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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ausbildung vs. Motivation ?!



NeR0
30.10.2010, 17:10
Hallo zusammen,

ich habe 2008 mein Abi mit 2,0 absolviert. Danach Zivildienst im RD. Jetzt habe ich eine kaufmännische Ausbildung.
Von der Ausbildung bin ich derzeit überhaupt nicht begeistert und würde lieber den Rettungsassistenten beginnen, jedoch hindern mich daran noch so Dinge wie die Kursgebühren, die für mich momentan nicht aufzubringen sind (mind. 3000€) und die Aussicht, dass nach dem Jahrespraktikum keine Übernahme bzw. Vertrag auf mich warten wird. Der Markt ist hier einfach völlig übersättigt mit RAs. Außerdem höre ich von jedem RA den ich kennengelernt habe ich solle bloß nicht in den RD gehen.

Meine Frage an euch: Wer hat nach dem Abi in der Zeit des Wartens keine medizinspezif. Ausbildung/ Jobs gemacht? Seid ihr der Medizin treu geblieben oder gibt es Leute, die sich dann doch umentschieden haben?
Ich habe nichts anderes als ein Medizinstudium im Kopf, aber ich fürchte um meine Motivation (das ist bitte nicht als Zweifel zu werten) aufgrund der Ferne von jeglicher Medizin und auch die Aussicht erst mit frühestens 26 einen Platz zu bekommen – sollte ich tatsächlich sämtliche Wartesemester ansammeln müssen- lässt mich nicht gerade in Freude ausbrechen.
Eigentlich hatte ich mir gedacht ich hätte ein gutes Polster, wenn ich ersteinmal ein Ausbildung vor dem Studium mache (Geld verdienen, Wartezeit überbrücken und Herausfinden, ob die Medizin das einzige für mich ist), aber gerade bin ich einfach nur gefrustet, auch weil die Ausbildung seehr langweilig ist und auch noch länger so bleibt.

Wie war eure Motivation als ihr Ü25 angefangen habt zu studieren? Was ist eure Meinung oder Erfahrung?

Danke im vorraus.

altalena
30.10.2010, 17:33
Hmmm... hast du dich den aus Interesse für die Ausbildung beworben oder weil es grad gut passte???

Ich finde, wenn man schon so lange warten muss (hab selbst 5 Jahre gewartet), dann sollte man die Zeit schon mit etwas überbrücken, was einen interessiert. Schließlich sind die Wartesemester-Jahre ja auch Jahre deines Lebens :-)) und nur weil man auf 'nen Studienplatz wartet, von dem man sich erhofft, dass das das einzig Richtige ist (mag ja sein), muss man die Jahre davor ja nicht einfach nur absitzen, sondern so schön/angenehm wie möglich gestalten.

Deshalb würde ich gern wissen, ob du noch andere Gebiete hast, die dich interessieren und wo man evtl ne Ausbildung in dem Bereich machen könnte?!

Ines-Lucia
30.10.2010, 20:27
Hast du den TMS schon gemacht?

Hast du schon überlegt nach Österreich zu gehen?

NeR0
31.10.2010, 11:15
Die Ausbildung soll dazu dienen, die Wartezeit so sinnvoll wie möglich zu nutzen, sodass ich im unwahrscheinlichen Fall der Fälle ein Backup habe, falls mir die Medizin nicht liegen würde.

Momentan geht mir die Ausbildung sehr auf den Zeiger, da ich nur rumsitze und nicht selbstständig arbeiten kann/darf und ich ständig im Hinterkopf habe, dass es eh nicht das ist was ich machen möchte.

Auch fehlt mir die Arbeit wie sie im RD war. Mit Menschen und mit einem Hauch von Stress bzw. Herausforderung.
Auch wenn mir die Arbeit im RD bestimmt Spaß machen wird, so will ich sie nicht ein Leben lang machen, wenn ich festgestellt habe, dass Medizin nichts für mich sein sollte (Bitte nicht ;-) ).

TMS folgt im Frühjahr.

Linda.1001
31.10.2010, 11:50
Obwohl ich selber diesen Weg nicht gewählt habe, würde ich, wenn ich nochmal am Anfang der Wartezeit stände folgendes machen:

- ins Ausland gehen um zu studieren (am Besten natürlich Österreich, Ungarn od. Rumänien (aus Ungarn und Rumänien lässt es sich leichter zurückwechseln, aus Österreich nicht)

oder

- eine Ausbildung zum Krankenpfleger machen und anschließend falls noch Zeit bleibt und sich die Gelegenheit bietet die Fachweiterbildung für den Intensivbereich, so bleibst du der Medizin treu und lernst schonmal den Krankenhausalltag und wichtige Grundlagen

Von Quereinstieg und Studienplatzklage kann ich nur abraten, das bringt nichts, auch wenns gerüchteweise kursiert.

Kaufmännische Ausbildung hört sich zwar gut an, aber es ist ja wirklich etwas weit entfernt von deinem Traumberuf. ;-)


Ich selber habe leider nur Arzthelferin gelernt, was ich momentan, besonders bei der Jobsuche bereue. ich habe damals einfach keinen Ausbildungsplatz zur Gesundheits-und Krankenpflegerin gekriegt, und nun ist es einfach zu spät, weil ich eiiiiiigentlich genügend Wartesemester habe. Ich würd dir aber dennoch lieber eine medizinische Ausbildung ans Herz legen, um nicht ganz aus der Materie rauszukommen. Den Zweifel an der langen Wartezeit kenne ich, ich habe deswegen leider ein Parkstudiensemester. :-nix

Sorry, das ist etwas lang geworden. ;-)


Lg

jenny-z
01.11.2010, 16:18
ich kann deine bedenken schon gut verstehen :) habe selbst eine ausbildung aus dem kaufmännischen bereich. hab jetzt bei dir aber grad nicht verstanden, ob du schon fertig bist mit deiner ausbildung oder noch mittendrin steckst. falls du noch in der anderen ausbildung bist und da nicht kurz vorm ende stehst, würde ich vllt. schon versuchen einen azubi-platz im medizinischen bereich noch zu bekommen, wenn du jetzt schon merkst, dass du die nächsten jahre in deinem jetzigen beruf dich unwohl fühlst.
um jetzt nicht ganz aus dem medizinsichen bereich rauszukommen bzw. bissl was mitzubekommen und gleichzeitig deine jetzige ausbildung weiterzumachen, gäbe es ja sonst auch noch die möglichkeit als sanitäter ehrenamtlich zu arbeiten, wobei ich natürlich nicht weiß, ob das für dich in frage kommt.
und ich denke nicht, dass du mit 26 zu alt bist um ein studium zu beginnen! ich bin selbst 24 und bin froh, wenn ich vor der nächsten "0" einen platz habe ;)
alles gute weiterhin und viel erfolg.

Ehemaliger User 280111
02.11.2010, 08:39
wenn er 2009 Abi gemacht hat wird er wohl noch Azubi sein ;)

jenny-z
02.11.2010, 08:48
ohja sorry, wie peinlich, hatte ich irgendwie überlesen ^^ wer lesen kann, ist klar im vorteil ;)