Anmelden

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Medizinstudium auch ohne Abi??



Seiten : 1 2 3 4 5 [6] 7

RS-USER-DerDings
13.02.2004, 09:54
kernenergie istsicherlich die günstigste/sauberst energie die derzeit zur verfügung steht - würde man aber mal soviel geld in forscuhngen stecken die natürliche energieerssourcen nützen, z.B. Solar oder Windenergie, so wäre diese diskussion hinfällig.
atomkraftwerke stellen nun mal eine bedrohung dar und die zeiten werden auch nicht ruhiger...
ich habe erst vor kurzem gelesen das z.B AKW bei münchen niemals einen anschlag a la 11.9. standhalten würde... und wenn so was passieren würde, sagt ein schöner teil von österreich auch noch gute nacht und wo wollt ihr deutschen dann noch in den skiurlaub fahren ???? ;) :grins:

RS-USER-Kräuterhexe
13.02.2004, 10:08
Na ja, erhöhte Leukämieraten, Unfälle, die nicht gemeldet werden, alte AKWs, verstrahlte Abwässer, Brennstäbe, die Jahrtausende gelagert werden müssen.... sind SICHER und SAUBER ??? Ich möchte kein Kind in der Nähe eines AKWs oder Endlagers aufziehen! Somit in Deutschland gar nicht!
Solange Menschen damit rumspielen, wird diese Energie nie sicher.
Zugunsten von AKW und den dreckigen Kohlekraftwerken wurden viele alternative Energienutzungen nicht eingesetzt! Und es gibt sie ( nicht nur in den Köpfen von Greenpeaceaktivisten). Im Rahmen eines Referates vor 12 jahren mußte ich mich da schlau machen - Antworten, wie " wir könnten von der Technik/ Sicherheit, Kosten - Nutzen - Abwägungen anfangen, aber die XX - Industrie"
Aufgrund von Lobbyisten wird es nicht eingesetzt.
Ein Bekannter hat an einem Motor ohne Öl gearbeitet, der sei schon seit drei Jahren einsatzbereit ( auch Massenproduktion, wäre sogar billiger als ein Ottomotor), aber die Lobby
:mad: :mad:

silver tabby
13.02.2004, 10:13
Original geschrieben von Kräuterhexe
...Ein Bekannter hat an einem Motor ohne Öl gearbeitet, der sei schon seit drei Jahren einsatzbereit ( auch Massenproduktion, wäre sogar billiger als ein Ottomotor), aber die Lobby
:mad: :mad:
Das liest man ja leider immer wieder, dass alternative Techniken viel zu wenig gentzt werden, weil einige wenige dadurch finanziellen Verlust erleiden würden... ABer ist das nicht leider fast überall so? Man braucht sich doch eigentlich auch nur in unserem Gesundheitssystem umsehen... genau die gleiche sch...! Und da muss sich eigentlich auch jeder selbst an die Nase packen, dass er nichts dagegen unternimmt. Die Frage ist nur immer wieder: Selbst wenn ich nicht zu bequem wäre, was könnte ich tun..?

ToolKing
13.02.2004, 10:23
Naja, der Atomausstieg soll ja erst in 30 Jahren kommen, da kann noch viel passieren. Man stelle sich vor, wir haben in 20 Jahren eine wirkliche Alternative, und können dann nicht aussteigen, weil die nötigen - jetzt vorhandenen - Verträge nicht bestehen...

Obwohl ich Rot/Grün nicht gewählt habe, war das schon OK. Den Ausstieg zu beschließen ist sicher schwieriger als den Ausstieg zurückzunehmen.

RS-USER-Kräuterhexe
13.02.2004, 10:38
In Gedanken war ich auch beim Gesundheitssystem, hinsichtlich der Lobbyisten:( .
Es kotzt mich an, daß Stellen in der Pflege und im ärztlichen Bereich gestrichen werden, da alles zu teuer sei, aber die Pharma-Industrie verdient sich eine goldene Nase.
Wobei ich frage mich, inwiefern wir uns das nicht selbst zuzuschreiben haben ? Pharmareferent "spendierte" ein Esssen für die gute Zusammenarbeit, "wenn Sie unser Präparat nehmen"... - ist heute nicht mehr soo extrem, aber vor ein paar Jahren noch Usus.
Es gibt 100.000 e Pillen, die alle ein bißchen anders/ besser sind, v.a. teurer:grins: . Muß das sein?
Was manche Hausärzte an teuren Mitteln verschreiben ? *kopf schüttel* Warum nicht Ratzenfarm ( o.k. ist jetzt Ulmer Schleichwerbung)?
Und es sind nicht nur die Entwicklungskosten an sich, die die Preise in die Höhe schnellen lassen. Auch die Gehälter der Obrigkeiten in diesen Firmen (eine Freundin arbeitet bei o. g. Firma und kennt Leute vom Studium in anderen Firmen...) Ist jetzt also keine Polemik.
Aber was wir Endverbraucher da ändern können? :confused:
Ich versuche immer, die Referenten ( sind zwar auch arme Schlucker) abblitzen zu lassen, außer sie reichen Studienmaterial rüber.

silver tabby
13.02.2004, 11:02
Original geschrieben von Kräuterhexe
In Gedanken war ich auch beim Gesundheitssystem, hinsichtlich der Lobbyisten:( .
...
Aber was wir Endverbraucher da ändern können? :confused:
Ich versuche immer, die Referenten ( sind zwar auch arme Schlucker) abblitzen zu lassen, außer sie reichen Studienmaterial rüber.
Das stimmt schon, aber was mich viel mehr angeko... hat, war die Geschichte nach Einführung der Aut-idem Regelung:
Was machen die Firmen? nehmen die billigen Produkte vom Markt und bringen den gleichen Wirkstoff unter neuem Namen zum dreifachen Preis raus. Ergo der Durchschnittspreis steigt, es dürfen teurere Medis verschrieben werden!
Aber nicht nur hier. Zum Beispiel: Warum brauchen wir soviele MRTs? Keins ist voll ausgenutzt, daher die hohen Kosten pro Untersuchung. Warum nicht die Dinger auch Nachts laufen lassen, dafür weniger pro Stadt aber dafür gebündelt?
Oder Apotheken? Warum neimmt jeder Apotheker zwei Drittel (!) des Medikamentenpreises in seine Tasche? Wieso nicht Zentralapotheken, die auch ausliefern zweimal am Tag? Oder in die Drogerien wieder mit hinein, wie früher oder in des USA? Beratung, das meistgeutzte Argument, bekomme ich heutzutage jederzeit via Internet, Telefon oder beim Arzt!!!
Aber die Lobby ist stark, und deshalb pulvern wir jedes Jahr milliarden in die Apotheken...

RS-USER-Kräuterhexe
13.02.2004, 11:17
Original geschrieben von silver tabby
!
Aber nicht nur hier. Zum Beispiel: Warum brauchen wir soviele MRTs? Keins ist voll ausgenutzt, daher die hohen Kosten pro Untersuchung. Warum nicht die Dinger auch Nachts laufen lassen, dafür weniger pro Stadt aber dafür gebündelt?
Das sehe ich auch so, nur, daß wir daran noch nichts ändern können, erst, wenn wir ärztliche Direktorinnen/en sind:D
Warum wird hier meistens um 14.°° im OP aufgehört? Aus Ulm kenn ich es, daß die Säle regulär bis 17°° - 18°° H laufen, im Zweifelsfall noch länger.
warum brauchen zwei Stationen mit unterschiedlichen Chefs ALLES doppelt ( Sono - Gerät,...)?
Oder, hier wollen sie zwei Standorte einer Klinik zusammenführen ( ist ja schön und gut), aber die zwei Internisten, v. a. der eine will alles weiterhin extra, argh
(gehört eigentlich in die Meckerecke, ich weiß)

RS-USER-Defi Brillator
13.02.2004, 14:00
Original geschrieben von Kräuterhexe
Warum wird hier meistens um 14.°° im OP aufgehört? Aus Ulm kenn ich es, daß die Säle regulär bis 17°° - 18°° H laufen, im Zweifelsfall noch länger.
Könnte bei den aktuell zulässigen Arbeitszeiten schwierig werden, oder? Naja, vielleicht mit nem 3 x 8h- System...
Wobei es ja meistens an der Anästhesie liegen soll, daß nachmitags zeitig Ende ist :D (jedenfalls behaupten das die Chirurgen immer ;) )
Mein Chefarzt meinte vor ein paar Tagen, als der Betäuber fragte, ob er den nächsten Patienten bestellen soll:
"Was? WAS? Ich muß im Chirurgen-Himmel sein: Der Anästhesist fragt mich um 15:00, ob er den nächsten Patienten bestellen soll? Großartig!" :D (Es stand eh kein Pat. mehr auf dem OP-Plan...)

RS-USER-Kräuterhexe
13.02.2004, 15:03
3x8 h kommt sowieso! Und find ich gar nicht schlecht (*geduckt wegrennen)
In Ulm waren nicht die Gasmänner der Grund für frühes OP - Ende:D :D ( die waren relativ gut besetzt)

ToolKing
13.02.2004, 20:17
@Defi:

Hast wohl heute deinen freien Tag gehabt, was? Ansonsten macht die Chirurgie doch nicht schon vor 15 Uhr Feierabend...

RS-USER-Defi Brillator
13.02.2004, 22:43
Jawohl, Herr TK!
Im chirurgischen PJ geht der Trend eindeutig zur 4-Tage-Woche, sprich: Ich habe heute meinen "Studientag" gehabt, muß auch mal sein, mindestens um den Muskelkater vom Haken-Halten wieder loszuwerden...:D :D ;)

silver tabby
14.02.2004, 14:11
Original geschrieben von Defi Brillator
Jawohl, Herr TK!
Im chirurgischen PJ geht der Trend eindeutig zur 4-Tage-Woche, sprich: Ich habe heute meinen "Studientag" gehabt, muß auch mal sein, mindestens um den Muskelkater vom Haken-Halten wieder loszuwerden...:D :D ;)
Ich weiss gar nicht was du hast! Ich habe in meinen vier chirurgischen Monaten nur viermal im OP gestanden... und das auch noch freiwillig *GRINS*

RS-USER-Defi Brillator
14.02.2004, 14:16
Na, prima...nur 4x in den OP und das freiwillig *träum* ;)
Bei uns steht man mit auf dem OP-Plan, ob man will oder nicht.
Bin ja schon froh, wenn ich mal nur bei ner Lap-Galle mit draufstehe, das geht wenigstens nicht in die Arme...

ToolKing
15.02.2004, 11:29
Original geschrieben von Defi Brillator
Na, prima...nur 4x in den OP und das freiwillig *träum* ;)
Bei uns steht man mit auf dem OP-Plan, ob man will oder nicht.
Bin ja schon froh, wenn ich mal nur bei ner Lap-Galle mit draufstehe, das geht wenigstens nicht in die Arme...

:grins: :scotty:

silver tabby
16.02.2004, 08:22
Original geschrieben von Defi Brillator
Na, prima...nur 4x in den OP und das freiwillig *träum* ;)
Bei uns steht man mit auf dem OP-Plan, ob man will oder nicht.
Bin ja schon froh, wenn ich mal nur bei ner Lap-Galle mit draufstehe, das geht wenigstens nicht in die Arme...

Tja, was soll ich sagen? Man muss sich halt die richtige Stelle aussuchen! Und wer auf Intensiv oder in der Notaufnahme ist, hat andere Aufgaben, und meist mehr Freizeit (Zumindest in der Notaufnahme) und hat noch den Vorteil, im NAW mitfahren zu dürfen *GRINS*
Alle anderen müssen natürlich auch ständig in den OP...

Intensivling
16.02.2004, 08:41
Silver Tabby da stimm ich dir ohne weiteres zu ... um ehrlich zu sein .. unsere Neurochirurgen sind ziemlich faul ... kaum OP´s ... wenig um den Pat. zu tun .... eigentlich ein schönes Leben *gg*

silver tabby
16.02.2004, 08:57
Original geschrieben von Intensivling
Silver Tabby da stimm ich dir ohne weiteres zu ... um ehrlich zu sein .. unsere Neurochirurgen sind ziemlich faul ... kaum OP´s ... wenig um den Pat. zu tun .... eigentlich ein schönes Leben *gg*
Oh, dass ist mal was neues, in den Häusern, in denen ich war, waren immer die NCs diejenigen, die Überstunden ohne Ende produziert haben... Allerdings kann man bei und nicht das chirurgische Tertial in der NC machen, ist Wahlfach...
So, jetzt muss ich mich wirklich schnell um das erysipel kümmern ...
*Gähn...*
CU soon!

DerBlinde
17.02.2004, 16:56
Original geschrieben von Intensivling
Silver Tabby da stimm ich dir ohne weiteres zu ... um ehrlich zu sein .. unsere Neurochirurgen sind ziemlich faul ... kaum OP´s ... wenig um den Pat. zu tun .... eigentlich ein schönes Leben *gg*

:confused:
Na, 13h + hinter dem Mikroskop zu schnippeln ist nicht mein Verständnis von einem tollen Beruf...
Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie gut (;) :-p) die Pflege das Arbeitspensum der Docs beurteilen kann... Aber zurück zum Thema:
Wer in der Chirurgie arbeitet, muß auch in den OP. Punkt.

RS-USER-Defi Brillator
17.02.2004, 17:41
Original geschrieben von DerBlinde
Wer in der Chirurgie arbeitet, muß auch in den OP. Punkt.
Da gebe ich dir sogar recht! Aber es heißt ja nicht:

Wer in der Chirurgie arbeiten MUSS, muß auch in den OP WOLLEN!

Und deshalb nehm ich mir das Recht raus, etwas zu nörgeln! ;) ;)

silver tabby
17.02.2004, 20:19
Oh! Da kann ich dem Defi nur zustimmen!!! Warum gehen alle Chirurgen immerdavon aus, dass im OP stehen, Haken halten und sich blöd anmachen das höchste Ziel aller Medizinstudenten ist..?