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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fragen rund um die BU



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Olivia28
29.11.2009, 13:48
Mein Problem ist auch die Ahnungslosigkeit....

Hab mich auch schon bei den Kollegen umgehört und irgendwie hat keiner eine, alle halten es für schwachsinnig...

Ratlosigkeit macht sich breit :-nix


Also ich glaube, "schwachsinnig" ist nun gänlich der falscheste Ausdruck, den man finden kann. Ich denke, alle, die nicht vorsorgen sind "leichtsinnig". Hier mal ein kleines Beispiel:
Eine ehemalige Arbeitskollegin übt(e) als Hobby reiten aus. Bis sie vom Pferd stürzte und seitdem nicht mehr arbeiten kann. Sie kann nicht mal mehr als 2 Stunden sitzen oder stehen.... Mittlerweile ist sie seit nem Jahr nicht mehr im Beruf. Dauermedikation Paladon. Keine BU.

Ich denke, solche Dinge passieren schneller als man gucken kann. Ich zahle derzeit knappe 50 Euro im Monat für meine BU. Die ersten 3 Jahre sind so günstig, dann erst wirds "teuer". Aber nach 3 Jahren Beruf, bekommt man ja auch etwas mehr Geld. Ich denke, eine BU gekoppelt mit ner Altersvorsorge ist eine prima Sache. Entscheiden muß allerdings jeder für sich.

Ex-PJ
29.11.2009, 13:55
Zitat "Ich denke, eine BU gekoppelt mit ner Altersvorsorge ist eine prima Sache."
--> Eher NEIN !! Denn hierbei ist die Durchschnittsverzinsung / Rendite schlecht.
Anderseits hat man, sollte keine BU eintreten das Geld natürlich teilweise in einer (Kapital-)Lbenesversicherung angelegt.

Zitat " Entscheiden muß allerdings jeder für sich. "
--> Genau.
PS) Habe selber keine BU-Versicherung

PS2) Die Ärzteversorgung gewährt im allgemeinen BU-Rente erst dann, wenn die Approbation zurückgegeben wird

surfsmurf
29.11.2009, 14:11
Hab mich auch schon bei den Kollegen umgehört und irgendwie hat keiner eine, alle halten es für schwachsinnig...Ratlosigkeit macht sich breit

Die Ratlosigkeit kann ich Dir hoffentlich nehmen. Als junger Mensch brauchste im wesentlichen drei Versicherungen: Kranken, Haftpflicht und Berufsunfähigkeit. Alles andere ist optional und/oder überflüssig. Aber BU muss (!) sein, und ich bin wahrlich kein überängstlicher / überversicherter Mensch.


Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig. Vor allem Berufsanfänger und Personen, die eine Familie ernähren, sollten nicht auf sie verzichten. Denn zum einen zahlt die gesetzliche Rentenversicherung frühestens nach 60 Beitragsmonaten eine Erwerbsminderungsrente. Das sind immerhin fünf Jahre. Zweitens erhalten alle nach 1961 Geborenen diese nur, wenn sie überhaupt keiner Arbeit mehr nachgehen können. Quelle (http://www.test.de/themen/versicherung-vorsorge/special/-Versicherungen/1162242/1162242/1162245/)

pottmed
29.11.2009, 14:36
Die Ratlosigkeit kann ich Dir hoffentlich nehmen. Als junger Mensch brauchste im wesentlichen drei Versicherungen: Kranken, Haftpflicht und Berufsunfähigkeit. Alles andere ist optional und/oder überflüssig. Aber BU muss (!) sein, und ich bin wahrlich kein überängstlicher / überversicherter Mensch.

Absolut :-dafür

Sorry, aber eine BU-Versicherung als schwachsinnig darzustellen zeugt von absolut null wirtschaftlichem Verständnis. Natürlich scheinen die Beiträge auf den ersten Blick viel, aber niemand kann so viel sparen, wie er im Fall der Fälle bräuchte.

Kurzes Rechenbeispiel:

Du wirst mit 40 Jahren Berufsunfähig, das heisst Du braucht für 25 Jahre eine BU-Rente, die dir z.B. 2000 Euro auszahlt. Um es zu vereinfach rechnen wir also mit 24000 Euro Auszahlung im Jahr und einem Marktzins von 3 %, der konstant bleibt.

24000=K0*0,057 (0,057 ist der Annuitätenfaktor)

-> K0=421052,63

Du müsstest also in ca. 13-15 Berufsjahren 421052,63 Euro ansparen um eine noch recht niedrige monatliche Rente finanzieren zu können :-((

Dann doch lieber die Versicherung, oder ?

Ansonsten schon mal viel Spass beim Sparen....

Chefarzt76
29.11.2009, 16:45
Also ich hab auch eine abgeschlossen.

Zum Berufseinstieg hab ich 1500,00 € abgeschlossen. Das war bei mir auch ausreichend. Mein Makler ist mit mir meine monatlichen Ausgaben durchgegangen und dementsprechend habe ich die Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen.
Ich denke es ist wichtig, dass die BU-Rente bei jedem individuell unterschiedlich ausfällt, da ja jeder unterschiedliche monatliche Ausgaben hat. Die BU sollte hald immer zur jeweiligen Lebenssituation passen. Ausserdem kann man die ja auch später ohne neue Gesundheitsprüfung erhöhen.

teletubs
29.11.2009, 17:21
Ich denke, alle, die nicht vorsorgen sind "leichtsinnig".

Aber wenn die mal wenisgtens auch jeden nehmen würden, der will! :-(

milz
29.11.2009, 17:30
Ich wollte eigentlich mal bei meinen Kollegen rumfragen, was die so gemacht haben - die meisten haben tatsächlich eine BU abgeschlossen, mein Vater widerum meint, das sei nicht so wichtig und ich habe angefangen mich zu fragen, ob die Vertreter der BU-Versicherungen hier nicht eine arzt-spezifische Unsicherheit ausnutzen, da wir ja quasi jeden Tag in der Klinik erleben, wie schnell ein Unfall geschieht und Menschen berufsunfähig werden.....

Auf die ganzen Verkäufer gebe ich auch nichts. Letzlich will dir jeder nur sein Zeug andrehen. (imho)

Ich habe bei der Auswahl den Testergebnissen von "Finanztest" vertraut.

Wichtig ist es die BU so früh wie möglich abzuschließen, solange man noch "gesund" ist. Ansonsten gibt es Ausschlüsse oder keine BU mehr.

Moorhühnchen
29.11.2009, 20:55
Woher kommt eigentlich die Zahl "jeder Fünfte"? Gibt's da irgendwelche Statistiken? Mir kommt die Zahl so extrem hoch vor! :-((

Sabbel
29.11.2009, 22:14
Aber wenn die mal wenisgtens auch jeden nehmen würden, der will! :-(

Was sind denn Ausschlusskriterien?
Gibt ja Leute, die chronische Erkrankungen haben, die einen nicht an dem Beruf hindern, auch nicht berufsunfähig machen werden, da adäquat therapiert, aber trotzdem Erkrankungen sind:
Diabetes Typ 1
Asthma und Konsorten????:-??? Zahlen die höhere Beiträge, wie einer, der am Papier gesund, sich aber freudig am WE regelmässig niedersäuft, dann in ein Auto läuft und sagen wir folglich querschnitssgelähmt ist??? Einfach weil der Fall seltener sein wird als die oben genannten? (Also nicht das Saufen seltener, aber die damit verbundene Verletzung die berufsunfähig macht)

Five Stories Falling
29.11.2009, 23:44
Was sind denn Ausschlusskriterien?
meines Wissens nach ist es mit einer psychischen Erkrankung sehr schwer bis fast unmöglich eine BU zu bekommen.

bine-heike
30.11.2009, 00:56
...sagt mal, haben wir nicht auch über die äzteversorgung ne BU??

lg Heike

Hellequin
30.11.2009, 05:48
...sagt mal, haben wir nicht auch über die äzteversorgung ne BU??

lg Heike

Nein. Das ist eine Rentenversicherung. Und damit die bei einer BU zahlen, darfst du nicht mal theoretisch mehr in der Lage sein arbeiten zu können. Und wenn die zum Schluss kommen, das du z.B. noch Gutachten machen könntest dann gibt es nichts.

umr
30.11.2009, 09:09
BU ist schon ein heißes Thema. Ich denke auch, man sollte es haben. Werde mich auf ca. 1500 Euro versichern zum Berufsstart. Eine Dynamik mit Erhöhung der Beiträge und Renten ist ja drin, deshalb paßt das dann auch später zum steigenden Einkommen.

Ein anderes Thema wurde ja auch schon angesprochen - Kopplung an die Altersvorsorge. Ist das wirklich zu empfehlen? Es verdoppelt ja die Beitäge - und die Rente, die am Ende steht, ist mehr als mickrig. Diese Frage stelle ich mir momentan, tendiere aber eher dazu, es nicht zu koppeln. Wie seht Ihr das?

pottmed
30.11.2009, 09:10
Wie hoch wäre denn die Rente die am Ende raus kommt bei wie vielen Beitragsjahren und wie hoch ist der Beitrag ?

umr
30.11.2009, 09:36
BU ohne Rente ca. 70€
BU mit Rente ca. 125€

Garantierte Rente ca. 100€ bei 37Jahren Laufzeit, je nach Gewinn des Fonds ist natürlich mehr drin, aber eben nicht garantiert... Rentenfaktor garantiert ca. 25 (was das heißt, weiß ich nicht wirklich und auch so steige ich noch nicht komplett durch, aber irgendwie scheint mir der hohe Beitrag mit Rente nicht gerechtfertigt) ergo: tendiere eher dazu, es ohne Rente abzuschließen.

Aber auch ohne die Zahlen zu kennen, kann man doch sagen, ob so ein Modell Sinn macht oder eher nicht (vorrausgesetzt man kennt sich aus - was ich nicht tue :-oopss)

surfsmurf
30.11.2009, 09:59
Ein anderes Thema wurde ja auch schon angesprochen - Kopplung an die Altersvorsorge. Ist das wirklich zu empfehlen? Es verdoppelt ja die Beitäge - und die Rente, die am Ende steht, ist mehr als mickrig. Diese Frage stelle ich mir momentan, tendiere aber eher dazu, es nicht zu koppeln. Wie seht Ihr das?

Die Verbraucherzentralen raten aus verschiedenen Gründen auch dazu, möglichst nicht zu koppeln, sondern die Höhe der BU-Rente so zu wählen, dass man daraus noch eine private Altersvorsorge bestreiten kann (Quelle (http://docs.google.com/viewer?a=v&q=cache:IfoApLp-UUUJ:www.verbraucher.de/download/risiko_bu.pdf+kombi+versicherung+risiko+absicherun g&hl=de&gl=de&pid=bl&srcid=ADGEEShq7sk1m8BXvrNg4xSmJ9SAyNPKl4sejOkWoKkf RxOjttrRU_xxXqZQdmLbsJ06nybBWV1Sokpu9GAuvjUe0MUySG Kgy1j9xdMWfsGDhJkrPN-Wj2m9EdX4MWsgRn61Ihuywryc&sig=AHIEtbSYt-o-3tzX8mZA6MUXdrcm_3z8YQ)). Ich habe auch nicht gekoppelt, auch aus dem (eher diffusen) Gefühl, mich nicht am Anfang meines Berufslebens auf eine Anlageform zur Altersvorsorge festnageln lassen zu wollen.

nicci81
30.11.2009, 17:48
Hi, jetzt möcht ich meinen Senf auch dazu geben..

ich hab mit Berufsstart ne Single-BU (also ohne Altersvorsorge) abgeschlossen weil mir mehr Leute dazu geraten haben das nicht zu koppeln. Ich bin der Meinung ne BU macht grad am Berufsanfang Sinn (da hat man noch nichts und befindet sich im "Lebensaufbau") Man möchte vielleicht ein Haus kaufen oder Kinder bekommen und wenn da das Schicksal zuschlägt ist es doppelt blöd wennm an nichts abgeschlossen hat. Ich hab mich auf 1500 Euro versichert, um meine laufenden Kosten zu decken und danach noch leben zu können. Klar ist das knapp bemessen, aber warum soll ich in einem BU Fall im Geld schwimmen. Ich lebe jetzt und möchte nicht horende Summen in eine BU zahlen die ich hoffentlich nie brauche. Mein Beitrag liegt jetzt bei 49 Euro bei der Generali. Von denen hab ich viele gute Bewertungen gelesen und günstig sind sie auch.
Naja wie gesagt ich hoffe ich brauch sie nie...wenn das Haus mal abbezahlt ist werd ich sie kündigen...

Grüßle

Coronavirus
03.12.2009, 11:12
Hallo zusammen,
leider erneut eine Frage bezüglich BU. Bis zu welchem Lebensjahr ist es sinnvoll, diese abzuschließen?
Meine Maklerin wollte mir die BU bis 67 andrehen, habe das jetzt auf 65 reduziert und überlege, ob nicht 63 noch besser/günstiger ist. In den Beitragszahlungen machen diese paar Jahre erheblichen Unterschied...
Danke.

Relaxometrie
03.12.2009, 11:30
Willst Du Dich nicht in einen der bestehenden BU-Threads einklinken?
Aber eine Frage habe ich trotzdem: wie unterscheiden sich denn die Beitragszahlungen in Abhängigkeit von der Vertragslaufzeit? Sind die Beiträge für eine BU eigentlich während der gesamten Laufzeit gleich, oder steigen sie mit dem Alter? Wenn man von vornherein eine bestimmte Laufzeit angeben muß, könnte es versicherungsmathematisch ja so berechnet sein, daß -abgesehen von Steigerungen wegen Inflation und noch zunehmender Lebensdauer der Menschen (beide Faktoren machen eine Angleichung der Beiträge wohl ab und zu nötig)- die Beiträge immer gleich bleiben.

pottmed
03.12.2009, 11:36
Nein, Versicherungsmathematisch steigen die Beiträge gegen Ende der Laufzeit exponentiell an, da das Risiko eines Schadensfalls für die Versicherung steigt.

Ist bei der PKV genauso.