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RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 19:11
:rolleyes: Es geht auch ohne Druck ;)

Aber dafür sollte man mal sämtliche Standpunkt -und Betrachtungsweisen in Erwägung ziehen ;)

RS-USER-Möhre
19.12.2003, 19:21
ich fürchte nicht ...
meine übelste erfahrung als leitung ist die, das es ohne diese/dieses nicht geht, denn dann geht gar nichts ... würden sie so arbeiten wie du, dann könnten wir deutschland revolutionieren, aber es ist leider nicht so ...D:-)

RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 19:26
Vielleicht wird es irgendwann soweit sein ;) :knuddel:

RS-USER-Möhre
19.12.2003, 19:29
dein wort in gottes gehörgang ...
:peace: :peace: :peace:

RS-USER-rettungshamster
19.12.2003, 19:30
Was wäre die Welt ohne Visionäre ? ;)

RS-USER-Möhre
19.12.2003, 19:38
aber diese visionen müssen nach draußen, sonst gehen sie ein ... ich hoffe, dir bleiben deine visionen und uns die visionärin erhalten ...:jump:

RS-USER-Alter Schwede
20.12.2003, 09:15
Illusionen sind was feines und nicht besonders hilfreich. Nicht träumen, sondern was tun!
Frollein hat recht. Ich habe diese Diskussion (und verdammt ähnliche posts :-p) auch schon mehrfach hier gelesen. Nichtsdestotrotz haben wir vor einigen Jahren mit Hilfe der Gewerkschaft erreicht, dass den Krankenpflegeschülern zumindest anteilsmäßig die Gefahrenzulage gezahlt wird, die für manche Stationen gesetzlich vorgeschrieben ist. Auch konnten wir erreichen, dass die Schüler nur anteilsmäßig (und nicht voll!) auf den Stellenplan angerechnet werden. Ebenso, dass in unserem Haus die Grundlagen geschaffen wurden, dass die Schüler ihre Ausbildung überhaupt fachlich machen können. Niemand von uns hatte Illusionen. Es war lange bodenständige Arbeit. Wozu brauchen wir neue Gesetze, wenn man schon genug damit zu tun hat die bestehenden umzusetzen? Seinerzeit wurde sogar eine Unterrichtskraft entlassen, weil sie zu sehr das Maul aufmachte. Es ging sogar durch die örtliche Presse. Natürlich sind wir an die Öffentlichkeit gegangen! Es gab sogar ein paar Demos. Alle paar Jahre ist es dasselbe: Die Gemüter regen sich, es geht an die "Öffentlichkeit", kleine Veränderungen treten ein (manchmal auch nicht). Dann ist wieder ein paar Jahre Ruhe, bis alles von vorne losgeht. Ich finde es nur immer witzig, wenn "Neulinge" so tun, als seien sie die ersten, die was verändern wollen. ;)
Versucht doch erst mal bei euch selbst anzufangen und im Rahmen der Möglichkeiten in eurem Haus Verbesserungen durchzuziehen. Ihr werdet euch wundern, mit wie viel Anstrengung das schon verbunden ist. Schafft z. b. sinnlose Pflegerituale ab. Wir haben bei uns auch die Arbeitszeit und den Tagesablauf flexibel so umgestaltet, dass wir erheblich mehr Zeit für die Patienten haben. Ganz ohne neue Richtlinien oder Berufsverbände. Krankenpflege ist ein verdammt anstrengender Job und immer noch üben ihn meist Frauen aus. Von Frauen verlangt man "Aufopferung" und "die Klappe zu halten". Sehr viele werden auch heute noch so erzogen. Man sollte bedenken, dass zur Doppelbelastung Job in der Pflege, eigene Kinder großziehen, Familie, oft noch pflegebedürftige Angehörige versorgen, viele einfach weder Lust noch die Kraft haben, sich in Berufsverbänden oder sonst wo in ihrer mageren Freizeit (wenn überhaupt vorhanden) zu engagieren. Ich bitte also um ein bisschen Verständnis, dass sich nicht jeder Pflegende freudig ein Bein für Veränderungen ausreißt. Im Übrigen wird in kaum einer Berufsgruppe so engagiert für Verbesserungen gearbeitet. Ich finde es schade, dass dies gerne übersehen wird. Wer wirklich etwas verändern, etwas tun will, der soll mit ein paar anderen eine eigene Wohngruppe für Demenzkranke o. ä. ins Leben rufen.
Klar, Privatleben ist von da an nicht mehr drin. Ist also mehr was für Alleinstehende. Aber man kann jeden Abend zufrieden und extrem müde ins Bett fallen und hat wirklich etwas gutes bewirkt. Eine kleine Veränderung, die für die Menschen der Wohngruppe das Leben bedeuten. Dazu braucht es keine Illusionen sondern tatkräftige Hände.
Leider höre ich gerade von den Jungen: "Es muss sich was ändern! Es muss an die Öffentlichkeit (da ist es längst ;) es juckt nur niemanden)" Nur: Was macht ihr konkret? Erzählt mal: Was konkret habt ihr in eurer Einrichtung erreichen bzw. verändern können? Wenn ihr euch das klarmacht, ist man zu mehr Veränderungen motiviert. ;)

RS-USER-rettungshamster
20.12.2003, 09:24
Es war nicht die Rede von Illusionen sondern von Visionen ;) Und nach sieben Jahre in der Pflege, möchte ich von mir sagen, dass ich kein "Neuling" mehr bin und ich mit Bestimmtheit sagen kann, dass ich die Möglichkeiten zur Realisierung mancher Ziele gut abwägen kann. ;)

Und nun würden wir ja die Diskussion wieder von vorne beginnen. Eine Aufzählung der von Kollegen und mir errungenen Veränderungen wäre hier für euch völlig irrelevant...weil ihr ja nicht in meiner Einrichtung arbeitet und es somit auch nicht bewerten könnt ob diese gut oder schlecht wären. ;) :)

RS-USER-Alter Schwede
20.12.2003, 09:39
Original geschrieben von rettungshamster
Es war nicht die Rede von Illusionen sondern von Visionen ;)
Auch wenn der Unterschied nicht so riesig ist.
Illusion: trügerische Hoffnung
Vision: unwirkliche Erscheinung, Trugbild. ;)



Original geschrieben von rettungshamster
Und nach sieben Jahre in der Pflege, möchte ich von mir sagen, dass ich kein "Neuling" mehr bin und ich mit Bestimmtheit sagen kann, dass ich die Möglichkeiten zur Realisierung mancher Ziele gut abwägen kann. ;)

ich kann mich nicht erinnern, deinen Namen im Speziellen erwähnt zu haben. ;)
Aber ich erinnere mich an eine Diskussion von dir, in der du dich sehr negativ über das Altenpflegegesetz ausgelassen hast. Nachdem andere die wirklichen Fakten dargelegt haben, findest du das Gesetzt plötzlich auch gut. Aber Schwamm drüber. ;)
Es bringt nichts, wenn jetzt jeder aufzählt wieviel Berufserfahrung als examinierte Kraft er hat und wieviele Jahre er aktiv in der Gewerkschaft oder im Berufsverband ist. Warum du deine Erfolgserlebnisse nicht schildern möchtest, verstehe ich zwar nicht, aber auch egal. Wollte nur zu ein wenig Motivationstraining aufrufen. Auch für die anderen, damit sie sehen, was man tatsächlich erreichen kann. Aber wenn du nicht magst, dann halt nicht. ;)
Ich entschuldige mich, dass ich mich an dieser Diskussion versucht habe zu beteiligen. Scheine nicht willkommen zu sein.

RS-USER-rettungshamster
20.12.2003, 09:47
Original geschrieben von Alter Schwede

Ich entschuldige mich, dass ich mich an dieser Diskussion versucht habe zu beteiligen. Scheine nicht willkommen zu sein.

So ein Schmarrn :rolleyes: ;) Und das weißt du auch ;)

Noch einen kleinen Zusatz über meine Empörung bei dem novellierten AP-Gesetz:
Ich erachte es nicht gerade für gut, wenn in dem neuen Kurs der jetzt in diesem September angefangen hat, überwiegend 16jährige sitzen. Ich denke für einen Beruf wie den der AP, sollte eine deutlich höhere Altersgrenze gezogen werden.
Die allerwenigsten wissen in dem Alter auf was sie sich da einlassen.....und wenn ich mir die jungen Hüpfer so anschaue und reden höre, lässt es mir das Blut in den Adern gerinnen. Und nicht nur mir geht es so.

Intensivling
20.12.2003, 09:49
Original geschrieben von Alter Schwede
Auch konnten wir erreichen, dass die Schüler nur anteilsmäßig (und nicht voll!) auf den Stellenplan angerechnet werden. Ebenso, dass in unserem Haus die Grundlagen geschaffen wurden, dass die Schüler ihre Ausbildung überhaupt fachlich machen können.

Ich frag mich grad wem du damit einen gefallen getan hast das Schüler mit auf den Stellenplan der Station angerechnet werden. Damit hast du den allgemeinen Stellenschlüssel für die examinierten gekürzt und damit auch die fachliche Erfüllung der Patientenversorgung.
Schüler sind und bleiben Schüler, die auf Station ihr theoritisch erlentes ins praktische Umsetzen sollen und somit auf einem Stellenplan nichts verloren haben. Damit drückst du die Schüler ins Alltagsgeschäft mit rein und bietest allen Kollegen wenig Spielraum sich um die Schüler ordentlich zu kümmern, da es an examinierten Kräften fehlt.
Im ünrigen obliegt uns als examinierten Kräften die Veranwortung über die Schüler und es ist keinem geholfen sie, auch wenn nur teilweise, auf den stellenplan zu schieben.

Gomerizer
20.12.2003, 10:00
Original geschrieben von Alter Schwede

Versucht doch erst mal bei euch selbst anzufangen und im Rahmen der Möglichkeiten in eurem Haus Verbesserungen durchzuziehen. Ihr werdet euch wundern, mit wie viel Anstrengung das schon verbunden ist. Schafft z. b. sinnlose Pflegerituale ab.

Ja, genau da gehen die Probleme ja schon los. Ich bin zwar nicht in der Pflege tätig, bekomme jedoch immer wieder mit, dass Verbesserungsvorschläge zwar von den zwar angehört, aber vom Direktorium gedanklich zerrissen werden.
Die Entscheidungsträger (sowohl im kleinen Haus, als auch in der großen Politik) haben von dem, was tagtäglich am Patienten passiert, kein Wissen.
Bei uns im Haus wurden (vor meiner Zeit) in der Pflege drastisch Stellen gekürzt, mit dem Ziel, dass die Verbleibenden effektiver arbeiten sollen (Im Grunde genommen musste einfach nur gespart werden, was sich ja auch nachvollziehen lässt. Schließlich bekommen die Häuser ja entsprechenden Druck von oben). An der Pflege selbst wurde so gut wie nichts geändert. Durch schlechte weitere Organisation bzgl. des Tagesablaufs sind Überstunden angefallen. Das Direktorium ist nun der Meinung, dass die leitenden Stationsschwestern dafür verantwortlich sind

Verwaltungsapparate werden immer mehr aufgebaut, es wird gemanagt, controlled, supervisiert, etc, etc, etc, mit dem Ergebnis, dass dort Unmengen an Gehältern verschleudert werden, wo dass Geld an anderer Stelle besser gebraucht werden könnte.

Aber, um auf das Zitat zurückzukommen: Wie willst Du das ändern?

Wir sind ein kleines Haus, hatten ärztlicherseits mal durchgerechnet, dass wir mit der Arbeit, die wir verrichten, noch eine Planstelle mehr haben müssten. Dieses wurde über unseren Chef an die Verwaltung weitergegeben. Es wurde sofort abgelehnt, ohne drüber nachzudenken.
2 Wochen später haben wir mit 4 Ärzten vorm Kaufm. Direktor gestanden und ihm gesagt, dass wir zum nächsten Quartal kündigen werden. Es fanden noch in der gleichen Woche klärende Gespräche statt, die Stelle wurde genehmigt und ist in der Zwischenzeit auch besetzt.
Geht es wirklich nur so ???
(Wir hatten das Glück, dass die "Position" der Ärzte derzeit für den Arbeitnehmer so gut ist. Vor 3 Jahren wäre dies noch undenkbar gewesen) Zugegeben, es war ein ziemlich mieses Verhalten unsererseits, aber das ist die einzige Sprache, die noch verstanden wird.

RS-USER-Möhre
20.12.2003, 11:27
[QUOTE]Original geschrieben von Gomerizer
[B]Ja, genau da gehen die Probleme ja schon los. Ich bin zwar nicht in der Pflege tätig, bekomme jedoch immer wieder mit, dass Verbesserungsvorschläge zwar von den zwar angehört, aber vom Direktorium gedanklich zerrissen werden.
Die Entscheidungsträger (sowohl im kleinen Haus, als auch in der großen Politik) haben von dem, was tagtäglich am Patienten passiert, kein Wissen.

und da bist du dir sicher ????
träum´ weiter ] :rolleyes: :rolleyes:

Intensivling
20.12.2003, 11:29
träum´ weiter :rolleyes: :rolleyes:

Da hat der Gomerizer schon sehr recht wenn er behauptet das die Direktion keinen Bezug zu den Patienten hat und den täglichen Stationsalltag so gut wie nie nachvollziehen kann.

RS-USER-Möhre
20.12.2003, 11:41
ich fürchte, da gebt ihr euch einer illusion hin ... das würde voraussetzen, daß weder die klinikdirektoren noch die zuständigen politiker lesen könnten ... sagt euch der begriff ppr was ???

Intensivling
20.12.2003, 11:47
Original geschrieben von Möhre
ich fürchte, da gebt ihr euch einer illusion hin ... das würde voraussetzen, daß weder die klinikdirektoren noch die zuständigen politiker lesen könnten ... sagt euch der begriff ppr was ???

PPR ???

Hör auf sonst muss ich laut lachen. A1 / S2 .... A3 / S3 .... was sagt das denn über den Klinikalltag aus ????

Schon mal was von LEP gehört ? Das ist der erste vernünftige Ansatz den Stationsaufwand einigermassen transparent und vor allem REAL darstellen zu können. PPR kannst du glatt in die Tonne treten. Was ungenaueres gibt es gar nicht.

Stell dir einen Metzger vor der an einen Lammrücken einfach nur Fleisch dranschreibt. Weißt du dann genau was es für eines ist oder wie lange der Metzger dran rumgeschnippelt hat bis es in der Theke liegt ?

So verhält es sich auch mit der PPR, es sagt nur das da einer ist wo viel oder wenig gemacht wird, aber nicht was und wie und wann und wie lange und überhaupt. Also steck das PPR wieder in die Schublade.

RS-USER-gonzo
20.12.2003, 11:53
ppr ist in hh auch schon wieder seit längeren vom tisch weil siehe intensivling.

aber es giebt z.t. häuser die es für sich selbst noch weiterverwnden:rolleyes: , habe noch nie meine arbeitszeit so sinnlosvergeudet wie mit diesen mist.

Intensivling
20.12.2003, 11:54
Original geschrieben von gonzo
ppr ist in hh auch schon wieder seit längeren vom tisch weil siehe intensivling.

aber es giebt z.t. häuser die es für sich selbst noch weiterverwnden:rolleyes: , habe noch nie meine arbeitszeit so sinnlosvergeudet wie mit diesen mist.

*APPLAUS*

Endlich einer der seine Arbeit versteht :D

RS-USER-Möhre
20.12.2003, 11:54
ich fluche also bin ich ....

ich bin seit ´88 in der pflege und kann den stellenwert der ppr durchaus beurteilen ... aber weißt du, wofür die ppr eingeführt wurde ??? offensichtlich leider nicht ...

die ppr war als steuerinstrument gedacht, den tatsächlichen bedarf an pflegekräften zu ermitteln; die minutenwerte, die da hinter stehen, wurden damals schon von der politik zu ungunsten der pflege beschnitten ... und die vierte stufe der ppr wurde einfach gestrichen, weil schnell klar war, daß selbst nach den beschnittenen zahlen niemals so viel personal wie ermittelt eingestellt werden konnte ... das personal gab´ es einfach nicht, und selbst wenn, wer sollte es bezahlen ???

jetzt darfst du fluchen ...

Intensivling
20.12.2003, 11:57
Im übrigen Möhre.

Du bist doch selbst Intensivfachpfleger, also solltest du doch eigentlich wissen, das die PPR auf einer Intensivstation immer A3 / S3 ist. Aber wie willst du einem Politiker aus A3 / S3 verständlich machen, das Intensivpatient nicht gleich Intensivpatient ist. Du hast einen Pat. mit HI, nicht beatmet und Kreislaufstabil, andererseits einen Pat. mit ICB inkl. Beatmung, Relaxierung und ICP Monitoring etc. Beide werden gleich eingestuft, wo bitte ist dort die Transparenz ???