Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychiater? Nein danke!



Seiten : 1 2 3 [4]

Jynie
10.02.2003, 20:21
Ich habe Interesse am Thema, aber wie schon gesagt: es soll noch ein Leben ausserhalb des Forums geben.

Zu den Beiträgen die auf den Link zurückzuführen sind, ich hoffe der hat ein wenig Klarheit verschafft.
Ich habe ebenfalls über eure Argumentationen nachgedacht und hoffe daher, dass ihr mit dem Kompromiss einverstanden seid, wenn ich sage, dass der Psychologe nicht Auslöser von Problemen ist, sondern das diese bereits vor dem Besuch beim jeweiligen Arzt vorhanden sind.
Die Probleme die es bekanntlich gibt, haben die Patienten aus verschiedenen Gründen und werden nicht vom Psychologen wie es oftmals dargestellt wurde geschaffen, sondern von den u.a im Link aufgeführten Aspekten.
Einverstanden? :-???

In eurer Entscheidung, berücksichtigt bitte, dass dies was ich in diesem Thread aufgeführt habe rein subjektiv ist und nicht durch persönliche Erfahrungen geprägt ist, also seid nicht immer so streng :-blush

rolexralf
13.02.2003, 18:06
Original geschrieben von hobbes


1) Der Markt wird durch die übermässige Ausbildung von Psychologen generiert. Die scheren sich nämlich zu Beginn ihrer Ausbildung nicht darum, ob es sie wirklich braucht. Und wenn mal ausgebildet, dann kümmern sie sich aus Überlebensnot auch um die Nachfrage.


Tja, hobbes - klar, dass Du hier wieder eher den Gegenpol abgeben willst (musst?), aber das ist ja in Ordnung. Nur in o.a. Punkt muss ich mich ernsthaft fragen, ob Du weisst, von was du sprichst.

Hast Du überhaupt eine Ahnung von Berufsfeldern, in denen Psychologen arbeiten? Weisst Du überhaupt wie deren Ausbildung aussieht, wieviele überhaupt eine psychotherapeutische Ausbildung haben und dementsprechend mit Patienten in Kontakt kommen?

Ist Dir klar, dass Psychologen eigentlich die wesentlich fundiertere Ausbildung im Bereich der Gesprächsführung, Konfliktlösung etc. haben, als "wir" Mediziner. Weisst Du auch, dass sich die Mediziner ihre Patienten über eine "Quotenregelung" sichern mussten, weil sonst zuviele Patienten bei den offensichtlich bevorzugten Psychologen hängengeblieben wären???

Ganz abgesehen davon: wer von uns schert sich am Anfang der Ausbildung darum, ob es gerade viel oder wenig Bedarf gibt. Ginge es danach, hätte vor 10 Jahren kein normaler Mensch ein Medizinstudium anfangen dürfen. Letztlich wurden gerade in der Medizin Nachfragen für bestimmte Angebote ohne Ende geschaffen. Von demher empfehle ich das alte Sprichwort mit dem Glashaus...

hobbes
13.02.2003, 21:43
Original geschrieben von rolexralf
Tja, hobbes - klar, dass Du hier wieder eher den Gegenpol abgeben willst (musst?), aber das ist ja in Ordnung. Nur in o.a. Punkt muss ich mich ernsthaft fragen, ob Du weisst, von was du sprichst.

Tja es tut mir ja leid. Aber ich versuche hier meinen Standpunkt einzubringen. Und offenbar ist dieser sehr divergierend mit der Mehrheit der Forenuser. Tut mir leid. Aber ich denke es wäre langweilig, wenn ich einfach überall zustimmen würde?


Original geschrieben von rolexralf
Ist Dir klar, dass Psychologen eigentlich die wesentlich fundiertere Ausbildung im Bereich der Gesprächsführung, Konfliktlösung etc. haben, als "wir" Mediziner.

Da bin ich vollkommen mit einverstanden. Ja. Obwohl Psychologen von der Medikamentenabgabe wenig Ahnung haben und sich daher wohl nicht mit akuten schweren psychiatrischen Leiden befassen können.


Original geschrieben von rolexralf
Ganz abgesehen davon: wer von uns schert sich am Anfang der Ausbildung darum, ob es gerade viel oder wenig Bedarf gibt. Ginge es danach, hätte vor 10 Jahren kein normaler Mensch ein Medizinstudium anfangen dürfen.

Diese Aussage wiederum unterstreicht und beweist meine These. Vielen Dank. Habe nicht behauptet, dass die Mediziner besser sind. Ich für mich habe mich entschlossen, rein aus ethischen Gründen, keine Luxus- und überflüssigen Behandlungen zu unterstützen oder gar selbst durchzuführen.

Froschkönig
13.02.2003, 21:53
Original geschrieben von hobbes
Tut mir leid. Aber ich denke es wäre langweilig, wenn ich einfach überall zustimmen würde?


Klar, aber wenn Du wenigstens IRGENDWANN mal der gleichen Meinung wärst :-D, würde ich aufhören zu glauben, daß Du ein wahnsinnig schwieriger Mensch sein mußt :-D :-D

hobbes
13.02.2003, 22:06
Ich glaube das war auch schon der Fall.....grübel, grübel....ähmm....die Zeiten werden wieder besser, oder: Alles wird Gut. :-))

rolexralf
14.02.2003, 13:46
Original geschrieben von hobbes


Da bin ich vollkommen mit einverstanden. Ja. Obwohl Psychologen von der Medikamentenabgabe wenig Ahnung haben und sich daher wohl nicht mit akuten schweren psychiatrischen Leiden befassen können.



Da stimme ich Dir auch (fast) zu. Psychologen haben von der Pharmakotherapie psychiatrischer Erkrankungen sicherlich keine grosse Ahnung bzw. dürfen keine Psychopharmaka verschreiben.

Ob sie sich daher aber nicht mit akuten schweren psychiatrischen Leiden befassen können, wage ich zu bezweifeln. Sicherlich ist es oft notwendig einen Patienten zu sedieren, ihn antipsychotisch zu behandlen etc. Umgekehrt sollte allerdings auch bei solchen Patienten frühzeitig eine nicht-pharmakologische Therapie begonnen werden, da dieses nachweislich langfristig grössere Erfolge erzielen kann als jedes Medikament.

hobbes
14.02.2003, 13:53
Hallo Ralf

Ich glaube wir reden hier ziemlich aneinander vorbei. Dieser thread dreht sich gerade NICHT um schwere psychiatrische Leiden! Es geht hier nicht um suizidale Patienten, nicht um gemäss Definition Depressive, nicht um Schizophrene und nicht um Neurotiker, .... .

Einfach damit wir hier nicht worüber fetzen, wo wir einer Meinung sind. Ok?