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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Übergriffe> Folge schwere psychische Erkrankung> Folge Verlust des Studiums



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Karl_L
25.06.2012, 21:23
na ist doch super! sprich du hast eigentlich schon mehr oder weniger eine feste Stelle nach dem Studium oder?

Ja, das ist richtig.

Espressa
26.06.2012, 06:10
Ich finde nicht, dass es für einen Menschen nur den einen wirklich richtigen Werdegang gibt. Und somit halte ich das Dasein als Arzt nicht für das Nonplusultra.
Ich hatte Spass im Studium, eingeschlossen der ganzen gesellschaftlichen Aktivitäten etc., und ich liebe meinen Job, würde es, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, vermutlich wieder genauso machen.
Aber. Wenn ich die Zeit vordrehen müsste, dann eher nicht. Denn ich erachte alle die erlebten Zeiten als passend für den damals jeweiligen Lebensabschnitt, und mit 40 hab ich weiß Gott besseres vor als in stickigen Hörsälen zu sitzen, oder mit 45 Braunülen auf der ganzen Station zu schieben. Und auch wenn die CAs und OAs da wohl meist locker sind, ich hätte keinen Bock auf ein Einordnen in solche Hierarchien, zumal man sich, wie jeder weiß, auch schon mal nicht einig sein...

Das ist meine Meinung, und ich finde man sollte auch solche Anregungen, die nicht dem Threadersteller und vielleicht auch nicht dir, Solara, so wirklich gefallen, im Raum stehen lassen können.

Es gibt auch ein Glück außerhalb des Medizinerdaseins! Und wenn dir die ganzen Nachteile das Ziel wert sind, nur zu, ich hab natürlich persönlich kein Problem damit, wollte eben auch die Kehrseite der Medaille nicht unerwähnt lassen.

Solara
26.06.2012, 08:54
Espressa,

das ist das Problem, DU würdest es nicht machen. Du gehst von dir aus, hast andere Prioritäten (als der TE).
Karls Wunsch ist das Studium, als: warum nicht? Stellenaussichten scheinen jetzt auch schon da zu sein, Vit. B fehlt also auch nicht.
Also warum nicht weiterstudieren, wenn a) das Interesse da ist, b) ein Teil des Studiums eh schon absolviert ist und c) man irgendwas sowieso machen sollte, Leben ist ja noch lang, irgendwie sollte man das ja füllen und nicht nix tun und d) Familiegründen ausfällt.

Die Probleme, dass die Vorgesetzten jünger sind, sind in allen anderen Berufen doch nicht anders, Probleme gibt es das mit Hierachien auch - also: was ist so besonders am Medizinerdasein, das genau das jetzt mit 42 nicht mehr gemacht werden sollte?
So besonders ist dieser Beruf nun auch wieder nicht.

Herzkasperl
26.06.2012, 10:24
Ich finde nicht, dass es für einen Menschen nur den einen wirklich richtigen Werdegang gibt.
Vollkommen korrekt.


Ich hatte Spass im Studium, eingeschlossen der ganzen gesellschaftlichen Aktivitäten etc., und ich liebe meinen Job, würde es, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, vermutlich wieder genauso machen.
Aber. Wenn ich die Zeit vordrehen müsste, dann eher nicht. Denn ich erachte alle die erlebten Zeiten als passend für den damals jeweiligen Lebensabschnitt, und mit 40 hab ich weiß Gott besseres vor als in stickigen Hörsälen zu sitzen, oder mit 45 Braunülen auf der ganzen Station zu schieben. Und auch wenn die CAs und OAs da wohl meist locker sind, ich hätte keinen Bock auf ein Einordnen in solche Hierarchien, zumal man sich, wie jeder weiß, auch schon mal nicht einig sein...

Ich hätte auch keine Lust auf Medizin studieren jetzt, wenn ich es schon mal gemacht hätte. Und ich habe auch keine Lust, nochmal mein Erststudium zu machen, nochmal dieselbe Promotion anzufertigen. Die Schlußfolgerung von Dir auf jemanden, der noch nicht fertig studiert hat, ist vollkommen falsch.

Und das mit den Hirachien. Das ändert sich nicht dadurch, dass man bereits früher sein Studium beendet hat. Heute ist das ohnehin alles nicht mehr so schlimm. Das sollte einen nicht aufhalten. Und woanders ist es nicht besser. Und wenn man immer nur darauf schielt, ob man später auch genau in dem Beruf arbeiten will. Mei, dann hätten viele nicht Medizin studieren dürfen. Aus meiner Genaration arbeiten von etwa 20 bekannten Ärztinnen aus meinem Freundeskreis gerade mal noch 2,5. Der Rest hat hingeschmissen nach Kind oder einfach so oder macht jetzt was anderes. Wenn Du jetzt, offensichtlich deutlich jünger als 40, mit Aussagen darüber kommst, worauf Du dann Lust oder keine Lust hast, kann ich das nachvollziehen, so weit Du nicht alles nochmal machen möchtest, was Du schon mal gemacht hast. Das ist klar. Und sonst: wertlos.

So weit Krals Geschichte so stimmt, wie ich sie hier interpretiere, würde ich sogar davon ausgehen, dass das Studium sehr gut in eine Therapie eingebaut werden kann. Und Medizin studieren ist nun wirklich keine allzu übermenschlich große Belastung - zumal für jemanden, der schon durch die 1. Prüfung ist.

Muriel
26.06.2012, 10:54
Da dieses Thema eine Reinkarnation ist, habe ich es mit dem entsprechenden Thread mal zusammengeführt. Dabei ist nochmals anzumerken, dass Doppelaccounts (genauso wie Triple-...) laut Forenregeln untersagt sind, somit werde ich die anderen Accounts nun sperren und Karl_L erhält dementsprechend eine Verwarnung.

Muriel - Admin MEDI-LEARN Foren

Herzkasperl
26.06.2012, 12:53
Da dieses Thema eine Reinkarnation ist

Vielen Dank! Gestern abend hatte ich da schon so das Gefühl "Hä, das kenn ich doch...?!?" Ändert aber nix an meinem Post oben.

Espressa
26.06.2012, 18:10
Espressa,

das ist das Problem, DU würdest es nicht machen. Du gehst von dir aus, hast andere Prioritäten (als der TE).

Das ist gar nicht das Problem, das ist der Sinn der Sache. Man kann schließlich noch am besten eigene Anregungen geben als welche, die für andere gelten, oder allgemein, oder überhaupt alles ganz offen für alle formulieren. Das ist Sinn und Zweck eines Forums, Erfahrungsaustausch und unterschiedliche Meinungen, das Problem ist eher, dass DU nicht damit klar kommst wenn jemand anderer Meinung ist.

So, sorry fürs OT, nur wie gesagt, ist nicht alles Gold was glänzt.

Relaxometrie
26.06.2012, 18:19
das ist das Problem, DU würdest es nicht machen. Du gehst von dir aus, hast andere Prioritäten
Normal, daß nicht alle die gleiche Meinung haben. Daher ist es ja intessant, sich auszutauschen. Du siehst es aber als Problem, wenn Menschen unterschiedliche Meinungen haben :-nix




Karls Wunsch ist das Studium, als: warum nicht?
Der Sinn des Forums besteht für mich nicht in Heititei-wir-haben-uns-alle-lieb-und-schreiben-nur-das-was-der-andere-hören-möchte. Jedenfalls sehe ich das so. Du siehst es anders.




das Problem ist eher, dass DU nicht damit klar kommst wenn jemand anderer Meinung ist.
Das ist mir auch schon mehrfach aufgefallen.

Solara
26.06.2012, 20:06
Normal, daß nicht alle die gleiche Meinung haben. Daher ist es ja intessant, sich auszutauschen. Du siehst es aber als Problem, wenn Menschen unterschiedliche Meinungen haben :-nix




Der Sinn des Forums besteht für mich nicht in Heititei-wir-haben-uns-alle-lieb-und-schreiben-nur-das-was-der-andere-hören-möchte. Jedenfalls sehe ich das so. Du siehst es anders.




Das ist mir auch schon mehrfach aufgefallen.

Hach, schön - mir zu erzählen, ich möchte Heititeil und Co.
Und komme nicht mit anderen Meinungen klar ...

Packt euch an der eigenen Nase.
Falls ihr irgendein Problem mit mir haben solltet (scheint mir dezent der Fall zu sein würde ich euch bitte, dass mit mir per PN zu klären ohne diesen Thread weiter zuzumüllen)

Nur weil man selber möglicherweise nicht mit dem Job zufrieden ist, das Studium nicht nochmal machen würde oder sich anderen Prioritäten, wie der Familienplanung, zuwendet, muss das doch nicht für andere gelten.

Und dann mit diesen Stationsalltagsproblemen zu argumentieren, Leute, die habt ihr in jedem Beruf, so einzigartig ist der Arztberuf nun auch wieder nicht.
Und zudem, wie gesagt, man MUSS doch nicht in dem Job arbeiten, es gibt genug andere Tätigkeitsfelder, die einem nach dem Studium offenstehen.
Oder man macht das Studium für sich. Auch gut.

Man lebt nur einmal.

Und dass man nach solchen Erfahrungen wie denen des TEs erfolgreich studieren und arbeiten kann entstammt dem Erfahrungsschatz.

Relaxometrie
26.06.2012, 20:20
Und komme nicht mit anderen Meinungen klar ...
Dein erneutes Posting ist der beste Beweis dafür, daß Du andere Meinungen nicht gelten lassen kannst. Man dreht sich bei Diskussionen mit Dir im Kreis (ich erinnere nur an die müßige Kirchendiskussion).


Nur weil man selber möglicherweise nicht mit dem Job zufrieden ist, das Studium nicht nochmal machen würde oder sich anderen Prioritäten, wie der Familienplanung, zuwendet, muss das doch nicht für andere gelten.
Man wird aber aus einem Posting, aus dem klar wird, daß derjenige in einer schwierigen persönlichen Lage ist, und auch immer noch sehr unkonzentriert zu sein scheint (viele Fehler in seinem Posting) seine eigene Meinung äußern dürfen, oder?
Wenn ich einem solchen Menschen eher vom Studium abrate, dann geschieht dies nicht, weil ich selbst mit Teilen des Gesundheitssystems unzufrieden bin, sondern weil ich das Studium für diese Person für ungeeignet halte. Das ist meine Meinung und die hast Du nicht zu ändern.

Womit wird wieder oben angekommen sind: Du lässt andere Meinungen nicht gelten. Und man dreht sich bei "Diskussionen" mit Dir im Kreis und dreht sich und dreht sich............

Solara
26.06.2012, 20:24
D Das ist meine Meinung und die hast Du nicht zu ändern.

Womit wird wieder oben angekommen sind: Du lässt andere Meinungen nicht gelten. Und man dreht sich bei "Diskussionen" mit Dir im Kreis und dreht sich und dreht sich............

Danke, dieses Kompliment kann ich zurückgeben, 1:1 !

Und für weiteres bitte ich dich, mich persönlich zu kontaktieren.

Feuerblick
26.06.2012, 20:26
Herrschaften.... jeder hat seine Meinung und darf sie äußern. Ihr könnt ja darüber diskutieren, aber lasst bitte das Persönliche raus, okay? ;-)
(Ich würde dem TE übrigens auch eher vom Studium abraten, da ich der Meinung bin, dass eine derart angeschlagene Psyche spätestens im Berufsalltag doch heftigste Probleme bekommen wird - fest zugesagte Stelle hin oder her... :-meinung )

Herzkasperl
26.06.2012, 22:40
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Schilderungen zur Sache richtig sind (auch wenn ich meine persönlichen Zweifel hege, siehe Muriel).

@Feuerblick: Hast Du eine bessere Alternative?

Geht es darum, ob er (oder sie) später einmal arbeitet oder vielleicht nicht arbeitet? Die Frage sollte man aus ethischen Gründen nicht stellen - außer man möchte sich auf Diskussionen a la "Wir brauchen eine Männer-Quote im Medizin-Studium, da die Frauen später in der Mehrzahl nicht arbeiten" einlassen. Weitere Beispiele (Studieren von Menschen mit Behinderungen...) kann ich gerne auf Nachfrage liefern.

Gibt es eine andere Möglichkeit, die Zeit sinnvoller zu verbringen?

Was ist also der Punkt Deines Ratschlags? Fürchtest Du, seine oder ihre Situation würde sich durch einen Misserfolg verschlechtern? Die Beantwortung dieser Frage würde ich getrost dem vermutlich vorhandenen Therapeuten (nach Therapie...) überlassen - die können wir hier nicht beantworten.

Die einzige Frage, die wir, wenn wir ehrlich sind, beantworten können, lautet: "Ist das Alter 42 ein Problem oder nicht?" Über den Rest wissen wir einfach zu wenig und würden es über das Internet auch nicht erfahren. Und die Antwort lautet nach meiner Einschätzung: Für das Studieren ist das Alter sicher kein Problem. Beim Arbeiten würde ich sagen: Das hängt vom Job ab, Chefarzt in der Chirurgie wird man nicht mehr.

Espressa
27.06.2012, 06:17
Mich würde interessieren, was die besagte Person die letzten 20 Jahre so gemacht hat.
Irgendeine abdere Berufsausbildung wird dabei wohl rumgekommen sein, da ist die Frage ob man sich darin noch entwickeln kann und auch Zufriedenheit findet und "seiner Familie was bieten kann".
Ich sehe es einfach wesentlich realistischer, Fortschritte in etwas, was man schon kann, zu machen, als noch 3-4 Jahre zu studieren, und dann 1-2 Jahre noch als Newbie seine ersten Erfahrungen zu sammeln, bevor man einigermaßen souverän als Arzt arbeiten kann. Die Frage ist auch ob einen das dann ausreichend befriedigt, und ob man nicht zusätzlich darunter leidet, auf so einiges andere verzichten zu müssen. Man vergleiche sich dann einfach mit den anderen Mittvierzigern (ich wage es nicht mehr Beispiele zu nennen, sonst heißt es wieder, nur weil ich Hobbies hab müssen sie andere doch nicht gleich haben wollen).
Ich bin sehr zufrieden mit meinem Job, und empfehle dem Nachwuchs sowohl das Studium als auch den Beruf, aber ich würde definitiv nicht empfehlen über Leichen zu gehen, um es zu erreichen. Und wenn man eins vor Augen hat, vergisst man gern alles andere, mein Aufruf galt lediglich dem gewissenhaften prüfen der Alternativen, und auch der Nachteile, die man sich evt. mit einkauft.

StellaMaris
27.06.2012, 15:49
Herrschaften.... jeder hat seine Meinung und darf sie äußern. Ihr könnt ja darüber diskutieren, aber lasst bitte das Persönliche raus, okay? ;-)
(Ich würde dem TE übrigens auch eher vom Studium abraten, da ich der Meinung bin, dass eine derart angeschlagene Psyche spätestens im Berufsalltag doch heftigste Probleme bekommen wird - fest zugesagte Stelle hin oder her... :-meinung )

Du hast mit Sicherheit nicht Unrecht, dennoch denke, ich, man kann das nicht so verallgemeinern - auch mit einem abgeschlossenen Medizinstudium gibt es sicherlich Arbeitsmöglichkeiten, die für psychisch eher labile Menschen gut geeignet sind, gerade in patientenfernen Bereichen. Der TE sollte erstmal versuchen einzuschätzen, am besten mit Hilfe seines Therapeuten, ob die Belastung, die durch das Studium auf ihn zukommt, überhaupt bewältigen kann. Da er in seinem Eingangsposting sinngemäß schrieb, sein Entschluß, es nochmal zu versuchen, sei 100%, würde ich voraussetzen, dass er sich darüber schon Gedanken gemacht hat. Ob er es dann wirklich schafft, kann nur der Versuch zeigen - wenn ja, kann er sich danach Gedanken machen, in welchem Bereich er denn arbeiten kann und möchte. Wenn er schon im Studium selbst merkt, er packt es nicht, weiß er, dass er im Berufsleben danach wohl erst recht nicht klarkommen würde. Wäre interessant zu wissen, was er bis jetzt gemacht hat.

Aber in Anbetracht dieses gesamten Threads ist diese Diskussion möglichweise sowieso abstrakt. ;-)

Feuerblick
27.06.2012, 15:57
@StellaMaris: Daher schrieb ich ja auch "spätestens".

@Herzkasperl: Der Threadersteller wollte Meinungen hören. Und meine Meinung ist, dass das Studium mit Mitte 40 schon belastend genug ist - auch ohne schweren psychischen Knacks, der jahrelange Therapien nötig gemacht hat. :-nix Alternative? Siehe Espressa...

Herzkasperl
27.06.2012, 16:38
Wie schon mal angedeutet: Mir ist bei dieser Diskussion vollkommen schnurz, ob unser Fall real existiert oder nicht.

@Feuerblick: Gut, meine Meinung (und ich stecke im Studium mit knapp 40): Medizin-Studium ist über weite Strecken ein Spaziergang :-)) Ich habe aber auch schon so einiges an Abschlüssen und ein Staatsexamen hinter mir - das war teilweise deutlich brutaler. Die Durchfallquoten in Medizin sind nun wirklich kein Schreckgespenst.

Die Frage ist halt, was mit dem Versuch, ein Studium nach Jahrzehntelanger Pause weiterzuführen verloren ist. Jedenfalls nicht viel. Das mit der "angeknacksten Psyche": Wenn ich mir da einige meiner Kommilitonen ansehe - die scheinen mir auch nicht besonders belastbar zu sein. Bei den Ingenieuren wären viele von denen schon weg von der Bühne. Die Alternativen, die espressa aufzählt: Ist es in diesen (angenommenen) Jobs besser? Vermutlich nicht, da ist es wie überall sonst auch, im Arbeitsleben wird meistens scharf geschossen.

Ich bin da vielleicht etwas emotional - im Grunde hab ich auch eine "angeknackste Psyche". Nur ist es eben so, dass mich das in dem Studium antreibt, wieso sollte ich auch sonst ein Studium machen, mit dem ich niemals auch nur annähernd auf den Verdienst kommen werde, den ich in meinem aktuellen Job habe (außer ich werde Chefarzt - höchst unwahrscheinlich). Mal abgesehen von dem jetzt schon entstehenden finanziellen Verlust. Für mich ist das Studium auch Therapie. Will sagen: eine angeknackste Psyche muss noch lange kein Problem für das Studium darstellen. Und im Job später ist es einerlei ob man als Mediziner oder als sonstwas arbeitet, vielmehr kommt es auf den Bereich an, in dem man arbeitet. Die Belastungen differieren zwischen einem Labormediziner und einem Internisten in der Notaufnahme deutlich mehr als zwischen einem Entwicklungsingenieur und einem Allgemeinarzt.

Fazit: Am Ende muss man sich überlegen, zu welchen Themen man sich hingezogen fühlt. Das ist die entscheidende Frage - vollkommen unabhängig von psychischen oder physischen Einschränkungen. Die Überlegung "Wo könnten Hindernisse sein, das lasse ich lieber" hat schon viele ins Unglück geführt. Abgesehen davon, dass man sowas wohl als typisch deutsch bezeichnen würde :-)

Espressa
27.06.2012, 16:45
Ich fand dieses Argument der "angeknacksten Psyche" erstmal vollkommen irrelevant. Letzten Endes, wer ist schon normal, und ja, überall ist gute Belastbarkeit von Vorteil.
Ich hinterfrage vielmehr, ob einem so ein Weg, mit allen Nachteilen - tatsächlich das große "OH!" bringt und wieder Honig, Milch und Sonnenschein ins Leben bringt, was ich wie unschwer zu erkennen, massivst bezweifle.
Aber mag sein, dass es Menschen gibt, die nicht in der Lage sind aus irgendwas anderem als dem Medizinstudium und dem Arztberuf wieder Glück und Freude am Leben zu schöpfen. Dann müssen sie wohl durch... :-nix

Solara
27.06.2012, 18:06
Espressa,

Familie schließt der TE ja aus gesundheitlichen Gründen aus.

Ist jetzt ein anderer Beruf (da wäre es wirklich interessant, ob zwischendurch ne Ausbildung gemacht wurde oder nicht) oder ein anderes Studium jetzt sinnvoller?
Immerhin ist die Hälfte des Medizinstudiums schon absolviert worden, hat Spaß gemacht und war erfolgreich.

Irgendwas muss er/sie ja machen, Leben bis zur Rente ist noch lang und sollte mit Sinnvollem genutzt werden.

Und mit den Berufsaussichten steht man als Mediziner nun mal gut da, unabhängig vom Alter.

Unsere "Alten" im Studium hatten übrigens keine Problem mit dem Rest (oder auch nachher eine Stelle zu finden) - waren bei Abschluss zwischene 40 und 52.

Würde der TE schreiben, nach massiven psych. Probleme möchte er neu ein Medizinstudium beginnen, würde ich wohl ähnlich reagieren wie ihr, ob man da sein Heil suchen sollte, ganz unbedarft ... aber hier wurde ja schon dieses Fach studiert, man weiß also halbwegs auf was man sich einlässt.