätten, hättet ihr kaum noch mit SV und Suizidversuchen in der Klinik zu tun. Ich bin fast abgekratzt, nach der tollen Behandlung durch allgemein ausgebildete Therapeuten und Psychiater.
Er hat mich dann aufgelesen, da war's 50 nach zwölf. Und seitdem geht's einfach jeden Tag besser. Die Angst ist ziemlich weg, die psychischen Schmerzen sind von einer Skala von 10 auf vielleicht 3 gefallen. Suizidaliät und SV sind Vergangenheit. Ich geh' arbeiten, verdiene mein Geld und so weiter und so fort."

Freut mich, dass es besser wird. Vielleicht solltest du aber innerhalb der Therapie unbedingt mal diesen Thread hier bearbeiten. Wenn es besser wird, solltest du die Dinge nämlich so einseitig nicht merh sehen und dieser Thread sollte überflüssig werden !?!

Denkst Du immer noch, er kann nichts?

Sabbel
04.11.2009, 22:43
:-blush @Link(s)verdreht ;-) ;-)
Sind wir Neo-Doctores Teil deines Therapieplans?

Ich versuche nämlich zu verstehen, warum du GENAU jetzt und HIER ein doch provokatives Anfangsposting gemacht hast. Was du weisst und sich auch klar in den Reaktionen abzeichnet.
Und das TV Programm mag schlecht sein, das Forum mit neuen Posts zur Unterhaltung gefüllt, aber die Lernwilligkeit spiegelt sich schon in der Zahl der Antworten wider, wie ich finde...

Ich glaube schon, dass Patienten, v.a. mit lebenslangen Erkrankungen sehr viel Erfahrung haben, diese gut kennen und sich auch damit auskennen.... und da kann jeder Arzt davon lernen...
ABER: und nun wieder zurück zu meiner oben gestellten Frage:
WARUM richtest du dein Anliegen an uns? Von dir genannte Experten sind alle in führenden Positionen, klar, dass die Erfahrung haben. Was treibt dich dazu?
Was denkst und v.a. welches Gefühl hast du dabei?
Und ich weiß es nicht, und kann sein, dass ich eines auf die Rübe bekomme, aber ist nicht so konsequent bei Ärzten und solchen, die welche werden, sowas doch provokativ (und so ist es schon formuliert gewesen) zu SV und Suizid (was ja mE nicht so direkt im Zusammenhang steht) öffentlich zu posten eine gewisse Art der verbalen bzw hier non verbalen Selbstzerstörung?

Was hast du dir gedacht, oder was hat dich motiviert, das hier zu posten? Ich merke, meine Frage dreht sich im Kreis:

WARUM?

Warum erzählst du das uns Ärzten und nicht zB den Kollegen der Psychologie oder den Wirtschaftlern?

Coxy-Baby
04.11.2009, 23:27
WARUM?

Tja da fällt mir dieses Hammerlied ;-) von TicTacToe ein::-music
Und warum????
Und warum????
Nur für den Kick für den Augenblick?
und warum????

Rechtverdreht
05.11.2009, 06:39
Warum ich das Euch sage?

Weil Patienten wie ich von Leuten wie Euch in diesen Situationen, wo sie in NA auftauchen regelhaft die falschen Reaktionen abkriegen (und die schadet ihnen). Außerdem darf man sich gegen Fehlbehandlung zu recht wehren und sollte es auch:

Entweder kommt von Euch das:
Zynische und/oder abwertende Reaktionen, teils sogar bestrafender Natur: z.B. Nähen ohne Narkos (Ja, das machen heute auch noch manche, wenn man es zulässt. Hab' ich live erlebt, dass einer das Narkosemittel einsparen wollte.).

Oder das:
Grenzverletzendes Verhalten als Reaktion in Form von Duzen, obwohl man die 18 mehr als passiert hat oder z.B. über den Kopf streicheln (auch live erlebt).

Was manche Eurer Kollegen an den Tag legen an Reaktion ist nun mal medizinsch absolut kontraindiziert und auch respektlos.

Und was an Äußerungen wie "Schlitzertussi" nicht dämlich und nicht inkompetent sein soll, das müsstet ihr mir dann erklären.

Aber ich will auch gerne zugeben, dass es Mediziner aller Sparten gibt, die super damit umgehen können. Ich wünsche mir dieses Niveau halt durchgehend.

Ich bin auch aus der Diskussion raus.

Grund:

Nur, weil ihr von mir wisst, dass ich mal geschnippelt habe, nehmt ihr sowieso nichts ernst und lebt Eure ganzen Vorurteile über solche Patientinnen wie mich aus.

Das merkt Ihr überhaupt nicht, dass Ihr völlig undiffernziert sein. Statt ein Thema zu diskutieren habt Ihr angefangen, mich analysieren, diagnotizieren und therapieren zu wollen, das steht Euch aber nicht zu. Und ein Internet-Forum ist dafür sicherlich auch kein geeigneter Platz.

Und ja, Ihr habt eine miese Ausbildung.

Wenn ich diesen Thread mit meinem Therapeuten begutachten würde, dann würde er sich wahrscheinlich kaputtlachen oder einfach traurig drüber sein, wie seine Kollegen drauf sind und dass sie seine Arbeit torpedieren?

Aber wie gesagt: Auf dem sein Niveau müsst Ihr erst mal kommen, fachlich als auch menschlich. Da sind manche hier teilweise Lichtjahre davon entfernt.

Sorry.

Ich denke, wenn man Euch besser ausbilden würde, würde es anders sein? Die grundsätzliche Absicht mir oder sonst Euren Patienten zu helfen habt ihr, was ich toll finde und auch respektiere und aller Ehren wert ist.

Aber dieses Schubladendenken ist halt ein großer Fehler.

Und es bringt wirklich überhaupt nichts, hier weiter rumzudiskutieren, weil Ihr doch kaum bereit seit, Euch selber kritisch zu sehen. Egal, welches Argument man bringt, Ihr schmettert es ab, weil es eine SV-in (die ich längst nicht mehr bin) sagt. Weiter setzt Ihr Euch damit kaum auseinander.

Relaxometrie
05.11.2009, 08:11
Auf dem sein Niveau müsst Ihr erst mal kommen
Tolles Deutsch. "Dem sein Niveau" :-top
Dein Theapeut tut sich aber hoffentlich besser artikulieren :-))


Ich denke, wenn man Euch besser ausbilden würde, würde es anders sein?
Das ist tatsächlich ein wahrer Punkt. Du kannst ja mal in die Unis gehen und Dir die Medizinerausbildung ansehen. Hinterher machst Du dann einen Vorschlag, wie Dein Anliegen besser ins Studium zu integrieren ist und beginnst dann auch gleich schonmal mit ein paar Unterrichtsstunden.
Daß die Medizinerausbildung verbessert werden kann, steht außer Frage. Das passiert aber nicht nur, indem Menschen mit bestimmten Krankheitsbildern solche Foren wie dieses hier vollschreiben. Wende Dich an die Leute, die für die Ausbildung der Ärzte zuständig sind.

Christoph_A
05.11.2009, 08:21
Du hast es genau richtig angedeutet-Dein Therapeut lacht sich wahrscheinlich eins, wenn er uns bei der Arbeit mit Dir sehen würde-mag schon sein, dafür lach ich mir wahrscheinlich eins, wenn Dein Therapeu ne Reanimation leiten soll oder nachts um drei nen besoffenen Junkie im Bahnhofsklo intubieren dürfte. Jeder Arzt kann was anderes, darum gibts die verschiedenen Fachrichtungen ( auch, wenn Psychosomatik für mich eher ne Subsparte, denn ne eigene Richtung darstellt). Aber Du hast nicht das Recht, uns fachlich zu kritisieren, genausowenig wie ich Dich therapieren will, Gott behüte, ich bin ja froh, daß ich nicht in so einer Fachrichtung arbeiten muß!
Und was die Empathiefähigkeit der Kollegen angeht-die meisten, selbst Chirurgen, sind bei weitem nicht so unsensibel, wie Du sie hier darstellst.
Und abschließend noch ein kleines Zitat aus house of god, das wir Ärzte uns im Zusammenhang mit SVlern vielleicht wieder öfter vergegenwärtigen sollten: The patient is the one with the disease.
Achja, nur interessehalber: Wenn Du so stabil bist, wie Du sagst, warum biste dann von ner lächerlichen Chatterei im Netz so angedaut, daß Du Dich krankschreiben lassen musstest? Das wirft Fragen auf.....
Nuff said, ich bin raus.

Coxy-Baby
05.11.2009, 08:57
Hab nur ich das Gefühl, daß hier mal gar nichts vorankommt und die Dikussion dank Rechtsverdreht und Ihren Ergüssen auch niemals vorankommen wird??
BTW: Dein Therapeut würde nicht lachen, da er Aussagen aus einem offenen Board
wahrscheinlich nicht als Goldstandard für ärztliches Handeln ansehen würde.

Aber um es mal ganz pragmatisch zu sagen: Hör auf hier RumzuBorderlinern....und troll
dich zu deinem Therapeuten!

haemo
05.11.2009, 08:59
"Patienten wie ich von Leuten wie Euch"
"Aber dieses Schubladendenken ist halt ein großer Fehler"

Lies dir mal diese 2 Sätze durch. Na, merkst du was??? WER denkt hier in Schubladen?

"Aber wie gesagt: Auf dem sein Niveau müsst Ihr erst mal kommen, fachlich als auch menschlich. Da sind manche hier teilweise Lichtjahre davon entfernt."

Ach danke, ich bin mit mich mein Niveau ganz zufrieden. Und menschlich ... danke, ich bin ganz zufrieden :-) Aber du musst das ja beurteilen können ...

"Nur, weil ihr von mir wisst, dass ich mal geschnippelt habe, nehmt ihr sowieso nichts ernst und lebt Eure ganzen Vorurteile über solche Patientinnen wie mich aus."

Wenn wir dich nicht ernst nehmen, wieso hat dann dieses Thema hier so viele Beiträge??? Es mag sein, dass das ein oder andere Vorurteil da ist. Du hast aber mit Sicherheit dafür gesorgt, dass sich meine Vorurteile (von wegen normalen Argumenten nicht zugänglich und eigentlich kann man bei solchen Patienten gar nichts "richtig" machen in ihren Augen und immer sind alle anderen verantwortlich) bestätig wurden! Ich werde trotzdem versuchen, mit solchen Patienten neutral umzugehen. Ob das das ist, was sie gerade brauchen, weiß ich nicht. Aber wie soll ich in Köpfe hineingucken? Helfen kann ich ihnen nur, indem ich sie zum Fachmann schicke und dem mal einfach kollegial unterstelle, dass er Ahnung davon hat, was er tut. Denn ich kann nicht wissen, welchen Satz der Pat. gerade hören will oder ob ich ihm nun über die Haare streicheln darf oder nicht or whatever ... Und eine gewisse Unsicherheit im Umgang gehört auch deswegen halt dazu ... Keiner ist perfekt, aber der Arzt in der Notaufnahme ist auch nicht verantwortlich dafür, die Welt wieder geradezubiegen ...


"medizinsch absolut kontraindiziert" Oh, klar, wir Mediziner haben ja auch wirklich von nix ne Ahnung ... Es mag für dich nicht gerade das sein, was du hören wolltest. Es ist aber unsere Meinung. Wenn du die nicht hören wolltest bzw. diese "kontraindiziert" ist, warum schreibst du dann hier? Und warum zum Teufel beeinflusst dich das, was hier geschrieben wird, so stark?

Und du hast Recht, Aussagen wie Schlitzertussi etc. sind unverschämt und gehören sich nicht. Ebensowenig Nähen ohne Narkose. Wenn das deine Erfahrungen sind, dann hast du ziemlich inkompetente Kollegen erwischt. Allerdings sind deswegen nicht alle so und garantiert uahc nicht die Mehrheit.
Mal abgesehen davon fand ich auch einige Aussagen deinerseits in diesem Forum eine Frechheit.

So, aber ihr habt Recht, da führt zu nichts, wenn jemand nicht diskutieren, sondern seine Meinung bestätigt, Mitleid etc. bekommen will. Deswegen war das auch mein letzer Beitrag.

Michael72
05.11.2009, 09:11
Das merkt Ihr überhaupt nicht, dass Ihr völlig undiffernziert sein. Statt ein Thema zu diskutieren habt Ihr angefangen, mich analysieren, diagnotizieren und therapieren zu wollen, das steht Euch aber nicht zu.
(...)
Wenn ich diesen Thread mit meinem Therapeuten begutachten würde, dann würde er sich wahrscheinlich kaputtlachen oder einfach traurig drüber sein, wie seine Kollegen drauf sind und dass sie seine Arbeit torpedieren?
(...)
Und es bringt wirklich überhaupt nichts, hier weiter rumzudiskutieren, weil Ihr doch kaum bereit seit, Euch selber kritisch zu sehen. Egal, welches Argument man bringt, Ihr schmettert es ab, weil es eine SV-in (die ich längst nicht mehr bin) sagt. Weiter setzt Ihr Euch damit kaum auseinander.

Also wenn ich Tante Wiki nach BPS frage, dann steht da im ersten Satz:

Borderline-Persönlichkeitsstörung (abgekürzt BPS) oder emotional instabile Persönlichkeitsstörung ist die Bezeichnung für eine Persönlichkeitsstörung, die durch Impulsivität und Instabilität in zwischenmenschlichen Beziehungen, Stimmung und Selbstbild gekennzeichnet ist.

Weiter unten steht dann:

BPS-Betroffene weisen charakteristische dichotome Denkmuster auf, die auch als „Schwarz-Weiß-Denken“ bezeichnet werden. Analog bestehen Muster von wechselnder Idealisierung und Entwertung bestimmter Mitmenschen. Es gelingt selten, von emotional bedeutsamen Menschen eine konstante Vorstellung zu behalten. Das Selbstbild wechselt zwischen Minderwertigkeit und Omnipotenz-Phantasien (respektive Größenwahn). Des Weiteren aktivieren Betroffene zu einem gewissen Maß gleichzeitige widersprüchliche Grundannahmen.

Ich möchte Dir danken, für dieses eindrucksvolle Beispiel und die Möglichkeit, das Denkmuster einer Patientin mit BPS so differenziert wie in diesem Thread mitverfolgen zu können, das war in der Tat sehr lehrreich.

Relaxometrie
05.11.2009, 09:17
@Rechtverdreht:
Nach welchem Ansatz arbeitet Dein Therapeut? DBT?

abcd
05.11.2009, 10:10
Ich finde den Begriff "schnippeln" bei SV zu verwenden unangebracht. Er wirkt verniedlichend und verharmlosend. In meiner Akutpsychiatriezeit ist mir im übrigen auch der Begriff "Schlitzertussi" nicht begegnet.

Sabbel
05.11.2009, 16:36
Weil Patienten wie ich von Leuten wie Euch in diesen Situationen, wo sie in NA auftauchen regelhaft die falschen Reaktionen abkriegen (und die schadet ihnen). Außerdem darf man sich gegen Fehlbehandlung zu recht wehren und sollte es auch:

WIR sind aber nur der Berufsgruppe angehörig, nicht die Ärzte, die dich anscheinend so behandelt haben. Ich attackiere dich als Patientin auch nicht (solltest du in meiner NA auftauchen, - auch wenn du dazu noch einmal Kind sein müsstest) so, wie die Patientin, die Juristin ist und deswegen vielleicht unmöglich war.

Entweder kommt von Euch das:
Zynische und/oder abwertende Reaktionen, teils sogar bestrafender Natur: z.B. Nähen ohne Narkos (Ja, das machen heute auch noch manche, wenn man es zulässt. Hab' ich live erlebt, dass einer das Narkosemittel einsparen wollte.).

Zynisch ist so ein magisches Wort, was ist schon zynisch? Ja, TV Ärzteserien (und Dr House verstärkt das Bild), die sind zynisch. Dir ist auch House of God zu emfehlen, da es dir zeigen würde, wie Krankenhaus funktioniert - überspitzt, aber sehr gut dargestellt.
Ohne Narkose nähen finde ich nicht gut, wobei, was heisst Narkose, Betäubung, aber das kann sein, dass das Nähen ein Stich ist und die Betäubung ist es auch... wobei was mich nun echt interessieren würde: Wenn derjenige sich selbst verletzt, was spürt er/sie? Weil das Flicken offensichtlich macht Schmerzen?


Oder das:
Grenzverletzendes Verhalten als Reaktion in Form von Duzen, obwohl man die 18 mehr als passiert hat oder z.B. über den Kopf streicheln (auch live erlebt).

Also, geduzt wirst in Ö und in Bayern immer und überall, damit musst leben "Du Fr Dr, i hab da was..." und ok ist es ned, geduzt zu werden und ich würde das auch nie tun, wieder da musst du in dem Moment es dem sagen, der es tut, dass Ihr immer noch per Sie seid. Oder duze zurück.

Und GELERNT haben wir hier viel, alle, deswegen auch die Reaktionen.

Rechtverdreht
05.11.2009, 23:08
@Relaxometrie und Sabbel:

Ihr seht ja, wie's hier abgeht. Könnt Euch sicher vorstellen, wie ich Freude dran ?!habe:-kotz

Ich überlege gerade, ob mir das jetzt was ausmachen soll, dh abhalten soll, Euch zu antworten?

Ich glaube, es sollte mich nicht abhalten. Ihr wollt was lernen, hm?

Zu Deinen Fragen, Relaxometrie:

So ulkig redet man, wenn man aus Süddeutschland stammt. Ja, mein Therapeut kann's besser.

Welcher Ansatz? DBT? Ich weiß es nicht, weil ich nie DBT gemacht habe. Mein Therapeut kann DBT, nimmt auch einige Elemente daraus, aber es ist nicht das, was man von klassischer DBT kennt, sondern es weicht davon in ganz vielen Dingen ab. Wenn Du mehr wissen willst, müssten wir über PN gehen. Aber dann müsstest Du auch Geduld mitbringen. Habe hier über 80 Strafrechtsarbeiten von den Studenten zu korrigieren. Und auch sonst verdammt viel zu tun.

Außerdem würde mich mein Therapeut umbringen, wenn er das hier mitkriegen würde. Ich sol mich nämlich auf den Job konzentrieren und die Nebenschauplätze ausschalten.

@Sabbel:

Schnippeln ist nicht bei allen gleich. Auch die Gefühle oder die Motive dahinter sind verschieden. Manchen tut das Schneiden weh, andere spüren es nicht und andere kriegen es nicht mal mit. Ich gehe davon aus, dass es davon abhängt, wie stark die Dissoziation ist, wie tief abgespalten wurde, wie wenig weit das traumatische Material integriert wurde.

Wenn das Schnippeln nicht weh tut oder nicht spürbar ist, kommen die Schmerzen aber später, dann, wenn aufgrund der Verletzung die Dissoziation nachlässt (Deshalb machen es ja viele; SV ist sozusagen das einzig wirksame Anti-Dissoziativum. Es gibt auch kein Medikament, das diese Wirkung hat, so mein letzter Stand.). SV ist ein Überlebensmechanismus und ein Mechanismus, sich selber wieder zum Funktionieren zu bringen. Wer das nicht versteht, der muss SV-innen für irre halten, aber sie machen nur was, was kurzfristig extrem gut hilft. Mit irre hat das sehr wenig zu tun, man muss nur verstehen, wozu es nützlich ist. Mir hat man gesagt, dass die SV während des Traumas quasi entsteht. Man hat also keine Wahl, ob man dazu wird oder nicht. Ich kann das so nur bestätigen. Es ist auch mein Eindruck.

Das Flicken tut weh, vielleicht aber auch noch nicht. Aber auf alle Fälle tut die Wunde dann nach dem Nähen irgendwann weh, deshalb macht eine örtliche Betäubung immer Sinn aus meiner Sicht.

Ich selber habe geschnippelt, weil der psychische Schmerz so schlimm war, dass ich den nur unterdrücken konnte, indem ich mir eine körperliche Wunde zufügte, die so heftig war, dass mein Gehirn sich lieber damit beschäftigte, als mit dem, was sonst da war. Ich empfand diese Schmerzen als viel leichter zu ertragen als die anderen. Eine Fleischwunde ist ein lächerlicher Klacks im Vergleich zu dem anderen Schmerz. Irgendwie muss man ihn stoppen, aushalten kann man das auf Dauer nicht.

Mein Therapeut hat mir inzwischen sehr geholfen, heute sind diese psychischen Schmerzen nicht mehr so da, ich kann davor entkommen. Steuerungsfähigkeit heißt das Zauberwort.

Der psychische Schmerz ist über weite Strecken weitestgehend unter Kontrolle, daher ist SV für mich überflüssig geworden.

Für Dich gilt das Gleiche, was ich auch Relaxometrie sonst noch geschrieben habe.

Ich möchte hier offiziell nicht mehr posten.

Und keine Sorge: Ich hab' keine narz. Persönlichkeitsstörung; die ist diagnostisch ausgeschlossen worden von x Leuten. Und BL? Macht Euch selber ein Bild. Mein Therapeut Nr. 2 sagt: NÖ. Was mein Therapeut Nr. 1 dazu sagt, weiß ich nicht. Ich denke, er sagt auch: NÖ. Früher hat man sich bei mir deswegen gestritten. Es gab immer welche, die gemeint haben BL + und andere, die gesagt haben BL-.

Wenn Ihr noch was von mir wissen wollt, dann könnt Ihr hier kurz zurückschreiben. Ob ich dann antworte, werde ich sehen. Wie gesagt: Ich muss mich auf meine Arbeit konzentrieren und das geht so schlecht, wenn ich mich hier dauernd verstricke.

Dr. Psycho
05.11.2009, 23:50
Habe mir jetzt tatsächlich diesen ganzen Thread angetan und kann echt nur fassungslos mit dem Kopf schütteln...
@rechtsverdreher: Du wirfst den meisten Usern hier u.a. Zynismus, Arroganz, Undifferenziertheit und Unverständnis vor. Wenn ich dann DEINE Äußerungen hier über z.B. Psychiatrie-Patienten lese ("Debile"...) und dazu lese, dass Du selbst NIE stationär in einer Psychiatrie gewesen bist, lediglich als Besucher...da könnte ich einfach nur :-kotz:-kotz:-kotz!!!
Verunglimpfst einen Großteil der dort behandelten Patienten, hast die ganz große Ahnung, was Behandlungskonzepte sämtlicher Psychiatrien bundesweit angeht und verbreitest ein dämliches Halbwissen, das seinesgleichen sucht.
Da frag ich mich doch, wer hier arrogant, zynisch, undifferenziert und vorurteilsbeladen ist...
Genau so erweckt man Verständnis und Empathie für Traumatisierte, Pat. mit SVV und andere psychisch kranke Menschen...
Ganz großes Kino!