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RS-USER-fruehgriller
19.12.2003, 19:50
Original geschrieben von Trekker
Wenn ich den Namen nur höre geht mir das Messer in der Hose auf!!! :mad:

Dann schneid dich mal nicht. ;) Könnte an DER Stelle unangenehm werden...:D :peace:

Dynamike
19.12.2003, 21:14
Original geschrieben von Nefgeländefahrer
fährst du dort viel nef?
Nö, ist ein Nachbar-KV



Original geschrieben von DocMezzoMix
Äh ich muss jetzt mal Fragen: Stehen die beide am selben Standort? Oder muss ich bei Standartindikationen auf den Doc warten weil er durch die halbe Stadt gondelt? Ich denke mal man kann Ingoldstadt mit meiner Heimat vergleichen, und hier ist ein Chirurgisches Notfallgeschehen wesentlich seltener als ein Internes (würde mal so sagen 8 zu 1 ) wie ist den da die Auslastung?
Japp, stehen beide am selben Standort (und fahren sogar durchs gleiche Tor...)

Die Auslastung in IN kenne ich nicht, aber Deine Rate wird wohl ziemlich hinkommen.

RS-USER-Baer
10.02.2004, 03:30
Die stehen nicht nur am gleichem Standort sondern benutzen auch das gleiche Auto, hat zur Folge daß man öfters mal mit dem KTW oder der Feuerwehr zum Einsatz fährt. Die Auslastung ist wie in jeder Großstadt, das heißt die Internisten fahren bodengebunden meistens mehr Einsätze.
Der RTH wird von der Anästhesie besetzt und wenn ein zweiter oder dritter NA bodengebunden gebraucht wird fährt meistens auch die Anästhesie.
Guckst du hier: http://www.khzvi.de/neu/index_klinikum.html

RS-USER-Bärentöter
08.05.2007, 15:31
Original geschrieben von DoktorW
bist wohl auch Internist? :D


genau, wir Internisten dürfen ja auch mit wachen Patienten arbeiten! ;)

Edit: dieser Beitrag wurde aus dem Zusammenhang eines anderen Threads gerissen (wie man schon am Zitat erkennt) und ergibt deshalb hier keinen Sinn!

RS-USER-blacksheep
09.05.2007, 06:29
Original geschrieben von Katja
..., daß keiner was auf einem NEF zu suchen hat, der tatsächlich Angst (nicht: Respekt) vorm Intubieren hat ;) ...

Dann fall blos NIE in Hanau um. Die Aussage lass ich solange stehen bis hier endlich alle Internisten (nix gegen Internisten per se, aber die hier .. ähm .. ja (auch nicht alle aber die erschreckende Mehrheit)) und Chirurgen (dito) endlich durch die Anästhesie (Inzwischen einmal die Woche statt der Chirurgen) abgelößt werden.

RS-USER-Häuptling weiße Wolke
09.05.2007, 19:15
Vielleicht können Anästhesisten besser intubieren, aber diese komischen Zackenkrankheiten im EKG sind dafür dann ein völliges Rätsel. Da wird der der Pat. mit Infarktverdacht auch schon mal nach 2 Hub Nitrospray ohne venösen Zugang abgeliefert... (es gibt bei uns einen echten Spezialisten).

Es gibt nun mal nicht nur fachspezifische NEF-Dienste (Ausnahme Kinder-NEF). Daher hat meiner Meinung niemand etwas auf dem NEF zu suchen, der Notfallmedizin nicht beherrscht. Das beinhaltet neben allen gängigen Notfalltechniken auch ein umfassendes theoretisches Wissen.

Sorry, aber bei der "Anästhesisten sind die besten Notärzte"-Diskussion kriege ich immer eine Krise. Die Unfallchirurgen einer größeren Uni-Klinik in Norddeutschland behaupten ja auch, dass nur sie geeingnet sind, den Rettungshubschrauber zu besetzen.
Ich bin jetzt zwar auch in der Anästhesie, habe aber auch schon als Assi in der Inneren alle meine Notfall-Patienten intubiert bekommen. Und ich bin dabei nicht zimperlich...
Klar ist man immer mit dem, was man täglich macht, sicherer. Ich hab zum Beispiel höllischen Respekt vor jedem Kindernotfall. Wenn man dann aber mal schaut, welche Notfälle ein NEF in der Regel versorgt, dann ist der intubationspflichtige Patient doch eher die Ausnahme, die meisten haben internistische Erkrankungen.

So, genug aufgeregt, Tavor und Bayotensin eingeschmissen, das ist :-meinung

RS-USER-blacksheep
09.05.2007, 20:06
Original geschrieben von Häuptling weiße Wolke
Sorry, aber bei der "Anästhesisten sind die besten Notärzte"-Diskussion kriege ich immer eine Krise.

Komm mal wieder runter :) A) Hab ich nicht alle anderen Fachärzte über einen Kamm geschert und B) auch nur für Hanau gesprochen.
Aber glaub mir es geht mir da bei weitem nicht ums intubieren. Man könnte sagen: Die Motivation und der fachliche Einsatz vieler Notärzte hier lässt massiv zu wünschen übrig und geht sehr oft zu Lasten des Patienten. Ich hab in keinem Wort gesagt das die Anästhesie die besseren NEF-Beifahrere sind. Jeder Berufszweig hat seine Vollidioten. Was sich nur gezeigt hat das die Motivation sich mit Notfallmedizin auseinander zu setzen bei den Anästhesisten höher ist als bei den hier derzeit Aktiven. Ich kannte Int und Chr auf dem NEF bis vor nem Jahr nur vom Hörensagen (in Mainz fährt/fliegt nur die Anästhesie) aber nachdem ich hier Hu erlebt habe .. naja.. wie gesagt nicht alle .. aber erschreckend viele ...

RS-USER-Katja
10.05.2007, 01:45
Original geschrieben von Häuptling weiße Wolke
Vielleicht können Anästhesisten besser intubieren, aber diese komischen Zackenkrankheiten im EKG sind dafür dann ein völliges Rätsel. Da wird der der Pat. mit Infarktverdacht auch schon mal nach 2 Hub Nitrospray ohne venösen Zugang abgeliefert... (es gibt bei uns einen echten Spezialisten).

Es gibt nun mal nicht nur fachspezifische NEF-Dienste (Ausnahme Kinder-NEF). Daher hat meiner Meinung niemand etwas auf dem NEF zu suchen, der Notfallmedizin nicht beherrscht. Das beinhaltet neben allen gängigen Notfalltechniken auch ein umfassendes theoretisches Wissen.

Ruhig, Brauner :) Ich kenne einen fantastischen Chirurgen, der leider nicht mehr NEF fährt, ich kenne Internisten, die sehr gute NÄ sind - aber die können alle intubieren; die haben sich die Zeit dazu genommen, es zu lernen. Inzwischen kommen auch die Kollegen aus der Inneren vom Krankenhaus am Rande der ehemaligen Grenze für eine Woche ins Klinikum, um dieses Spiel nochmal ausgiebig zu spielen, und es bringt sicher was. Ihnen bringt es Vertrauen in ihre Fähigkeiten (und wenn sie Glück haben den kleinen Airway-Kurs am Simulator zum Plan B) und Routine und den Patienten auch Sicherheit.
Und btw. bin ich sicher kein Kardiologe, aber mit dem durchschnittlichen oder auch mal durchgeknallten EKG komme ich schon klar (das Vorderwandaneurysma kann ich nicht sicher auf dem Mickymaus-EKG des RTW diagnostizieren, aber dazu stehe ich), - im schlimmsten Fall kriegt der Patient auch ein behelfsmäßiges TTE - und EKG-Kenntnisse erwarte auch das von jedem, der NEF fährt. Da kannst Du den Kollegen BTLM ruhig fragen ;) Genauso wie ich erwarte, daß man einen Patienten mit einer open-book-fracture der Hüfte nicht mit einer 20G-Braunüle und den Worten "bis eben war er stabil" abliefert. Oder den GCS 3 Patienten mit der hängenden linken Seite und dem schlaffen Gesicht rechts und der Pupillendifferenz mit einem MAP von 40 in der Klinik abliefert - und mit einer Nasenbrille mit 2l Sauerstoff. Oder die hochschwangere Patientin mit schlechtem Druck platt auf dem Rücken liegend.

Ich denke, wir sind uns einige darin, daß ein Notarzt das können muß, was er im Notfall können soll. Etwa Thoraxdrainagen legen. Ich *hasse* Thoraxdrainagen - aber ich kann sie trotzdem legen (da helfen anderthalb Jahre THG-Intensivmedizin, um auf eine gewisse Routine zu kommen ;) ). Und man sollte sich, wenn es nicht eigen täglich Brot ist, darum bemühen, vorm NA-Dienst Kleinkinder intubiert zu haben, weil die sich tatsächlich anders intubieren als Erwachsene (deswegen rufen die Pädiater auch regelmäßig an, weil sie postpubertäre Jugendliche nicht eingestellt bekommen, was für jeden "Erwachsenenintubateur" völlig easy erscheint). Es müssen nicht 100 sein, aber man sollte mal auf so eine Hufeisenepiglottis geguckt haben; meines Wissens muß man das für NDS inzwischen auch nachweisen.

Ja, mir ist klar, daß Kindernotfälle den kleinsten Teil am Kuchen ausmachen. Aber ich find's dann halt unangenehm, wenn man Dosierungen erst groß ausrechnen muß und sich mit dieser Art von Notfall prima vista überfordert fühlt, weil man keine Erfahrung mit Kids hat. Und das sind emotional geladene Notfälle, für jeden, da muß vieles auf Kleinhirnebene laufen ;) Es ist wunderbar, wenn man dann Backup hat und sich einen zweiten Doktor holen kann, der sich besser auskennt - und die Nerven zu haben, sich das einzugestehen, DAS beweist in meinen Augen Stärke, nicht Schwäche!

So, Einigkeit und sowas? Alle Klarheiten beseitigt? :knuddel: :peace:

Und ein bißchen blödeln und gegenseitig aufziehen muß erlaubt bleiben - a la "Was macht man, wenn man keine Magensonde gelegt kriegt? - Man läßt einen Neurologen intubieren."

Jaja, die Kollegen der großen norddeutschen Uniklinik, die Freitags nie Verbrennungsbetten hat :D

Dann wieder back to topic...

RS-USER-Bärentöter
10.05.2007, 08:32
Original geschrieben von Katja
Ja, mir ist klar, daß Kindernotfälle den kleinsten Teil am Kuchen ausmachen. Aber ich find's dann halt unangenehm, wenn man Dosierungen erst groß ausrechnen muß

da gibt es so Notfallkärtchen für die Kitteltasche! Hatte ich immer einstecken.

RS-USER-Häuptling weiße Wolke
10.05.2007, 09:04
So, ausgeschlafen, runtergekocht, wieder leidlich zurechnungsfähig...

Sorry, bin da ein bißchen hochgekocht, aber die Diskussion wurde bei uns zum Teil erbittert geführt. Meine Erfahrung ist, dass gute Notärzte die sind, die wirklich gerne Rettungsmedizin machen und sich dann auch reinknien. Dann ist es eigentlich auch egal, welcher Fachrichtung sie angehören. Ich finde es aber beruhigend, dass es in vielen Häusern offensichtlich üblich ist, Intubationen etc. zu trainieren. Ist bei uns leider nicht die Regel, was ich erschreckend finde, da dann intern. Kollegen den Rea-Piper bekommen und noch nicht mal wirklich wissen, wie rum sie das Laryngoskop halten müssen (mein Einarbeitungskonzept mit entsprechenden Pflichtzahlen wurde leider in die Ablage P verfrachtet).

@Katja: Kleinkinder intubieren üben ist leider schwierig, bisher hatten alle meine Arbeitgeber weder Pädiatrie noch HNO. Da hilft halt nur eine Fortbildung. Bin diesen Sommer hoffentlich in Bad Segeberg auf ´ner Fortbildung zu pädiatrischen Notfällen (zu 90% klappt´s). Ich hatte auch mal versucht, eine Woche in einer Kinderklinik zu hospitieren, aber deren Warteliste ist endlos lang. So lange müssen halt regelmäßig die Intubationsphantome herhalten.

So, :knuddel: und :peace:

RS-USER-Rettungshund
10.05.2007, 09:28
Schaf : Wenn schon denn schon dann sag Hanau und Gelnhausen ;)

Weil wenn hier der NA die dann fragen tut was er denn geben soll und was er machen soll....

RS-USER-emergency doc
14.05.2007, 23:05
Hmmm... also die Intubation immer als Qualitätsmerkmal für Notärzte heranziehen zu wollen ist dämlich. Keiner käme auf die idee, zu sagen, Gefäßchirurgen könnten im Notfall immer 'nen Zugang (offen) hinkriegen o.ä.
Intubieren ist nur eine Technik, nicht mehr oder weniger als z.B. Viggo legen oder Stiffneck anlegen.
Klar sollte man die Techniken beherrschen, aber meiner Erfahrung nach sind die besten Notärzte wirklich die Engagierten, die Spass dran haben und sich fortbilden.

Achja, zum eigentlichen Thema des Threads: Ich hab in der Tat die 1250,- EUR für einen ATLS-Kurs (dauert 2 Tage) ausgegeben, und muss trotz der schmerzlich hohen Summe sagen: es hat sich sehr gelohnt.
Aber: Ist halt keine "Ausbildung" im klassischen Sinne, und wirklich profitieren tut man nur, wenn man schon Erfahrung hat.

<ed>

RS-USER-Siebenschläfer
15.05.2007, 17:58
Ist jetzt doch schon ne Weile her, seit ich das Thema Notarzt losgetreten habe...
Hab sehr viel erlebt in der Zwischenzeit und bin - vorübergehend - in einem etwas ruhigeren Gebiet tätig: Mir hat ein älterer Kollege sehr ans Herz gelegt, einmal das "Danach" zu begreifen, das Nach-der-REA, das Nach-dem-grossen-Eingriff, Nach-dem-Unfall. Ich arbeite jetzt mit solchen Patienten und musste einsehen, dass wir an der Front sehr oft eine Art "Helden-Denken" haben und meistens kaum an die Konsequenzen für den Patienten, sei es sozialer oder psychischer Natur, denken.
Wie geht man mit einer Halbseitenlähmung um, wenn man bisher alleine gelebt hat, die Kinder im Ausland? Endstation Altersheim? "Warum nur habt Ihr mich reanimiert?"
Ich rate allen, auch einmal auf DIESER Seite zu arbeiten. Es tut sehr gut!!!


Original geschrieben von emergency doc
(...) aber meiner Erfahrung nach sind die besten Notärzte wirklich die Engagierten, die Spass dran haben und sich fortbilden.(...)
Spass??? Ich weiss, dass Du's so nicht gemeint hast...
Letztes Jahr hat uns ein "sehr motivierter" Notarzt einen Polytrauma-Patienten zugeliefert. Er blieb während der ganzen - im Endeffekt erfolglosen - REA bei uns. Die Angehörigen des Patienten warteten draussen. Was sagt doch der Notarzt beim Verlassen des Schockraums laut und mit einem zufriedenen Lachen, in Hörweite der Ehefrau des eben Verstorbenen? "Das war jetzt ein echt geiler Einsatz".
Mir wurde mal ganz kurz seeehr übel...

RS-USER-blacksheep
15.05.2007, 18:07
Original geschrieben von Siebenschläfer
Was sagt doch der Notarzt beim Verlassen des Schockraums laut und mit einem zufriedenen Lachen, in Hörweite der Ehefrau des eben Verstorbenen? "Das war jetzt ein echt geiler Einsatz".

Ich kann es in soweit nachvollziehen das ich auch "zufrieden" bin wenn bei einem Einsatz gut arbeitet und einfach seine Arbeit gut macht. Das ein Patient einem da einen Strich durch die Rechnung macht und trotz aller Bemühungen verstirbt ändert da auch nicht viel an der Tatsache. Vor ner Zeit ne Rea gehabt die einen erfolglosen Verlauf hatte aber vom Ablauf her "schön" war. Trotz "guten" Vorraussetzungen (ca. 65 Jahre, beobachteter Kreislaufstillstand, laufende Laienrea) nach eineinhalb Stunden abgebrochen. Wir haben alle Register gezogen aber der Patient war nicht aus dem Kammerflimmern rauszubekommen. Doofer Einsatz war der Mann verstarb. Schöner Einsatz weil die Abfolge trotzdem "zufrieden stellend" war.
Der NA hätte es vielleicht denken und nicht laut aussprechen sollen.

RS-USER-gnuff
15.05.2007, 19:02
Original geschrieben von Siebenschläfer
Spass??? Ich weiss, dass Du's so nicht gemeint hast...


Darf ich als in der Medizin Tätiger nicht sagen, daß ich Spaß an der Arbeit habe? Spaß an der Abeit zu haben bedeutet nicht, daß man Freude am Unglück anderer hat. Ich habe sicherlich keinen Spaß daran kleine Kinder zu reanimieren oder zuzusehen wie Menschen jämmerlich verrecken, aber dennoch kann ich guten Gewissens sagen, daß mir mein Beruf Freude bereitet und auch Spaß macht, wäre das nicht so, würde ich mir zügig was anderes suchen.

"Motiviert" heisst nicht, daß jemand permanent alle Register zieht und unreflektiert alles tut. Sei mir nicht böse, aber in mir erwächst der Eindruck, daß Du versuchst mit der großen Kelle Moral zu verteilen. Die meisten hier dürften die "andere Seite" kennen eben weil sie motiviert sind. Viele haben Teile ihrer Ausbildung auf Intensiv- oder Wachstationen verbracht und gesehen was teilweise bei unserer Tätigkeit "rauskommt".
Sich hinzustellen und zu sagen "die vom Rettungsdienst sind alle notfallgeile Volldeppen weil sie uns permanent mit Apallikern zuschütten" ist ein klassischer Fall von "im Nachhinein ist man immer schlauer". So einfach ist es eben nicht...

RS-USER-emergency doc
15.05.2007, 19:09
Original geschrieben von Siebenschläfer

Spass??? Ich weiss, dass Du's so nicht gemeint hast...


Ich habe Spass in der Tat nicht im Sinne von Kurzweil und Vergnügen sondern im Sinne von positiv besetztem Stress gemeint. Eben ein Beruf den man gerne macht. Ich wäre z.B. nicht gerne Sachbearbeiter an irgendnem Schreibtisch.
Ich weiss genau, was Du meinst, ich krieg auch 'nen Hut, wenn mir bei der Übergabe einer sagt: "Voll geil, ich hatte nen Mega-Unfall auf der Bahn!"... Oder wenn mir mein Fahrer was von "hoffentlich kriegen wir noch 'n Polytrauma oder 'ne Rea" sagt.
Mal abseits von irgendwelchen dämlichen political correctness Attitüden, ich denke daß man diesen Job trotzdem gerne und gut machen kann.

RS-USER-Bärentöter
15.05.2007, 19:38
Original geschrieben von Siebenschläfer
in Hörweite der Ehefrau des eben Verstorbenen? "Das war jetzt ein echt geiler Einsatz".


sowas geht einfach nicht!

RS-USER-Häuptling weiße Wolke
15.05.2007, 22:01
Natürlich sollte man immer auch daran denken, was für Folgen unsere Arbeit draußen nach sich ziehen kann. Aber dann bitte auch in beide Richtungen. Natürlich ist es immer tragisch, wenn Patienten nach Reanimation einen massiven Verlust der Lebensqualität erleiden müssen. Aber es gibt genauso die Fälle, wo unsere Patienten trotz schwerster Erkrankungen durch unsere Bemühungen gerettet werden können und ihr Leben mit guter Lebensqualität weiterleben können. Und gerade, wenn man das junge Polytrauma nach Diskounfall einige Zeit später wieder laufend im Haus wiedertrifft, dann weiss man doch erst wieder, wofür man den Job macht. Das sind die Augenblicke, in denen ich wirklich aus vollster Überzeugung sagen kann, dass ich meinen Job richtig gerne und mit Spass mache. Die retten mich dann auch wieder über die nächste Scheiße hinweg.

RS-USER-Rippenspreizer
15.05.2007, 22:12
Und so richtig die Wahl hat man zumeist ja auch gar nicht. Hinterher ist man natürlich immer schlauer.
"Hätte", "Könnte" und "Sollte" sind in diesem Zusammenhang dann müßig.
Jeder, der einem Patienten 5 Wochen nach fast einstündiger Reanimation die Tageszeitung ans Bett bringt, merkt, dass es nicht immer umsonst ist. Dummerweise weiss man das nicht schon während des Einsatzes.
Ich bin sicherlich kein Freund der Maximaltherapie um jeden Preis. Aber man muss andererseits auch verdammt vorsichtig sein, Menschen aus Angst vor bleibenden Einschränkungen pauschal keine Chancen einzuräumen.

Ich will nicht bestreiten, dass unser Job oftmals ans Limit geht. Aber gerade Spaß bei der Arbeit ist (meiner Meinung nach) die Grundessenz, um den Job nicht nur gut sondern auch über eine lange Zeit zu machen. daran ist nichts verwerflich,

Daniel

volleule
14.07.2008, 18:07
Ist ja schon n bisschen älteres Thema, aber ich ab eine neue Frage zu "Wie werde ich Notarzt":
Weiss jemand, ob man den praktischen Teil der Notarztausbildung auch im Ausland ableisten kann? Sprich, in Frankreich fährt jeder auf dem "SAMU" mit, der eine Stelle als Anästhesie-Assistent hat. - Intubieren und Braunülenlegen wären von Vorteil, aber am Anfang ist sowieso alles schwierig... Es gibt eine Art begleitende Seminarreihe, aber die beginnt gleichzeitig mit den Diensten. Wenn also der Infarkt zuerst im Dienst und dann im Kurs auftaucht...
Nagut, auf jeden Fall wäre ich dankbar für jegliche Informationen, vielleicht gibt es ja auch "grenzüberschreitende Notärzte"?