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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium auch ohne Abi??



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RS-USER-Kräuterhexe
11.02.2004, 06:57
Original geschrieben von Claudi
Was die "Bildung" angeht: auch dazu gehören zwei - einer der lernt und einer der lehrt (nein, nicht leert! :D ). Was können die kids dafür, dass sie keiner zum lernen in den Hintern tritt? :-p
:o
Ich weiß nicht?:confused:
Eine Freundin ist Lehrerin aus Berufung und Leidenschaft, und sie erzählt auch immer, daß es sich enorm geändert hat. Zum einen Teil, da würde sie Dir sicher recht geben: Eltern würden sich weniger für die Entwicklung ihrer Kinder interessieren. Es gibt Kollegen, welche gnadenlos überfordert sind, ABER die Motivation wäre ziemlich gesunken ( nicht einmal das Argument ohne Bildung keine Lehrstelle zieht).

Meinereiner durfte ein paar mal zur Vertretung in Assistenkursen unterrichten.
Was mir dabei auffiel, war: wenig Motivation (so daß ich schon gefragt habe, warum sie überhaupt die Ausbildung machen), wenig eigenständiges Arbeiten, und vor allem, kein HINTERFRAGEN ( alles wird kritiklos angenommen, außer, wenn man Erfahrungen aus anderen RD`s berichtet. "das braucht man HIER nicht, das macht MAN hier nicht" "hä:confused: :confused:
über den Tellerrand gucken? Flexibilität? Was ist, wenn sie "HIER":D keine Stelle kriegen? )
Und an der Uni fällt mir das bei manchen "Kleinen" auch schon auf - sehr "unpolitisch" ( wobei, da glaube ich, daß unser Dekanat nicht ganz unschuldig ist!)

Wer von den <20 Jährigen weiß noch was von den Demos gegen AKWs , Pershings etc.?
Obwohl es heute so viele Mißstände gibt, geht kaum noch jemand auf die Straße!
Wer geht mit? :D
:peace: :peace:

silver tabby
11.02.2004, 08:44
Original geschrieben von Kräuterhexe
:confused:
Eine Freundin ist Lehrerin aus Berufung und Leidenschaft, und sie erzählt auch immer, daß es sich enorm geändert hat. Zum einen Teil, da würde sie Dir sicher recht geben: Eltern würden sich weniger für die Entwicklung ihrer Kinder interessieren. Es gibt Kollegen, welche gnadenlos überfordert sind, ABER die Motivation wäre ziemlich gesunken

Meinereiner durfte ein paar mal zur Vertretung in Assistenkursen unterrichten.
Was mir dabei auffiel, war: wenig Motivation (so daß ich schon gefragt habe, warum sie überhaupt die Ausbildung machen), wenig eigenständiges Arbeiten, und vor allem, kein HINTERFRAGEN


Naja, ich denke da kann man durchaus zustimmen. aber wenn man sich über die Jugend von heute aufregt, muss amn auch fragen, wie es denn so kommen konnte? Ich denke, jede Generation hat so ihre Macken, das ist ganz normal. Aber wenn man ehrlich ist, sind es die jetzt zwischen zwanzig und dreissig Jährigen, die die Verantwortung für die Ausbildung und Erziehung der Kids tragen. Also sozusagen unsere Generation (auch wenn ih noch zu den etwas jüngeren davon zähle...) Ich meine, wir können natürlich schön auf die anderen zeigen und sagen "Ihr seid Schuld", aber eigentlich sind es die jungen Mütter und Väter, die keinen Bock haben, ihre Freizeit einzuschränken und die Kinder zu erziehen und zu Lehren... Das überlassen die meisten den (überforderten) Schulen, die aber die Grundlagen, die in der Familie gelebt werden sollten nicht ersetzen können! Und was das Desinteresse einiger Schüler angeht... Da sollte sich mal jeder an die eigene Nase packen, zum Einen war man selber häufig auch so, und zum anderen kann man jeden Unterricht so gestalten, dass dann auch entsprechende Reaktionen kommen. Ist manchmal schwieriger, manchmal leichter, aber meist kriegt man die Leute doch irgendwie (zumindest ist das meine Erfahrung aus dem Pflegeunterricht...)

RS-USER-Kräuterhexe
11.02.2004, 09:24
Wenn wenigstens zwischen 20 und 30 jährige für die Ausbildung zuständig wären.....:(
Meine Schwester (14J) ist an meiner alten Schule. Sie hat die gleichen Lehrer wie ich ( bin seit 12 Jahren weg und unser damalig jüngster Lehrer war 33; seither vier neue Lehrer <40) ! Und diese Schule hat noch einen ziemlich guten Ruf ( rel. "junge "Lehrer, Projektarbeiten mit der Uni/ FH/ Wirtschaft, Abi nach 8 Jahren....)
Klar, das Desinteresse der Eltern wird ja auch von Lehrerseite bemängelt; nur, wer kann es sich heute noch leisten, daß nur ein Partner in einer Familie erwerbstätig ist.
Faulheit ist ja auch ok. ( Ich war auch keine Streberin)
Aber dieses Desinteresse! Finde ich schon traurig! Klar, sind das nicht alle, es gibt immer wieder Leute, die Kurse retten. Aber in dem letzten, in dem ich war, war es selbst bei Fallbeispielen nicht leicht zu motivieren (und das ging auch den alten Hasen so, die waren genauso frustriert)

RS-USER-Claudi
11.02.2004, 09:48
Was ich trotzdem witzig finde ist, dass sich die Leute, über die sich meine Generation am meisten aufgeregt hat (nämlich über die, die in den 90ern ihre Ausbildung gemacht haben) heute über die nachfolgenden Schüler aufregen. :D :D

Mag sein, dass es quantitativ heute etwas mehr kids sind, die kein Interesse etc. haben. Aber das gab es wirklich immer schon. Übrigens ist auch von meinem Jahrgang (1966) längst nicht jeder auf Demos gegangen oder hat sich irgendwie engagiert (irgendwie scheinen das viele zu glauben ;) ). Ich erinnere da z. B. an die Punk-Szene, die gerade meiner Generation entsprungen ist: "O-Bock auf Nix" - Standardspruch der 80er. Und unser Ausbilder hat oft einen Tobsuchtanfall im Unterricht gehabt "warum werdet ihr nicht alle Verkäufer - bei dem Desinteresse und der mangelnden Motivation..." war sein Lieblingssatz. Es waren auch bei uns immer nur eine handvoll Leute, die engagiert bei der Sache waren. Wenn man heute mit den kids redet, werden manche ziemlich sauer, weil alle über einen Kamm geschert werden. "Ja, sicher sind viele so, aber es gibt auch andere!" Und recht haben sie. Wie eben in jeder Generation. Wahrscheinlich gibt es auch unterschiedliche Erfahrungen, je nachdem wo man lebt, mit welchen Leuten man Umgang hat. Aber dass es derart "krass schlimm" mit den kids von heute ist, wie es dauernd beschrieben wird, möchte ich dahingestellt lassen. Hatten wir nicht schon mal so einen thread: "Ja früher - da war alles anders..." :D
Übrigens habe ich persönlich (genau wie Klara Fall) auch wesentlich mehr schlechte Erfahrungen mit den Mitt-Zwanzigern gemacht. Da gibts sehr viele mit großer Klappe und wirklich nichts dahinter. Egoismus pur. Aber auch hier würde ich niemals alle in einen Topf werfen. Ich wette, die Kids von heute regen sich in 20 Jahren genauso über ihren eigenen Nachwuchs auf. :-p

RS-USER-Kräuterhexe
11.02.2004, 10:22
Original geschrieben von Claudi
Übrigens habe ich persönlich (genau wie Klara Fall) auch wesentlich mehr schlechte Erfahrungen mit den Mitt-Zwanzigern gemacht. Da gibts sehr viele mit großer Klappe und wirklich nichts dahinter. Egoismus pur. Aber auch hier würde ich niemals alle in einen Topf werfen. . :-p
Jep, das sind aber genau die, welche in der "Erwachsenenbildung" im RA - Kurs sitzen ( von dem her rege ich mich auch eher über die auf)
:D
Die "kleinen " finde ich ja meist noch knuffig!
Meine Kleine ist auch der Oberrotzlöffel ( gut, daß sie sich für Medi nicht interessiert und nicht hier surft :D )
Wahrscheinlich bist Du in einem Stadium der Altersweisheit, da Du schon mehrere Generationen erlebt hast.
Ich empfinde vielleicht den Unterschied vielleicht deshalb negativer, weil ich mir denke, daß die 20 - 25 Jährigen ja eigentlich fast die gleiche Eltern / Lehrergeneration haben und von dem her eine ähnliche Erziehung, oder?
Vielleicht sehe ich es in 5 - 10 Jahren dann auch anders?
Außerdem, habt ihr nicht dauernd blau gemacht wegen Demos:D
? Mein Weltbild ist zerstört!!! Meine Vorbilder! :D :-p
(Oh :eek: jetzt habe ich gerade auf Dein Geburtsjahr geguckt, sorry, Du bist nicht so vieel älter als ich, peinsam)
Seh es als Kompliment für Deine Reife an:) .

RS-USER-Claudi
11.02.2004, 10:49
Original geschrieben von Kräuterhexe

Wahrscheinlich bist Du in einem Stadium der Altersweisheit, da Du schon mehrere Generationen erlebt hast.

oh danke :o


Original geschrieben von Kräuterhexe

Außerdem, habt ihr nicht dauernd blau gemacht wegen Demos:D

was? blau gemacht? WIR ?? :D :D

Naja, man sollte einfach etwas entspannter mit den Menschen umgehen. Was das Lernen angeht, fehlt den kids vermutlich etwas die Disziplin. Doch sowas ist nicht angeboren. Wir wurden z. B. ständig diszipliniert - in der allgemeinbildenden Schule genauso wie in der Ausbildung, wo es sogar disziplinarische Stationseinsätze (die ganz beliebten :eek: ) gab. Vielleicht fehlt das heute. Da können die kids aber nix für. :-p
Und mich wollte man ernsthaft wegen meiner großen Klappe und dem Reformationsdrang ( :-p )von der Pflegeschule entfernen. Lustigerweise hat ein ganz alter Mann (Mitte 50 - seinerzeit der ärztliche Direktor) dies verhindert, weil er keinen Grund sah. :-p :D

silver tabby
11.02.2004, 14:12
Original geschrieben von Kräuterhexe
...
Außerdem, habt ihr nicht dauernd blau gemacht wegen Demos:D
? Mein Weltbild ist zerstört!!! Meine Vorbilder! :D :-p
(Oh :eek: jetzt habe ich gerade auf Dein Geburtsjahr geguckt, sorry, Du bist nicht so vieel älter als ich, peinsam)
Seh es als Kompliment für Deine Reife an:) .
Jaja, die Omis und Opis schwelgen wieder in Erinnerungen!
Allêrdings sollte man manchmal auch hinterfragen, warum ausgerechnet Studenten immer so gerne auf die Strasse gegangen sind: Meistens sind mehr, je mehr Kurse ausfallen! Versuch mal ne Demo in den Semesterferien zu oganisieren! Das kriegst du garantiert nicht hin!!! Also insofern ist es nicht verwunderlich, wenn nicht jeder vo sich behaupten kann ständig gegen irgendwlche Ungerechtigkeiten auf die Strasse gegangen zu sein!

Klara Fall
12.02.2004, 14:43
Original geschrieben von Intensivling
Ich glaub irgendwie reden wir aneinander vorbei Klara *LOL* .... Hmmmm... ich überlege mal wie ich es verständlich rüber bringen kann :D:D:D
Na dann mal los! :D Was hast du denn nicht verstanden?? Du sagtest, der Jugend von heute fehlt es an Respekt und ich sagte "finde ich nicht. Es hat sich nicht viel geändert" :-p

Intensivling
12.02.2004, 14:45
Lach ..... ich denke das das was über die Bedingungen in den Schulen heute viel dazu beitragen das es bei manchen an Respekt fehlt, egal gegenüber wem !

Klara Fall
12.02.2004, 14:45
Original geschrieben von Claudi

Naja, man sollte einfach etwas entspannter mit den Menschen umgehen.
das ist wohl das A und O. Nur manchmal fehlen mir die Nerven dazu. ;)

Intensivling
12.02.2004, 14:53
Also bis jetzt hat es noch kein Schüler geschafft mich aus der Fassung zu bringen, das tangiert mich meist nur am Rande und in dem ich ruhig bleibe bring ich die, die mich ärgern zur Verzweiflung .... ist oft seehr spassig ! :D:D:D

Klara Fall
12.02.2004, 15:00
Schüler haben das bei mir bisher auch noch nicht geschafft (die lieben Schäfchen *g* ) aber manch andere schon. :rolleyes:

Intensivling
12.02.2004, 15:05
Die lieben schäfchen ??? :o :eek: :confused: D:-)
Ich glaub ich fang bei dir an wenn ihr so liebe Schüler habt :D:D:D

RS-USER-Claudi
12.02.2004, 16:25
Original geschrieben von Klara Fall
das ist wohl das A und O. Nur manchmal fehlen mir die Nerven dazu. ;)

also ich hab für alles Nerven :o

das einzige was mich aufregt, sind Leute, die mir erst so richtig dumm kommen und dann plötzlich meine Hilfe wollen (nach dem Motto: Pflegepersonen haben ja alle ein Helfersyndrom. Drum macht die das schon :grins: ) - oder noch lustiger eine freundschaftliche Beziehung


Original geschrieben von silver tabby

Allerdings sollte man manchmal auch hinterfragen, warum ausgerechnet Studenten immer so gerne auf die Strasse gegangen sind: Meistens sind mehr, je mehr Kurse ausfallen! Versuch mal ne Demo in den Semesterferien zu oganisieren! Das kriegst du garantiert nicht hin!!! Also insofern ist es nicht verwunderlich, wenn nicht jeder vo sich behaupten kann ständig gegen irgendwlche Ungerechtigkeiten auf die Strasse gegangen zu sein!
Also ich für meinen Teil bin höchstens mal auf ÖTV-Demos (wer 'sn das :-p ) gegangen und da gab es keine Studenten. :D
Aber prinzipiell hast du nicht ganz unrecht.

RS-USER-Hoffi
12.02.2004, 16:28
ich finde demos überflüssig, da kann ich meine zeit sinnvoller verbringen, aber ich studier ja auch nicht sozialpädagogig ;)

ToolKing
12.02.2004, 17:30
Original geschrieben von Hoffi
ich finde demos überflüssig, da kann ich meine zeit sinnvoller verbringen, aber ich studier ja auch nicht sozialpädagogig ;)

Vor allen Dingen bringen Demos nicht allzu viel, wenn wenigstens etwas dabei rumkommen würde...

RS-USER-Hoffi
12.02.2004, 17:58
Original geschrieben von ToolKing
Vor allen Dingen bringen Demos nicht allzu viel, wenn wenigstens etwas dabei rumkommen würde...

also hier in bawü werden die studiengebühren kommen, egal wieviele studenten auf der strasse sind, in sofern brauche ich auch nicht auf die strasse gehen

RS-USER-Kräuterhexe
12.02.2004, 19:36
1992 hatte die große ÖTV - Demo in Ulm zig Stellen im Bereich der Pflege gebracht!!!! ( und mir eine lehrstelle!)
Und wie war das mit Demos gegen AKW`s, Pershing ( da haben mich meine Eltern mitgeschleift) oder Demos gegen rechts...?
Schließlich sind in der AKw - Bewegung die Grünen entstanden, und immerhin ein langfristiger ( zwar langsam, aber immerhin) Ausstieg in Sicht - falls nicht Stoiber dann wieder alles rückgängig macht :mad: :mad:
da würde ich dann auf die Straße gehen :peace: :peace:
(gegen Studiengebühren nicht unbedingt - ich zahl nämlich schon welche :D

ToolKing
12.02.2004, 20:55
Ich glaube nicht, daß etwas wegen einer Demo scheitert, da muß schon mehr dahinter stecken...

RS-USER-Hoffi
12.02.2004, 22:36
Original geschrieben von Kräuterhexe
Schließlich sind in der AKw - Bewegung die Grünen entstanden, und immerhin ein langfristiger ( zwar langsam, aber immerhin) Ausstieg in Sicht - falls nicht Stoiber dann wieder alles rückgängig macht :mad: :mad:

tolles beispiel, der atomausstieg... :mad::mad:

da wird eine saubere energiequelle zugunsten von kohlekraftwerken dichtgemacht. solange es zur kernenergie keine alternativen gibt, sollte man sie auch nicht dichtmachen. und alternative zur kernenergie sind nun mal die fusionskraftwerke, die aber wohl erst in 30-50 jahren zur verfügung stehen. wenn man die CO2 bilanzen anschaut ist die kernenergie einfach die sauberste.

viel gefährlicher als die kernenergie sind deren gegner, die schnienen und strassen unterspülen, hakenkrallen werfen und krawallmachen.

das einzig positive an einer schwarzen regierung wäre die aufhebung des atomausstieges, da hat rot/grün echt popolistische scheisse verbreitet.