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silver tabby
04.10.2004, 01:35
Original geschrieben von Bärentöter
einen ZVK draußen halte ich für hygienisch bedenklich.

Zugegeben, man sollte ihn nicht im Schlamm legen, ausserdem dauert es bei ungeübten meist zu lange...

Wobei das am Hals auch bedenklich sein kann (..) zweitens wegen Luftembolie

Schon mal was von einfach Höhe variieren gehört? Man kegt in ja kaum in der freien Wildbahn, eher im RTW/ NAW, ergo, die Embolie kannst du verhindern, indem du den offenen Hanh nicht gerade so hoch hältst, wie die schnur noch reicht... gilt auch im KH...

Intraossär geht nur bei Kindern, bei Erwachsenen ist der Markraum verödet.

Ist so auch nur bedingt richtig... War am Sa auf einer Fortbildung. dot hat man ein System gezeigt, welches wohl in den USA zugelassen ist und in absehbarer Zeit auch bei uns kommt... Im Prinzip einfach ein kleiner Bohrer, mit dem man problemlos auch in Erwachsenen Knochen hineinkommt... natürlich mit etwas angepasster Kanüle. Und der gesamte Markraum ist bei Erwachsenen auch nicht verödet, die Blutbildung geschieht hier nicht mehr in dem Masse wie beim Kind, aber der Knochen lebt ja auch noch und enthält Blutgefässe!

Gruss,
Die Katze

RS-USER-Rippenspreizer
04.10.2004, 08:08
Original geschrieben von silver tabby
[B] Im Prinzip einfach ein kleiner Bohrer, mit dem man problemlos auch in Erwachsenen Knochen hineinkommt

Da fällt mir auch noch die sogenannte "Bone Injection Gun" ein, die sich bei der israelischen Armee großer Beliebtheit erfreut. Die Medis werden dabei über einen aufgesetzten Druckstempel direkt ins Brustbein gerammt.
Zugegeben - etwas "zebraesk" aber es sollte der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben. Wir in Deutschland haben es im zivilen RD glücklicherweise nie so eilig und so schlecht kann ein Venenstatus eigentlich auch gar nicht sein.

Hier (http://www.international-ems.com/forum/index.php?topic=240.new) eine Diskussion in einem intern. EMSForum zum Thema, und hier (http://www.merginet.com/tools_technology/products/big.cfm) eine recht ausführliche Beschreibung der B.I.G.

Gruß, Daniel

RS-USER-Katja
04.10.2004, 18:06
Original geschrieben von Rippenspreizer

und so schlecht kann ein Venenstatus eigentlich auch gar nicht sein.

Hätte ich bis vor ein paar Wochen unterschrieben, aber dann traf ich SIE, die präOP bei uns auf die ICU kam: Klein, deutlich untergroß für ihr Gewicht, keinen Hals, Cortisonhaut. Keine peripheren Venen (und ja, ich habe ÜBERALL geguckt :rolleyes: ). Bei langjährigen Krankenhausaufenthalten waren radiologisch beide Vv. subclavia zutrombosiert, die linke V. jugularis interna auch - und rechts war infiziert bei Z.n. Zugang *grummel*. Femoralvenen verboten sich leider aufgrund des Eingriffs (Y-Prothese :D ). Portanlage war mehrfach frustran versucht worden.

Da guckt man dann schon 'n Stück weit in die Röhre, wenn man so jemanden im Notfall draußen findet...
(ich habe eine heroische Rosanüle blind ins speckige Handgelenk innen gelegt und es war tatsächlich venös und ich bin immer noch ganz stolz darauf, jawoll!)
;)

... wer ist hier offtopic... :grins:

Hörbird
04.10.2004, 18:11
ich habe eine heroische Rosanüle blind ins speckige Handgelenk innen gelegt und es war tatsächlich venös und ich bin immer noch ganz stolz darauf, jawoll!)

SIE HAT EINE ROSANÜLE GELEGT !!!!! BRINGT SIE VOR GERICHT !:-p :-p :-p

nefgeländefahrer
04.10.2004, 18:22
Original geschrieben von Rippenspreizer
Da fällt mir auch noch die sogenannte "Bone Injection Gun" ein, die sich bei der israelischen Armee großer Beliebtheit erfreut. Die Medis werden dabei über einen aufgesetzten Druckstempel direkt ins Brustbein gerammt.
Zugegeben - etwas "zebraesk" aber es sollte der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt bleiben. Wir in Deutschland haben es im zivilen RD glücklicherweise nie so eilig und so schlecht kann ein Venenstatus eigentlich auch gar nicht sein.

Hier (http://www.international-ems.com/forum/index.php?topic=240.new) eine Diskussion in einem intern. EMSForum zum Thema, und hier (http://www.merginet.com/tools_technology/products/big.cfm) eine recht ausführliche Beschreibung der B.I.G.

Gruß, Daniel

die ist super einfach...... nur der knall ist ein wenig laut......

Reanimator
04.10.2004, 20:44
Ach Katja, ich bin ja so stolz auf dich! :grins:

RS-USER-Katja
05.10.2004, 10:46
Wartet, ihr Spötter, ich bring' Euch die Dicke mal mit und dann dürft ihr selbst suchen....
;)

Reanimator
05.10.2004, 13:25
Also das von mir war jetzt aber ernstgemeint.

Ich hatte selber schon Patienten wo du suchen kannst bis du schwarz wirst - u.a. eine Frau die seit Jahrzehnten Diabetikerin ist (oder war - woher soll ich das wissen) und dazu noch aus welchen Gründen auch immer 200mg Cortison/die bekam.
Das war auch ein blinder Versuch, der erst beim 5. Anlauf Erfolg hatte. Ich habe mir nur gedacht: "Also einen Zugang braucht sie dringend, aber die V. jugularis bei einer ansprechbaren Pat. ist doch etwas übertrieben.
Der Notarzt der dann gekommen ist, fand das auch sehr beeindruckend. Das was die Dame von mir bekommen hat (für einen Infarkt braucht man ja kein Volumen zu geben) war eben auch eine Rosanüle!

Leitstelle
05.10.2004, 13:26
Original geschrieben von Rippenspreizer

Im Notfall immer die 112! Dann klappt´s auch mit´m Zugang
und dann noch ein Boris Becher der blöd dreinschaut und sagt "bin ich schon dirn?

Reanimator
05.10.2004, 13:28
Und bevor jetzt irgendwelche altklugen Sprüche kommen, wie man bei einer Diabetikerin einen Infarkt feststellen kann:

Sie hatte ja einen Grund warum sie uns angerufen hat (Erbrechen, kalter Schweiß und Schwindelgefühle)
Und ich bin in der Lage ein 12-Kanal-EKG auszuwerten. :grins:

RS-USER-Bärentöter
05.10.2004, 14:14
so sehr ich mich damit auch unbeliebt mache: für einen internistischen Notfall reicht eine Rosanüle immer. Bei einem Polytrauma natürlich zwei möglichst dicke Kaliber, aber auch hier gilt: eine rosa Nadel in der Vene ist besser als irgendeine dicke Nadel para

RS-USER-DoktorW
05.10.2004, 14:40
Original geschrieben von Bärentöter
so sehr ich mich damit auch unbeliebt mache: für einen internistischen Notfall reicht eine Rosanüle immer. Bei einem Polytrauma natürlich zwei möglichst dicke Kaliber, aber auch hier gilt: eine rosa Nadel in der Vene ist besser als irgendeine dicke Nadel para


endlich jemand, der mich versteht :D

RS-USER-Bärentöter
05.10.2004, 14:44
aus uns wird noch was... :D

RS-USER-DoktorW
05.10.2004, 14:47
Original geschrieben von Bärentöter
aus uns wird noch was... :D


Wir kommen mal noch gaaaanz groß raus! :cool:

RS-USER-Bärentöter
05.10.2004, 14:53
selten genug, daß wir einer Meinung sind
:knuddel:

RS-USER-DoktorW
05.10.2004, 14:59
das stimmt wohl... ;) Macht aber nix!

Der neue Aufkleber geht bald in den Druck :D

RS-USER-Katja
05.10.2004, 15:20
Original geschrieben von Bärentöter
eine rosa Nadel in der Vene ist besser als irgendeine dicke Nadel para

Unbedingte Übereinstimmung :)

Aber in dem Fall war's dann für die Anstehende OP (also die Y-Prothese) doch etwas wenig, aber da durften sich die Gefäßchirurgen, die ja eh tätig waren, dann nochmal nützlich machen per Vena sectio.
(ich habe dafür die Tage gelernt, daß man einen ZVK in die Vena anonyma legen kann, das konnte ich auch noch nicht... :cool: )

RS-USER-DoktorW
05.10.2004, 15:26
Original geschrieben von Katja
(ich habe dafür die Tage gelernt, daß man einen ZVK in die Vena anonyma legen kann, das konnte ich auch noch nicht... :cool: )


wo ist die denn schon wieder? Meine Anatomie Kenntnisse sind wohl eingerostet....

RS-USER-Defi Brillator
05.10.2004, 16:20
V. anonyma = V. brachiocephalica
(lt. Lippert, mußte ich auch erst nachgucken... ;) )

RS-USER-Katja
05.10.2004, 17:31
Original geschrieben von DoktorW
wo ist die denn schon wieder? Meine Anatomie Kenntnisse sind wohl eingerostet....
Schon so lange her, alter Mann? ;)
Lateraler Zugang (posterior): 3 cm oberhalb der Klavicula und lateral der V. jugularis externa wird der Muskelbauch des lateralen Anteils des M. sternocleidomastoideus durchdrungen und die Nadel direkt unterhalb der Muskelfaszie Richtung Jugulum vorgeschoben. Nach 3–5 cm Punktion der Vene (mit ein bißchen Glück... *schwitz*)
oder:
Zentraler Zugang (Notch-Technik): Notfallzugang (supraklavikulärer Zugang, für erfahrene Ärzte - oder unter Aufsicht eines erfahrenen Oberarztes :D ): Kanüle wird 1 cm oberhalb des Sternoklavikulargelenks, als Inzisur (engl. notch) tastbar, ca. 45° nach medial und kaudal vorgeschoben und die V. anonyma in 3–4 cm Tiefe punktiert.

(aus Faulheit geklaut bei www.medizinstudent.de)