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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was macht die OTA-Ausbildung?



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pippapo
08.01.2013, 19:25
Was heißt das jetzt eigentlich genau, dass die Ausbildung nicht stattlich anerkannt wird?
Hat man viel Patientenkontakt?
Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einen Platz zu bekommen ohne vorher Praktika gemacht zuhaben?(Ich habe gelesen, dass bei vielen ein Praktikum davor erwünscht/verlangt wird)
Wann sind ca. die Bewerbungs/Auswahlgespräche?

Wenn es mit dem Studienplatz zum nächsten WiSe wieder nicht reichen sollte, wird es Zeit eine Ausbildung zu machen und ich finde OTA hört sich wirklich nicht schlecht an :)

Sticks
10.01.2013, 08:54
Der Beginn ist bei vielen Schulen unterschiedlich.

Es bedeutet in erster Linie das es keine staatlich einheitliche Prüfung und Richtlinien gibt. Allerdings gibt es Schulen die durch die Deutsche Krankenhausgesellschaft anerkannt sind. Die meisten Schulen fallen hier schon raus weil sie keine Ausbildungsvergütung vergeben. Wir waren anerkannt und bekamen das gleiche wie die KPH Schüler.

Ob du ein Praktikum brauchst entscheidet halt die Schule. Da du doch ohnehin bei jeder einzelner gesondert bewerben musst, siehst du dir vorher die Vorraussetzungen an.

pippapo
08.04.2013, 23:16
Sooo, ich wurde jetzt diese Woche zum Vorstellungsgespräch eingeladen und in der Einladung steht dass es auch eine praktische Aufgabe gibt..Habt ihr eine Idee was das sein könnte?

Sticks
11.04.2013, 21:42
wo wurdest du denn eingeladen?
ich kenne zum Beispiel aufgaben bei dem man Instrumentarium (eine Schere und eine Pinzette) anreichen muss- gleichzeitig in beide Hände des "Operateurs"
oder man muss Figuren nachlegen-dreidimensional mit kleinen Würfeln…

dr.moep
09.12.2013, 14:43
Hallo zusammen,

habe lang nichts mehr von mir hören lassen. Jetzt wo es dem Ende Der Ausbildung (im März bin ich endlich fertig) entgegen geht, nutze ich den Anlass aber nochmal um mich zu Wort zu melden.

Dazu nutze ich mal ein paar Fragen, die mir bereits im April von einer Userin per PN zugesendet wurden:

du machst eine OTA- Ausbildung?
Ja, jetzt gerade im Oberkurs, Januar bis März sind die Prüfungen (schriftlich, mündlich und Praktisch), Ende März '14 bin ich fertig.

Wo machst du deine und wie gefällt es dir dort?
In Freiburg, die Ausbildung ist nicht wirklich ein Traum. Ich beziehe mich immer auf meinen "Ferienjob" wenn ich mit anderen drüber rede; mehr ist es für mich nicht.

Wie sind die Arbeitszeiten und der Verdienst?
Hauptsächlich Frühdienst, gibt aber auch Spät. Dazu Ruf- und Bereitschaftsdienste (geben aber auch mehr Kohle). Bei meiner Stelle ab April starte ich bei 1650€ Netto (+ 300-500€ Dienste / Monat). Während der Ausbildung bekomme ich zwischen 750€ im ersten und 850€ jetzt im 3. Jahr.

Wie findest du die Atmosphäre mit den Kollegen?
Die Haltung der meisten Mitarbeiter der OP-Pflege ist sehr devot. Die Meisten Chirurgen, die ich kennen gelernt habe sind einfach nur Kotzbrocken, die oft mein Mitleid von mir ernten. Eins muss dir bei dem Job klar sein: Ärzte sind dir Weisungsbefugt und die Hierachie ist sehr streng. Eigenverantwortung ist so gut wie nicht vorhanden.
Welche Stationen lernst du so kennen?
Pflegestationen hatte ich im ersten Jahr 2: Innere und Viszeralchierurgie. OP's alle möglichen Fachrichtungen nach Vorgabe der DKG (Deutsche Krankenhausgesellschaft): Unfall, Herz, Thorax, ALlegmein, Uro, Haut, HNO...

Findest du die Ausbildung anspruchsvoll oder bist du eher unterfordert?
Die praktische Tätigkeit an sich hat schon einen gewissen Anspruch. Aber nur während der Einarbeitung. Wenn man das ganze dann kennt wird es eher langweilig. Man darf auch nicht vergessen, dass man nicht "assistiert" sondern hauptsächlich instrumentiert, d.h. Instrumente vorbereiten, anreichen etc. Ein weiterer großer Teil ist das "Springen", was die Lagerung von Patienten sowie das Bindeglied zwischen steriler/unsteriler Seite sein beinhaltet.
Der Unterricht an sich ist je nach Dozent durchaus anspruchsvoll. Ab und zu fühle ich mich auch überfordert - was aber an fehlenden Grundlagen liegt. Was bringt es mir zum Beispiel die Molekül-Unterschiede bei Sedativa zu kennen, wenn ich nicht mal die chemischen Bindungstypen kenne?
Grundsätzlich galt bisher bei dem Unterricht: Wenn Dozent Pfleger, dann zu oberflächlicher und oft falsche Informationen. Wenn Dozent Chirurg, dann zu detailliert, da uns die Basics fehlen.
Insgesamt bin ich also eher enttäuscht.


Abschließend noch zu meiner Zukunft:
Ende März bin ich (endlich!) mit der Ausbildung fertig. Dann wird ein halbes Jahr in meinem Lieblings-OP, bei dem ich eine Stelle bekommen habe, gearbeitet und dann sollte es endlich mit dem Studium in Freiburg losgehen.
Ich habe mir oft die Frage gestellt, ob ich die Ausbildung nochmal machen würde. Einerseits habe ich zwar schon viele Erfahrungen gesammelt, und vor allen Dingen die Perspektive der Pflege (und in diesem Zusammenhang die Arroganz vieler Ärzte) kennen gelernt. Dies wird garantiert auf meine persönliche Entwicklung während des Studiums prägend sein.
Allerdings habe ich mich auch oft bei den Gedanken erwischt wie es denn gewesen wäre eine andere Ausbildung während der Wartezeit oder ein Studium im Ausland zu machen (z.B. Sprachen). Jetzt im Nachhinein hätte ich mich wahrscheinlich zu letzterem entschieden. Also entweder eine richtig handwerkliche AUsbildug machen (Schreiner, Elektriker...), die mir im Leben tatsächlich hilft; oder meiner anderen Passion, den Sprachen nachzugehen.
Auf der anderen Seite ist bei mir Privat mittlerweile alles perfekt, und da meine Freundin nächstes Jahr zum WiSe auch ein neues Studium beginnt, starten wir quasi gemeinsam in das neue Leben.




Wie sind denn Eure Erfahrungen so? Einige schon fertig? Nachdem ich am Anfang ja sehr euphorisch und gespannt auf den Beruf war bin ich nun ziemlich ernüchtert. Ist das bei Euch ähnlich?

Beste Grüße,

moep

Puschll
09.12.2013, 17:25
Ging mir ähnlich, mit der Ernüchterung, wie dir moep!
Ich bin seit Anfang Oktober fertig... Examen mit 1,0 abgelegt :-dance
Nun arbeite ich in der Herz, weil es mir dort in der Ausbildung am besten gefallen hat, im Moment ödest es mich einfach nur noch an! Ich hoffe zum SS endlich mit dem Studium beginnen zu dürfen und zähle bis dahin schon die Tage... (Noch 62 Dienste :-oopss) Werde definitiv kündigen, falls ich keinen Studienplatz bekomme, arbeite ich zur Not auch woanders... aber bitte nicht mehr als OTA im OP ;-P

dr.moep
18.08.2014, 20:12
... so, möchte diesen Thread hier mal wieder mit etwas leben füllen!

Hallo liebe OTA-Azubis und OTA da draußen,

Wie läufts auf eurem Weg zum Studium?
Da ich jetzt endlich selbst mal loslegen darf, wollte ich dies zum Ansatz nehmen hier mal wieder etwas reinzuposten.

Nach 3 Jahren OTA-Ausbildung und nun seit 5 Monaten als OTA arbeitend, verspürte ich heute morgen einmal richtig Herzklopfen: Ich habe mich bei meiner Wunschuni eingeschrieben.
Was das für Gefühle freisetzt nach 6 Jahren langer Warterei könnt ihr euch ja vorstellen.

Zu meiner derzeitigen Arbeit sei so viel zu sagen: Ich habe es tatsächlich geschafft einen OP zu finden, wo man nicht ständig mit Ärzten und/oder auch Kollegen kollidiert, und wo man (sprich Ärzte, Anästhesiepflege und OP-Pflege) tatsächlich eher miteinander arbeiten als gegeneinander. Wäre dies nicht so, würde ich jetzt wohl meine Kündigung einreichen.
So steht mir aber ein Gespräch mit der Chefin bevor, in dem ich, wenn möglich, auf 30% Arbeitspensum während des Studiums reduzieren möchte.

Arbeitet hier jemand schon während dem Studium als OTA? Wenn ja, wieviel? Und ist das mit dem Studium gut vereinbar?

Cheers!

Sticks
18.08.2014, 20:48
Ich habe meine OTA Stelle damals gekündigt. Es war auch mein Traumhaus und ich wäre für nichts anderes als das Studium da weg gegangen. Aber ich wollte (und muss zum Glück) nicht nebenbei arbeiten. Was es als OTA noch schwieriger macht sind die Arbeitszeiten im OP. Gerade für die Vorklinik. Ein spätdienst wäre vll noch gut oder wenn auch am Wochenende regulär operiert wird. Aber 30% hätte ich in der Vorklinik nicht ausfüllen können/wollen.

Arrhytmicin
19.08.2014, 09:00
Genau das Problem seh ich auch..OTA als nebenjob ist eher schwierig...höchstens dann in den Ferien.
Ich find mein Haus zur Zeit auch gut, die Kollegen, die Ärzte...passt alles! Ich hab nur irgendwie furchtbare Dienste...regelmäßig operieren wir bis in die Nacht, zum rufdienst am Wochenende werd ich grundsätzlich IMMER gerufen und dabei hat noch nicht mal die Winterzeit begonnen, die für uns als unfallkrankenhaus immer der Horror ist! Ich hab letztes Jahr den Wald vor lauter radiusfrakturen und SHF's nicht mehr gesehen :-))

Charles Marvin
25.08.2014, 15:00
Hat jemand eine OTA-Ausbildung in Tübingen absolviert und kann mir hierzu etwas bzgl. Qualität sagen, bzw. andere Ausbildungsorte empfehlen?

Sticks
25.08.2014, 19:43
hast eine Private Nachricht

MediBe
26.10.2014, 16:00
Wie würdet ihr es machen bzw. wie habt ihr es bei eurer Bewerbung gemacht: mit offenen Karten gespielt und gesagt, dass ihr vor habt, Medizin zu studieren, oder den Wunsch verschwiegen und gesagt, dass OTA euer Traum ist?

Bin da gerade echt in ner Zwickmühle, zumal ich schon ein Semester für Medizin angerechnet bekommen habe und die Zeit des Studiums ja nicht verschweigen kann!

Stahllocher
27.10.2014, 16:41
Ach du je.
Sag auf keinen Fall, dass du studieren willst!
Ich mein du sagst damit indirekt " Ich will das hier eigentlich nur ausnutzen, hab eigentlich kein Bock den Job mein Leben lang zu machen und bin der nächstbesten Gelegenheit weg". :-))
Und gerade wenn du schon studiert hast, dann ist das eigentlich doch die perfekte Ausrede?! :D
Sag einfach, dass dir das nicht gefallen hat und du aus [irgendwelche Gründe hier einsetzen] viiiiiiiiiiel lieber ne Ausbildung machen würdest.

MediBe
27.10.2014, 18:15
Ja, so hab ich es bei der Bewerbung zur ATA gemacht und wurde abgelehnt :-))
Deshalb dachte ich, ich frag sicherheitshalber nochmal nach. Zumal ich hier gelesen hatte, dass in manchen Kursen tausende drin hocken, von denen alle "zugeben" (untereinander), dass sie später studieren wollen.

Sticks
27.10.2014, 20:13
Sag es nicht!!!
Ich habe in der Ausbildung einmal mit meinem Lehrer gesprochen und er hat auch immer wieder betont, dass er es nicht gut findet wenn Leute das genau so machen. Und auch später im Beruf würde ich es nicht sagen.
Ich selber habe es auch nicht offiziell gemacht! Und bin damit sehr gut gefahren, wer weiß denn ob du nach einer längeren Zeit überhaupt noch Lust auf das Studium hast, oder etwas anderes passiert das dich davon abhält. Also verschweige es, es ist ja nicht Dein Nachteil es nicht gesagt zu haben, manchmal muss man auch egoistisch handeln. Ich wurde bei der Bewerbung auch gefragt und habe angegeben, dass ich jetzt in die Wirtschaft einsteigen möchte und nach drei Jahren Abitur nicht noch einmal weiter etwas lernen möchte. Wurde so angenommen, abgesehen davon wusste ich damals das ich warten muss.