Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Loyalität ggü. Patienten (oder doch Kollegen?)
Espressa
05.11.2010, 20:43
Rechtsverdreht mag hier verallgemeinert haben, aber euch jetzt so über ihn lustig zu mache finde ich trotzdem nicht in Ordnung. Ich denke, dass die wenigsten hier wirklich ermessen können, was er/sie durchgemacht hat.
Vielleicht können in der Diskussion ja beide Seiten was voneinander lernen? :peace:
Es ist lieb von dir dass du für sie Partei ergreifst. Und dass du es tust, erklärt sich aus der Anzahl deiner Posts: 2.
Man muss gar nichts ermessen, um ihre Beiträge beurteilen zu können. Wie ich schon in einem anderen Thread schrieb: ein perfektes Fallbeispiel!
Kackbratze
05.11.2010, 21:22
Lernen kann man hier auf jeden Fall, dass man mit Leuten, die auf Grund eines persönlichen Traumas mit allgemeinen Anschuldigungen um sich werfen nicht diskutieren kann, da die allgemeinen Vorwürfe eher der Triebbefriedigung und Projektion dienen, als eine gezielte Auseinandersetzung mit der Meinung anderer Menschen, die potentiell für ein solches Trauma verantwortlich sein könnten.
Relaxometrie
05.11.2010, 21:49
Vielleicht können in der Diskussion ja beide Seiten was voneinander lernen?
Ich habe zweierlei Dinge gelernt:
1.
Rechtverdreht schreibt durchaus interessante Dinge, woraus man das ein oder andere lernen kann. Ich habe daraus die Lehre gezogen, mein ärztliches Handeln und mein Verhalten gegenüber Patienten ab und an kritisch zu hinterfragen und auf meinen eigenen Abgestumpftheitsfaktor zu prüfen.
Dabei muß man natürlich die Zwänge des Systems bedenken und ich bin inzwischen nicht mehr bereit dazu, mich schlecht zu fühlen, weil ich die Fehler des Systems nicht mehr auszumerzen versuche.
2.
Rechtverdrehts Beiträge kann man jedoch nur als interessant/lehrreich anerkennen, wenn man sie mit dem Filter "sie schreibt einzig und alleine von ihren Erfahrungen, verallgemeinert diese aber leider so stark, daß man meinen könnte, daß alle Patienten schlecht behandelt werden und daß alle Ärzte mißgünstige Kotzbrocken sind" liest.
Rechtverdreht
06.11.2010, 01:38
:-)
Oh ja, Ärzte sind alle nett, alle sind einfühlsam, empathisch, sozial und mindestens jesusgleich, wenn nicht gottgleich. Das Urteil, dass Ärzte auch ganz anders sein können, verdient die Branche nicht.
Ihr beweist das hier in vielen Postings. Die Herzenswärme und soziale Gesinnung kriecht manchen hier aus jeder Pore. Sie nehmen andere ernst und achten sie, egal, wie's kommt, wie schwer es auch sein mag.
Ein Großteil derer, die hier zuletzt gepostet haben, und sich so beklagt haben, dass man Ärzten "andichtet", dass sie unsensibel sind und Menschen schäbig behandeln, machen ihrerm Berufsstand hier wirklich alle Ehre!!! Das muss man schon sagen!! Gratuliere, großartige Leistung! ECHT SUPER!!!:-top
Die, die sich hier in dieser Art hervorgetan haben und so verdient gemacht haben, werden schon wissen, wen ich meine.
Und ganz, ohne dass man das wollte, hat man doch so sehr hier bestätigt, dass Ärzte genauso sein können, wie ich beschrieben habe. Kalt und gefühllos.
Schön, wenn's Spaß macht, sich über meine Erfahrungen lustig zu machen. Nur zu!! Wie Ihr Euch hier zum Teil gebt, dass sagt viel, viel mehr über Euch aus als über mich!
Und alle Kollegen schauen zu. Das nur nebenbei.
Jetzt müsst Ihr nur noch auf den nicht endenwollenden Beifall warten! Das ist alles, was Euch bleibt!
Rechtverdreht
06.11.2010, 01:48
@ Relaxometrie:
Da hast Du schon recht, aber ich würde denken, dass erwachsene, vernünftige Leute mal was dazu denken können und die Art eines Users, wie er postet, auch mal selbständig einordnen.
Wenn ich über diese Dinge schreibe, ist das schwierig, das hin und her springen zwischen Vergangenheit und Heute und Traumainhalten und Nicht-Trauma-Jetzt-Situation ist schwierig, es vermischt sich leicht, ohne dass man das will. Es ist eh sehr anstrengend für mich drüber zu schreiben. Da geht's mir kein Haar anders als anderen Traumapatienten, die genau die gleichen Probleme haben. Dass das emotionalisiert ist und nicht noch jedes Wörtchen auf die Goldwaage gelegt werden kann, versteht sich dabei wohl von selbst?!
Aus dem Kontext ergibt sich sehr wohl, wie meine Texte zu verstehen sind. Es gibt genug Hinweise, dass ich durchaus nicht alle in einen Topf werfe.
Aber nur, wer fair gelesen hat - wie Du - , hat das auch anerkannt und erkannt.
Aber ist eh egal, es gibt Wichtigeres als ein Ärzte-Forum. Meine erste Niere ist schon weggeschrumpft, die zweite ist dabei. Ich hab' ja vielleicht mal noch viel Gelegenheit mit Ärzten zu reden. So 15 Jahre an der Dialyse ist doch was. Familie, wo ich'ne Niere abstauben könnte, hab' ich nicht. Dazu dann noch Traumatherapie, wer weiß wie lange noch. Und dass das Trauma von der Medizin kommt, ist ja auch nur erfunden. Fragt man sich nur, warum es in den Alpträumen immer wieder kommt und als Intrusionen usw..
Wenn ich so ein Gebaren sehe, wie es manche hier an den Tag legen, dann kommt mir schlicht der Brechreiz. Und ich bin einfach froh, dass ich nicht so bin wie die.
@ Feeninja:
Danke!
Ich hab' inzwischen ein dickes Fell, sonst wäre ich auch hier nicht hergekommen. Wenn's mir dreckig geht, kann ich eh 'ne DVD einwerfen. Dann kann ich meinen Therapeuten einfach hier ins Wohnzimmer holen und an das anknüpfen, wo man menschlich und mit Anstand behandelt wird. Der ist oft genug im Fernsehen gewesen, daher hab' ich ihn halt auf DVD. Das ist sehr praktisch. Und soweit, wie der gekommen ist, müssen die da oben erst mal kommen. Der aber nimmt mich ernst und schätzt mich, obwohl er es sich leisten könnte, arrogant zu sein. Rate mal, was mir wichtiger ist? Deren Anerkennung oder seine?
Das war jedenfalls sehr nett, was Du geschrieben hast! Es gibt immer welche, die anderen voraus sind.
LG
Rechtverdreht
Espressa
06.11.2010, 07:53
.....
Coxy-Baby
06.11.2010, 09:31
Der aber nimmt mich ernst und schätzt mich, obwohl er es sich leisten könnte, arrogant zu sein. Rate mal, was mir wichtiger ist? Deren Anerkennung oder seine?
Liebe rechtverdreht,
dies hier ist ein Tummelplatz für alle möglichen Leute, vom Studianwärter bis zum FA, von daher unterschiedlichste Couleur, die sich hier mal mehr oder weniger mit Niveau über Dinge aller Art austauscht, denn hier sind wir alle mehr oder weniger gleich und jetzt kommt das wichtigste: nicht funktionsgebunden, d.h. selbst der netteste Arzt muss hier nicht die Samthandschuhe rausholen wenn ein scheinbarer Patient hier rumrennt und Zuspruch braucht, dass kann ja eigentlich auch niemand erwarten. Ich würde dir also sagen, daß die meisten Leute hier im Umgang mit IHREN Patienten schon rücksichtsvoll und nett sind, aber deshalb müssen sie es noch lange nicht zu JEDEM sein , denn schliesslich sind wir alle nur Menschen. Dein Therapeut schätzt dich und nimmt dich ernst weil er dich persönlich kennt und dein Therapeut ist, es ist seine Aufgabe.
Nur mit deinen Problemen die du hast (die ich weder runterspielen noch negieren, noch bewerten möchte) gehörst du zu Deinem Therapeuten und nicht in ein Internetforum.:-meinung
Viel Erfolg.
Die Diskussion dreht sich im Kreis, es werden nur noch persönliche Anschuldigungen und sinnlose Allgemeinplätze ausgetauscht.
Bevor das Thema in Beleidigungen eskaliert, schließe ich es daher.
Gruß, Evil
Administrator MEDI-LEARN
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