Der Altnoob
18.09.2007, 13:42
Ich bin zwar erst ein halbes Jahr als Ehrenamtlicher im DRK tätig, aber Einsätze, die ins Gebiet Notfallversorgung fallen, habe ich in mittlerweile über 13 Dienstjahren in einer JVA (man kann dazu auch gerne Knast sagen) etliche gehabt. Meistens sind es ja "nur" Blessuren nach Meinungsverschiedenheiten, die meine Kunden mittels unmißverständlichem Einsatz von Körpersprache besprochen haben, aber ab und an haben wir auch Suizide und Suizidversuche.
Meine erste Rea war bei einem solchen Suizidversuch. Ein morgens eingelieferter Gefangener hat sich am Fenstergitter erhängt und wurde durch uns gefunden. Wir konnten ihn schnell abhängen, da er sich "nur" mit dem Gürtel ans Fenstergitter gehangen hat und brachten ihn zur Rea auf den Stationsflur, während andere Kollegen den Rest der Kundschaft wegschlossen.
In dem Moment war ich froh, noch "Frischling" zu sein, weil mein Erste-Hilfe-Kurs nicht allzulang zurücklag (ca. 6-8 Monate), so dass ich mich noch gut an die HLW erinnern konnte.
Ich machte mich ans Drücken und hatte dann auch sogleich Unterstützung durch unseren alarmierten Krankenpfleger, der dann den Patient bebeutelte. Innerhalb weniger Minuten (sagten mir die Kollegen, mir kam es doch etwas länger vor....) war dann gleich ein RTW und zeitgleich auch der NA da - der sich die Sache kurz ansah und dann die Rea abbrach.
Irgendwie hat mich die Sache trotz aller beruflich bedingten Distanz zu meinen Kunden doch beschäftigt - nicht mitgenommen, aber beschäftigt. Glücklicherweise haben wir gute Anstaltsseelsorger, mit denen auch wir Bedienstete über so was reden können.
Meine erste Rea war bei einem solchen Suizidversuch. Ein morgens eingelieferter Gefangener hat sich am Fenstergitter erhängt und wurde durch uns gefunden. Wir konnten ihn schnell abhängen, da er sich "nur" mit dem Gürtel ans Fenstergitter gehangen hat und brachten ihn zur Rea auf den Stationsflur, während andere Kollegen den Rest der Kundschaft wegschlossen.
In dem Moment war ich froh, noch "Frischling" zu sein, weil mein Erste-Hilfe-Kurs nicht allzulang zurücklag (ca. 6-8 Monate), so dass ich mich noch gut an die HLW erinnern konnte.
Ich machte mich ans Drücken und hatte dann auch sogleich Unterstützung durch unseren alarmierten Krankenpfleger, der dann den Patient bebeutelte. Innerhalb weniger Minuten (sagten mir die Kollegen, mir kam es doch etwas länger vor....) war dann gleich ein RTW und zeitgleich auch der NA da - der sich die Sache kurz ansah und dann die Rea abbrach.
Irgendwie hat mich die Sache trotz aller beruflich bedingten Distanz zu meinen Kunden doch beschäftigt - nicht mitgenommen, aber beschäftigt. Glücklicherweise haben wir gute Anstaltsseelsorger, mit denen auch wir Bedienstete über so was reden können.