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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hochschulpolitik in Sachsen



maja
06.02.2003, 23:49
Auch wenn es wahrscheinlich viele hier nicht betrifft, so will ich doch einmal auf die Politik in Sachsen im Bereich Bildung, Wissenschaft aufmerksam machen.


Der Wissenschaftsminister Matthias Rössler unterbreitete am 04.02.2003 die Idee, die juristische Fakultät der TU Dresden zu schließen, um sie dann mit der in leipzig zusammen zu legen. Dies, um Kosten zu sparen, denn 2 Jurafakultäten könne sich Sachsen nicht leisten. Ein anderer Vorschlag geht in Richtung privater Uni für Juristen wie dies in Hamburg der Fall ist.

Weitere Idee: es sollen einige Fakultäten, wie Bauingenieure, Romanistik, Geowissenschaft von einer Uni an die andere verlegt werden. So sollen die Bauingenieure von Leipzig nach Dresden kommen, die Leipziger Geowissenschaftler nach Freiberg, die Wirtschaftswissenschaftler in Chemnitz und Freiberg sollen "verschmelzen". Dafür soll Chemnitz Romanistik udn Chemie abgeben.

Des Aberwitzes aber noch nicht genug:
Eigentlicher Grund für die neuerlich stattgefundene Demo in Dresden war die Wiedererrichtung der Paulinerkirche in Leipzig. Diese soll an dem Platz wieder aufgebaut werden, an dem die Sächsische Regierung ursprünglich den Neubau eines grossen Unikomplexes geplant hatte. Mit dem Wiederaufbau-Beschluss ist der neubau allerdings vom Tisch.

Gekrönt wird dies alles durch fandenscheinige Informationsmechanismen, Dolchstößen Lügen und Intrigen. Keiner weiss von dem anderen etwas, alles wird so gut es geht verheimlicht und es werden bewusst falsche Gerüchte verbreitet. Dass die Idee Rösslers gerade kurz vor Semesterende bekannt gegeben wurde, scheint auch mehr als nur purer Zufall zu sein.

Am Mittwoch will der Hochschulsenat über die vorgenannten Pläne entscheiden. Eine endgültige Entscheidung wird aber erst in ein paar Wochen zu erwarten sein.