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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Biochemie. Die unenedliche reise



pegla
06.03.2003, 20:16
hi,
ich komme bald ins 2. semester und da hab ich biochemie. bei uns(Homburg/Saarbrücken) soll dieses fach das fach des studiums sein. man munkelt biochemie schaffen und man stolpert über kein anderes fach im studium. nett oder?
letztes jahr sind 86% durchgefallen und in der nachklausur nochmal 80%!
Hilfe!!!
ich hab mir schon den kreutzig und den löffler gekauft um etwas zu pauken... aber wie habt ihr biochemie gepackt? hattet ihr auch nur eine gesamtklausur am ende oder waren es mehrere kleine testate?
erzählt mal wie es euch so ergangen ist! ich hab höllische angst vor diesem Fach!!!!!



danke für eure antworten

andréw
06.03.2003, 20:19
also bei uns waren es 2 klausuren(mc),leider grösstenteils vollkommen unabhängig vom gk,dat merke ich nämlich momentan in der vorbereitung aufs physikum.
tröste dich,ich habe auch nicht wirklich ahnung von diesem "tollen fach",aber irgendwie schafft man es...

Seaangel
06.03.2003, 20:26
Nun wir hatten Biochemie auf 2 Semester verteilt. In jedem Semester gab es dann 1 Testat am Ende.
Gut, bei uns fallen auch viele durch, aber Biochemie ist gar nicht so wild, wenn man mal ein paar Grundprinzipien verstanden hat.

An Deiner Stelle wuerde ich mir erstmal die Grundlagen (AS, Zellzeugs usw.) anschauen. Und dann rausfinden, was ueberhaupt in der KLausur gefragt wird.

So, und dann alle anabolen Stoffwechselwege und alle Katabolen lernen. Da wird Dir ordentlich der Kopf bei rauschen und Du willst das Buch wegwerfen. Ganz normal.
Wenn Du dann irgendwie nen Durchblick ueber anabol/katabol hast, dann lies Dir mal schnell die 2 Kapitel im Physikum Exakt dazu durch. (falls DU das hast).
Da wird naemlich alles nochmal kurz zusammen gefasst und ploetzlich macht es einen Sinn.
So und dann sind da noch die Hormone, abe die lernst Du ja genauso in Physio kennen. Waren bei uns sehr wichtig fuer die zweite Klausur. Und dann lernst Du erstmal wie welches Hormon wirkt. (Wirkmechanismen) und dann ob es anabol oder katabol wirkt. UNd schwupp hast Du einen riesen Teil und Du fuehlst Dich viel besser. :-top

Aber bei uns hat man die Semestertestate vorallem auch dadurch bestanden, dass man die Altklausuren gekreuzt hat um rauszufinden, was relevant ist.

Wuerde ich Dir auch erstmal raten.

Liebe Gruesse,

Sea

P.S.: UNd das ganze Transkriptionszeugs ist zwar viel, aber Du kennst es aus BIo und das verstehen macht eigentilch keine Probs. :-meinung

Sebastian1
06.03.2003, 20:30
Ich muss sagen, ich habe die Biochemie als vorklinisches Fach hier in Bochum lieben gelernt.
"Schuld" daran ist vor allem der Institutsleiter, Prof. Kunau, der didaktisch exzellente Vorlesungen hält - das war die einzige Vorlesung, die ich bisher regelmäßig besucht habe, auch im Wintersemester um 8 Uhr morgens, 4x die Woche - weil sie mir etwas gebracht hat
Man muss dazu noch sagen, daß sich BC bei uns vom 2. bis in 4. Semester hinein zieht, insgesamt gibt es 10 Praktikumsversuche (2.+4. Semester, jeweils 5), im 2.+3. Semester die Vorlesungen und die Seminare. Jeweils nach dem 2. 3. und in der Mitte des 4. Semesters gibt es eine Klausur.

Ich kann nur eins empfehlen: Viele Dinge, vor allem im Stoffwechsel, hängen zusammen. Es bringt nichts, sich Stoffwechselweg A anzugucken und bis ins kleinste Detail auswendig zu lernen um dann mit B, C und D genauso zu verfahren. Das hat man so nach 2 Stunden wieder vergessen.

Was aber etwas bringt: Eine grobe übersicht verschaffen: Wie hängen Glycolyse, Gluconeogenese, Glykogenstoffwechsel, Lipidstoffwechsel, Citratcyclus, Atmungskette, biologische Endoxidation, Ketogenese zusammen? Damit kann man schon viiiiiel anfangen. Man kann zum Beispiel problemlos herleiten, warum welches Hormon welche Stoffwechselweche induziert. Man kann herleiten, was Quatsch ist in einer MC-Frage. Man kann herleiten, ob ein bestimmtes Enzym jetzt phoshoryliert oder dephosphoryliert werden muss, um aktiv zu sein.
Sicher: eman muss auch Fakten lernen, sogar eine ganze Menge. Aber man kann Struktur reinbringen, und zwar von Anfang an. Zum Glück hat das bei uns schon unser Prof. getan, so daß man sich immer an einem roten Faden entlanghangeln konnte. Und das kann sogar Spaß machen!
Hat man nun nicht das Glück, daß man so eine gute Vorlesung hat, dann muss man das leider selbst machen, was vielleicht ziemlich schwer sein kann, wenn man bei Null anfängt.
Trotzdem: Viel Glück und den Kopf nicht hängen lassen.

Tschakka,
Sebastian (der zur Zeit viel lieber BC als diese elende Anatomie lernen würde *grrrrrrrrrr* :-D)

Smibo
07.03.2003, 01:26
Bei uns in Bonn ist Physio wie bei euch Biochemie. Hab einen Freund in Homburg, der mir die schlimmstesn Geschichten erzählt hat.

Auf jedenfall habe ich für Physio mit den dicksten Büchern gelernt, von daher rate ich dir auch zum Stryer zu greifen und dir mal den Karlson anzuschauen.

Biochemie in Bonn ist verhältnismäßig locker zu schaffen. Da reicht Kreuzig aus. Für das Bestehen im Physikum muss man schon den Stryer in und auswendig können und beherrschen.

Da Biochemie bei euch so ein Horrorfach ist würd ich an deiner Stelle den Stryer bearbeiten und mal den Kreuzig zur Seite stellen! Und noch ein Tip:

Damit du weisst, was du lernen musst und damit du nen Überblick bekommst würd ich dir das coolste Buch der Welt empfehlen:
BIOCHEMIE LIGHT...da ist die Biochemie auf 100Seiten reduziert, trotzdem findest du alles was du brauchst!

Also Stryer, Karlson und Biochemie light und da hast du fast das Physikum in der Tasche :-love

Rugger
07.03.2003, 08:25
Original geschrieben von Smibo
Bei uns in Bonn ist Physio wie bei euch Biochemie. ...
Auf jedenfall habe ich für Physio mit den dicksten Büchern gelernt, von daher rate ich dir auch zum Stryer zu greifen und dir mal den Karlson anzuschauen.Ich kann mir nicht vorstellen, daß diese Schlussfolgerung richtig ist...
Für das Bestehen im Physikum muss man schon den Stryer in und auswendig können und beherrschen. Ich weiß nicht, ob Du das mündliche meintest, dazu könnte ich dann natürlich nichts sagen. In Bezug aufs schriftliche stimmt diese Aussage definitiv nicht!
Da Biochemie bei euch so ein Horrorfach ist würd ich an deiner Stelle den Stryer bearbeiten und mal den Kreuzig zur Seite stellen! Direkt mich dem Stryer einzusteigen ist vielleicht ein bißchen arg heftig... Da verliert man ja vollkommen den Überblick...!

Damit du weisst, was du lernen musst und damit du nen Überblick bekommst würd ich dir das coolste Buch der Welt empfehlen:BIOCHEMIE LIGHT...da ist die Biochemie auf 100Seiten reduziert, trotzdem findest du alles was du brauchst!Das kenne ich wiederrum nicht, was aber in der Buchhandlung meines Vertrauens einen sehr guten Eindruck auf mich gemacht hat, war die "Biochemie des Menschen". Soll' zwar laut Aussagen in einem anderen Thread etwas fehlerbehaftet sein, aber wohl nicht so dramatisch. Würde ich mir wohl kaufen, wenn ich jetzt nochmal BC machen müsste.

Um noch mal zur ursprünglichen Frage zurückzukommen:
ich würde erstmal versuchen, mir klarzumachen, wieso bestimmte Zyklen ablaufen (welche Funktion hat die Glykolyse, warum und wann Gluconeogenese...) und dann mal schauen, was mit den Endprodukten passiert (Stoffwechselkarten!!!). Dann mal schauen, wie's reguliert wird (ists eher anabol oder eher katabol, welche Hormone spielen 'ne Rolle etc.). Die exakten chemischen Vorgänge (Reduzierung / Oxidierung, Energieübertragung etc.) würd' ich mir eher zuletzt zu Gemüte führen und dabei versuchen, mir einzuprägen, was bestimmte Enzymklassen & Vitamine so machen (Oxydasen, Katalasen usw. usf. -> hilft im Physikum enorm!).

Rugger

pegla
07.03.2003, 13:00
Danke für eure antworten!!!!
leider hab ich immer noch etwas schiss vor der prüfung obwohl es noch mindestens 5 monate bis dahin sind.
über wietere anregungen würde ich mich sehr freuen!!!

Stroke Unit
07.03.2003, 18:19
Also es lohnt immer in die Vorlesung zu gehen auch wenn es ätzend ist.
Dann würde ich immer mit einem Kurzlehrbuch vorarbeiten ( dann bringt das mit der Vorlesung nämlich auch was- sonst hockt man da morgens da und kriegt die Krise...)
Und dann kann man dann immer noch mit Büchern wie Stryer oder Löffler arbeiten wobei ich den Löffler vorziehen würde;
zum Nachlesen und Vertiefen.

Biochemie kann auch interessant sein wenn man anfängt es zu verstehen-

Stroke Unit

Miss
07.03.2003, 18:31
Um mal als ganzes einen Überblick über die ganze Sache (insbesondere den Intermediärstoffwechsel) zu bekommen, empfehle ich das Physikum exakt (äh oder kompakt, weiß ich gerade nicht, aber Ihr/ Du wißt schon, was ich meine)-Kann man ja ausleihen, muß man nicht gleich kaufen.

Wenn man das mal verstanden hat, hilft das allgemein, um noch Details zu lernen...z.B. kleiner Löffler (Kreuzig fand ich zwar nicht so gut, aber viele schwören auf den).

Mit so nem megadicken Schinken wie dem großen Löffler anzufangen, halte ich für kompletten Quatsch!! Da kriegt man ja die Superkrise und verliert den Überblick.

Und um einen meiner BC-Profs zu zitieren " wenn Sie sich in einer Stadt zurecht finden wollen, gucken Sie doch auch erstmal auf den Stadtplan, bevor Sie sich die Fassadenstruktur einzelner Häuser einprägen"...

PEACEKEEPER
08.03.2003, 01:10
Mein Tipp: besorg dir noch das Löfflerposter .
Das bekommst du umsonst bei der Ärzteversicherung.( die rufen dann zwar ständig an, und wollen dir eine Versicherung andrehen, aber was solls...)
Ich hab auch zunächst den Fehler gemacht, die einzelnen Stoffwechselwege "isoliert" zu lernen, und hab da doch recht schnell den Überblick verloren.
Auf dem Poster sind alle Stoffwechselwege dargestellt, wie sie miteinander zusammenhängen, und wie sie vorallem reguliert werden.
Da kann man dann schön den Weg von Glucose in den einzelnen Zyklen wunderbar nachvollziehen, oder was man alles aus Aminosäure xy so machen kann,.
Biochemie kann ganz interessant sein, wenn man einmal die Grundprinzipien verstanden hat.
Ansonsten würd ich von Büchern wie Stryer oder Lehninger die Finger lassen.
Ich weiß nicht, wie es bei euch war, aber ich hatte nicht viel Zeit während der Praktika und Seminare , um mir im Lehninger auf 50 Seiten die Gycolyse zu geben, und schon gar nicht, wenn man das ganze im Kreuzig schön kompakt auf 3 Seiten findet. Kreuzig und Löffler haben sich meiner Meinung nach prima ergänzt. Kreuzig um den Überblick zu haben ,und Löffler um seine Erkentnisse noch ein wenig zu vertiefen. Zusammen mit Schwarzer Reihe hab ich jedenfalls alle Klausuren bei uns mit dieser Kombi bestanden.
Na ja Bücher sind halt auch Geschmackssache, und du wirst schon noch rausfinden, welche deine Favoriten sind.

Grüsse

pegla
08.03.2003, 13:55
hi
ich bin echt überwältigt über eure engagement mir zu helfen. DANKE für eure tips!
ich muss schon sagen, dass hier ist ein echt klasse forum!
Macht alle weiter so!!!!

Geteiltes leid ist ja bekanntlich halbes leid!

Grüssle

nightingale
08.03.2003, 16:18
Hallo,
hier noch eine Buchempfehlung: Biochemie des Menschen von Horn et al .
Ein Buch von Studenten, das sehr interessant geschrieben ist.
Ich selbst habe mit kleinem Löffler und Kreutzig gelernt, habe auch alle Klausuren bestanden, aber für's nächste Semester hole ich mir den Horn.
Biochemie kann richtig interessant sein!!

Dies schreibt dir eine, die in Chemie (!) ständig durchfiel...