Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 2 - A 29/B 2 - Prostata



Seiten : 1 [2] 3 4

Unregistriert
05.10.2011, 16:18
diese ******** vom impp sollen mir mal zwischen die finger kommen. wie kann man denn so eine behinderte frage stellen! dann sollen sie es doch bitte ein klitzekleines bisschen eindeutiger machen

Wolle 1979
05.10.2011, 16:19
Werte zwischen 2 ng/ml und 4 ng/ml gelten als kontrollbedürftig, die Untersuchung sollte in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.


Ich hab D genommen, weil es schon das zweite Jahr mit erhöhtem, kontrollbedürftigem, Wert ist - mit ner Entzündung konnte ich das nicht mehr zusammen bringen. Und vorbeugen ist besser als sich auf die Schuhe zu pinkeln... ;)

Unregistriert
05.10.2011, 16:20
dann wäre eine wertänderung von 2,1 auf 3,1 aber auch schon abklärungsbedürftig gewesen.

jap, völlig korrekt... super Frage...

gute Evidenz für die 0,75... haha... 38 Männer. Great!

Von Carter et al. (1992) wurde ein Grenzwert für die PSAAnstiegsgeschwindigkeit
von 0,75 ng/ml*/Jahr vorgeschlagen [97]. In ihrer
Untersuchung an 38 Männern konnten die Autoren auf serielle archivierte
Proben zurückgreifen, die 7- bis 25 Jahre vor Diagnosestellung eingefroren
worden waren. Demgegenüber wurde bei 1.689 Männern im Rahmen der
ERSPC-Studie mit zwei PSA-Werten im Abstand von vier Jahren kein klinisch
relevanter Nutzen der PSA-Anstiegsgeschwindigkeit oder -Verdopplungszeit
gefunden [98]. Bei der Empfehlung sehr niedriger Grenzwerte für die
Berechnung der PSA-Anstiegsgeschwindigkeit (z. B. 0,35 ng/ml*/Jahr, [74]) ist
besonders bei nur kurzen Beobachtungsintervallen die Gefahr groß, dass
bereits durch die biologische Variabilität des PSA-Wertes eine Überschreitung
dieses Grenzwertes erreicht wird, ohne dass ein Prostatakarzinom vorliegt [99].

Unregistriert
05.10.2011, 16:20
Ich bin für C!!!

Unregistriert
05.10.2011, 16:22
Ist es denn nicht so, dass ein Gramm BPH den PSA um 0,3 erhöht? Der Patient hatte ja ein "ordentliches" BPH-Volumen, was den Anstieg erklären konnte. Der Anstieg ging ja auch schon über mehrere Jahre. Bei einem CA hätte man da doch irgendwas sehen oder tasten müssen.
Also hat man durch die BPH eine gute Erklärung für den Anstieg, beim letzten Anstieg ist auch nicht biopsiert worden....
Und der Wert liegt unter 4.....
Deshalb kann ich auch nicht verstehen warum man biopsieren soll...

GreenViper
05.10.2011, 16:23
die Frage ist ja mal wieder ein eindeutiges Beispiel dafür, dass die Beantwortung nicht viel mit "Wissen" zu tun hat :-)...ein Lehrbuch würde dazu überspitzt sagen: "Werte über 4 ng/ml sind höhergradig malignitätsverdächtig, im allgemeinen ist aber das weitere Vorgehen bei erhöhten PSA Werten im konkreten Einzelfall abzuwägen..."
also, nicht zufällig ein urologischer Facharzt anwesend, der für diesen konkreten Einzelfall das weitere Vorgehen erläutern kann?? :-)

jsthemaster
05.10.2011, 16:23
Deutscher Krebsinformationsdienst: http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/prostatakrebs/psa-test-frueherkennung.php

"Bei Werten von 2 - 4 ng/ml müssen zwischen 23 und 27 von hundert Männern damit rechnen, dass tatsächlich ein - wenn auch kleines - Karzinom die PSA-Quelle ist. Der Wert sollte nach einem Jahr kontrolliert werden, sofern keine weiteren Symptome vorliegen und die Tastuntersuchung unauffällig ist."

Definitiv Antwort C!

Hoaza
05.10.2011, 16:24
Zudem war der Anstieg in der vergangenheit schonmal stärker im Vergleich zur voruntersuchung... Bei einem CA müsste die Steigerung ja eher zu als abnehmen.

Unregistriert
05.10.2011, 16:25
http://www.urologie-remscheid.de/krankheitsbilder,psa--prostataspezifische-antigen----ein-tumormarker-fuer-das-prostatakarzinom,76.htm
Also nachdem ich diese relativ fundierte Seite gelesen hab, scheint mir Lösung c doch relativ klar zu sein.

god0t
05.10.2011, 16:26
Deutscher Krebsinformationsdienst: http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/prostatakrebs/psa-test-frueherkennung.php

"Bei Werten von 2 - 4 ng/ml müssen zwischen 23 und 27 von hundert Männern damit rechnen, dass tatsächlich ein - wenn auch kleines - Karzinom die PSA-Quelle ist. Der Wert sollte nach einem Jahr kontrolliert werden, sofern keine weiteren Symptome vorliegen und die Tastuntersuchung unauffällig ist."

Definitiv Antwort C!

Ich hatte auch C, aber man sollte bedenken, dass bei Deiner Quelle keine Progredienz eingeschlossen ist. Würde sagen: Abwarten und schauen, was das IMPP sagt.

Unregistriert
05.10.2011, 16:27
selbst wenn es ein kleines carcinom sein könnte - bei wieviel - 6?- probebiopsieen ist es äußerst unwahrscheinlich - zumal ohne sonographisches korrelat blind biopsiert werden müsste - dass man das ding erfasst.

nikilaus
05.10.2011, 16:30
Was ich halt komisch finde ist, dass der PSA-Wert in 4!!! aufeinanderfolgenden Jahren ansteigt....wenn es karzinombedingt wäre, hätte der Kerl nicht langsam mal ein sonographisches Korrelat???

Grübler
05.10.2011, 16:46
Die BPH nimmt halt stetig zu. Mehr Prostata-Gewebe -> höheres PSA. Und da hier keine exorbitanten Sprünge im Wert, sowie kein sonomorphologisches Korrelat eines Karzinoms zu finden ist, _und_ es (bisher) zu keiner Klinik gekommen ist -- Kontrolle!

Unregistriert
05.10.2011, 16:50
brandaktuelle studie:

"New York – Ein rascher Anstieg des PSA-Werts ist kein sicherer Hinweis auf ein Prostatakarzinom. Als Screening-Kriterium würde die „PSA-Velocity“ zu einem deutlichen Anstieg der Biopsierate führen, ohne die Zahl der tatsächlich erkannten Karzinome zu erhöhen, warnen US-Epidemiologen im Journal of the National Cancer Institute (JNCI 2011; doi: 10.1093/jnci/djr028)."

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/44882/Prostatakarzinom_Schneller_PSA-Anstieg_kein_sicheres_Screening-Kriterium.htm

die vom impp solle sich doch selber mal f***** mit ihren spitzfindigkeiten.

Skar
05.10.2011, 16:51
Sehe das auch ganz stark Richtung Biopsie wegen der Progredienz. Wenn du 5 Jahre konstant nen PSA von 7 hast ist das besser als einen von 1-2-3-4 in 4 Jahren nacheinander.

Skar
05.10.2011, 16:57
......

pillepalle321
05.10.2011, 17:00
äh, das ist ja wohl echt das Letzte, und ich weiß nicht, ob ihr geguckt habt, aber es sind sogar in den Referenzwerten des IMPP die Werte für PSA als <= 3-4 angegeben!

davschneid
05.10.2011, 17:12
Wichtig ist hier nahezue Verdopplung des PSA Wertes innerhalb von zwei Jahren, wobei die Progredienz der Jahre vorher sehr viel geringer war.
Es gibt sicher unterschiedliche Meinungen ob man diesen Patienten nun sofort biosieren sollte. Eine Kontrolle in erst einem Jahr wäre jedoch zu lange, eine erneute Kontrolle in 3 Monaten wäre sicher vertretbar.
Somit ist B nicht die einzige Wahrheit, C wäre aber meiner Meinung nach zu riskant.

Unregistriert
05.10.2011, 17:15
aber man hat doch gar nichts zu biopsieren, da es keinerlei morphologische veränderungen der prostata gibt, die biopsierenswert erscheinen. das einzig auffällige ist die größe und der steigende psa. das mag ein anhalt für ein karzinom sein, aber eine biopsie macht imho keinen sinn.

davschneid
05.10.2011, 17:18
aber man hat doch gar nichts zu biopsieren, da es keinerlei morphologische veränderungen der prostata gibt, die biopsierenswert erscheinen. das einzig auffällige ist die größe und der steigende psa. das mag ein anhalt für ein karzinom sein, aber eine biopsie macht imho keinen sinn.

Karzinome sind meistens in der TRUS nicht sichtbar. Daher werden blind z.B. 12 Stanzen aus allen Teilen der Prostata genommen. Sind alle unauffällig wird nur bei weiter steigendem PSA nochmals biopsiert.