Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Leiden der wollenden Studentin
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Sicherlich wurden die Anforderungen gesenkt.. ich finde es aber generell nicht gut, dass diese gesenkt wurden.. nur damit "jeder" ein Abitur machen kann.. für mich sinkt damit auch die Qualität.. welche nie in Mitleidenschaft gezogen werden sollte, da man dadurch auch an Wettbewerbsfähigkeit verliert.. tut mir Leid keine gute Prognose für Deutschland..
[...]
Klar ist es trotzdem eine Leistung, wenn jm ein sehr gutes Abitur hat.. auch Gratulation an diejenigen.. jedoch finde ich das deutsche Abitur, auch wenn es im Wandel ist, nicht unbedingt eine herausragende intellektuelle Leistung.. zumindest 2005 im Land Berlin
Warum sinkt dadurch unsere Wettbewerbsfähigkeit?
Was sagt ein Abitur aus? Dass jemand "was auf dem Kasten hat"?
Meiner Meinung nach nicht wirklich, ein gutes Abitur ist mir Fleiß und Schweiß genauso machbar wie mit "Intelligenz". Beides Dinge die einem im Studium eher nützen wie schaden....
Es bringt meiner Meinung nach nichts wenn nur ~10-15% eines Jahrgangs Abitur machen. Deutschland als Industrie- bzw Dienstleistungsnation braucht viele junge Leute die studieren.
Und solang nicht jeder ein 1,0 Abi schafft seh ich da auch keinerlei Problem dabei. Die NCs ziehen zwar an, aber dafür wirds ja umso leichter eine guten Schnitt zuschaffen. Ob bei schwerem Abitur die NCs bei ~1,5 liegen, oder bei leichterem Abitur bei 1,2 ist eigentlich vollkommen zweitrangig.
Die besten ~8.000 Abiturienten bekommen ihren Platz. Nur hat man eben bei leichterem Abi mehr Schüler die es bestehn und somit die Möglichkeit erhalten andere Dinge zu studieren. Also steigt mMn die Wettbewerbsfähigkeit Dtls eher, je "leichter" das Abitur wird.
Wer sich das vor 12/13 bzw 11/12 nicht klar gemacht hat, der hat eben Pech und muss warten.
Distress Misstress
31.07.2011, 18:27
Ich finde das ganze Thema, das immer wieder kurz vor jedem neuen Semester aufkommt, einfach nur noch langweilig und zum Kotzen.
Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, das muss man eben irgendwann lernen. Der eine lernt es früher (und schreibt ein 1,0er Abi, oder lebt mit den Konsequenzen wenn das nicht geklappt hat), der andere eben später. Das spätere Lernen ist mMn allerdings existentiell, denn wer mit Mitte 20 immer noch der Meinung ist das "das System" oder "die anderen" Schuld an der eigenen Situation hat/haben, bei dem läuft wohl tatsächlich was falsch.
Ganz zu Schweigen davon, dass man es sich damit verdammt einfach macht.
Aber klar, "Ich wär total toll als Arzt, die anderen sind Schuld", ist halt eben einfacher als sich ehrlich einzugestehen, dass man nicht genug für seinen Traum oder Wunsch oder wie auch immer gearbeitet hat. Und das man vielleicht nicht in der Lage dazu ist, den Anforderungen zu entsprechen.
Das meinte ich mit dem anscheinend von der Jahreszeit abhängigen Sekretion des Troll-Hormons. Solche Themen kommen natürlich immer kurz vor oder nach der HSS-Antwort.
Das unterschreibe ich, AA. Man ist jung und sehr gern faul; früher habe ich das Ganze natürlich auch anders gesehen und selbstverstädlich ist man dann "unzufrieden mit der Gesamtsituation" :-)) In der Wartezeit hat man Zeit zum Reifen - Leute, das ist einer der wenigen Vorteile am Warten. Nutzt das doch mal und macht das beste draus.
Um möglichst viele Studienanfänger mit ins Examen zu nehmen, versucht man sie eben so auszuwählen, dass sie das Kriterium Fleiss möglichst gut erfüllen. @Linda: Dabei spielt es sowas von keine Rolle, welche Fächer man im Abi hatte. Wer nicht-naturwissenschaftliche LKs hatte, wird (sich) schon automatisch in der Vorklinik aussortiert/aussortieren. Naturwissenschaften machen dich nicht automatisch für irgendwas unheimlich viel tauglicher fürs Studium; es gibt genug Leute, die weder ein gutes Abi noch Nawi-LKs hatten und insgesamt recht gut durchs Studium gekommen sind. Auch die, die gewartet haben. (Wie es natürlich auch die Bio- und Chemie-LKler gibt, die mit Spitzen-Abi in der Vorklinik schon kräftig ******** haben, weil da ein anderer Wind weht und sie eigentlich keine Motivation für Medizin haben.)
Die Vergabe nach Abinote ist nicht das Problem. Das Problem ist das uneinheitliche Schulsystem sowie die divergierenden Anforderungen in den Bundesländern für die Abiturienten. Unsympathische Lehrer gibt es nunmal, dieser methodischen Mangel wird sich nicht beseitigen lassen. Ich wäre ja für republikweite Einführung des Zentralabiturs in allen Fächern, dann kann man wenigstens behaupten, dass rein strukturell die Entstehung einer solchen Abinote wasserdicht ist. Erst dann kann man doch behaupten, dass objektiv alles dafür getan wurde, diese Abinote insoweit gerecht zu machen, weil die Messlatte in jedem Land gleich hoch gelegt ist.
Aber das ist schon wieder ein Thema, das sich ganz offensichtlich nicht hier diskutieren lässt. Grundsätzlich werden in diesem Forum auffällig oft die Beiträge unberechtigterweise und vollkommen unsinnig persönlich und auch kindisch, das hängt gar nicht so sehr vom Thema ab. :-nix
Das Problem ist das uneinheitliche Schulsystem sowie die divergierenden Anforderungen in den Bundesländern für die Abiturienten. Unsympathische Lehrer gibt es nunmal, dieser methodischen Mangel wird sich nicht beseitigen lassen. Ich wäre ja für republikweite Einführung des Zentralabiturs in allen Fächern, dann kann man wenigstens behaupten, dass rein strukturell die Entstehung einer solchen Abinote wasserdicht ist. Erst dann kann man doch behaupten, dass objektiv alles dafür getan wurde, diese Abinote insoweit gerecht zu machen, weil die Messlatte in jedem Land gleich hoch gelegt ist.
Exakt, genau das sage ich ja auch.
Also nehmen wir das anspruchsvollste Schulsystem Deutschlands und Zentralabitur für alle Fächer.
Und schon haben wir das vergleichbar gemacht.
Oder auch nicht, weil dann immer noch die Schüler einen Vorteil haben, die von guten, motivierten Lehrern entsprechend auf das Zentralabitur vorbereitet werden. Wer dieses Glück nicht hat, schaut auch beim Zentralabitur in die Röhre.
Eine hundertprozentig vergleichbare Durchschnittsnote wird es nie geben, aber man kann für sich das beste draus machen.
Und wenn es, aus welchen Gründen auch immer, nicht für den NC reicht, dann bringt es meiner Meinung nach gar nichts, sechs Jahre zu lamentieren und Frust zu schieben und sich jedes halbe Jahr von neuem aufzuregen, dass man keinen Studienplatz bekommt.
In dieser Zeit kann man eine Ausbildung machen und anschließend arbeiten gehen. Im Idealfall findet man einen Job, der einem (zumindest eine gewisse Zeit) Spass macht, kann Geld zurück legen und erwirbt Anspruch auf elternunabhängiges Bafög (erleichtert das Studium später enorm). Und der Persönlichkeit schadet es sicher nicht (ob es sie verbessert sei dahingestellt). Zu alt für ein Medizinstudium ist man danach sicher auch nicht, auch wenn es einem mit 19 erstmal so vorkommen mag.
Oder auch nicht, weil dann immer noch die Schüler einen Vorteil haben, die von guten, motivierten Lehrern entsprechend auf das Zentralabitur vorbereitet werden. Wer dieses Glück nicht hat, schaut auch beim Zentralabitur in die Röhre.
Aha, deswegen verbessern wir gleich gar nix, sondern lassen alles so, wie es ist?
Hast du Zentralabitur geschrieben?
Und dass es so arme Tropfe geben soll, die nur von schlechten unmotivierten Lehrern umgeben sind, halte ich für Jammerei.
Es gibt überall gute und schlechte Lehrer.
Und wenn mir die Lehrer an Schule A zu schlecht erscheinen, bitte dann wechsel ich zum Abitur hin die Schule.
Oje, das kam wohl anders rüber als es gemeint war. :-nix
Ich wollte damit nur sagen, dass es immer Gründe geben wird, warum sich jemand benachteiligt fühlt (und es zum Teil vielleicht auch ist). Allerdings wird es vollkommene Gleichheit und Gerechtigkeit sowieso nie geben, auch im späteren Leben nicht und ich denke auch, dass es nichts schadet, das beizeiten zu lernen und auch zu lernen, damit umzugehen.
Mein Hauptanliegen war im übrigen zu sagen, dass es mehr Sinn macht, sich mit der Realität abzufinden als 6 Jahre lang sinnlos zu jammern.
zu deiner Frage Solara:
Ich halte ein Zentralabitur für ganz Deutschland grundsätzlich für eine gute Sache, dennoch werden damit auch nicht alle Probleme aus der Welt geschafft. Dies ist aber sicher kein Grund, nichts zu ändern. Und nein, ich habe kein Zentralabi geschrieben, dafür bin ich viel zu alt und aus dem falschen Bundesland. Gewartet hätte ich mit Zentralabi genauso wie ohne, denke ich.
Schwesterchen86
01.08.2011, 21:44
Zum Thema Iran: Ist natürlich ein Superbeispiel! Mathe lernt man da, nur Demokratie und Freiheit sind leider grade aus.....
Kurz Stellung muss ich dazu schon nehmen, denn diese Aussage zeugt von Ahnungslosigkeit und Dummheit!!!!!!!
Im Iran gehen Tag für Tag Menschen auf die Straße und demonstrieren, werden dafür brtual gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Die öffentlichen Medien im Westen wollen nur ein Feindbild des Iran aufbauen, obwohl die Mehrheit der iranischen Bevölkerung unter ihrem Regime sehr leide und das Regime sehr fest im Sattel sitzt.. was wird schon groß bei uns über den Iran berichtet.. außer ein bisschen Blausäure und Atomprogramm.. Tut mir leid deine Meinung ist sehr trauirg.. beschäftige dich mal mit der Geschichte des Iran und du wirst sehen, dass die Geschichte des Landes sehr tragisch ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! und das land von menschen, Landschaft und Kultur absolut beeindruckend ist.. google mal Isfahan, maschad..
zum Schulsystem kann jeder seine eigene Meinung haben.. Ich bleibe dabei, dass mit Senkung der Anforderungen, die Besten darunter leiden.. und wir auch diese merkwürdige Situation haben, dass manche selbst für eine Kochausbildung jm mit Abitur bevorziehen.. Das System rechnet sich damit nciht, denn diejenigen gehen auch zwei jahre länger zur schule, weniger Menschen, die schneller erwerbsfähig werden..weinger steuereinnahmen...etc.. ein langer Kreislauf..
des weiteren wird der Schulstoff in einigen Ländern auch zügiger behandelt..
wenn ich an mein abi zurückdenke..
Englisch: wir haben filme auf deutsch geschaut, weil die Hälfte der Klasse die Filme nicht verstanden hat
Kunst: wir haben in der 13. Klasse Städte gebastelt..
Mathe: mein Lehrer schrieb die Aufgaben an die tafel.. und las die gesamte Zeit Zeitung
Politische Weltkunde: die Lehrerin hatte keinerlei Respekt, lief mit einem Schild auf dem Rücken rum "ich bin ein Pferd reite mich"
Chemie: die Lehrerin hatte nen Knall, gab Schülern 1en in Mitarbeit, obwohl sie gar nicht anwesend waren.. beim nächsten lehrer waren wir so schnell fertig mti dem Stoff, dass wir herr der Ringe geschaut haben..
die Latte geht noch weiter.. tut mir Leid, das war kein anspruchsvoller, disziplinierter Unterricht.. und ist auch einem Abitur, was als allgemeine Hochschulreife gilt lächerlich!!
PS: mein Sportlehrer war Alkoholiker und hatte ne Fahne..
was sollte ich als Schüler davon halten.. die schüler werden zunehmend frecher, die lehrer sind überfordert...
Kackbratze
01.08.2011, 21:48
wenn ich an mein abi zurückdenke..
Englisch: wir haben filme auf deutsch geschaut, weil die Hälfte der Klasse die Filme nicht verstanden hat
Kunst: wir haben in der 13. Klasse Städte gebastelt..
Mathe: mein Lehrer schrieb die Aufgaben an die tafel.. und las die gesamte Zeit Zeitung
Politische Weltkunde: die Lehrerin hatte keinerlei Respekt, lief mit einem Schild auf dem Rücken rum "ich bin ein Pferd reite mich"
Chemie: die Lehrerin hatte nen Knall, gab Schülern 1en in Mitarbeit, obwohl sie gar nicht anwesend waren.. beim nächsten lehrer waren wir so schnell fertig mti dem Stoff, dass wir herr der Ringe geschaut haben..
Wenn ich an mein Abi zurückdenke war es nicht so.
Genausowenig wie Du die pauschale Verurteilung des Irans möchtest, solltest Du dich auf gegenüber dem Schulsystem hier verhalten.
my2cent:
Ich glaube Iran mag noch so schoen sein wie es will, aber es wuerde von Blauaeugigkeit oder gar Dummheit zeugen, diesen Staat auch nur annaehernd ernst zu nehmen:
„Mr. President, you exhibit all the signs of a petty and cruel dictator“, hieß es in Bollingers Eröffnungsansprache, und weiter, in Hinblick auf die Propagandalüge des iranischen Präsidenten, Auschwitz sei eine Erfindung jüdisch gelenkter Massenmedien: „You are either brazenly provocative or astonishingly uneducated.“
http://www.youtube.com/watch?v=tACSopIZVdk
Kurz Stellung muss ich dazu schon nehmen, denn diese Aussage zeugt von Ahnungslosigkeit und Dummheit!!!!!!!
Im Iran gehen Tag für Tag Menschen auf die Straße und demonstrieren, werden dafür brtual gefoltert, vergewaltigt und ermordet. Die öffentlichen Medien im Westen wollen nur ein Feindbild des Iran aufbauen, obwohl die Mehrheit der iranischen Bevölkerung unter ihrem Regime sehr leide und das Regime sehr fest im Sattel sitzt.. was wird schon groß bei uns über den Iran berichtet.. außer ein bisschen Blausäure und Atomprogramm.. Tut mir leid deine Meinung ist sehr trauirg.. beschäftige dich mal mit der Geschichte des Iran und du wirst sehen, dass die Geschichte des Landes sehr tragisch ist!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! und das land von menschen, Landschaft und Kultur absolut beeindruckend ist.. google mal Isfahan, maschad..
zum Schulsystem kann jeder seine eigene Meinung haben.. Ich bleibe dabei, dass mit Senkung der Anforderungen, die Besten darunter leiden.. und wir auch diese merkwürdige Situation haben, dass manche selbst für eine Kochausbildung jm mit Abitur bevorziehen.. Das System rechnet sich damit nciht, denn diejenigen gehen auch zwei jahre länger zur schule, weniger Menschen, die schneller erwerbsfähig werden..weinger steuereinnahmen...etc.. ein langer Kreislauf..
des weiteren wird der Schulstoff in einigen Ländern auch zügiger behandelt..
wenn ich an mein abi zurückdenke..
Englisch: wir haben filme auf deutsch geschaut, weil die Hälfte der Klasse die Filme nicht verstanden hat
Kunst: wir haben in der 13. Klasse Städte gebastelt..
Mathe: mein Lehrer schrieb die Aufgaben an die tafel.. und las die gesamte Zeit Zeitung
Politische Weltkunde: die Lehrerin hatte keinerlei Respekt, lief mit einem Schild auf dem Rücken rum "ich bin ein Pferd reite mich"
Chemie: die Lehrerin hatte nen Knall, gab Schülern 1en in Mitarbeit, obwohl sie gar nicht anwesend waren.. beim nächsten lehrer waren wir so schnell fertig mti dem Stoff, dass wir herr der Ringe geschaut haben..
die Latte geht noch weiter.. tut mir Leid, das war kein anspruchsvoller, disziplinierter Unterricht.. und ist auch einem Abitur, was als allgemeine Hochschulreife gilt lächerlich!!
PS: mein Sportlehrer war Alkoholiker und hatte ne Fahne..
was sollte ich als Schüler davon halten.. die schüler werden zunehmend frecher, die lehrer sind überfordert...
Das erklärt natürlich warum Berlin in der Pisa-Studie so schlecht ist. Anscheinend ist euer Schulsystem so toll, dass man da das Abi schon bekommt, wenn man lesen & schreiben kann.
Verallgemeinere das nicht auf ganz Deutschland. Mach mal das Abitur in Bayern, bzw beschäftige dich mit unseren Prüfungen & Anforderungen.
Ich will jetzt Bayern kein elitäres Schulsystem einräumen, aber die von dir beschriebenen Zustände kenne ich nicht. Anscheinend sind die Unterschiede doch sehr gravierend.
Elena1989
01.08.2011, 22:23
@Schwestwerchen: So extreme Zustände kenne ich auch nicht.
Sicher gibt es manche Lehrer, wo der Unterricht nicht so top war und wo der Disziplinzustand der Klasse nicht so berrauschend war (Allen voran Religion in der Kollegstufe. Aber wen interessiert schon Religion?)
Aber in den wichtigen Fächern habe ich sowas nicht erlebt.
In den Fremdsprachen wurde konsequent kein Deutsch gesprochen.
In Spanisch hat unsere Lehrerin in der 11. Klasse über einen Zeitraum von drei Monaten wöchentlich eine Ex geschrieben, wegen Disziplinlosigkeit der Klasse.
Und auch in den Hauptfächern war das Niveau durchaus relativ hoch.
Also sowas wie du erzählst kenn ich eigentlich nur aus Religion und Sport :-) Und da auch nur bei ein paar Exemplaren :-)
Und mein Abi ist jetzt noch nicht soooo lange her.
Melina93
02.08.2011, 07:31
Ich bin in Bayern auf dem Gymnasium und muss sagen, dass es bei uns solche und solche Lehrer gibt. Einige sind sehr streng, machen aber sehr guten und gut strukturierten Unterricht. Da kommen alle mit und schreiben passable Noten(Da wir G8 sind, müssen alle Schüler in Mathe, Deutsch und einer Fremdsprache das Abitur ablegen und folglich ist es nicht selbstverständlich, dass jeder so gut mitkommt). Dennoch gibt es auch bei uns Lehrer, denen man richtig ansieht, dass sie ihren Job hassen, die gelangweilt irgendetwas nuschlen und das dann noch in unpräzisen Klausuren abfragen und unnachvollziehbare Noten vergeben. Dann gibt es diejenigen, die nie gute Noten vergeben und meinen, die Pukteskala würde bei 11 oder 12 Punkten enden. Aber es gibt auch welche, bei denen man seine 14 oder 15 Punkte bekommt. Wieviel man dafür leisten muss, ist natürlich unterschiedlich.Also an meiner Schule ist es zumindest so, dass es sogar in einer Jahrgangstufe und einem Fach immense Unterschiede gibt, da jeder Lehrer anders ist und zumindest meine Lehrer einen Dreck darauf geben, was der Lehrplan ihnen vorschreibt. Jeder macht, was er will- das würde sich auch mit keinem Zentralabitur ändern. Außerdem ist Bildung immer noch Ländersache und ich kann mir nicht vorstellen, dass man das so einfach ändern könnte. Aber die Idee eines Zentralabiturs finde ich persönlich ganz nett, nur die Umsetzung empfinde ich als durchaus sehr schwierig.
Und zu den Leuten, die Frust schieben...
lasst sie doch einfach, wenn es ihnen damit besser geht. An ihrer Situation wird das nichts ändern. Aber ich bezweifele, dass man jemanden, der sich so ungerecht behandelt fühlt, irgendetwas sagen kann, dass ihn von dieser Meinung abbringt. Ganz egal, ob es wahr ist oder nicht.
Melina93
02.08.2011, 07:34
Ich finde das ganze Thema, das immer wieder kurz vor jedem neuen Semester aufkommt, einfach nur noch langweilig und zum Kotzen.
Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, das muss man eben irgendwann lernen. Der eine lernt es früher (und schreibt ein 1,0er Abi, oder lebt mit den Konsequenzen wenn das nicht geklappt hat), der andere eben später. Das spätere Lernen ist mMn allerdings existentiell, denn wer mit Mitte 20 immer noch der Meinung ist das "das System" oder "die anderen" Schuld an der eigenen Situation hat/haben, bei dem läuft wohl tatsächlich was falsch.
Ganz zu Schweigen davon, dass man es sich damit verdammt einfach macht.
Aber klar, "Ich wär total toll als Arzt, die anderen sind Schuld", ist halt eben einfacher als sich ehrlich einzugestehen, dass man nicht genug für seinen Traum oder Wunsch oder wie auch immer gearbeitet hat. Und das man vielleicht nicht in der Lage dazu ist, den Anforderungen zu entsprechen.
Achja, das bezieht sich natürlich auf niemanden persönlich und soll niemanden beleidigen, mich nervt nur ganz allgemein die Einstellung, die in diesem und vergleichbaren Threads vorherrscht.
Mit Lernen und Intelligenz alleine, ist ein 1,0 Abi nicht zu schaffen, Man braucht auch Glück, was die Lehrer angeht. Und im G8, wo mündliche Leistungen genauso viel zählen, wie schriftliche auch ein gutes Mundwerk...
Schwesterchen86
02.08.2011, 08:01
da hier des öfteren indirekte Anspielungen fallen, dass manche sich schlecht und ungerecht behandelt fühlen..
so ist dies bei mir nicht der Fall.. das Abitur ist sicherlich in berlin einfacher als in Bayern.. ich habe hier bloß dargestellt, welches meine Erinnerungen an die Abi-Zeit sind, welche auch keineswegs übertrieben dargestellt worden sind..
Die Art und Weise des Unterrichts einfach unbefiredigend war.. und für Schüler auch nicht sehr motivierend..
Ich bin ebenfalls für ein einheitliches Schulsystem, was aber eine Grundgesetzänderung vorrausetzt..
@msc.. die politische Führung mit Ahmadinejad ist auch nicht ernstzunehmen!!!!!! die gebildeten Perser haben selbst unzählige Witze über ihn.. seine Wiederwahl war auch Auslöser für die grüne Revolution 2009..
so ist dies bei mir nicht der Fall.. das Abitur ist sicherlich in berlin einfacher als in Bayern..
Aha.... :-kotz
Absolute Arrhythmie
02.08.2011, 09:03
das Abitur ist sicherlich in berlin einfacher als in Bayern..
Was du ja sicherlich ganz objektiv sagen kannst, da du bestimmt in Bayern und Berlin deine Abiture gemacht hast. :-keks
Ich habe selten gelernt, Hausaufgaben damals meist verweigert, mein Abitur in Niedersachen (!), auf einer Gesamtschule (!), mit Sport (!) zwecks Note gemacht...
Mein Fazit, wenn ich die Beiträge so überfliege:
Hilfe, ich bin scheinbar völlig unqualifiziert für diesen Beruf!!!
Gut, dass mir ein paar CHIPs in roundabout 10 Jahren den Arsch - eh Patienten retten...!
Think about...
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...und dann auch noch in Kiel studiert...das kann ja nix werden ;-)
Kackbratze
02.08.2011, 12:59
Schon schick, wie der Bogen sich hier spannt.
Über den freiheitlich-demokratischen Iran zu dem angeblichen Nachweis, dass das deutsche Abitur nix wert ist.
Und auf Grund der Tatsache wird in ein paar Postings hier darauf hingewiesen, dass die Einser-Abiturienten bloss Schmarotzer dieses Systems sind und dementsprechend auchnur Studienplatzschmarotzer sind, die den Berufenen die Studienplätze wegnehmen.
Und schon dreht sich alles wieder im Kreis...
Schimmelschaf
02.08.2011, 13:25
Also so ein paar Eindrücke von Schulen kann ich leider nur unterstreichen. Als ich noch in NRW zur Schule ging, hatten wir eine 15 Std. Woche, eigentlich sollten es 27 sein. Es fielen ständig Lehrer aus, erschienen betrunken zum Unterricht, vermittelten kein Wissen oder gaben Noten, die von der Tageslaune abhängig waren. In Musik haben wir "The Sixth Sense" geschaut und sollten die Filmmusik interpretieren. Wenn man sowas wie "spannend" sagte und dazu noch Pseudodirigenten-Bewegungen machte, bekamm man schon eine 1.
In einem ganzen Jahr hatten wir 4x Musik.
Als ich in die Schweiz kam, musste ich mich an eine 39 Std. Woche gewöhnen (8. Klasse), exkl. lernen. Wir haben hier sowohl schriftlich als auch mündlich 13 Fächer in der Matur auf einem nicht gerade tiefen Level (ausser Basel und Neuenburg), das ist ein ganzes Stück Arbeit, da man NICHTS abwählen kann und mind. zwei Fremdsprachen belegt.
Und mit Verlaub: die deutschen Lehrer an unserer Schule sind eine Katastophe. Viele wurden wieder rausgeschmissen (oder wir haben dafür gesorgt, dass sie kündigten).
Dafür ist der Unterricht hier aber auch zum grössten Teil sehr viel besser, als in einigen deutschen Schulen.
Nicht ohne Grund sind die meisten deutsche Studenten an schweizer Unis in Fächern wie Mathe (ja, auch die aus Ba-Wü und Bayern!) schlechter als Schweizer. Speziell in Wirtschaft, wofür man sehr viel Mathe braucht, wird der Schnitt eines ganzen Jahrganges runtergezogen und das Lerntempo verlangsamt.
Und solange mir deutsche Studis mit Bayern-Abi selber sagen, dass sie in der Schule ziemlich gut abgeschnitten haben, aber einfach nicht so weit im Stoff sind, wie es fürs Studium notwendig wäre, halte ich vom gesamten deutschen Schulsystem herzlich wenig und bemitleide diese Menschen, die sich über ihr Abi identifizieren.
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