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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Übergriffe> Folge schwere psychische Erkrankung> Folge Verlust des Studiums



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Karl_L
25.06.2012, 19:57
zu spät ist es nie.

Frage ist, ob dein 1.Stex gültig ist (also du mit altem Physikum weiterstudieren kannst oder nicht) - die zwei klinischen Semester werden wohl nicht angerecht bei Umstellung auf neue AO. Aber sonst?
Mach hinne!

Hallo:
Danke für Antwort.
Das alte Physikum wird anerkannt. Die Leistungen, die man erbracht hat, verfallen nicht, wenn ich das richtig gelesen und richtig verstanden habe.

Solara
25.06.2012, 20:00
nicht lesen, nachfragen an der betreffenden Uni.

dadurch, dass mehr Praktika, Seminare whatever Einzug erhalten haben, kann es sein, dass die Scheine aus deinen klinischen Semestern unvollständig sind und du eben da noch was nachmachen musst.

nachfragen, nicht auf was verlassen, was du irgendwo gelesen hast.
Schriftlich nachfragen ist am sinnigsten - wenn es zu Streitereien kommen sollten, hast du es schwarz auf weiß bestätigt.

Karl_L
25.06.2012, 20:03
Hallo Solara:
Danke.

Ja, das ist eine gute Idee !
Du hast recht, nicht alle Scheine werden ankerkannt. Nur die, die äquivalent sind, würden wohl anerkannt.
Ja, du hast vollkommen Recht.

Wenn ich dich so lese, dann bist du auch dafür, das Studium wieder aufzunehmen.
Das finde ich gut.

Solara
25.06.2012, 20:10
Mir ist das grundsätzlich egal, was die anderen machen.

Wenn sie wollen, dann sollen sie.
Alter war noch nie ein Problem - mit mir haben auch Leute über 50 Examen gemacht ;-).

Wenn du das möchtest, dann machst du das - du hast vermutlich nur dieses eine Leben; und wenn es dein Ziel ist, das Medizinstudium abzuschließen, dann tu das!

StellaMaris
25.06.2012, 20:12
Hallo Karl,

ich habe das Studium ebenfalls mehrere Jahre unterbrechen müssen und ich fange jetzt mit dem PJ wieder an. Ich habe zunächst bei den Unis angefragt, die für das Weiterstudieren in Frage kamen, dort wurde mir gesagt, ich müßte mir vom LPA meiner alten Uni die Leistungsnachweise bestätigen lassen, also hab ich mich dort hingewandt und die haben mir dann bestätigt, dass mein altes 2. Stex noch gültig ist und ich nach der alten ÄAppO weiterstudieren kann. Mit dieser Info hab ich mich dann normal beworben wie andere Hochschulwechsler zum PJ, und es hat auch soweit alles geklappt.

Wende dich also am besten an das Studiendekanat der Uni, wo du weitermachen willst, und kläre mit denen, was du tun sollst, wahrscheinlich werden die dich auch erstmal ans LPA verweisen. Das Physikum wird dir, denke ich, anerkannt werden, mit dem 1. Stex wird es schwieriger, weil die Klinik jetzt ja ganz anders abläuft.
Würde es schriftlich machen, wie Solara gesagt hat, ich hab alle per mail kontaktiert, da kann man sich auch später nochmal auf etwas beziehen bzw. sich auch mehrmals in Ruhe alles durchlesen, beim Telefonieren kann einem doch mal was durch die Lappen gehen. Die Bestätigung vom LPA hab ich zum Beispiel dann auch grad so wie sie war ans Dekanat weitergeleitet.
Letzten Endes fand ich den ganzen Ablauf weitaus einfacher, als ich es mir vorher vorgestellt hatte, also nur Mut!

Ich wünsche dir viel Glück!

Karl_L
25.06.2012, 20:18
Hallo Stella und Solara:
Danke Schön für Antworten !

Ja, ich werde das genauso machen wie in den Antworten. Es ist wichtig, dass man zumindest am Anfang schriftlich anfragt.

Ich habe schweren Weg hinter mir, es geht mir besser.
Mein Ziel der Behandlung war, die Fähigkeit wieder zu haben, das Studium machen zu können.
Ich wie auch die Ärzte sind der Meinung, dass ich wieder soweit bin.
Das war eine sehr gute Nachricht.

Espressa
25.06.2012, 20:40
Ich finde das keine gute Idee. Klingt für mich mehr nach "so vieles im Leben hat nicht funktioniert, wird Zeit wenigstens etwas zustande zu bringen". Willst du überhaupt als Arzt arbeiten, oder gehts nur um das Studium?
Letztlich geht es doch um den Beruf, willst du wirklich ganz unten anfangen? Oberärzten und vielleicht Chefs die dann 10 Jahre jünger sind als du, Patienten vorstellen? Lässt es deine wirtschaftliche Situation bequem zu, oder musst du fürs Studium Abstriche machen? Willst du soviel Komfortverlust hinnehmen?
Verwirklichen kann man sich auf vielerlei Arten, auch eine Familie kann man haben, ich würde an deiner Stelle wirklich hinterfragen, ob es dir all das wert ist.

Solara
25.06.2012, 20:48
Espressa,

ist das für dich ein Problem?

Ich kenne genügend Leute, die genau das machen - die haben alle kein Problem damit.
Und wenn ein OA Probleme damit hat, dass der Assi älter ist und nicht auf die erste unangebrachte Kritik einknickt, dann hat der OA halt ein Problem.

Karl hat geschrieben, dass es aus gesundheitlichen Gründen mit einer Familie nichts wird.
Warum nicht den Traum verwirklichen?
Nur weil Jungspunde Zweifel habe, dass es unter Umständen im Team Probleme geben könnte?
Die können auch jungen Assis passieren.

Und davon, dass die finanzielle Situation durchdacht ist gehe ich schlicht und ergreifend aus. Bei jedem, der studieren will.

ehemaliger User_11062015
25.06.2012, 20:49
ich sehs eigentlich so ziemlich genau so wie Espressa.
Noch dazu frage ich mich, ob du das 'psychisch' überhaupt aushalten würdest, wenn du jetzt schon mit PtB zu kämpfen hast.
So viel wie ich mitbekommen habe, ist das Studium ultra anstrengend, das lernen ist eine einseitige, einsame Beschäftigung und der Druck vor den Prüfungen immens hoch.
Ich persönlich habe jetzt schon mit 19 bedenken, ob ich nicht zu alt fürs studieren bin, wenn ich erst mal 20 oder 25 jahre auf dem Buckel habe. Ich fürchte mich vor den reaktionen der anderen und habe Bedenken noch Anschluss zu finden. Weiß nicht wie das bei dir aussieht?

Solara
25.06.2012, 20:53
Solltest du dann überhaupt anfangen, Joana, wenn du es jetzt schon nicht aushältst?

Karl hat das schonmal studiert, die psych. Situation entstand nicht aus dem Studium heraus, sondern aus Übergriffen. Er/sie weiß also (im Gegensatz zu dir) wie das Ganze ist. Spiegelst du hier nicht deine eigenen Ängste auf andere?

Coxy-Baby
25.06.2012, 20:56
ich sehs eigentlich so ziemlich genau so wie Espressa.
Noch dazu frage ich mich, ob du das 'psychisch' überhaupt aushalten würdest, wenn du jetzt schon mit PtB zu kämpfen hast.
Was heißt denn hier "jetzt schon" mit PTBS, das ist ja bezogen auf eine für den Patienten traumatische Situation die man auch bewältigen kann mit Hilfe und Zeit.


So viel wie ich mitbekommen habe, ist das Studium ultra anstrengend, das lernen ist eine einseitige, einsame Beschäftigung und der Druck vor den Prüfungen immens hoch.
Naja das ist auch wieder hören sagen, da ist der Frager schon etwas weiter da er ja schon 6 Semester in der Tasche hat..


Ich persönlich habe jetzt schon mit 19 bedenken, ob ich nicht zu alt fürs studieren bin, wenn ich erst mal 20 oder 25 jahre auf dem Buckel habe. Ich fürchte mich vor den reaktionen der anderen und habe Bedenken noch Anschluss zu finden. Weiß nicht wie das bei dir aussieht?
Siehst du das ist wieder etwas was ich "komisch" finde, Leute die sich vor Reaktionen fürchten und Angst haben weil sie mit 25 Jahren "erst" anfangen zu studieren....
EDIT: Verdammt, Solara war schneller...


Zum Thread, wie ess der Kaffee schon gesagt hat, man sollte es kritisch hinterfragen und überlegen was man versucht mit dem Studienabschluss zu erreichen/beweisen. Wenn das geklärt ist, viel Erfolg wie immer du dich auch entscheidest.

Solara
25.06.2012, 21:01
Übrigens: man kann auch mit massiver PTBS hervorragend studieren und als Arzt arbeiten - gute Therapie ist das A&O.

ehemaliger User_11062015
25.06.2012, 21:09
naja ich bin der Meinung, dass man solche Entscheidungen nicht leichtfertig treffen sollte und da ich selber noch nicht studiere hinterfrage ich meine und Karls ausgangssituation schon. ich hab nie behauptet, dass ich non plus ultra dafür geeignet bin und würde es auch sehr bewundern, wenn Karl das durchziehen würde.
Ich kann nur für mich sprechen und für mich käme es nicht in Frage.
PTB ist so weit ich weiß eine langwirige psychische Erkrankung und mir ist durchaus bewusst, dass das natürlich nicht vom studieren kommen kann. hab ich auch so nie behauptet. ich dachte nur, dass der Druck und die ängste, die ich wohl unüberlegt von mir auf Karl übertragen hatte, noch mal eine besondere herausforderung darstellen.

Ich sagte auch nicht, dass ich es prinzipiell ablehne. Wie gesagt, ich studiere noch nicht und kann daher nicht auf einen fundierten erfahrungsschatz zurückgreifen, noch will ich mir groß ein urteil darüber anmaßen, was jemand für sich und seine Zukunft beschließt. das steht mir so auch gar nicht zu.
Ich kann nur sagen, dass es für mich persönlich nicht mehr in frage kommen würde, wenn ich an karls stelle wäre.
und da er hier nach Meinungen gefragt hatte, ging ich davon aus, dass er sich seiner Entscheidung wohl noch nicht ganz so sicher ist und habe mir erlaubt mal meine eigene Unsicherheit in einer frage an ihn zu formulieren.
Wenn es ihn nicht stört und er die letzten paar semester wirklich noch durchzieht, fände ich das sehr bemerkenswert.
also ruhig blut, ich habs nicht angreifend gemeint.

Karl_L
25.06.2012, 21:12
Espressa:
Ich will _Arzt werden und habe die letzten Jahre dafür gekämpft, gesund zu werden.

Vor dieser Krankheit habe ich sehr gute Noten gehabt. Das Physikum habe ich mit einer 2 abgeschlossen.

Dass man so ein Schicksal ereilt, kann man nicht vorhersagen.

Das Finanzieren des Studiums ist kein Problem und eine Arbeit nach Studium finden ist kein Problem, sei es in einer Klinik oder Forschung.

An die Dame, die mit 19 Zweifel hat: Prüfungen kenne ich.

Meine Abitur war mit 1,2 und das Studium begann ich sehr gut und ohne Probleme.

Die Folgen der PTBS sind weitgehend aufgehoben.

In einem Beitrag wurde nach dem Grund für das Studium gefragt:
- Ich will Arzt werden.
- Ich will in einem Krankenhaus arbeiten, es ist unwichtig, wie alt mein Oberarzt ist.
. Ich kann genauso in der Forschung arbeiten.
- Ich will meinen Eltern und Geschwister ein tolles Leben ermöglichen, diese sind meine Familie.

Die Aussage, dass ein Studium oder die Prüfungen Stress machen, finde ich sehr oberflächlich. Alles, was kein Spaß macht und Stress macht, ist nicht gut, das kann es aber nicht sein.

Relaxometrie
25.06.2012, 21:13
Der Entschluss zur Wiederaufnehme ist 100 Prozent, hier gibt es keine Zweifel.
Warum interessieren Dich die Meinungen von fremden Menschen, wenn Du die Entscheidung schon gefällt hast?
Wenn Du so stark von der Unterstützung durch Außenstehende abhängig bist, tust Du Dir mit dem Studium, und vorallem später mit dem Beruf, keinen Gefallen.

Solara
25.06.2012, 21:14
Wenn es mein Wunsch ist, das Studium durchzuziehen, egal was danach kommt, dann ziehe ich das durch, schlicht und ergreifend für mich (und um mir zu beweisen, dass ich das kann) - und danach kann man ganz entspannt weiter entscheiden, wie das Leben denn weitergehen soll.

Karl_L
25.06.2012, 21:17
Warum interessieren Dich die Meinungen von fremden Menschen, wenn Du die Entscheidung schon gefällt hast?
Wenn Du so stark von der Unterstützung durch Außenstehende abhängig bist, tust Du Dir mit dem Studium, und vorallem später mit dem Beruf, keinen Gefallen.

:-)

Wir sind ja Menschen und es ist ja nicht schlimm, nach Erfahrungen zu fragen, auch wenn eine Entscheidung bereits gefallen ist.

Das ist ein guter Witz. :-)

Karl_L
25.06.2012, 21:19
Wenn es mein Wunsch ist, das Studium durchzuziehen, egal was danach kommt, dann ziehe ich das durch, schlicht und ergreifend für mich (und um mir zu beweisen, dass ich das kann) - und danach kann man ganz entspannt weiter entscheiden, wie das Leben denn weitergehen soll.

Ja. richtig

Ich habe Freunde, die private Kliniken besitzen und mir mehrfach gesagt haben, wenn du das Studium absolvierst, dann melde dich bei uns, das wäre eine Möglichkeit eine tolle Arbeit zu finden.

ehemaliger User_11062015
25.06.2012, 21:22
Ja. richtig

Ich habe Freunde, die private Kliniken besitzen und mir mehrfach gesagt haben, wenn du das Studium absolvierst, dann melde dich bei uns, das wäre eine Möglichkeit eine tolle Arbeit zu finden.

na ist doch super! sprich du hast eigentlich schon mehr oder weniger eine feste Stelle nach dem Studium oder?

Karl_L
25.06.2012, 21:23
naja ich bin der Meinung, dass man solche Entscheidungen nicht leichtfertig treffen sollte und da ich selber noch nicht studiere hinterfrage ich meine und Karls ausgangssituation schon. ich hab nie behauptet, dass ich non plus ultra dafür geeignet bin und würde es auch sehr bewundern, wenn Karl das durchziehen würde.
Ich kann nur für mich sprechen und für mich käme es nicht in Frage.
PTB ist so weit ich weiß eine langwirige psychische Erkrankung und mir ist durchaus bewusst, dass das natürlich nicht vom studieren kommen kann. hab ich auch so nie behauptet. ich dachte nur, dass der Druck und die ängste, die ich wohl unüberlegt von mir auf Karl übertragen hatte, noch mal eine besondere herausforderung darstellen.

Ich sagte auch nicht, dass ich es prinzipiell ablehne. Wie gesagt, ich studiere noch nicht und kann daher nicht auf einen fundierten erfahrungsschatz zurückgreifen, noch will ich mir groß ein urteil darüber anmaßen, was jemand für sich und seine Zukunft beschließt. das steht mir so auch gar nicht zu.
Ich kann nur sagen, dass es für mich persönlich nicht mehr in frage kommen würde, wenn ich an karls stelle wäre.
und da er hier nach Meinungen gefragt hatte, ging ich davon aus, dass er sich seiner Entscheidung wohl noch nicht ganz so sicher ist und habe mir erlaubt mal meine eigene Unsicherheit in einer frage an ihn zu formulieren.
Wenn es ihn nicht stört und er die letzten paar semester wirklich noch durchzieht, fände ich das sehr bemerkenswert.
also ruhig blut, ich habs nicht angreifend gemeint.

Danke Schön!