Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erste REA- Wie war sie bei euch ?
Seiten :
1
[
2]
3
4
5
6
7
8
9
10
RS-USER-Sash
22.04.2004, 07:30
Original geschrieben von gonzo
moin
ich denke ich rechnete einfach nicht damit bei disem pat. und gerade nicht wenn man drei min. vorher noch ganz normal mit ihm spricht.
Das ist ein ausschlaggebender Punkt ....
Meine "Matschrea" wäre mir sicher nich so nahe gegangen wenn ich vorher nenn piepser gehabt hätte auf dem draufstand" VU BAB42 verm. REA "
Die paar minuten die Du jedesmal auf ner Einsatzfahrt hast oder wenn Du als Reateam im KH losläufst reichen um sich drauf einzustellen, aber wenn vor Der eigenen Nase jemand umfällt und PENG da is der Notfall dann sieht das alles ein bisschen anders aus .....
Die paar minuten die Du jedesmal auf ner Einsatzfahrt hast oder wenn Du als Reateam im KH losläufst reichen um sich drauf einzustellen, aber wenn vor Der eigenen Nase jemand umfällt und PENG da is der Notfall dann sieht das alles ein bisschen anders aus .....
Du sagst es. Bei meinem Pat. hab ich auch nicht damit gerechnet, eigentlich war er ja nur mit einem ordinären Hexenschuss da, allerdings mit einigen schwerwiegenden Nebendiagnosen z.B. KHK, COPD...
Ich hab jetzt mit jemanden darüber gesprochen, nein, Gedanken mache ich mir keine mehr darüber. Ich hoffe beim nächsten Mal, und der wird sicher kommen, weiß ichs besser.
Jetzt möchte ich erstmal ein Reanimationstraing bei uns im Haus initieren.
RS-USER-Rettungshund
22.04.2004, 20:59
Meine erste und bis jetzt einzige Rea war von anfang an zum scheitern verurteilt doch wir haben sie durchgezogen da es ein 40 Jähriger Familien Vater war und die ganze Familie da war. Zum scheitern verurteilt deswegen weil die ersten Rea masnahmen erst durch die Feuerwehr ( Bewustlose Person auf Boot = Feuerwehr und DLRG rücken mit an) durchgführt wurden. die aber erst 20 min nach dem Notruf ankamen da der Unfallort zimlich im Unklaren war und sie suchen mussten. Also auch durch den Medikamenten Cocktail war das Herz nicht dazu zu bewegen wieder zu schlagen.
RS-USER-opus
22.04.2004, 22:09
Tja, meine erste Rea, war knapp zwei Wochen bevor ich zum ersten Mal als Dritter auf den KTW sollte, also nicht im Dienst. Dafür mitten auf der Landstraße so ziemlich am Ende der Welt. Das ganze zwar in Deutschland, aber in dem Deutschland, was einem, wenn dahin wollte, damals noch zwei Seiten im Reisepaß vollgestempelt hat.
Es war im Erzgebirge fast in Sichtweite zur Tschechischen Grenze und es ging um die Sache Trabant gegen Alleebaum. Wir waren das zweite Auto danach und wurden von einer wild winkenden Frau aufgehalten, weil viel Verkehr war da nicht. Es war eine vierköpfige Familie in dem Wagen, Vater und zwei Kinder nur leicht verletzt, die Mutter, ziemlich adipös, lebte, schnappte heftig nach Luft und war ansonsten nicht ansprechbar. Noch ehe wir uns dranmachten, sie aus dem Wagen zu bekommen, machte sie eine heftigere Bewegung und dann Stille. In diesem Moment erschien in einem weiteren Wagen ein Landarzt, was mich natürlich erleichterte, aber der Frau hat es nicht mehr viel geholfen. Wir begannen mit de HLW, der Arzt und ich, wobei ich das Kopfende erwischte...solange bis der Arzt irgendwann abbrach, die SMH und die Volkspolizei kamen erst nach einer guten halben Stunde.
Meine Diagnosevermutung heute ist HW-Fraktur oberhalb des sechsten, also gut war die Prognose sowieso nicht.
Meine Gefühle danach, ...schwer zu sagen. Wir waren zu zweit, der Mann meiner Cousine begleitete mich, ob Ihr's glaubt oder nicht, zuerst haben wir uns was zu essen gesucht.
Und sonst, der Arzt hatte sich bei mir ausführlich bedankt und unseren Einsatz gelobt (sonst hatte allerdings auch niemand was getan). Mein mausgrauer Käfer fiel drüben zwar nie so sehr auf, aber wo ich zumindest herkam, das wurde schon bemerkt. Irgendwie hatte ich das Gefühl, doch das Möglichste versucht zu haben und dabei ein Stück Völkerverständigung zu praktizieren, so hab es irgendwie verdrängen können. Nur der hilflose Ehemann und die fassungslosen Kinder gingen mir noch lange durch den Kopf.
:(
RS-USER-Sash
23.04.2004, 08:23
Original geschrieben von Rettungshund
durchgführt wurden. die aber erst 20 min nach dem Notruf ankamen da der Unfallort zimlich im Unklaren war und sie suchen mussten. Also auch durch den Medikamenten Cocktail war das Herz nicht dazu zu bewegen wieder zu schlagen.
Die Frage ist ob es nicht sogar schlimmer für alle gewesen wäre wenn das Herz wieder geschlagen hätte .... Hirnschäden, Pflegefall der allerersten Güte .... usw usw ....
Das sind die Nachteile wenn man Angehörige nich rausbringen kann oder rein je nachdem :p
Subduralhämatom
24.04.2004, 05:44
Original geschrieben von Hörbird
...Jetzt möchte ich erstmal ein Reanimationstraing bei uns im Haus initieren.
Das ist sicherlich die beste Konsequenz, die aus der Geschichte resultieren kann/sollte! Klasse!D:-)
RS-USER-Sahra
25.04.2004, 07:32
Hmmm,ich bin nun ewig auf dem RTW als dritte mitgefahren und auch sehr viele schichten auf dem KTW gefahren.
Dort hatte ich nie nee Rea,wobei es so ist wie es einer meine Vorredner gesagt hat ist es so das man da mehr drauf eingestellt ist das es passieren kann.
Meine erste Reanimation was auf meiner letzten Station ,wo ich als Schülerin war.Herzschirugischer Post op. ich glaub nen Klappenerstatz. Pat. mit externen SChrittmacher am Monitor.
Monitor hat nicht alarmt,obwohl das Herz nicht mehr geschlagen hat. Sondern nur noch der Schrittmacher gepact hat.
War blöd weil keiner wuste wie lange sie schon steht.
Wir haben sie Reanimiert und sie dann aus die Intensiv geschoben.Dort ist sie dann am nächsten Tag gestorben.
Ich errinnere mich noch sehr genau das ich die ersten sekunden gar nichts hin bekommen habe. Und das dann erst so nach einer Minute der verstand wieder eingesetzt hat und ich dann wieder handel konnte.Das Rea-team war aber auch sehr schnell da.
Und dann errinerer ich mich noch an meine erste Rea als verandwortlich Schwester.
Pat ende 30 auf der Intensivstation.Pat. wird erst kurz Bradykard dann wieder Normofrequent und dann bleibt er stehen.
Pat. umkehrisoliert,scheiß gerinnung.
Das Blut stand im Beatmungsbeutel,wir waren ständig am Absaugen haben wären der rea den Beatmungsbeutel 2 mal gewechselt.Insgesamt 75 mg Supra pur in den reingejagt und halt alles andere(Noradrenalin,Atropien,Calcium, usw.)
Wir haben alles versuch.Beim drücken hat man dann halt gemert das es halt nicht so wie im Megacode Training was man halt so aus dem Rettungsdienst kennt.Es war viel schwere zu drücken,das bett war für mich im prinzip zu hoch usw. und ich war super nervös.
Er hats auch nicht geschaft
RS-USER-Sahra
25.04.2004, 07:37
Also mach dir keinen Kopf.
Du hat gut gehandelt ,Du hast hilfe geholt.
Alleine kannst Du ehe nicht viel ausrichten.
Und wie meinte eine Kollegin von mir.Die 2 Jahre intensiv Erfahrung hat nach ihrer letzten Rea.
"ich stand vor dem Notfallwagen und plötzlch sahen alle Ampulen gleich aus,ich mußte fünf mal schaun ob ich jetzt auch wirklich das Supra in der Hand habe"
Also Du sieht das geht vielen so
Turnusknecht
25.04.2004, 09:04
Meine erste Rea war auch seinerzeit, als ich noch Sani war.
Bekamen die Meldung, daß Patientin lt. Anrufer "tot" aussehe.
Kam mich nur noch schemenhaft erinnern, wie ich in das (enge)Schlafzimmer reingekommen bin, und der Rest...naja, wenn man sooft gedrillt wurde (hatte kurz vorher erst wieder Rezertifizierung), arbeitet man automatisch (wie, glaub ich, schon Hoffi erwähnte). Den Verwandten hab ich ehrlichweise erst sehr viel später wahrgenommen, ich stand unter Stress und konzentrierte mich auf die Patientin. Das nächste was ich mitbekam, war halt das Eintreffen des NA-Teams.
Patientin ist trotzdem nicht zurückgekommen. Asystolie und auf Anfrage des NA, seit Jahren bekannte coronarsklerot. dil. Cardiomyopathie, höhergradige Rytmusstrg. und 5-6 verschiedene Cardiaka als Dauer-und Bedarfsmedikation. Er brach dann auch gleich ab.
Ich würde mich jetzt nicht selber fertigmachen.....wie Du sicher den bisherigen Beiträgen entnehmen kannst, ist die CPR wahrlich kein Erfolgsgarant dafür, jeden wieder "zurückzuholen" (leider aber momentan die beste, weil einzige Möglichkeit, die uns zur Verfügung steht).
Vielleicht hast du aber auch schon darüber nachgedacht, den Vorfall nicht nur mit den Kollegen, sondern ev. mit einem Psychologen und/oder Angehörgen eines Kriseninterventionsteams zu besprechen. Das hat mir damals sehr gut getan, weil auch ich damals an mir zweifelte.
Du hast übrigens die Situation erkannt und Hilfe geholt. Und die Iniitierung eines Kurses ist eine super Idee.
RS-USER-titan_cb
25.04.2004, 12:00
Ich kann da eigentich nur einen der erfahrensten Sanis zitieren, denn ich kenne (40jahre RD):
"Zuerst dafür sogen, dass der Kopf kar ist ... konzentrieren ... das machen, was man gelernt und geübt hat ...
... wenns sein soll, dann schafts der Patient ... und sonst eben nicht"
RS-USER-Obelix
26.04.2004, 06:35
Original geschrieben von Turnusknecht
Vielleicht hast du aber auch schon darüber nachgedacht, den Vorfall nicht nur mit den Kollegen, sondern ev. mit einem Psychologen und/oder Angehörgen eines Kriseninterventionsteams zu besprechen. Das hat mir damals sehr gut getan, weil auch ich damals an mir zweifelte.
KIT sollten in dem Fall die falschen Ansprechpartner sein. (sind für die Angehörigen des Opfers da). Aber es gibt vielleicht Leute bei Euch, die einer SBE-Gruppe angehören (steht für Streßbewältigung für Einsatzkräfte oder Streßbewältigung nach belastenende Einsätze) Das sollten Kollegen von Dir sein, die entsprechend geschult sind.
Aber es gibt vielleicht Leute bei Euch, die einer SBE-Gruppe angehören (steht für Streßbewältigung für Einsatzkräfte oder Streßbewältigung nach belastenende Einsätze) Das sollten Kollegen von Dir sein, die entsprechend geschult sind.
Ich habe leider bisher nicht gehört, das es so was an unserem Haus gäbe. Wir sind kein großes Haus.
Aber es wäre sicherlich keine schlechte Idee, aber wie ich unser Haus kenne, hat es dafür kein Geld.
Reanimator
11.05.2004, 21:39
Also, an meine erste kann ich mich echt nicht mehr erinnern - aber an die erste als RA...
Mann war die scheiße!!!
Wir kamen also am frühen Morgen in ein Schlafzimmer, die Dame noch aus dem Bett auf den Boden zu verfrachten war gerade noch drin. Dann hat mir mein Gehirn irgendetwas im Sinne von "so, ich hab keinem Bock mehr, ich klinke mich mal aus!" gesagt. Ich bin dagestanden wie ein Affe der Infestimalrechnungen lösen soll!!!
Gottseidank hatte ich einen altgedienten RS dabei, der hat dann übernommen.
Ich habe mich gerade mit einem Freund von mir über dieses Thema unterhalten (er ist mittlerweile AiP) - ihm habe ich auch gesagt, daß mir die Verantwortung als RA schon reicht. Wenn ich Doktor wäre wäre ich mit Sicherheit schon Morphiumsüchtig!
RS-USER-Hoffi
11.05.2004, 23:20
was sind denn infestimalrechnungen? ich kenne nur infinitisimalrechnungen.
naja ob das die richtige einstellung ist, das man mit zuviel verantwortung morphiumsüchtig wird...
RS-USER-Rippenspreizer
12.05.2004, 06:04
Original geschrieben von Bratmaxe
...Wenn ich Doktor wäre wäre ich mit Sicherheit schon Morphiumsüchtig! Äh - hat einer von euch zufällig die Anschrift der Bundesopiumstelle?
Mein Rezeptblock ist schon wieder alle! :D
:jump::jump::jump::jump::jump::jump::jump::jump:
RS-USER-DerDings
12.05.2004, 08:37
wenn man genug von diesen jump-smileys nebeneinanderstellt und ihnen eine weile zusieht... dann ist man von drogen nicth mehr weit entfernt *schwindel*
ambulancedriver
12.05.2004, 11:18
:jump: :jump: :jump: :jump: :jump: :jump: :jump: :jump: :jump:
Mich dreht es schon!!!
Sunshine2003
13.05.2004, 17:09
Also zu meiner ersten Rea!
Ich Krankenpflegeschülerin damals 1 Woche auf Station kam ins Zimmer => Pat blau wie ein Veilchen=> Ich habe angefangen zu schreien und naja das war denn das was ich dazu beigetragen habe! Ne stimmt net habe noch den Notfallkoffer geholt!
Ist ein echter Planungsfehler bei uns!
EH im 4. Semester!
Nu haben wir die automatischen Defis und wie als Schüler haben natürlich keine Einweisung!
Nun gut habe sowieso ein gespaltenes Verhältnis zu reas!
habe schon öfters mit einem unserer Ärzte darüber gestritten!
Sehe keinen Sinn eine 94jährige Oma mit metastasieremden Ca dann noch 4 mal zu reanimieren!
Nun gut meine Meinung!
Tja, hatte meinen Eh-Kurs mehr als nur einmal davor. Ein EH-Kurs alleine bringt nichts, denn man sollte das ganze schon mal am Bett geübt haben, zumindest bin ich der Meinung.
Bei letztern muß man auch die Angehörigen sehen: Wenn die nicht wollen, kann der Arzt auch nichts sagen. Er hat zu reanimieren, nur wenn er sieht, die Reanimation bringt nichts mehr, darf nur Er die REA abbrechen.
RS-USER-Sash
13.05.2004, 17:41
Das ist die Gratwanderung der Medizin ...
2. RTW hatte gestern ne leider erfolglose Rea einer 27 jahre jungen Frau ...
2 fache Mutter , Todesursache unbekannt ....
Der jüngere Kollege war auch sichtlich angeschlagen danach, da weiß man wofür man reanimiert ... 2 Kinder brauchen diese Frau sie kann evtl noch alt werden ...
But thats the Job ...
Viel Bla bla um wenig sinn :pp
Aber bei dieser Wendung kommt man auch schon bald zum thema sterbe hilfe. ...
ps ich les morgen nochmal was ich hier grad getippt habe und geh wohl doch besser den schlaf der letzten schicht bald nachholen ....
Powered by vBulletin® Version 4.2.3 Copyright ©2026 Adduco Digital e.K. und vBulletin Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.