Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Amoklauf in Krankenhaus in Lörrach
Schimmelschaf
20.09.2010, 22:28
Angeblich hatte die Frau eine Fehlgeburt und der besagte Pfleger lief auf der Station für Gynäkologie rum. Wie er zu Tode gekommen ist und was genau mit dem Mann/ Lebensgefährten und dem Kind passiert ist, ist derzeit wahrscheinlich noch unklar. Die eine Zeitung schrieb davon, dass das Kind am Rauch erstickt ist, der bei der Expolsion entstanden ist, da es keine äusseren Verletzungen aufweist, eine andere war der Überzeugung, dass das Kind ertränkt wurde und wieder eine andere verkündete, dass die Mutter das Kind erschlagen hat. Mich interessiert nicht, was diese Frau noch alles "vollbracht" hätte, hätte man sie nicht erschossen. Für Menschen, die solche Taten so bedacht wählen (laut einer Polizeipsychologin war alles geplant), habe ich genau gar kein Verständnis.
Wie hoch der Wahrheitsgehalt der ganzen Geschichten ist, kann wohl keiner von uns prüfen. Und auch wenn ich nicht so weit entfernt von Lörrach wohne, möchte ich auch nicht nachschauen, wie ein paar andere aus Basel u.U., wie es dort gerade aussieht.
Ehemaliger User 05022011
21.09.2010, 00:18
Mal ne andere Frage? Wie kann man denn nicht-krank sein oder zumindest nicht in einem Rausch oder ähnlichen Zustand und dann sein eigenes Kind erschiessen?
genau - Danke Linda, es ist eben nicht normal, dass Mütter oder Väter ihre Kinder töten, sicher kann man an vielen Stellen darüber diskutieren, was normal ist und was nicht,in diesem Fall ist es aber nun wirklich nicht angebracht
:-keksIrgendwie häufen sich die Amokläufe in denen Personen verwickelt waren, die in einem Schützenverein waren (ohne das jetzt pauschalisieren zu wollen!).
nun zumindest scheint jetzt klar zu sein, dass es nicht nur junge Männer sind, die Amok laufen und Menschen erschießen, sondern auch 40 jährige Frauen, die Anwältinnen sind
nun kann nur noch die Diskussion wieder aufleben, warum Schützenvereinsheinis Waffen haben müssen - ich werd es nie verstehen und würde die ganze Sache schlicht und einfach abschaffen
nun zumindest scheint jetzt klar zu sein, dass es nicht nur junge Männer sind, die Amok laufen und Menschen erschießen, sondern auch 40 jährige Frauen, die Anwältinnen sind
nun kann nur noch die Diskussion wieder aufleben, warum Schützenvereinsheinis Waffen haben müssen - ich werd es nie verstehen und würde die ganze Sache schlicht und einfach abschaffen
Jap, das verstehen die meisten "normalen" Menschen auch nicht....das erste, was ich mich gefragt habe ist, wie die Politiker da nun wieder den Bogen zu den ach so bösen "Killerspielen" schlagen wollen! Denn wie Du richtig sagst, Täter diesmal weiblich, mittleren Alters, gebildet, gute Ausbildung, soziales Umfeld usw.... da bin ich mal gespannt...aber die finden schon was! ;-)
Sorry für das OT, aber wenn das mit dem Schützenverein schon angesprochen wird, kann ich der ganze Sachen nur zustimmen...!
Autolyse
21.09.2010, 07:21
Eigentlich beweist der Fall vor allem, dass die immediate action-Taktik der Polizei erfolgreich war so früh wie möglich Feuer an den Täter zu bringen.
Sehr gespannt bin ich jetzt aber auf das populistische Ventilieren möglicher Waffengesetzverschärfungen, nachdem diesmal eine Kleinkalibersportwaffe Tatwerkzeug war.
konstantin
21.09.2010, 07:43
Naja, wenn die Frau "nur" mit einer kleinkalibrigen Waffe unterwegs gewesen ist, wuerde das eventuell auch erklaeren, warum Gott sei Dank nur wenige Menschen um's Leben gekommen sind. Wenn ich ueberlege, dass der Robert S. (hiess doch so?) in Erfurt damals bis an die Zaehne bewaffnet gewesen ist - inklusive "Pump Gun" und Beretta?!
Ehemaliger User 05022011
21.09.2010, 08:59
Feuer an den Täter zu bringen.
krasse Formulierung - heißt das so, wenn man einen Menschen erschießt ?
hennessy
21.09.2010, 09:10
krasse Formulierung - heißt das so, wenn man einen Menschen erschießt ?
das heißt: finaler Rettungsschuss.
konstantin
21.09.2010, 09:16
Und das ist das einzige, was Sinn macht! Ich seh schon wieder die Diskussion anrollen, man duerfe solche Menschen nicht erschiessen und auch kranke Menschen haetten ein Recht auf Leben... Dieser Mensch hatte eine Waffe in der Hand, 300 Schuss Munition, ein Messer und die Absicht, so viele Menschen wie moeglich zu toeten.
Jeder Polizist, der da in die Luft/auf die Beine zielt, handelt meiner Meinung nach grob fahrlaessig.
Und das ist das einzige, was Sinn macht! Ich seh schon wieder die Diskussion anrollen, man duerfe solche Menschen nicht erschiessen und auch kranke Menschen haetten ein Recht auf Leben... Dieser Mensch hatte eine Waffe in der Hand, 300 Schuss Munition, ein Messer und die Absicht, so viele Menschen wie moeglich zu toeten.
Jeder Polizist, der da in die Luft/auf die Beine zielt, handelt meiner Meinung nach grob fahrlaessig.
*zustimm*
Keenacat
21.09.2010, 10:04
Möööp. Du bist raus...
http://de.wikipedia.org/wiki/Godwin’s_law
*koppschüttel*
Hypnos
:-keks
Durchlesen hilft:
Teilweise wird diese Interpretation angewendet, ohne zu überprüfen, ob der Nazi-Vergleich im Kontext legitim sein könnte.[7] Zudem wird oftmals der Autor des Vergleiches zum Verlierer der Diskussion erklärt.[8] Der Text von Godwin’s law sagt jedoch weder aus, dass ein solcher Vergleich bedeute, dass die Diskussion vorbei sei, noch besagt er, dass Verlierer gefunden sei.
Ich will jetzt lieber nochmal die völlig ausufernde Verwendung des Terminus "krank" diskutieren. Was haben die "krank"-Verfechter denn so für Diagnosen im Angebot, hm? Noch wichtiger, woher nehmt ihr denn die Sicherheit, dass die zutreffen? "Hat den Nachwuchs getötet" findet sich soweit ich weiß in keiner diagnostischen Klassifikation. :-lesen Ich habe außerdem so meine Zweifel, ob einer von euch Nasen sich ausreichend mit der Täterin unterhalten hat, um eine solche Diagnose stellen zu können.
"Psychische Ausnahmesituation" ist nicht dasselbe wie krank. Fertich. Sonst müssten wir ja alle Kindsmörder(innen) auf direkten Weg in die Psychiatrie überweisen - wer psychisch krank ist, ist oft nicht schuldfähig.
Ich finds echt zum Brechen, wenn den Leuten die Verantwortung für ihre Taten immer mit som simplen "krank" aus der Hand genommen wird. "Die arme Frau", ich werd nicht mehr.
Die F-Diagnose macht es höchstens für unwissende Außenstehende erträglicher, weil die Person ja nicht "normal" war...
QFT. "Alle Menschen die ich kenne sind normal und nicht krank, da kann sowas nicht passieren." :-keks
Michael72
21.09.2010, 10:15
Und damit wären wir bei Chameus’ Korollar:
Im Falle eines Hitler- und/oder Nazivergleichs in elektronisch basierten Diskussionen findet auch immer eine Diskussion über Godwins Gesetz statt.
Relaxometrie
21.09.2010, 10:15
@Keenacat:
Genau den Gedanken, daß das kurze Einbringen Hitlers dieser hier geführten Diskussion nicht abträglich war, hatte ich auch.
Das gebetsmühlenartige und offensichtlich undurchdachte Erwähnen von Godwin's Law, sobald das Wort "Hitler" in einem Diskussionbeitrag auftaucht, ist halt nicht immer gerechtfertigt.
Allerdings hatte ich nur so ein Gefühl, daß die Hitleranwendung hier nicht unpassend war. Daß es sogar in Godwin's Law selbst so steht, wusste ich noch nicht.
Coxy-Baby
21.09.2010, 10:18
Naja nachdem was man so bis jetzt gelesen hat, finde ich die Feststellung "psychisch krank" auch etwas gewagt, und mit jemandem der mit 300! Schuss unterwegs ist und ala Ego-Shooter auf alles und jeden schießt hält sich mein Mitgefühl auch eher in Grenzen, mein vollstes Mitgefühl haben eher diejenigen die ihr über den Weg gelaufen sind und verletzt wurden, die Opfer und natürlich der Polizist.
Vielleicht ist das der wirkliche Irrsinn an solchen Taten, dass man sie nicht kommen sieht.....
Relaxometrie
21.09.2010, 10:32
Die Frau war -sofern man eine Ferndiagnose stellen kann- völlig bei sich, hat die Tat eiskalt geplant und war psychisch nicht anerkanntermaßen krank (nichts, was eine Unterbringung nach StGB § 63/64 rechtfertigen würde).
Wenn man aus einem überbordenden Weltschmerz heraus einen erweiterten Suizid verübt, kann ich dafür noch ein gewisses Verständnis hervorbringen bzw. finde es eher tragisch, daß solche Menschen sich nicht anders zu helfen wussten.
Aber seine Aggressionen mit einer vollgeladenen Knarre und Benzinkanister so auszuleben, wie die Rechtsanwältin das getan hat, ist meiner Meinung nach nur verachtenswert.
Das Einizige, was ich jetzt mal recherchieren möchte, ist, wie eine Person, der man eigentlich vom IQ her zutrauen muß, gewisse Problembewältigungsstrategien, incl. dem Annehmen von professioneller Hilfe, zu beherrschen oder zumindest erlernen zu wollen, sich soweit entwickeln kann, daß sie dermaßen eiskalt handelt und ohne Rücksicht auf Verluste fremde und völlig unbeteiligte Menschen, aber auch ihre Angehörigen, maximal schädigt.
Autolyse
21.09.2010, 14:51
das heißt: finaler Rettungsschuss.
Jein. Der finale Rettungsschuss wird typischerweise als Kopfschuss durch Präzisionsschützen geführt, da die Legaldefinition eine "an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit" für den Todeseintritt fordert.
Der normale Streifenbeamte wird(zumindest täte er gut daran) den Haltepunkt am Massenmittelpunkt des Ziels zu wählen, da ballistischer Schutz(North Hollywood Shoutout mal ausgenommen) eine absolute Ausnahme darstellen dürfte, und sich dann nicht auf eine Dublette zu beschränken, und es zu bekämpfen, bis es zu Boden geht.
Linda.1001
21.09.2010, 15:00
, finde ich die Feststellung "psychisch krank" auch etwas gewagt,
wie sollte man sonst erklären warum eine Mutter ihren Sohn erst mit einem harten Gegenstand auf den Kopf schlägt, sodass er bewusstlos ist und ihn dann mit einer Plastiktüte erstickt.
Ich könnte mir das nur mit einer psychischen Störung erklären. Oder vielleicht will ich einfach nicht glauben, dass Menschen zu so einem schrecklichen eiskalt geplanten Amoklauf in der Lage sind.
Coxy-Baby
21.09.2010, 20:14
wie sollte man sonst erklären warum eine Mutter ihren Sohn erst mit einem harten Gegenstand auf den Kopf schlägt, sodass er bewusstlos ist und ihn dann mit einer Plastiktüte erstickt.
Ich könnte mir das nur mit einer psychischen Störung erklären. Oder vielleicht will ich einfach nicht glauben, dass Menschen zu so einem schrecklichen eiskalt geplanten Amoklauf in der Lage sind.
Na das ist doch auch in Ordnung, wir müssen die Welt und die Dinge die in ihr stattfinden, ja nicht alle im gleichen Licht betrachten.
Kackbratze
21.09.2010, 20:22
Ein Amoklauf ist eine ungeplante, spontane Tat nach entsprechendem psychischem Trauma.
Taschen voller Munition und Benzinkanister im Haus sprechen gegen einen Amoklauf und für einen geplanten Massenmord, DD erweiterter Suizid.
Ehemaliger User 05022011
21.09.2010, 21:02
Taschen voller Munition und Benzinkanister im Haus sprechen gegen einen Amoklauf und für einen geplanten Massenmord, DD erweiterter Suizid.
Quatsch ! Ich finde es unerträglich wie ihr hier ohne die Frau und die Hintergründe der Tat zu kennen (niemand kennt sie zur Zeit und wird sie wahrscheinlich vollständig nie kennen) diese Frau verurteilt - geplanter Massenmord, Hitlervergleiche e.c. - habt ihr noch mehr auf Lager ? Ich als Mutter sage euch eine Frau die ihr eigenes Kind tötet tut dies nicht, weil sie eiskalt einen Mord am eigenen Kind geplant hat.
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