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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Visitendokumentation und mündl. Anordnungen



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topolina
20.06.2006, 21:38
klar..hier gehts um hörbid..und da seh ich die sache genauso wie du....
ich bin gar nicht böse, kann meinung gut vertragen...danke für keks aber zigarette und kaffee...hmmmmm is besser...:D

Hörbird
20.06.2006, 21:45
Hi,

erstmal danke für die Diskussion - sie war zwarr heiß, aber doch sehr nützlich. Gab's schon lange nicht mehr hier bei Rippenspreizer! Vilelicht heißt es bald wieder: :RS:

Bis jetzt hat sich natürlich nix geändert. Aber ich habe festgestellt, das bei Kurvenvisiten, die Ärzte ihre Anordnungen auf ihren Laufbogen mitdokumentieren. Problem: Kurvenvisite ist meistens nur Montags nach der Chefvisite und Freitags. Viel zu wenig, als das man es so gelten lassen könnte.

Natürlich hatte ich alles in der Ausbildung - aber leider ohne Paragrafen oder ähnliches. Und dazu muß es ja was geben - und ohne das hätte ich kaum eine Chance was zu bewirken.

danke erstmal
Gruß
HörBird

topolina
20.06.2006, 21:54
ja ich mag fachliche diskussionen, dafür ist rippenspreizer doch da, oder?

krumel
20.06.2006, 22:17
Eine interessante technische Lösung hatten die in einem KH in Italien, in dem ich vor kurzem mal einen Rückholer abgeholt habe.
Hier trugen die Ärzte in einen PDA die Anweisungen ein, die dann zentral im Pflegecomputer erschienen (WLAN nehme ich an..) Auf Nachfrage wurde mir gesagt, dass das auch per kürzel ginge, damit man nicht jedes mal alles raussuchen muss.. (als Beispiel wäre z.B. "rr3" wohl -erraten- drei mal am tag Blutdruck messen)

Da jeder Arzt so ein Gerät besitzt, dass über Kennung verfügt,

Hat jemand eine Ahnung, wer diese Lösun g vetreit/ von wem die ist?

RS-USER-Möhre
21.06.2006, 18:34
oh, eine papierlose station .... klasse sache, wenn es immer funktioniert .... nichts für die intensiv, aber sonst .... bei uns hat schon der newton kläglich versagt .....:cool:

RS-USER-Bärentöter
21.06.2006, 20:28
papierlos... wird es niemals geben...

RS-USER-Küchenhexe
21.06.2006, 20:39
Vielleicht schn, vereinzelt. Aber sobald sich die Standards (oder die Hardware oder die Speicherformate...) verändern wird aus dem "papierlos" ganz schnell ein "planlos".:-p

krumel
21.06.2006, 21:23
Mir hat das damals sogar recht gut gefallen, da das scheinbar wirklich mal durchdacht war, nicht einfach alles in eine Liste, sondern z.B., wenn man auf "Emergency" gedrückt hat, dann auch nur die Notfallmedikamente aufploppten und man auch zeitversetz protokollieren konnte...(z.B. wenn man vor 10 Minuten Supra angeordnet hat)

*wissenwillvonwemdasist*

RS-USER-Küchenhexe
21.06.2006, 22:10
Klingt cool

*auchmehrwissenwill*

Con
21.06.2006, 23:23
Nicht ganz ernst gemeint:
Ich hätte da ne Lösung für Intensivstationen. Das Pflegepersonal macht was es will und legt die ganze Sache dann einem willenlosen Arzt zur Unterschrift vor.

Jetzt im Ernst:
Ich finde es grauslig, wenn Anordungen nicht unterschrieben werden. Ich selbst halte es so, das ich mir von unseren "neuen" Assistenten jeden Pups vor Durchführung schriftlich, mit Unterschrift anordnen lasse, sonst läuft fast nix, nur lebensrettende Sofortmaßnahmen bis zum eintreffen des Arztes. Der telefonischen Anordnerei kann man begegnen, wenn man im Zweifel darauf besteht, das der Arzt kommt und den Patienten visitiert. Dann kann der Doc gleich seinen Satz schreiben und seine Anordnung dazu.
Während der "normalen" Visite (1-5 mal täglich, OP - ICU) trägt unser Stationsarzt die Kurven dem großen Pulk hinterher und notiert alle Anordnungen und unterschreibt. Ist schon immer so, und gar nicht mal so schlecht.

Papierlos lehne ich fast ab, am Ende behauptet dann einer, da hätte jemand sein Passwort oder sein PDA missbraucht. Handschriftlich ist und bleibt mein Favorit.

RS-USER-Möhre
22.06.2006, 09:43
Original geschrieben von Bärentöter
papierlos... wird es niemals geben...


na, töter, weiß net .... die frage ist auch nicht so sehr, ob es das geben wird oder nicht, das wird kommen, die frage ist, funktioniert es, und was tun, wenn es doch schiefgeht ... und das wird es .... genauso wie pdms kommen wird ....

die frage hier aber ist: noch irgendjemand mit guten vorschlägen für den hörbird ????

RS-USER-Schädelspalter
23.06.2006, 21:27
Original geschrieben von krumel
...Hier trugen die Ärzte in einen PDA die Anweisungen ein, die dann zentral im Pflegecomputer erschienen (WLAN nehme ich an..) ...

Wo ist Die Verbesserung für die Pflege? Dass man ein unverwüstlichen Laptop, der immer volle Akkus hat und nie schmutzig wird zum Patienten mitnimmt (Ironie)?

Wo ist Die Verbesserung für mich? Dass ich nicht die 20 Minuten bis nach der Pflegeübergabe auf die Planetten warten muß?
Wenn mich Con ;) nachts aus dem Zimmer holt, um sich von mir etwas Harmloses jetztsofortundnichtspäter unterschreiben zu lassen, was z.B. der Tagdienst an Bedarfsmedikationen als Anordnung vergessen hat - dann muß ich mit PDA vielleicht ein paar Meter weniger laufen (und es macht mir genausowenig Spaß).

Aber sonst sieht man den gezogenen "Anordnung"-Reiter genauso wie ein Pop-up-Window (wenn das Netzwerk nicht zu lahm ist) - und nicht so schnell wie eine telefonische Anordnung (die prinzipiell möglich ist - und im Prinzip auch gesetzeskonform mit den ganzen Doku-Schwierigkeiten wie oben beschrieben)

RS-USER-Schädelspalter
23.06.2006, 21:38
Sorry, bin heute irgendwie schlecht drauf.


Original geschrieben von Möhre
na, töter, weiß net .... die frage ist auch nicht so sehr, ob es das geben wird oder nicht, das wird kommen, die frage ist, funktioniert es, und was tun, wenn es doch schiefgeht ... und das wird es .... genauso wie pdms kommen wird ....
Recht hast Du, wenn Du sagst, dass das sicher ausprobiert werden wird. Recht hat auch Bärentöter, wenn er sagt, dass es doch wieder auf Papier (evtl. zusammen mit Elementen aus den "neuen" Konzept) hinauslaufen wird.
Z.B. meine Sonoanforderungen: Anmeldung mit Fragestellung usw. über den Computer. In der Sonoabteilung Ausruck der Anforderung, damit der Sono-Arzt darauf beim Schallen die Fragestellung parat hat und auf dem Bogen mitschreiben kann.... :rolleyes:


Original geschrieben von Möhre
die frage hier aber ist: noch irgendjemand mit guten vorschlägen für den hörbird ????

Ja, den guten Anfang fortsetzen. Warum dokumentieren die Ärzte in der Kurvenvisite und sonst nicht? Frag mal, vielleicht fällt ihnen dann auf, dass es zu ihrer eigenen Absicherung ist... :D

Hörbird
23.06.2006, 21:42
Schädelspalter hat schon Recht: Warum alles verkomplizieren?:confused:

Das mit dem PDa klingt ja ganz nett, aber elektronische Daten sind leider allzuschnell gelöscht oder kaputt.
Und die Daten müssen einige Jahre ( 15 Jahre??) aufbehalten werden - wie das elektronisch sicher geht möchte ich gerne wissen.

Gruß
HörBird

RS-USER-Schädelspalter
23.06.2006, 21:51
Original geschrieben von Hörbird
Schädelspalter hat schon Recht: ...
Das ist echt nett, dass ich in diesem Thread mal nicht geflamt werde :D Dafür könnte ich Hörbid knuddeln, wenn man das denn wollte ;) Ach was soll`s: :D :knuddel:


Original geschrieben von Hörbird
Und die Daten müssen einige Jahre ( 15 Jahre??) aufbehalten werden - wie das elektronisch sicher geht möchte ich gerne wissen.
Ach, das geht schon. Obwohl Unfälle auch da passieren, Z.B. gab es neulich in der Radiologie mal einen Festplatten-Crash, viele Bilder sind jetzt nicht mehr so hübsch...
BTW: Röntgendaten müssen 30 Jahre, die anderen glaube ich 10 Jahre aufbewahrt werden. Kann sein, dass es unterschiedliche Regelungen in einzelnen Bundesländern gibt.

krumel
23.06.2006, 21:52
@ Schädelspalter:
Entsprechend fachmännisch in einem redundanten Netzwerk gespeichert sind entsprechende Anweisungen elektronisch gespeichert genauso gültig und haltbar.. Ich sehe da sogar eher den Vorteil drin. Zumindestens in der Zeit wo ich in der Klinik tätig war, hatte ich den Eindruck, dass eher die schriftlichen Anordnungen das Problem sind. Manche Ärzte schreiben durchaus extremst unsauber, teilweise auch bewusst mit Unterschriften, die sich nachher nicht mehr zuordnen lassen. Elektronisch gespeicher steht ganz klar drin, dass da 1mg und net 7 gemeint sind und das der Dr. med. wurscht um 17:23 signiert hat.

Unabhängig vom oben von mir erwähnten System könnte ich mir auch vorstellen, dass routinen implantierbar sind, z.B. das anordnungen automatisch wiederkehrend eintragbar sind oder nicht ohne signatur eingefügt werden können... Probleme die ich aus meiner KH Zeit durchaus noch kenne...

Das Akkuproblem stimmt 100%, wobei die Dinger ja besser werden.... Und die Piepserakkus kriegt man ja auch organisiert..
Was Verschmutzung angeht: Zumindestens auf den Stationen wo ich gejobbt hab, waren die Anweisungen zumindestens teilweise (Intensiv&Überwachungspatienten) am Patientenbett. Da sehe ich das Risiko der Verschmutzung genauso....
Aber du hast in sowei recht, dass sich Kurvenanweisungen schnell neu anlegen lassen... PDA'S reinigen...Naja..da hat der Zivi net Tagesaufgabe*G*...

Hörbird
23.06.2006, 22:00
Original geschrieben von Schädelspalter
Dafür könnte ich Hörbid knuddeln, wenn man das denn wollte ;) Ach was soll`s: :D :knuddel:


Muss ich das verstehen?:confused: Ist das schlimm mich zu knuddeln? Oder wie oder was?

Hörbird
23.06.2006, 22:03
Original geschrieben von krumel
@ Schädelspalter:
Entsprechend fachmännisch in einem redundanten Netzwerk gespeichert sind entsprechende Anweisungen elektronisch gespeichert genauso gültig und haltbar.. Ich sehe da sogar eher den Vorteil drin. Zumindestens in der Zeit wo ich in der Klinik tätig war, hatte ich den Eindruck, dass eher die schriftlichen Anordnungen das Problem sind. Manche Ärzte schreiben durchaus extremst unsauber, teilweise auch bewusst mit Unterschriften, die sich nachher nicht mehr zuordnen lassen. Elektronisch gespeicher steht ganz klar drin, dass da 1mg und net 7 gemeint sind und das der Dr. med. wurscht um 17:23 signiert hat.

Unabhängig vom oben von mir erwähnten System könnte ich mir auch vorstellen, dass routinen implantierbar sind, z.B. das anordnungen automatisch wiederkehrend eintragbar sind oder nicht ohne signatur eingefügt werden können... Probleme die ich aus meiner KH Zeit durchaus noch kenne...

Das Akkuproblem stimmt 100%, wobei die Dinger ja besser werden.... Und die Piepserakkus kriegt man ja auch organisiert..
Was Verschmutzung angeht: Zumindestens auf den Stationen wo ich gejobbt hab, waren die Anweisungen zumindestens teilweise (Intensiv&Überwachungspatienten) am Patientenbett. Da sehe ich das Risiko der Verschmutzung genauso....
Aber du hast in sowei recht, dass sich Kurvenanweisungen schnell neu anlegen lassen... PDA'S reinigen...Naja..da hat der Zivi net Tagesaufgabe*G*...

Das Problem ist, das die Kurven, Anordnungen für lange Zeit aufbewahrt werden müssen. Und zwar so, das ihnen gar nix geschehen kann - auch bei Katastrophen und Notfällen.

Elektronische Medien sind aber leider noch sehr anfällig gegen Störungen - und darin sehe ich das Problem.

Du hast aber Recht mit der Lesbarkeit - hier sehe ich große orteile!

Gruß
HörBird

krumel
23.06.2006, 22:43
Wie gesagt, es ist meiner Meinung nach einfacher, auch wenn die intialen Kosten höher scheinen, elektronisch zu archivieren.
Habe aus einem anderen Ressort ein wenig Background Daten sicher zu archivieren. Wenn man mehrfach redundante Lösungen mit Hardcopybackup fährt, ist das defintiiv sicherer als Papier. Ein Archiv (das man das alles im Safe lagert, kann ich mir net vorstellen) stellt da ein wesentlich größeres Risiko an Wasserschäden, Verlorengehen, Feuer, usw. ein.

Wenn ich mir ein Mittelgroßes Krankenhaus anschaue und den Datenwust der dort anfallen dürfte, glaube ich durchaus, dass sich für den selben Preis Atombombensichere Lösungen bauen lassen...

Wenn's dich interessiert, schreib mir ne PM... Guter Freund von mir baut derartige Lösungen z.B. für die Börse.

Grüße,
Philipp

Hörbird
23.06.2006, 22:50
Original geschrieben von krumel
Wenn man mehrfach redundante Lösungen mit Hardcopybackup fährt, ist das defintiiv sicherer als Papier. Ein Archiv (das man das alles im Safe lagert, kann ich mir net vorstellen) stellt da ein wesentlich größeres Risiko an Wasserschäden, Verlorengehen, Feuer, usw. ein.


Wenn's dich interessiert, schreib mir ne PM... Guter Freund von mir baut derartige Lösungen z.B. für die Börse.

Grüße,
Philipp

Soviel Technikwissen habe ich dann doch nicht, um die beiden Arten zu vergleichen.
Aber es ist tatsächlich so, das die Häuser in den Kellern das ganze in feuerfesten Schutzräumen lagert. Schon selber in meinem Ausbildungshaus so gesehen.