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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Suche clevere/n Medizinstudenten/tin für Recherchearbeiten



aliasingocnito
14.09.2010, 11:17
Guten Tag,

nachdem ich mit mehreren Inseraten in einer Tageszeitung keinen Erfolg hatte, versuche ich es mal so.

Ich bin an einer unheilbaren, aber nicht lebensbedrohlichen Krankheit im urologisch-andrologischen Bereich erkrankt.

Angeblich gibt es dafür keinerlei Therapie.

Obwohl ich privat versichert bin und über die Leistungen der PKV schon erheblich selbst Geld ausgegeben habe komme ichkeinen Schritt voran.

Auch meine eigenen Recherchen (ich bin kein Mediziner, aber nicht doof und kann auch in englisch recherhieren) bringen mit nicht weiter, weil die medizinischen Terminologien nicht verstehe und die mich auch an den Unis nicht an die Nachschlagewerke lassen.

Was ich deswegen suche, ist ein/e Student/in, die mir entgeltlich bei der Recherche helfen würde.

Die Gegend sollte so in etwas Heidelberg-Mannheim - Mainz - Kaiserslautern - Karlsruhe sein .... jedenfalls möglichst nciht gerade in Hamburg.

Bitte Anfragen per PM.

Ich hoffe, dass ich mit dieser Anfrage nicht gegen irgendwelche Regeln verstossen habe, aber ich konnte nichts in den Rules sehen, dass derartige Fragen verbietet.

Relaxometrie
14.09.2010, 11:39
Es ist doch nicht verwunderlich, daß Anzeigen in Tageszeitungen und Internet nicht zielführend sind. Irgendwie bleibt halt ein "Geschmäckle".
Was spräche sonst dagegen, die Erkrankung direkt anzusprechen und zu diskutieren?

Coxy-Baby
14.09.2010, 11:43
Angeblich gibt es dafür keinerlei Therapie.
.........die mich auch an den Unis nicht an die Nachschlagewerke lassen.


Soll ja Erkrankungen geben für die es keine Therapien gibt.
An den meisten Unibibiliotheken kann man sich aber als Externer anmelden und
dann auch das Angebot nutzen.
Alternativ kannst du natürlich den Versuch starten hier: Fachsimpelei (http://www.medi-learn.de/medizinstudium/foren/forumdisplay.php?f=46) die Erkrankung zu nennen und zu schauen ob jemand dazu eine Therapie kennt / mehr Angaben machen kann...
ansonsten viel Glück bei der Suche.

aliasingocnito
14.09.2010, 12:20
Warum es ein Geschmäckle haben soll, wenn ich in einer Tageszeitung nach einem Medizinstudenten für eine Recherche suche, wird mir wohl verborgen bleiben.

Andere Leute suchen Mitarbeiter zum Keller und Speicher entrümpeln oder was auch immer ...

Ihr könnt davon ausgehen, dass die vielen Prüfungen und das ständige Lernen über Jahre hinweg dazu führen, dass ihr mehr wisst als Leute, die (wie ich) ein anderen Fach studiert haben.

Das heisst, dass ich zwar sicher nicht doof bin, aber in dieser Sache einfach aus fachlichen Gründen nicht weiterkomme.

Also, wer Interesse hat und einigermassen Medizinisch qualifiziert ist, kann sich mal melden.

Ansonsten hab ich wirklich keine Nerven, das Thema öffentlich ins Netz zustellen. Ich mache das nicht aus Spass, die Folgen sind für mich weitreichend und schwerwiegend. Wenn ich wählen könnte, wäre mir Krebs lieber, da hat man wenigstens eine gewisse Chance.

Deswegen möchte ich wenigstens versuchen, etwas zu unternehmen und das wird bestimmt nciht der Besuch von Schamanen und Wunderheilern sein.

lala
14.09.2010, 12:29
An den meisten Unibibiliotheken kann man sich aber als Externer anmelden und
dann auch das Angebot nutzen.


Ich dachte auch, dass man (solange man nichts ausleiht) in jeder Unibibliothek auch als Nicht-Student recherchieren kann?
Und bei Fragen zu Fachterminoligien, Unklarheiten zu Therapiemöglichkeiten etc. sollte m.E. der erste Ansprechpartner der behandelnde Arzt sein - ob da ein Medizinstudent wirklich fachkompetent ist....?

Kyutrexx
14.09.2010, 13:07
Wenn ich das richtig verstanden habe, geht es also um die Frage, OB es überhaupt eine Therapie gibt?

Der Bereich Andrologie ist ja schon doch eher etwas spezielleres.

Wie wäre es, dich mit deinem Anliegen an die Fachgesellschaften zu wenden? Die dürften recht gut über den Forschungsstand informiert sein.
Hat auch den Vorteil, dass du ggf. von klinischen Studien erfahren könntest, an denen du womöglich auch direkt teilnehmen kannst.

Deutsche Gesellschaft für Andrologie:
http://www.dgandrologie.de/

Forschungsportal der Deutschen Gesellschaft für Urologie:
http://www.dgu-forschung.de/

Internationale Gesellschaft für Andrologie:
http://www.andrology.org/

Europäische Gesellschaft für Urologie:
http://www.uroweb.org/


Ich vermute mal schwer, dass ein Medizinstudent bei weitem nicht so einen großflächigen Überblick über Therapien und Studien hat, wie die jeweiligen Gesellschaften mit ihren zig Mitgliedern.

In Betracht ziehen würde ich, da es so klingt, als wenn es sich um etws komplexeres handelt, auch die Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Medizin:
http://www.medica-ev.de/medica/index.html

Coxy-Baby
14.09.2010, 15:15
Ansonsten hab ich wirklich keine Nerven, das Thema öffentlich ins Netz zustellen. Ich mache das nicht aus Spass, die Folgen sind für mich weitreichend und schwerwiegend. Wenn ich wählen könnte, wäre mir Krebs lieber, da hat man wenigstens eine gewisse Chance

Du solltest uns auch nicht an deiner Vita teilhaben lassen sondern eher "Erkrankung XY - wer weiß was". Denn du suchst auch nicht Studenten für irgendwelche Recherchearbeiten sonder ganz speziell zu deiner Erkrankung,
von der du glaubst dass es doch Therapien gibt, deine Ärzte nur zu blöd sind welche zu finden/ zu benennen.
Viel Erfolg bei was auch immer.

morgoth
14.09.2010, 20:55
Versteh das Problem auch nicht so recht. Pubmed in Verbindung mit wikipedia um die gängigen Termini zu verstehen (ich greife täglich bestimmt 10x auf Wikipedia zurück) sollte doch mehr als genug Recherche bieten. Wenn es wirklich um sehr neue Ansätze geht, helfen die Urolehrbücher in der Bib von 2005 vermutlich auch nicht wirklich weiter. Therapien kann hier eh niemand verschreiben, letzten Ende musst du es doch mit deinem Urologen besprechen.
Also Karten=Diagnose auf den Tisch legen und los gehts.

aliasingocnito
17.09.2010, 14:46
Zunächst mal Danke für die teilweisen Tipps, aber über die Phase bin ich längst hinaus.

Ich kenne sowohl den Weidner (im einem der obigen Links benannt) als auch noch die weiteren führenden Kräfte; das ist ein Spezialist aus Hamburg und ein theoretisch arbeitender Wissenschaftler aus Heidelberg, der sehr nett ist, aber auch nur den Kopf schüttelt mit dem freundlichen Hinweis, alle fünf bis zehn Jahre nachzufragen.

Ich habe in den letzten zwei Jahren locker drei Wochen in Vollzeit in Bibliotheken verbracht; leider komme ich nicht weiter. Die wirklich interessanten Sachen stehen in wissenschaftlichen Datenbanken, da kann man aber ohne besonderen Zugang nur die Kurzfassung lesen.

Da komm ich nicht weiter, weiss aber, dass es englischsprachige Forschungsergebnisse internationaler Forscher aus Polen, Südkorea und Grossbritannien gibt.

Zudem hat offenbar ein Franzose etwas veröffentlicht - aber in Französisch und da versteh ich dann überhaupt nicks.

Ärzte sind nicht dumm, aber warum sollten sie sich mir Krankheiten befassen, die einer von 10.000 hat?

Immerhin wird der Kostendruck immer höher und irgendwie müssen die auch leben. Selbst bei OP´s die man komplett privat bezahlen muss (also auch ohne PKV) ist man letztlich nur auf einem Fliessband; ich hab das wiederholt erlebt.

Es ist (meistens) nicht die Schuld der Weisskittel, dass Leute sterben oder krank sind und irgendwie müssen sie halt die Behandlungsmethoden an den Mann bringen, die sie haben.

Andererseits kann ich aber jederzeit einen Rechtsanwalt engagieren und ihm sagen, er solle mir dies oder jenes recherchieren.

Erstaunlicherweise geht das bei der Medizinerkaste nicht.

:-???

Schade.

Kackbratze
17.09.2010, 21:14
Andererseits kann ich aber jederzeit einen Rechtsanwalt engagieren und ihm sagen, er solle mir dies oder jenes recherchieren.


Weiter oben schreibst Du, dass Du regelmäßig einen Spezialisten aufsuchst, der Dir mitteilt, dass Du dich in 5-10 Jahren regelmäßig melden sollst.

Warum glaubst Du, dass deine Spezialisten nicht auch auf solche Literatur zugreifen, bzw. Dir aktiv Wissen vorenthalten?

Und wenn Du unbedingt auf experimentelle Therapieansätze zugreifen willst, warum schreibst Du nicht direkt an die Autoren der Publikationen deren Kurzfassung Du nur kennst?
Deren Adressen, bzw. Forschungstandorte werden in den Artikeln genannt und dann kannst Du dich als Versuchskaninchen einer nicht-etablierten Therapie anbieten.


Oder Du verbleibst bei deinem Kasten-denken und versuchst Dich weiter im Trolling-light.