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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tag 2 - A 29/B 2 - Prostata



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Unregistriert
05.10.2011, 17:24
Ich für meinen Teil seh das so (habe es auch nur wegen dieser Herleitung so gekreuzt und hoffe, dass es das IMPP auch so sieht):
Anstieg auf fast das doppelte in 2 Jahren ist abklärungsbedürftig da Ca- verdächtig(C falsch), viele Prostata- Ca's sieht man noch nicht im Sono- besonders bei "geringen" Anstiegen und die beste Sicherheit zum Ausschluss bei noch vertretbarer Invasivität wäre die pathologische Begutachtung nach Stanzbiopsie- in diesem Fall Blindbiospie nach Schema- (D richtig). Das Problem bei der TUR-P ist, dass wenn sich histologisch rausstellt, dass es doch ein Ca ist, onkologisch nicht richtig operiert wurde, da die Kapsel noch in situ ist- Besonders bei nem 60-jährigen wäre das echt blöd- da er noch ein paar Jahrzehnte leben könnte...

Kann natürlich sein, dass ich mal wieder komplett daneben liege, aber so hab ich es mir in meinem eigenen kleinen Hirn zurecht gereimt

Grübler
05.10.2011, 17:27
Diese verdammte Kaffeesatzleserei in den Tiefen eines kaum nachweisbaren PSAs (das zu allem Übel auch noch im Referenzbereich des IMPP liegt)!

Genau genommen würde ich bei 53mL BPH sogar ein noch höheres PSA erwarten (als nicht Urologe ;-) ). Und für mich ist es nach wie vor schlüssig, dass wenn die Prostata halt hyperplasiert, auch mehr PSA anfällt...

Unregistriert
05.10.2011, 17:59
... das will mir nicht in den Kopf. Prostata CAs wachsen doch sehr langsam... Ich hab C genommen, nach allem, was ich dazu heute Nachmittag gelesen habe, ist der PSA Wert ja auch extrem umstritten mittlerweile... Finde es schon fragwürdig aufgrund so eines doch recht dubiosen Wertes den Patienten zu stechen (hat ja auch wieder Risiken...). Dann lieber noch mal kontrollieren.

Unregistriert
05.10.2011, 18:01
Wahrscheinlich kriegt nur der Privatpatient ne Stanze, da man das besser abrechnen kann. ;-)

Unregistriert
05.10.2011, 18:13
Vor allem wo will man denn stanzen? Es gibt ja laut Sono kein verdächtiges Areal, also stanzte da blind drin rum und verfehlst den möglichen Tumor sowieso...

drlove
05.10.2011, 18:27
In der Sono siehste halt oft nichts, nichts desto trotz hat der mann halt ne kräftige BPH und wie oben halt shcon mit quellen belegt, der anstieg allein als tumormarker ist mittlerweile extrem stark umstritten... aus sowas ne frage zu machen ist mehr als zweifelhaft wie ich finde

Unregistriert
05.10.2011, 18:37
Aber wozu machste eine DRU und dann noch einen TRUS, die beide nichts malignomverdächtiges zeigen um dann doch nur an Hand des zweifelhaften PSA-Wertes rumzustanzen? Dann hätte man das auch gleich knicken können, du nimmst nur Blut ab und wenn der Wert verdächtig ist wird gestanzt. Wäre doch wohl auch nicht der Weisheit letzter Schluss oder?

kqx43
05.10.2011, 18:42
Naja, aber wenn du in der Sono was siehst, weißt du, wo du stanzen sollst - so stanzt du "einfach mal drauflos" und hoffst, dass in deiner Quadrantenbiopsie irgendwo was dabei ist, wenn was da ist.

Hoppla-Daisy
05.10.2011, 18:43
Vor allem wo will man denn stanzen? Es gibt ja laut Sono kein verdächtiges Areal, also stanzte da blind drin rum und verfehlst den möglichen Tumor sowieso...
Na, du nimmst schon aus den 6 Bereichen jeweils 2 plus ggf. noch aus nem Bereich, der ggf. suspekt erscheint. Es wird nicht ziellos drin rumgestochert, sondern schon nach nem festen Schema vorgegangen, sprich aus _jedem_ Bereich Material gestanzt.
;-)

mischkaarndti
05.10.2011, 19:00
Die Fakten liegen auf der Hand:
- Der PSA ist im Referenzbereich und der Anstieg als Folge einer BPH zu werten.
- Tastbefund o.B.
- Sono o.B.

=> wenn das alles keine Argumente sind, bräuchte man die Referenzwerte, sowie die vorher durchgeführten Untersuchungen nicht
=> für mich ist es 'C'!

flavour
05.10.2011, 19:01
Mit der Logik würde man ja jeden, der einen PSA-Anstieg von 1 auf 2 hat stanzen, weil er um 100% gestiegen ist.
Wozu macht man dann bitte die anderen Untersuchungen, wenn sie eh alle "o.B." sind, dann soll man doch stanzen?
Ich raste aus :D

FM4
05.10.2011, 19:54
Ich kenne die Frage nicht, aber vielleicht hilft zu deren Lösung ein Blick in die aktuelle S3-Leitlinie zum Prostatakarzinom? (Seite 22-)


http://www.aezq.de/mdb/downloads/dgurologie/prostatakarzinom-lang.pdf

jsthemaster
05.10.2011, 20:09
Die Fakten liegen auf der Hand:
- Der PSA ist im Referenzbereich und der Anstieg als Folge einer BPH zu werten.
- Tastbefund o.B.
- Sono o.B.

=> wenn das alles keine Argumente sind, bräuchte man die Referenzwerte, sowie die vorher durchgeführten Untersuchungen nicht
=> für mich ist es 'C'!

Sehe ich genauso.
Und außerdem hat der eine total knackige BPH. Bei deren Progression kann es auch zu einen Anstieg kommen.

PS: Störfaktoren? Manipulation?

Unregistriert
05.10.2011, 20:14
Hab mir die gepostete Leitlinie angesehen.


Im Rahmen der Früherkennung soll eine Prostatabiopsie bei
Vorliegen von mindestens einem der folgenden Kriterien
empfohlen werden:
kontrollierter PSA-Wert von ≥ 4 ng/ml* bei der erstmaligen
Früherkennungskonsultation;
karzinomverdächtiges Ergebnis bei der digitalen-rektalen
Untersuchung;
auffälliger PSA-Anstieg (ohne Wechsel des
Bestimmungsverfahrens und unter Berücksichtigung der
intraindividuellen Variabilität).



Wir haben hier einen bekannten Patienten den wir regelmässig untersuchen und sogar diesmal ist das PSA unter 4 ng/ml



Damit ist die Stanze doch wohl sicher nicht angebracht!

drlove
05.10.2011, 20:20
das problem ist halt in der Formulierung zu suchen: ein "auffälliger" Anstieg. Da stellt sich nun die Frage was heißt auffällig: für mich, dass ich keinen Grund dafür sehe, von daher ist bei ner dicken BPH der Anstieg nicht auffällig.

nikilaus
05.10.2011, 20:21
Und vor allem, wenn das die aktuelle Leitlinie ist und der "auffällige PSA-Anstieg" nicht näher definiert ist, müsste die Frage eigentlich gestrichen werden oder?

Obwohl der hier ja einfach kontinuierlich ansteigt ohne Sprünge und so...also für mich eher unauffällig...

FM4
05.10.2011, 20:28
Was stand denn sinngemäß in der Frage?

Fuddn123
05.10.2011, 20:34
Also ich habe auf der Uro PJ gemacht. Meiner Meinung nach hat der Pat eine asymtomatische BPH die den PSA erklärt(ich glaube mich zu erinnern das man, auch bei niedrigen PSA Wert hellhörig werden sollte wenn dieser ein eher exp. Wachstum zeigt). Tastbefund und Sono sprechen auch für BPH, ich sehe in der Stanze ein größeres Risiko für den Pat als ihn in einem Jahr zu kontrollieren und dann ggf. zu Stanzen sollte sich dann wenigstens "ein" Indiz für ein Malignom zeigen. Da nach der vorrangigsten Konsequenz gefragt wurde ist es für mich def. C

Unregistriert
05.10.2011, 20:38
Kann nur D sein!

nikilaus
05.10.2011, 20:42
Tschuldigung, sind Sie vom IMPP? Kenne nämlich sonst keinen, der von der Frage sodermaßen überzeugt ist....hahahaha