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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Miniumfrage: Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Kind im Studium



Nils
16.05.2011, 12:48
Hallo,
wir würden gerne eure Meinung zu diesem brisanten Thema erfahren. Einige von euch werden es kennen, Babygebrabbel in der Vorlesung, anwachsende Bäuchlein und Kommilitoninnen die plötzlich ein Semester aussetzen. Die Familienplanung schon im Studium zu beginnen ist für viele eine günstige Option. Doch wann ist der beste Zeitpunkt? Eignet sich das Medizinstudium überhaupt? Sollte man vorsehen ein oder einige Semester auszusetzen? Lieber Vorklinik, Klinik oder PJ? Gibt es vielleicht schon Mamis und Papis im Forum die von ihren Erfahrungen berichten können?
Wir freuen uns auf eure Meinungen und Erfahrungen zu diesem spannenden Thema.

amy-mia
16.05.2011, 18:07
also mal ganz unabhängig davon, dass ich selbst keine Kinder möchte (so denk ich zumindest zum jetzigen Zeitpunkt) und eigentlich auch finde, dass innerhalb des Studiums irgendwie ätzend ist ein Kind zu haben, aber aus Erfahrungsberichten von (Medizin)studentenmüttern habe ich gesagt bekommen, es sei eigentlich ideal, und gerade dann, wenn man einen Partner hat.
Es ist zwar sehr viel Organisation und sicher auch nicht (immer) einfach,(gerade in der Klausurzeit) aber zu keinem anderen Zeitpunkt hat man soviel Zeit wie während des Studiums, sowie die Planung ist besser verwirklichbar.
Denn in der Klinik kann man nie genau sagen, wann man Feierabend macht, siehe Assistenzärzte, die sind ja häufig noch weit nach Dienstschluss auf Arbeit, weil noch Briefe geschrieben werden müssen, oder irgendwas anderes zwischenkommt (was ja fast immer so ist).
Sicher hängt es viel mit Unterstützung durch eigene Familie und Partner zusammen, aber rein zeittechnisch scheint es während des Studiums genau richtig zu sein.

perro
20.05.2011, 11:27
ich finde es nicht schlecht während des studiums kinder zu bekommen, wenn man bei studiumbeginn schon ein gewisses alter erreicht hat (natürlich nicht, wenn man gleich nach dem abi mit 19 anfängt... dann bleibt auch nach dem studium noch genug zeit zum planen...).
Aber warum nicht, wenn man ca. 25+ ist, der geeignete partner da ist und finanziell auch alles geregelt ist?? man wird nicht jünger und wenn man mal arbeitet wirds auch nicht einfacher mit der planung:-meinung

Kana
25.05.2011, 15:55
Ich denke immer das sich das Studium sehr gut eignet zumindest anzufangen mit der Familienplanung. Man kann die Kurse schieben wie man will, ein oder mehrere Semester dranhängen, so flexibel wie im Studium wird man nie wieder sein. Gerade wenn man später was chirurgisches machen möchte, wäre es sinnvoll das mit den Kindern schon angehakt zu haben. Der Facharzt würde ja sont nie fertig werden. Andererseits könnte ich mich niemals schon durchringen auf mein momentanes Leben zu verzichten und alles danach auszurichten. Studium ist ja auch noch Freiheit, man kann reisen wann und so lange man will. Im Auto schlafen, erst morgens nach Hause kommen, den ganzen Tag im Park liegen, essen wann und was man will. WG-Leben ade, ach nee, lieber noch ein paar jahre warten, dann hat man wenigstens nicht dasGefühl man hätte was verpasst. Außerdem ist es ja auc ganz nett später wenn die Arbeitsroutine einen gefangen hält nochmal n bisschen "frei" zu machen und sich ganz auf das Kindchen und was dazu gehört zu konzentrieren.

Kackbratze
25.05.2011, 16:53
Es ist auch Freiheit seinem eigenen Kind beim wachsen und gedeihen zuschauen zu können. Und das geht nicht mehr so gut nach dem Examen.
Retrospektiv gesehen wäre es besser gewesen im Studium bereits mit der Familienplanung zu beginnen. Das gilt aber nur für Leute in festen und dauerhaften Beziehungen.

Galler
03.06.2011, 11:31
ich halte das Studium für einen viel zu frühen Zeitpunkt.
Wie will man denn neben dem Lernen und später dem Ausbau seiner "Karriere" genügend Zeit für ein Kind haben?
Ich bin zwar noch nicht lange im Studium, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es einfacher bzw. weniger zeitintensiv wird.
Außerdem ist man in den meisten Fällen ja noch ziemlich jung, wieso dann nicht warten, bis man eine gute Anstellung hat, darin routiniert ist und dann solch eine Herausforderung, wie ein Kind, anzugehen?
Klar, jeder muss ein Leben auf die für ihn beste Möglichkeit bewältigen und für manche mag es das richtige sein, aber für mich wäre das nichts.
Erstmal Studentenleben, Beruf und später dann Kinder, wenn man gesetzter ist..

Vievenia
14.06.2011, 13:51
Ich mach mir da jetzt auch Gedanken drüber :)
Ich heirate im Sommer und habe dann das 2. Vorklinische Semester beendet. Ich darf dazusagen, dass ich vor dem Studium schon gearbeitet habe und jetzt 26 bin. Also ich bin die 25+

Also bis nach dem Studium warten geht nicht, dann bin ich ja schon kurz vor der Rente ^^ Und weil ich schon geabreitet habe, weiß ich auch wie andere Mamis das im Beruf machen und da scheint das Studium schon ne bessere Möglichkeit zu sein. Das Studium lässt sich leichter zurechtstutzen als ein Chef, der Teilzeitkräfte doof findet.

epeline
16.06.2011, 08:35
.... Man kann die Kurse schieben wie man will, ein oder mehrere Semester dranhängen, so flexibel wie im Studium wird man nie wieder sein. Gerade wenn man später was chirurgisches machen möchte, wäre es sinnvoll das mit den Kindern schon angehakt zu haben. Der Facharzt würde ja sont nie fertig werden.

wieso ist es denn nicht schlimm, ein paar semester länger zu studieren aber völlig abwegig, wenn der facharzt länger dauert?

konstantin
16.06.2011, 18:57
Ich denke, Kind waehrend der Klinik ist nahezu noch der beste Kompromiss. Nach allem, was man so hoert, ist man dann studienmaessig ja auch etwas flexibler und sieht das mit den Pruefungen vielleicht auch etwas entspannter als in der Vorklinik.

Ansonsten kann es ja nichts Schlechtes sein, wenn das Kind nach dem Studium schon "aus dem Groebsten" raus ist und quasi zum ersten Arbeitstag direkt in den Kindergarten gehen kann.