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RS-USER-emergency doc
10.10.2007, 17:54
Original geschrieben von Maulwurff
Krass. Wie ging die Geschichte weiter:confused:
Naja, wie immer... KH, bissel Diagnostik, Reha, Pflegeheim... Oder täusch ich mich?
RS-USER-Katja
10.10.2007, 18:56
Original geschrieben von Morbus X
JA!!!
Kannste so pauschal nicht sagen. Wenn das die trockene alte Dame unter Diuretika mit einer HF von 140 bei SR und 36C Außentemperatur ist, kann das goldrichtig sein. Man muß immer das GEsamtbild sehen.
Ich nehme mal an, daß der HA keine 14G gelegt hat...
Bei uns war letztens ein Neurochirurg, der von seiner Studie erzählte, wo sie das Outcome von Patienten bei Blutung nach Blutdruck gestaffelt untersucht haben. Er sagte, doie Patienten mit dem MAP von 80-90 hätten ein besseres Outcome gehabt als die mit dem sonst oft angestrebten 100mmHg. Die mit dem MAP von 60 seien aber die mit dem miesesten Outcome gewesen (erwartungsgemäß).
Sonst schließe ich mich dem Intensivling an - außer, he, was heißt hier wir können präklinisch den Hirndruck nicht senken? Oberkörper hoch, Lasix, Mannitol, Beatmung mit milder Hyperventilation können wir auch präklinisch! ;)
RS-USER-Elektro-Dengel
10.10.2007, 20:15
Original geschrieben von Maulwurff
Krass. Wie ging die Geschichte weiter:confused:
Naja nach Sichtung der letzten Arztbriefe stellte sich heraus, dass die Gute immer wieder mal TIA Symptomatiken schiebt und auch sonst kein unbeschriebenes Blatt war (arteriosklerotische Enzephalopathie usw.) Ich hab dann den Herrn Dr. dazu überreden können, doch ins Haus mit Stroke Unit zu fahren.
Dort is sie dann auch angekommen. Letztendlich wird da wahrscheinl. auch nix neues rausgekommen sein, dennoch gehört sowas prinzipiell abgeklärt, denn irgendwann is es halt doch mal der große Insult und dann zücht ich mir nen Pflegefall, wenn ich nicht schnell genug reagier.
Mal nebenbei: Der HA war von seiner HAES-Taktik so überzeugt, dass ich etwas an mir selbst zweifle. Hat da irgendwer Erfahrungen mit ??
Maulwurff
10.10.2007, 20:19
Original geschrieben von Elektro-Dengel
Mal nebenbei: Der HA war von seiner HAES-Taktik so überzeugt, dass ich etwas an mir selbst zweifle. Hat da irgendwer Erfahrungen mit ??
Das kam mir halt das mit der HAES kam mir halt auch kommsich vor, deshalb hab ich ja gefragt wie es weiter ging....
Würde mich auch mal interessieren *frag*:confused:
Original geschrieben von Katja
Kannste so pauschal nicht sagen. Wenn das die trockene alte Dame unter Diuretika mit einer HF von 140 bei SR und 36C Außentemperatur ist, kann das goldrichtig sein. Man muß immer das GEsamtbild sehen.
Ich nehme mal an, daß der HA keine 14G gelegt hat...
Hoi,
also Diuretika hatte se ned, sie hatte gar nix an Medikamenten. Die Dame war vor dem Insult kerngesund.
Trocken? Neee... ned wirklich, nicht dass es aufgefallen währe.
Ja. 36° hatten wir sicher an dem Tag. Aber in ihrem Haus wars eigentlich recht angenehmkühl.
Und die Viggo war n grünes, also 18G 1,3mm
Morbus X
11.10.2007, 11:04
MAP 80-90!
An mein Herz Katja! :D :knuddel:
Intensivling
11.10.2007, 13:33
Original geschrieben von Katja
Sonst schließe ich mich dem Intensivling an - außer, he, was heißt hier wir können präklinisch den Hirndruck nicht senken? Oberkörper hoch, Lasix, Mannitol, Beatmung mit milder Hyperventilation können wir auch präklinisch! ;)
Beatmung mit milder Hyperventilation ist out. Nach Jahren die wir das gemacht haben stand fest, es nutzt so gut wie nix :D. Im Gegenteil, nach 1 Stunde wenn die Autoregulation der Hirngefäße einsetzt wirds schlechter, also lassen wir das.
Ich hab um ehrlich zu sein auf unseren RTW´s / NEF´s noch kein Mannitol o.ä. gefunden.
OK hoch ist goldwert, was man noch dazu sagen sollte ist das eine achsengerechte Lagerung notwendig ist.
Aber stimmt schon Katja, so ein bisschen geht präklinisch was ... *verneig*
Intensivling
11.10.2007, 13:35
Original geschrieben von Morbus X
Druckkontrolliert ist immer drin.
:knuddel:
UPS ... war wohl nicht mein Tag da ... natürlich meinte ich nicht! Volumenkontrolliert sondern nach möglichkeit Druckkontrolliert ... :D:D:D
RS-USER-Katja
11.10.2007, 18:38
Original geschrieben von Intensivling
Beatmung mit milder Hyperventilation ist out. Nach Jahren die wir das gemacht haben stand fest, es nutzt so gut wie nix :D. Im Gegenteil, nach 1 Stunde wenn die Autoregulation der Hirngefäße einsetzt wirds schlechter, also lassen wir das.
Weiß schon, aber für den akuten Moment ist es manchmal nicht schlecht. Es ist - im Gegensatz zu dem, was die NCHI glauben - keine Langzeit- oder Dauerbehandlung.Man erwischt nur die Teile im Hirn, wo die Autoregulation noch funktioniert, die dann einen geringeren Blutfluß kriegen, die Penumbra kann dadurch größer werden - und der kranke Bereich ohne Autoregulation macht eh, was er will.
Aber erklär das mal einem .... naja.
Morbus X
12.10.2007, 12:50
Original geschrieben von Katja
Aber erklär das mal einem .... naja.
wer ist "...naja"? :D
Also MAP von 90 ist mit Normotonie/milder Hypotonie gut dabei, also war ich nicht ganz falsch, oder?
Es stört mich sowieso, daß ein Apo immer/grundsätzlich auf ischämisch behandelt wird, auch wenn die Inzidenz sicher nicht 50:50 ist.
Aber wer fragt schon ernsthaft einen im Bett liegenden Patienten ob er vorher an dem Tag (oder noch früher!) gestürtzt ist?
Morbus X
12.10.2007, 16:34
Original geschrieben von Katja
Kannste so pauschal nicht sagen. Wenn das die trockene alte Dame unter Diuretika mit einer HF von 140 bei SR und 36C Außentemperatur ist, kann das goldrichtig sein. Man muß immer das GEsamtbild sehen.
Ich nehme mal an, daß der HA keine 14G gelegt hat...
Bei uns war letztens ein Neurochirurg, der von seiner Studie erzählte, wo sie das Outcome von Patienten bei Blutung nach Blutdruck gestaffelt untersucht haben. Er sagte, doie Patienten mit dem MAP von 80-90 hätten ein besseres Outcome gehabt als die mit dem sonst oft angestrebten 100mmHg. Die mit dem MAP von 60 seien aber die mit dem miesesten Outcome gewesen (erwartungsgemäß).
Sonst schließe ich mich dem Intensivling an - außer, he, was heißt hier wir können präklinisch den Hirndruck nicht senken? Oberkörper hoch, Lasix, Mannitol, Beatmung mit milder Hyperventilation können wir auch präklinisch! ;)
Die Dame war nach Angabe noch JUNG und es war 18G oder täusch ich mich?
Und Mannitol kann ich präklinisch nicht weil hab ich nicht.
BF auch nicht, also auch kein Notarzt.
RS-USER-Katja
12.10.2007, 16:49
Hase, die Infos gab's erst hinterher :) Ich habe einen Fall konstuiert, wo es richtig sein kann. Darum ging es mir.
Und ich habe Mannitol auf dem NEF und auf dem Hubi, zumindest auf meinen, ganz sicher :D
RS-USER-Katja
12.10.2007, 16:54
Original geschrieben von Morbus X
wer ist "...naja"? :D
Also MAP von 90 ist mit Normotonie/milder Hypotonie gut dabei, also war ich nicht ganz falsch, oder?
Es stört mich sowieso, daß ein Apo immer/grundsätzlich auf ischämisch behandelt wird, auch wenn die Inzidenz sicher nicht 50:50 ist.
Aber wer fragt schon ernsthaft einen im Bett liegenden Patienten ob er vorher an dem Tag (oder noch früher!) gestürtzt ist?
MAP 90 ist keine Hypotonie, sondern einer Hypertonie. Das ist nur der Mittlere Arterielle Druck (Pressure), nicht der systolische Druck. Der liegt dann um einiges höher.
"Naja" ist der eine oder andere Kollege der schneidenen Zunft, den ich gerade so vor Augen habe, dem man von Zeit zu Zeit "Lesen bildet" an die Umkleide schreiben möchte :rolleyes:
Morbus X
13.10.2007, 14:26
MAP=90 - Normotonie oder täusch ich mich?
Messen kann ich präklinisch nicht, die Formel ging glaub ich
MAP=diastolisch+1/3(systolisch-diastolisch)
oder?
:cool:
RS-USER-Katja
13.10.2007, 16:18
Für den wachen Patienten kann das schon normoton sein, aber spätestens beim intubierten Patienten in Narkose (auf die bezog ich mich, das habe ich nicht gesagt - mein Fehler :o) nehmen wir Sympatikotonus weg und des diastolische Druck fällt - deutlich mehr als der systolische. Das sind aber eben genau die kritischen Patienten (sonst hätte man sie ja nicht intubiert), wo man eben den anständigen Mitteldruck braucht, damit Perfusion stattfindet. Und für Patient in Narkose ist ein 90er MAP definitiv hyperton :)
Sorry für die Konfusion.
Morbus X
14.10.2007, 10:36
Ich glaube wir kommen hier ganz schön durcheinander - ich bezog mich mit dem Eingangs-Fred auf nichtintubierte Patienten. Ein GCS von 5 oder 6 zwingt quasi zur Intubation, das ist schon klar.
Aber das überlasse ich (wenn es denn geht) gerne den Studierten.
Gerade bei Neurologischen Defiziten, die hier ja unzweifelhaft vorliegen. Aber gegen ein wenig Ebrantil herrschen schon weniger Berührungsängste. :D
Morbus X
15.10.2007, 11:17
Ausserdem: Was soll ich als RA machen?
Narkoseeinleitung sicher nicht.
Ketamin: Kontraindiziert.
Etomidat: Kontraindiziert.
Fentanyl: Ja klar, hab ich in München genauso wie Eto auf dem RTW sowieso nicht. Und Fenta+Diazepam+Naloxon?
Das sollen die machen die es studiert haben!!! :eek:
RS-USER-emergency doc
15.10.2007, 12:28
Original geschrieben von Morbus X
Und Fenta+Diazepam+Naloxon?
Sorry, steh ich als Chirurg jetzt aufm Schlauch? :eek:
Wat soll das denn für 'ne Kombi sein?:confused:
leuchtreklamefahrer
15.10.2007, 14:52
Das gibt man normalerweise noch in Kombination mit Flumazenil...;)
Ich denke er meinte Lysthenon (oder eine andere MR, die es in München gibt..;-))
Morbus X
15.10.2007, 15:00
Nein, eigentlich war Succi (oder halt auch Norcuron) gemeint. Keine Ahnung wie ich auf Naloxon kam. :confused:
Besoffen ohne zu Trinken...
Depolarisierend eben. :D
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