Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Euer erster Einsatz
Blaulicht-shaolin
02.06.2007, 22:31
Meinen ersten Einsatz als Prakti kann ich mich nimmer erinnern. Aber ich kann mich an eine Schicht während meiner Prakti-Zeit noch sehr gut erinnern. Denn die hat mir gezeigt wo ungefähr meine psychische Belastungsgrenze liegt (die ich dabei eigentlich nur angenähert habe).
In dieser SChicht waren einige Fetzen-HI, Ein Toter der schon stank (danke nochmal an den NA der mir so vieles erklärt hat während wir auf die Pol warteten), jemanden den wir zum Sterben fuhren und zum Schichtwechsel noch eine Kinder-Rea direkt vor der Wachenanfahrt!
An diesem Abend habe ich eigentlich nur mit einer Person meines Vertrauens (und der absoluten Verschwiegenheit) nochmal darüber gequatscht und hatte danach keinerlei Probleme. Konnte auch ruhig schlafen und hatte auch keine "wiederkehrenden Bilder" wie oft beschrieben wurde.
Und meine erste RTW-Schicht? Tja, das kommt nächste Woche - habe es mal gewagt mich gaaaaanz offiziel als Fahrerin auf den Kübel setzen zu lassen.:cool:
Mal sehn was daraus wird - vermutlich hol ich mir ´nen Dekubitus vom blöd rumsitzen :D
RS-USER-emergency doc
03.06.2007, 17:34
Original geschrieben von Schädelspalter
eAlso: 3 Stockwerke (Treppe) und laufen, laufen, laufen.
und
Das "wir intubieren" klang so, dass man nicht genau wußte, ob der Patient oder das schnaufende Rea-Team gemeint war
:D Darum renne ich NIE bei Reanoimationsalarm... Sonst brauch ich erstmal selber den Sauerstoff...
<ed>
RS-USER-Katja
03.06.2007, 17:56
Original geschrieben von emergency doc
:D Darum renne ich NIE bei Reanoimationsalarm... Sonst brauch ich erstmal selber den Sauerstoff...
Trainieren wäre die andere Alternative... ;)
(aber nach 8 Etagen laufen zur Notsektio, weil Fahrstuhl Zicken macht, war ich mir auch nicht sicher, für wen ich jetzt alles Sauerstoff spendieren muß :D )
Bin zwar noch kein Mediziner, aber an meinen ersten Einsatz erinnere ich mich auch noch, er war total unspecktakulär.
An den Schlimmsten erinnere ich mich aber noch sehr gut. Eine Pat., die ich betreure (bin bei der mobilen Betreuung), ist eine Ökotante mit Schizophrenie und sie hat einfach ihre Tabletten nicht eingenommen, denn sie habe angst davor (sie hat manchmal angstschübe).
Naja, dass ende vom Lied war mit grün/weißer Hilfe und Schlüsseldienst die Tür aufmachen und die fantasierende Frau in die Klinik bringen :-/
Heute gehts ihr wieder gut und sie hat geschworen nie wieder Tabletten einfach so abzusetzen.
RS-USER-fruehgriller
04.06.2007, 08:45
den ersten Einsatz weiß ich auch nicht mehr, ist ja schon ne weile her.
Dafür meine erste Rea:
Nachts gegen 24 h mit RTW, NEF gab es weit und breit keines in ein Dorf ca 20 Km weiter. Anfahrt normal, einweisung durch HA >AP. In der Dorfmitte kommt uns die Frau entgegengerannt, das Ihr mann bewußtlos sei. Wir schnell zum Haus, beim rennen durch den Hof beinahe vom Schäferhund geissen worden. Im ett dann unser Pat, ca 50 Jahre alt, Reapflichtig. Wir halt angefangen, versuchtz nen Arzt zu bekommen. Sohn ahtte schon beatmet, und ich hab im ersten Moment auch Mund zu Mund weitergemacht, bis der Kollege alles gerichtet hatte.
Der HA hatte den Pat mit "AP-Beschwerden" und nem sicheren RR von 80 / 50 zurückgelassen. Als der Mann kolabierte, sah die Frau gerade noch die Rücklichter des HA-Autos verschwinden.....:mad:
Nach ca 1 STD Basis HLW (mehr durfte man damals halt nicht un bedingt, und ichn war noch SAN, mein Kollege langgedienter RS) haben wir die Rea eingestellt. War auch keinerlei Regung im EKG zu sehen....
Das weitere machte dann ein anderer HA, der von der Leitstelle erreicht wurde, und zu uns kam, obwohl es nicht sein ereich war.
Leider kam er zu spät.
RS-USER-emergency doc
05.06.2007, 20:40
Meine erste Rea hab ich recht spät gehabt. Ich war schon knapp 1 Jahr NA bevor es soweit war.
Nachts um 2:00 kollabierte Person.
Wir hin, als wir ankamen rannte die Ehefrau schon auf die Straße und rief:"Er hat gerade aufgehört zu atmen, ich glaube er ist tot!".
Gut, ich also ins Haus gerannt :) , die Treppe hoch und den Mann (ca. 70 Jahre alt) vom Bett gezerrt.
Nach ca. 40 Minuten und 9x schocken war er endlich in 'nem stabilen Sinus. Also Transport vorbereitet mit HLF-Besatzung als Tragehilfe, weil wir über eine 60cm breite Wendeltreppe mit ca. 1,50m Radius runter mussten...
Tja sieht bestimmt schick aus, ist aber sehr unpraktisch in sonem Fall. Dachte sich der Typ auch, und flimmerte kurzerhand wieder als wir unten waren.
Naja, beim ersten Mal geht man halt noch anders ran, also zweimal geschockt und dann in den RTW, auf der Fahrt wieder angefangen zu drücken und bis auf Intensiv damit weitergemacht, wo wir dann aufgehört haben.
Ich mach es heute nicht mehr so, man soll die armen Menschen auch mal gehen lassen... :rolleyes:
[ed]
RS-USER-blacksheep
05.06.2007, 20:45
Wir hatten bei uns auch ne Wendeltreppe. Die haben wir dann aber über die Drehleiter der BF umgangen. War eine gute Entscheidung. Die Wendeltreppe .. das wär nix geworden.
Rescuerambo
06.06.2007, 00:09
Meine 1. Nachtshcicht (natürlich bei Vollmond)
23 Uhr dienstbeginn..
23:20 Notfalleinsatz ins Altersheim, Atemnot
0.10 (gerade Tor dicht): Notfalleinsatz, Herzinfarkt
gegen 2:15 (gerade am eindösen) VU Schwer; mehrere Verletzte (keiner Verletzt, beide schon Tod bei Eintreffen)
gegen 4 Einweisung Kreislaufprobleme
gegen 6 Notfalleinsatz: Ehemann liegt im Bett, wacht nciht auf, und ist ganz kalt
Kurz nach 7 Feierabend
RS-USER-Medi-Fischi
06.06.2007, 06:45
Erster einsatz KTW: akutes Harnverhalten: War aber am Ende so, dass uns der Pat am hauseingang stehend erwartet hat. Schmerzen hat er keine, er kann nur seit Mittag nicht pinkeln...
Der zweite ging dann in die Gruft (für alle nicht Wiener: die Gruft ist ein obdachlosenasyl. Wo wir neben dem eigentlichen pat (mit so art Abszess am Bein) auch noch einen auflasen, der sich des öfteren seines Mageninhalts rückwärts entledigte und das schon seit einigen Tagen...Also nicht unbedingt hoch aufregend. ;)
RS-USER-emergency doc
07.06.2007, 09:35
Original geschrieben von Rescuerambo
Meine 1. Nachtshcicht (natürlich bei Vollmond)
23 Uhr dienstbeginn....
.
.
.
....Kurz nach 7 Feierabend
Naja, Dir hamses ja echt gegeben in der ersten Schicht... Wenigstens weiss man dann, wie der Hase läuft und macht sich keine falschen Illusionen...:)
[ed]
Rescuerambo
07.06.2007, 09:37
Original geschrieben von emergency doc
Naja, Dir hamses ja echt gegeben in der ersten Schicht... Wenigstens weiss man dann, wie der Hase läuft und macht sich keine falschen Illusionen...:)
[ed]
war die 1. nachtschicht davor bin ich schon tagsüber gefahren :cool:
RS-USER-Bärentöter
07.06.2007, 11:13
Original geschrieben von Medi-Fischi
akutes Harnverhalten[...] dass uns der Pat am hauseingang stehend erwartet hat.
wenn ich mir das so optisch vorstelle, klingt es so, als hätte er es nochmal im Guten probiert...
Rettungshaserl
08.06.2007, 21:15
Mein erster Einsatz auf nem Sanitätsdienst (2003):
VU Radfahrer gegen Taxi.. Das Ergebnis war ne Amputation re. Fuß beim Radfahrer.... Taxifahrer hatten nen fetzen Schock.
Beide ab ins KH... Wir waren nur 2 Sanitätshelfer.. Haben's aber gut auf die Reihe bekommen bis NAW und RTW eintrafen.
Erster Notfalleinsatz mit Notarzt im KTW- Dienst (Juli 2006):
Bewusstlos noch Drogenintox.
Da is man erst mal recht nervös... Der Doc war total ruhig.. das Ruhige hat sich dann auf mich übertragen.. hab dem NA gut assistiert :)
Erster RTW-Einsatz: Recht unspektakulär. Zustand nach Apoplex. Die gute Frau hatte diese Anzeichen aber schon seit 2 Tagen.
Ferndiagnose des Hausarztes per Telefon.. Wir haben dann nen Überweisungsschein vom Hausarzt holen müssen. Transport verlief total ruhig...
Medi-RettungsKüken
21.08.2007, 02:31
Mein erster RS Einsatz:
Z.n. Sturz, V.a. Schenkelhals#
Mein erster RA-Einsatz:
Herzlichen glückwunsch zum totan Vogel... Erfolglose Reanimation...
Als ich kam hat die gute Frau noch mit mir geredet :confused:
Mein erster NA-Einsatz:
Ne der tote Vogel wird langsam zum Schwarm :)
Schwerer VU, mehrere Schwerverletzte Jugendliche, alle noch an der Unfallstelle verstorben. Darunter ne Schulfreundin meiner Schwester :(
Medi-RettungsKüken
21.08.2007, 02:35
Ach ja, und dann haben wir hier noch ne Kandidatin, deren Einsatzprotokoll schon auf der Anfahrt ausgefüllt kann...
Pakt ihr Tasche für die Psychiatrie, ruft dann den Retter mit NA und schneidet sich dann erst die Pulsadern auf.
Jedesmal wenn der melder geht bei ihr, trifft es mich iweder wie ein fleischermesser ins herz.
Normal nehme ich mir keine Einsätze mit nach Hause aber bei ihr...
Wenn ein 18jähriges Mädel sowas immer wieder macht, in regelmäßigen Abständen und das "nur" ein Hilfe-Schrei ist....
Und weder die Pozelei noch das Jugendamt unternehmen was.
RS-USER-emergency doc
21.08.2007, 09:09
Original geschrieben von Medi-RettungsKüken
Normal nehme ich mir keine Einsätze mit nach Hause aber bei ihr...
Der Patient ist derjenige der krank ist. (House of God Regel)
Wenn sie sich das selber antut hab ich null Mitleid.
Mitnehmen tun mich andere Dinge...
Medi-RettungsKüken
21.08.2007, 09:39
Normal vrabscheue ich solche Leute...
Habs gefressen immer wieder nur leichenschauer zu sein,
aber sie macht das nur um immer wieder möglichst lange von zu Hause weg zu kommen.
Lg Küken
Practicus
21.08.2007, 20:09
.......
RS-USER-Hoffi
21.08.2007, 21:06
Mein Erster Einsatz war ein Toter auf der Autobahn. Ich hab nicht wirklich viel mitbekommen, ausser dass wir aufgrund der gesperrten Autobahn und ca 20km Wegersparnis verkehrherum aufgefahren sind. Den Patienten habe ich nicht wirklich gesehen, der lag am Strassenrand und wurde eigendlich nach dem EKG vom Notarzt und der Feststellung, dass das graue Zeug an der Nase Hirnmasse ist nicht mehr behandelt. Wir haben lediglich ne dreiviertel Stunde dann gebraucht um von der Autobahn wieder runterzukommen, da aufgrund eines Abstimmungsfehlers der beiden Leitstellen, denen dieser Punkt der Autobahn gehörte (der Unfall war genau auf der Grenze) und aufgrund der unklaren Meldung von drei Löschzügen (nicht Fahrzeugen) vier RTW zwei Notärtzen, viel Polizei und einem RTH eingeparkt, da wir als erstes kamen mussten wir am längsten warten bis wir wieder gehen durften.
chrissitier
17.09.2007, 23:23
Mein erster Fall im RD (RH-Praktikantin) war eine junge ACS-Patientin, die zunächst mit vermeintlichen AP-Beschwerden behandelt wurde und dann plötztlich asystol wurde. Erfolgreich reanimiert, keine neurologischen Schäden, erfreut sich soweit ich weiß bester Gesundheit. Hat mich für meine weitere Arbeit sehr motiviert :)
(wenn mir auch während des beliebten Pusten-Drücken-Spiels der Arsch ziemlich auf Grundeis ging...)
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