Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Soll ich Heilpraktiker werden?
airmaria
20.03.2010, 19:03
Lässt sich damit wirklich was verdienen?
klare antwort: ja! möglicherweise sogar sehr gut... es gibt genügend verrückte auf der welt!
allerdings: wenn du damit gut verdienen kannst, würdeste wahrscheinlich auch als versicherungsvertreter ne gute figur machen ;-)
Bringts mir fürs Studium einen Vorteil?
klares nein: also jedenfalls nicht mehr als andere horizonterweiterungen, wie vollrausch, weltreise, bewusstseinserweiternde grenzerfahrungen, aufenthalt im kibbuz... leben auf der müllkippe, was auch immer.
airmaria
John Silver
21.03.2010, 00:33
@Evil: Deine Aussage ist wahr, aber unlogisch in Anwendung auf diese Diskussion. Natürlich gibt es Ärzte, die ihre Arbeit schlecht machen, ich habe da auch genug Erfahrungen. Aber bei ausgebildeten Ärzten ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient im System letztlich eine falsche Diagnose erhält und falsch therapiert wird, wesentlich geringer, als wenn der Patient in die Hände irgendwelcher Scharlatane gerät.
@Dr. Nasenbär:
Obwohl Du versucht hast, Dich von sabbertriefenden überzeugten Idioten, die Heilpraktikerforen bevölkern, zu distanzieren, verfällst Du leider doch in dieselbe sinnlose "Argumentation" wie sie. Du willst ein so sicherer Diagnostiker sein? Was Du beschreibst, ist Allgemeinwissen. Jetzt stell Dir vor, ein Patient hat seit 3 Wochen einen Reizhusten. Er geht zu Dir, weil's ja sowieso nichts Ernstes sein kann, und ein Heilpraktiker ja sooo viel schonendere Methoden hat, und der Hausarzt hat nur 5 Minuten wegen AOK und bla. Los, beweise Dich, großer Meister, am besten ohne Google.
Wenn man wirklich zum Wohle des Patienten und nicht des Ärzteegos handeln will, dann schützt man diese durch eine Reform des Heilpraktikergesetzes und nicht durch rigoroses Schlechtgerede. Mit letzterem gibt man nur Wasser auf die Mühlen derer, die den Ärztestand eben deshalb verteufeln, weil sie alle anderen Behandlungsmethoden als ihre eigenen als Schwachsinn abtun und die Leute als dumm hinstellen. Wem wird der Patient wohl mehr vertrauen? Herrn "ach was wollen sie denn mit diesen Medizinmannspinnern, gehen sie da bloß nicht hin, die haben absolut keine Ahnung!" oder Frau "Also diesen Heilpraktiker kenne ich ganz gut, ein paar von meinen Patienten waren schon bei dem. Sie können ihn gerne mal um seinen Rat fragen, aber bei einer Krankheit wie der ihren wird er ihnen leider auch nichts anderes raten können"
Jep, das ist eine typische Meinung für einen Menschen, der die wissenschaftlichen Grundlagen der Medizin nicht mal ansatzweise versteht. Statt Argumente werden nur persönliche Angriffe und das Gefasel vom "ärztlichen Ego", "Alternativen" etc. ins Feld geführt. Leute wie Du verstehen jede Art von Medizin, auch die Schulmedizin, als eine Art Schamanentum; daraus wird dann die Daseinsberechtigung des ganzen Heilpraktikertums und ähnlicher Scharlatanerie abgeleitet, weil es ja "alternatives" Schamanentum sei. Dieser Glauben ist leider auch unter Ärzten verbreitet, doch dieser Denkansatz ist falsch, denn die Schulmedizin unterscheidet sich in einem Punkt ganz grundlegend von Scharlatanerien: in der Schulmedizin sind die Bestrebungen allgegenwärtig, den Wahrheitsgehalt jedweder Aussagen durch wissenschaftliche Untersuchungen zu überprüfen. Es klappt noch nicht immer, aber immer öfter. Scharlatane tun das nie.
Und bitte erspare mir das übliche Gesabbel über "Ignoranz" etc. Solange Heilpraktiker sich auf Allgemeinwissen, primitiv zurechtgezimmerte "Theorien" über Funktionen und Dysfunktionen des menschlichen Körpers und daraus abgeleitete Theorien berufen, ohne auch nur im Ansatz die Bereitschaft zu demonstrieren, diese Theorien und Therapien wissenschaftlich zu evaluieren, nehme ich mir das Recht heraus, diese Menschen als Scharlatane zu bezeichnen.
Und jetzt husch-husch ins HP-Forum, da vermisst man Dich sicher schon.
Dr. Nasenbär
21.03.2010, 09:33
@Dr. Nasenbär:
Obwohl Du versucht hast, Dich von sabbertriefenden überzeugten Idioten, die Heilpraktikerforen bevölkern, zu distanzieren, verfällst Du leider doch in dieselbe sinnlose "Argumentation" wie sie. Du willst ein so sicherer Diagnostiker sein? Was Du beschreibst, ist Allgemeinwissen.
Und wo habe ich irgendwas gegenteiliges behauptet?
Jetzt stell Dir vor, ein Patient hat seit 3 Wochen einen Reizhusten. Er geht zu Dir, weil's ja sowieso nichts Ernstes sein kann, und ein Heilpraktiker ja sooo viel schonendere Methoden hat, und der Hausarzt hat nur 5 Minuten wegen AOK und bla. Los, beweise Dich, großer Meister, am besten ohne Google.
Was soll das jetzt werden, wenns fertig ist? Hast Du überhaupt mal gelesen, was ich geschrieben habe? Nein.
Jep, das ist eine typische Meinung für einen Menschen, der die wissenschaftlichen Grundlagen der Medizin nicht mal ansatzweise versteht. Statt Argumente werden nur persönliche Angriffe und das Gefasel vom "ärztlichen Ego", "Alternativen" etc. ins Feld geführt.
Hm, jetzt korrigiere mich wenn ich falsch liege: Aber ICH bin hier her gekommen und habe sachlich höflich und nett nach Eurer Meinung gefragt. Wenn ich jetzt mal runterscrolle und mir anschaue, was da von Leuten wie DIR gekommen ist, vermag ich da Deine Meinung nicht wirklich zu teilen.
Leute wie Du verstehen jede Art von Medizin, auch die Schulmedizin, als eine Art Schamanentum; daraus wird dann die Daseinsberechtigung des ganzen Heilpraktikertums und ähnlicher Scharlatanerie abgeleitet, weil es ja "alternatives" Schamanentum sei. Dieser Glauben ist leider auch unter Ärzten verbreitet, doch dieser Denkansatz ist falsch, denn die Schulmedizin unterscheidet sich in einem Punkt ganz grundlegend von Scharlatanerien: in der Schulmedizin sind die Bestrebungen allgegenwärtig, den Wahrheitsgehalt jedweder Aussagen durch wissenschaftliche Untersuchungen zu überprüfen. Es klappt noch nicht immer, aber immer öfter. Scharlatane tun das nie.
Ach, jetzt sind also auch noch die Ärzte alle schlecht? Außer Dir natürlich? Also langsam frage ich mich echt, wer hier lernresistent ist und einen Egokomplex hat :)
Und bitte erspare mir das übliche Gesabbel über "Ignoranz" etc. Solange Heilpraktiker sich auf Allgemeinwissen, primitiv zurechtgezimmerte "Theorien" über Funktionen und Dysfunktionen des menschlichen Körpers und daraus abgeleitete Theorien berufen, ohne auch nur im Ansatz die Bereitschaft zu demonstrieren, diese Theorien und Therapien wissenschaftlich zu evaluieren, nehme ich mir das Recht heraus, diese Menschen als Scharlatane zu bezeichnen.
Hm, dann nehme ich an, Du hast Dich bereits ausgiebig mit diesen "Theorien" beschäftigt, kennst die genauen Lerninhalte dieser Heilpraktikerschulen, weisst genau was sie tun und lassen? Und zwar bitte nicht nur Rama Hama Lama bei Dir um die Ecke, sondern wirklich alle? Nein? Na dann mach ich einfach weiter mit meinem Gesabbel.
Und jetzt husch-husch ins HP-Forum, da vermisst man Dich sicher schon.
Sag ich doch, Du hast kein Wort meiner Aussagen gelesen. Armer Kerl. Du tust mir leid.
Womit ich auch nicht weiter auf Dich eingehen will. Ist Zeitverschwendung, glaube nicht, daß ich von der Unterhaltung mit Dir einen wesentlichen nutzen ziehen kann.
Schönen Sonntag noch.
PS: Hatte ich ja oben schon gesagt, falls jemand wirklich Ahnung hat...
Coxy-Baby
21.03.2010, 09:45
PS: Hatte ich ja oben schon gesagt, falls jemand wirklich Ahnung hat...
Na du bist doch der einzige der hier Ahnung hat....
Also ich faße mal kurz zusammen: Du studierst nicht Medizin und du lernst nicht
Heilpraktiker, hast also von BEIDEM effektiv 0,00 Ahnung..... ist das soweit richtig? Wunderst dich dann aber über markige Worte und monierst dich über Ärzte die eine ablehnende Haltung haben von etwas von dem du (auch) keine Ahnung hast, es also gar nicht wissen kannst??.
Wie schon gesagt wurde: Troll Dich.
was willst du eigentlich hören?
du wirst hier nur leute finden, die der schulmedizin (die wie oben schon erwähnt auf WISSENSCHAFTLICHEN erkenntnissen beruht) den vorzug geben. denn die leute hier studieren oder haben studiert und sind nun als arzt tätig. du überschätzt einfach dein wissen über die medizin bzw. kannst dir nicht vorstellen wie komplex das alles ist. ist doch verständlich, dass man sich hier abfällig gegenüber theorien äußert, die nicht wissenschaftlich erwiesen sind und von halblaien verbreitet werden. und das hier mancher empfindlich reagiert wenn du ankommst und ihre tätigkeit anzweifelst. was mich zu der frage führt: was hast du eigentlich an vorerfahrung? du studierst nicht, du hast deinen hp kurs noch nicht begonnen sondern sitzt in der edv? (edith: grml...coxy war schneller :p)
natürlich kann jeder eine 0815 erkältung erkennen, aber das heißt nicht, dass man das alles verstanden hat. ein affe kann prozesse ausführen, wenn er nur lange genug zuschauen konnte. aber wenn dann was unerwartetes passiert hat er ein problem...
ich habe auch mal im hb forum spioniert und da waren ja echt lustige sachen dabei, die zeigen, dass sich so mancher hp doch etwas überschätzt.
Aber bei ausgebildeten Ärzten ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient im System letztlich eine falsche Diagnose erhält und falsch therapiert wird, wesentlich geringer, als wenn der Patient in die Hände irgendwelcher Scharlatane gerät.
Das stimmt, allerdings setzt Du die allermeisten Heilpraktier automatisch mit Scharlatanen gleich. Und das ist meiner Erfahrung nach ein nicht zutreffendes Vorurteil, wenn es auch zugegebenermaßen für fast alle diejenigen gilt, die sich im Internet produzieren.
in der Schulmedizin sind die Bestrebungen allgegenwärtig, den Wahrheitsgehalt jedweder Aussagen durch wissenschaftliche Untersuchungen zu überprüfen. Es klappt noch nicht immer, aber immer öfter. Scharlatane tun das nie.
Prinzipiell stimmt das zwar, im Alltag hast Du aber tatsächlich hauptsächlich 08/15-Routine, die meistenteils auch von einem gut dressierten Schimpansen erledigt werden könnte.
Der Punkt, wo die Notwendigkeit einer ärztlichen Ausbildung ins Spiel kommt, ist die Entscheidung, ab wann etwas wirklich akut und ernst ist und schneller Therapie bedarf. Gerade dies wird aber eben NICHT durch das Studium, sondern durch Erfahrung und klinische Anleitung vermittelt.
Kurz gesagt: solang ein HP vorsichtig ist und die Leute weiterschickt, wenn er sich nicht sicher ist, kann er einen hervorragenden Job leisten und eine wertvolle Funktion erfüllen; immerhin kann das die nachgewiesenermaßen erhöhte unnötige Inanspruchnahme von Ärzten abmildern.
Woran es meiner Meinung nach hapert, ist die Vermittlung der nötigen Vorsicht und auch Bescheidenheit in der HP-Ausbildung. Ärzte und HP sind keine Konkurrenten, weil sie auf verschiedenen Stufen stehen (sollten), statt dessen könnten sie sich gegenseitig ergänzen.
Und jetzt husch-husch ins HP-Forum, da vermisst man Dich sicher schon.
Na Danke, solche Sprüche ebenso wie die von Coxy heben das Niveau ja mal wieder gigantisch an; soll ich jetzt wieder Witze über ungehobelte Aufschneider machen? ;-)
Dr. Nasenbär
21.03.2010, 10:43
Das stimmt, allerdings setzt Du die allermeisten Heilpraktier automatisch mit Scharlatanen gleich. Und das ist meiner Erfahrung nach ein nicht zutreffendes Vorurteil, wenn es auch zugegebenermaßen für fast alle diejenigen gilt, die sich im Internet produzieren.
Wie sagte mal ein Verkaufstrainer den ich vor Jahren kennenlernte: Echte Top-Verkäufer stehen nicht in der Kaffeeküche und faseln, wie erfolgreich sie doch sind. Echte Top-Verkäufer haben für solche Aufschneiderei gar keine Zeit, weil sie nämlich draußen beim Kunden sind und verkaufen!
Drum werd ich mir jetzt Dein oben genanntes Zitat mal zu Herzen nehmen, sinnvolle Antworten hab ich ja, bis auf Deine, eh nicht bekommen ;)
Vielen Dank nochmal und Pfiati!
PS: Und schön zu sehen, daß wenigstens einer den Inhalt von dem was ich seitenlang so geschrieben habe auch verstanden hat bzw. überhaupt verstehen wollte!
Espressa
21.03.2010, 10:53
Mein Posting übersehen alle gründlich.
Wozu sollen denn Heilpraktiker überhaupt gut sein?
(Und um damit auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen; nein, spar dir diese "Ausbildung")
Was sollen die mehr können als Ärzte?
Etwa jenen, die die ärztliche Meinung nicht hören wollen, das sagen, was sie hören wollen? Ist halt leider so ziemlich das Gegenteil von guter Medizin...
airmaria
21.03.2010, 11:13
Was sollen die mehr können als Ärzte?
sie sind nicht durch unnötiges schulwissen verblendet, somit näher am patienten, verstehen ihn besser und können daher mit reduktion des geistes auf gesundheitsfördernde wellen regelmässig wunder vollbringen...
airmaria
Mein Posting übersehen alle gründlich.
Das tut mir leid, war bestimmt nicht persönlich gemeint :-))
Wozu sollen denn Heilpraktiker überhaupt gut sein?
(...)
Was sollen die mehr können als Ärzte?
Die sollen EBEN NICHT mehr können als Ärzte, sondern könnten quasi eine Stufe darunter überfüllte Hausarztpraxen entlasten, indem sie sich um die ganzen Patienten kümmern, die keine ernsthaften Erkrankungen haben.
Voraussetzung dafür wäre aber, daß die HP in der Ausbildung beigebracht bekommen, wie man die Pillepallekrankheiten von ernsthaften Erkrankungen unterscheidet. Das wäre theoretisch mit ein paar simplen Algorithmen kein Problem (schließlich muß ein Leitstellendisponent anhand einer telefonischen Meldung auch die Dringlichkeiten einstufen, und der hat auch kein medizinisches Studium absolviert), ist mit der derzeitigen Ausbildungsregelung aber kaum machbar, und darin sehe ich das Problem.
Solang ein Patient sich durch einen Heilpraktiker bei einer chronischen oder schulmedizinisch nicht besser behandelbaren Krankheit oder irgendwelchem Pillepallekram gut versorgt fühlt und der HP dem Pat nicht allzuviel Kohle abknöpft, ist das doch ok
:-meinung
horsedoc
21.03.2010, 15:39
Wozu sollen denn Heilpraktiker überhaupt gut sein?
Weniger Hartz 4-Empfänger? :-nix
Dr. Nasenbär
21.03.2010, 16:25
Voraussetzung dafür wäre aber, daß die HP in der Ausbildung beigebracht bekommen, wie man die Pillepallekrankheiten von ernsthaften Erkrankungen unterscheidet. Das wäre theoretisch mit ein paar simplen Algorithmen kein Problem (schließlich muß ein Leitstellendisponent anhand einer telefonischen Meldung auch die Dringlichkeiten einstufen, und der hat auch kein medizinisches Studium absolviert), ist mit der derzeitigen Ausbildungsregelung aber kaum machbar, und darin sehe ich das Problem
FALSCH, denn genau das ist 90% des Inhalts dieser Amtsarztprüfungszulassungsdingsbums! Aber danach, wenn der Heilpraktiker schon eine an sich harmlose Erkrankung festgestellt hat, darf er nicht mehr weiterbehandeln. Darin liegt der Irrsinn.
Coxy-Baby
21.03.2010, 16:27
Die sollen EBEN NICHT mehr können als Ärzte, sondern könnten quasi eine Stufe darunter überfüllte Hausarztpraxen entlasten
Nur das ist ja das Problem oder? Die meisten meinen ja drüber zu stehen.....
..zumindestens von denen man so hört aber vielleicht sind die einfach nicht repräsentativ.. :-nix
@Espressa: Deine Beiträge überlese ich persönlich schon aufgrund deines Namens nicht...
Espressa
21.03.2010, 16:37
FALSCH, denn genau das ist 90% des Inhalts dieser Amtsarztprüfungszulassungsdingsbums! Aber danach, wenn der Heilpraktiker schon eine an sich harmlose Erkrankung festgestellt hat, darf er nicht mehr weiterbehandeln. Darin liegt der Irrsinn.
Ja also, nochmal mehr ein Grund gegen die Notwendigkeit von Heilpraktikern.
Ich bin der Meinung dass ein Heilpraktiker nicht sicher zwischen harmlos und gefährlich unterscheiden kann.
Aber wenn ein Arzt diese Unterscheidung trifft - könnte er vielleicht den einen oder anderen an den Heilpraktiker verweisen - nur, wozu das?
Ich kann als Arzt auch statt verschreibungspflichtigem Inhaltsstoff pflanzliche Tropfen verschreiben wenn ich der Meinung bin dass das genügt, dazu ist keine "untergeordnete" Instanz erforderlich.
Wozu sollen denn Heilpraktiker überhaupt gut sein?
(Und um damit auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen; nein, spar dir diese "Ausbildung")
Was sollen die mehr können als Ärzte?
Etwa jenen, die die ärztliche Meinung nicht hören wollen, das sagen, was sie hören wollen? Ist halt leider so ziemlich das Gegenteil von guter Medizin...
Die Frage ist gut. Sie liefert die Antwort nämlich umgehend: Heilpraktiker sind völlig überflüssig.
Ihre Daseinsberechtigung schafft sich diese Zunft selbst.
@Evil: Ok, das wäre eine Einordnung der Heilpraktiker bzw. ein Erklärungsansatz für ihr Tun aber
1. war das mitnichten der Grund für die Erlaubnis der Berufsausübung im Heilpraktikergesetz 1939(!) und
2. entspricht das nicht dem Selbstverständnis der Heilpraktier nur Schnupfen und Wetterfühligkeit zu behandeln.
3. Werden die Leistungen der Heilpraktiker ja gar nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen! Das heißt, sie behandeln ohnehin nur eine privilegierte Schicht die sich die Behandlung leisten kann(oder will) oder zumeist privat versichert ist. Eine Steuerfunktion kommt denen mal überhaupt nicht zu. Wirtschaftlich gesehen gehen den Niedergelassenen da zahlungskräftige Patienten durch die Lappen. Die Allgemeinmediziner hätten diese Kohle mehr verdient, denn viele Kollegen lassen den GKV-Versicherten Leistungen zukommen die nicht mehr im Budget sind aber durch Einnahmen von Privatpatienten gedeckt werden.
4. Kreuzen Patienten beim Arzt mit Lappalien auf weil sie entweder etwas schlimmes befürchten oder ne Krankschreibung brauchen. Beim Heilpraktiker landen dann die Verzweifelten denen wir leider nicht helfen konnten, aus welchen Gründen auch immer. Diesen gebeutelten Patienten dann noch Geld abzuknöpfen um ihnen Hoffnung auf wundersame Heilung zu verkaufen ist unseriös (und in meinen Augen skandalös).
Österreich hats richtig gemacht. Hierzulande wurde es leider verpasst die "Kurpfuscherrei" zu verbieten. Jetzt ist das politisch nicht mehr zu machen.
John Silver
21.03.2010, 16:56
@Dr. Nasenbär: Du fragst mich, ob ich mich mit den Ausbildungsinhalten und "Theorien" der Heilpraktikerlehre auskenne? Kleiner, Dein Ego hat Deine Fähigkeiten leider weit überholt. Wie bereits erwähnt wurde, bist Du nicht mal ein Heilpraktiker. Du bist ein Niemand, und weißt nichts, aber die Klappe kannst Du schon wie ein Großer aufreissen.
Die sollen EBEN NICHT mehr können als Ärzte, sondern könnten quasi eine Stufe darunter überfüllte Hausarztpraxen entlasten, indem sie sich um die ganzen Patienten kümmern, die keine ernsthaften Erkrankungen haben.
Und genau hier stellt sich die Frage, wie HPs ernsthaft Kranke von nicht ernsthaft Kranken unterscheiden sollen. Ich hatte das Vergnügen, mich mit mehreren HPs zu unterhalten. Ich war nett und naiv. Ich dachte ähnlich wie Du: der Hausarztmangel ist da, und besonders in ländlichen Gegenden wird man ihn in absehbarer Zukunft auch nicht beseitigen können; ergo ist es eine überlegenswerte Alternative, HPs zu trainieren. Dann führte ich die besagte Unterhaltung mit drei HPs, die sich allesamt in unterschiedlichen, aber sämtlich staatlich anerkannten und zertifizierten Schulen ausbilden ließen. Danach hat sich meine Haltung radikal geändert. Diese Menschen haben, vom üblichen Allgemeinwissen abgesehen, keine Ahnung, und davon mehr als reichlich. Sie haben Vorstellungen über die Anatomie, Physiologie und Biochemie sowie deren pathologische Veränderungen, die jeder Beschreibung spotten. Derart haarsträubenden Schwachsinn habe ich selbst von den schlechtesten Medizinstudenten noch nicht gehört. Sie haben sich zwar alle besonnen gezeigt und auch bereit, die "Grenzen ihrer Fähigkeiten" anzuerkennen - doch da die Grenzen nahe bei Null lagen, muss ich Espressas Frage ganz eindeutig beantworten: Heilpraktiker sind, genauso wie sämtliche andere "Alternative", nur für eines gut: als Sammelbecken für psychosomatische Patienten, die sich von der Schulmedizin ach so missverstanden und schlecht behandelt fühlen. Dieses Sammelbecken steht aber am Ende der Karriere solcher Patienten, nachdem bei ihnen ernsthafte Erkrankungen ausgeschlossen wurden. Das ist eine wirkliche Entlastung für Hausärzte. Aber als ein vorselektierender Filter vor der Praxis des Hausarztes eignen sich diese Leute definitiv nicht.
Voraussetzung dafür wäre aber, daß die HP in der Ausbildung beigebracht bekommen, wie man die Pillepallekrankheiten von ernsthaften Erkrankungen unterscheidet. Das wäre theoretisch mit ein paar simplen Algorithmen kein Problem (schließlich muß ein Leitstellendisponent anhand einer telefonischen Meldung auch die Dringlichkeiten einstufen, und der hat auch kein medizinisches Studium absolviert), ist mit der derzeitigen Ausbildungsregelung aber kaum machbar, und darin sehe ich das Problem.
Ich meine, dass das Problem woanders liegt. Eine Ausbildungsregelung lässt sich ändern und anpassen. Das Problem liegt m.E. vielmehr darin, dass die Leitstelle lediglich über die Dringlichkeit eines Falls entscheidet, jedoch weder Diagnosen stellen noch Therapien verordnen darf - im Gegensatz zu einem HP. Du schimpfst so stark auf viele Kollegen, die ihre Arbeit schlecht machen - glaubst Du ernsthaft, dass es unter HPs ein besseres Verhältnis aus fähigen und unfähigen Leuten gibt? Und die Versuchung, den Patienten so lange wie möglich in Eigenregie zu behandeln, wofür der Patient privat löhnt und man somit echt gut verdienen kann - die steht auch noch im Raum.
Solang ein Patient sich durch einen Heilpraktiker bei einer chronischen oder schulmedizinisch nicht besser behandelbaren Krankheit oder irgendwelchem Pillepallekram gut versorgt fühlt und der HP dem Pat nicht allzuviel Kohle abknöpft, ist das doch ok
Das finde ich auch, aber nur unter der Bedingung, dass die Versorgung durch den Heilpraktiker nach ordentlicher schulmedizinischer Versorgung erfolgt, nicht vorher.
Sag ich auch mal was zu. Viele Beiträge hier sind einfach unqualifiziert. Wenn man keine Ahnung hat soll man es bleiben lassen.
Sicherlich ist die Heilpraktiker-Ausbildung sehr unterschiedlich und auch zu kritisieren.
Daher werd ich mich auch nur auf die beziehen, die diese Ausbildung aus einem medizinischen Vorberuf mit Berufserfahrung wählen und auch über eine osteopathische Ausbildung verfügen.
Von den Heilpraktikern, die Krankheiten mittels Licht und Harmonielehre beseitigen wollen, sag ich lieber nix zu. Da habt ihr schon recht.
ABer gerade o.g. Ausrichtungen sind optimal komplementär zu der schulmedizin.
Mein Chef war PhysiotherapeutOsteopath und Heilpraktiker. Gerade beispielsweise Patienten mit chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates konnte er mittels 5-10 Behandlungseinheiten langfristige Schmerzlinderung verschaffen. Die meisten seiner Patienten haben sich jahrelang von einer medizinischen Untersuchung zur anderen gequält und nichts hat geholfen.
Ist ja auch kein Wunder. Gerade bei der Fülle die das Medizinstudium mit sich bringt, kann man von einem Arzt nicht erwarten, dass er allwissend ist.
Daher halte ich konservative Behandlungsmethoden für sehr sinnvoll.Es gibt viele Behandlngsansätze wo Ärzte nur ansatzweise hineinschnuppern, Faszienbehandlung, Persistaltik und Bewegung von Organen bei Funktionsstörungen usw.
Ich denke auch, dass viele Ärzte sich der langläufigen Patientenmeinung anschließen vom Gott in Weiss,(und das meine ich hier auch rauszulesen).
Doch ist Arztsein doch vor allem nach dem Studium ein Beruf, der die vielen medizinischen Bereiche aufgreift und in Verbindung setzen kann. DIe diagnostik und Therapie zählen dabei zu seinen Stärken.
Bei der Therapie denke ich jedoch, dass es viele alternive Methoden gibt und der normale Assistenzarzt oder Facharzt diese nicht umfassend anbieten kann.
Daher halte ich es für sehr sinnvoll, dass es recht verschiedene Ansätze gibt, Störungen zu beseitigen.
Dass dabei jede Berufsgruppe über die andere lächelt finde ich schade.
So viel geschrieben...uff^^. Bin sicherlich teils eurer Meinung dass es bei vielen Heilpraktikern rein Geldverschwendung ist, sich dort helfen lassen zu wollen. Auf der anderen Seite jedoch pickt euch die inkompetenten schwarzen Schäfchen raus und verallgemeinert bitte nicht soviel.
Sag ich auch mal was zu. Viele Beiträge hier sind einfach unqualifiziert. Wenn man keine Ahnung hat soll man es bleiben lassen.
Jeder Medizinstudent oder Arzt(und hier sind einige Ärzte in der Diskussion vertreten) kann sich selbstverständlich dazu äußern. Unterlass es doch bitte hier Kollegen das Wort zu verbieten und zu entscheiden wer qualifiziert mitreden darf und wer nicht.
Mein Chef war PhysiotherapeutOsteopath und Heilpraktiker. Gerade beispielsweise Patienten mit chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates konnte er mittels 5-10 Behandlungseinheiten langfristige Schmerzlinderung verschaffen. Die meisten seiner Patienten haben sich jahrelang von einer medizinischen Untersuchung zur anderen gequält und nichts hat geholfen.
Na und? Der Orthopäde meiner Oma ist auch ein toller Heiler. Persönliche Erfahrungen legitimieren überhaupt nichts und sind keine Argumente weil nicht überprüfbar. Klingelts?
Wenn nicht macht nix, lernt man noch im Studium.
Ohjeje. Meine Aussage bezüglich unqualifizierten Aussagen bezog sich zwar eher auch o.g Hartz 4 Bemerkungen , aber macht ja nix.
Desweitern habe ich hier keinen angegriffen oder den Arztberuf diffamiert. Möchte ich ja schließlich auch einer werden...
Mir ging es ehr darum, die Diskussion auch mal von der anderen Seite zu sehen, da sich diese ja im Moment eher etwas einseitig auf das Thread Thema bezieht.
Ausserdem kannste diesen " so mein kleener, ich erzähl dir mal wies läuft - Ton" mal schön wonanders lassen.
klingkling!!!
Was meine persönlichen Erfahrungen angeht, denke ich mal mit hier einnringen zu können. Habe 10 Jahre Berufserfahrung gerade im konservativen Heilbereich und kann mich daher hier auch mal mit einbringen.
Und klar sind meine Erfahrungen überprüfbar, oder sag ich morgen früh zu meinen Patienten, wenn sie meint. nach der letzten Behandlung waren die Beschwerden etwas besser. Tut mir leid, Frau x.. das ist nicht überprüfbar.
John Silver
21.03.2010, 17:22
Als Überschrift: Ich fordere Beweise. Wenn ein Heilpraktiker mir in einer wissenschaftlich sauberen Arbeit die Wirksamkeit irgendeiner Therapie, die nur von Heilpraktikern angeboten wird, beweisen kann, werde ich dieser Person auf der Stelle 1000 € zahlen, bar auf die Hand, und ich werde schwören, dass ich nie wieder einen Heilpraktiker als Qautschologen und Scharlatan bezeichnen werde.
Sag ich auch mal was zu. Viele Beiträge hier sind einfach unqualifiziert. Wenn man keine Ahnung hat soll man es bleiben lassen.
Sicherlich ist die Heilpraktiker-Ausbildung sehr unterschiedlich und auch zu kritisieren.
So viel Weisheit nach nur 11 Semestern "Wartezeitstudium"? Respekt.
Von den Heilpraktikern, die Krankheiten mittels Licht und Harmonielehre beseitigen wollen, sag ich lieber nix zu. Da habt ihr schon recht.
Dummerweise reden wir von allen HPs. Aber das macht nichts.
ABer gerade o.g. Ausrichtungen sind optimal komplementär zu der schulmedizin.
Sagt wer?
Mein Chef war PhysiotherapeutOsteopath und Heilpraktiker. Gerade beispielsweise Patienten mit chronischen Beschwerden des Bewegungsapparates konnte er mittels 5-10 Behandlungseinheiten langfristige Schmerzlinderung verschaffen. Die meisten seiner Patienten haben sich jahrelang von einer medizinischen Untersuchung zur anderen gequält und nichts hat geholfen.
Ich kann Dir auch Dutzende ganz tolle Geschichten erzählen. Dummerweise beweisen solche Geschichten gar nichts; beispielsweise kannst Du nicht beweisen, dass der o.g. Chef den Patienten in seiner Funktion als HP, und nicht als Ostheopat und Physiotherapeut geholfen hat. Physiotherapeuten und deren Daseinsberechtigung hat hier niemand angezweifelt. Was Heilpraktikertum mit Dysfunktionen des Bewegungsapparats zu tun hat, ist mir aber unklar.
Ist ja auch kein Wunder. Gerade bei der Fülle die das Medizinstudium mit sich bringt, kann man von einem Arzt nicht erwarten, dass er allwissend ist.
Echt jetzt? Und dann erzählst Du uns, wir sollen nicht über Dinge reden, von denen wir nichts verstehen. Ich höre Dein Glashaus geradezu zerbersten.
Daher halte ich konservative Behandlungsmethoden für sehr sinnvoll.
Und Deine Meinung ist relevant weil...?
Es gibt viele Behandlngsansätze wo Ärzte nur ansatzweise hineinschnuppern, Faszienbehandlung, Persistaltik und Bewegung von Organen bei Funktionsstörungen usw.
Womit wir wieder bei Beweisen wären. Natürlich schnuppern wir nur ansatzweise in solche "Therapien" hinein, wenn überhaupt; denn Dinge wie Faszienbehandlungen, Massagen etc. sind Sache der Physiotherapeuten (aber nicht der Heilpraktiker); und Dinge wie "Bewegung von Organen bei Funktionsstörungen" sind bis zum Beweis des Gegenteils der Quatschologie zuzuordnen. Wenn Du mal groß bist und vielleicht mal studieren darfst, wirst Du mit dem Fachgebiet der Psychosomatik in Berührung kommen - dann reden wir weiter.
Ich denke auch, dass viele Ärzte sich der langläufigen Patientenmeinung anschließen vom Gott in Weiss,(und das meine ich hier auch rauszulesen).
Doch ist Arztsein doch vor allem nach dem Studium ein Beruf, der die vielen medizinischen Bereiche aufgreift und in Verbindung setzen kann. DIe diagnostik und Therapie zählen dabei zu seinen Stärken.
Woher willst Du das wissen? Eine Sache hat mich schon immer fasziniert: in allen möglichen Bereichen der Wissenschaft überlässt man den Fachkundigen das Reden, aber in der Medizin hält sich jeder Wicht für einen Experten. Jedes Erdmännchen ist ein Agronom.
Bei der Therapie denke ich jedoch, dass es viele alternive Methoden gibt und der normale Assistenzarzt oder Facharzt diese nicht umfassend anbieten kann.
Siehe oben. Woher willst Du wissen, was ein Facharzt kann und was nicht? Du kannst höchstens zwischen Dingen unterscheiden, die ein Arzt als Diagnostik bzw. Therapie anbietet und was nicht. Dazu muss man aber sagen, dass diese Dinge zunehmend auf wissenschaftlicher Evaluation basieren, wohingegen der ganze "alternative" Kram, den Du anpreist, Quatschologie ohne jeden Beweis ist.
Daher halte ich es für sehr sinnvoll, dass es recht verschiedene Ansätze gibt, Störungen zu beseitigen.
Wenn Du nur die Hälfte dessen verstündest, was Du verbreitest, müsstest Du Dich schämen. Selig sind die Unwissenden.
Dass dabei jede Berufsgruppe über die andere lächelt finde ich schade.
Ich lächle nicht. Ich fordere Beweise. Kein Heilpraktiker oder sonstiger Quatschologe ist in der Lage, die Sinnhaftigkeit seiner "Diagnosen" und "Therapien" nachzuweisen. Sie wollen auch keine wissenschaftliche Evaluation, denn die würde deutlich zeigen, dass der König nackt ist.
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