Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Essen vs. Düsseldorf
Hoppla-Daisy
10.01.2012, 13:26
Was hier viele vergessen, ist Folgendes: Die Approbationsordnung schreibt eine gewisse Stundenanzahl pro Fach vor, die irgendwie erfüllt werden muss. Ob das nun auf mehrere Semester verteilt wird oder teilweise in ein Semester gepresst wird, ist in dieser Hinsicht völlig latte. Tatsache ist, dass man diese Stundenanzahl abzuarbeiten hat (diese Zahl steht auch anschließend auf dem Schein).
Also ist es völlig müßig, sich über die ein oder andere Fakultät aufzuregen, wo es ja soooooo schlecht ist. Am Ende ist es für alle gleich ;-).
Stimmt, flip-flop... ich entsinne mich, dass sowohl Bio als auch Physik zweimal pro Woche waren. Aber mal ehrlich, hat irgendwer erwartet, dass man für so ein Studium wie Medizin nicht zur Uni muss? Ich versteh manchmal die Aufregung nicht. Klar ist es mitunter stressig, aber wenn ich zurückdenke (soooo lange ist das ja nun auch nicht her bei mir ;-)), muss ich echt ganz stark nachdenken, was mich total gestresst hat (trotz Nebenjob, Kind, alleinerziehend, Pendlerin...). Es gab Phasen, die nicht so nett waren, aber die waren eigentlich immer recht kurz.
Das Medizinstudium wartet nun mal mit ner Menge Stoff auf, der in einer begrenzten Zeit in den Kopf zu pressen ist. Das kann man drehen und wenden, wie man mag :-nix.
Wie gesagt, es gibt solche und solche Semester. Aber insgesamt kann man sagen, dass man sich - vernünftige Planung vorausgesetzt - echt nicht verausgabt in diesem Studium. Ich hatte immer noch nebenher genug Zeit für mich und meine Brut.
Allerdings gibt es natürlich auch solche und solche Studenten. Der eine ist belastbarer als der andere. Und das mein ich jetzt nicht böse, sondern ganz nüchtern. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder man schmeißt das Studium, weil man sich das SO nicht vorgestellt hat, ständig nur noch Stress zu haben (was ja de facto nicht so ist ;-)), oder aber man kneift die Arschbacken zusammen und kämpft sich durch die unangenehmen Phasen.
Linda.1001
10.01.2012, 18:10
Richtig. Oder man wählt von Anfang an eine Uni, die nicht so chaotisch organisiert ist.
Bzgl. Neuer technischer Einrichtungen: Da kann ich nur müde lachen, die stammen teilweise aus den 80ern. :-nix
Ach ja und bzgl. der Lehre in der Anatomie: Es gibt genau 1 (!) Anatomen in Essen und der darf (zumindest die makroskopische) Anatomie nicht mehr lehren.
Das wird jetzt von den Biologen übernommen.
Hoppla-Daisy
10.01.2012, 18:23
Neuer Hörsaal IG1
Relativ neuer Hörsaal Audimax nebst Renovierung Audimax vor knapp 1,5 Jahren
Ach Linda, du willst doch nur stänkern. Wenn du deine Energie doch mal ins Studium stecken würdest...
Wechsel so schnell wie möglich die Uni, denn du wirst in Essen niemals glücklich werden.
Linda.1001
10.01.2012, 18:59
Und du musst stänkern, wenn jemand nicht deiner Meinung ist.
Und der tolle HS1 im IG1 ist völlig überfüllt, soviel in Sachen Planung.
Kritisieren ist was anderes als Stänkern liebe Daisy. Aber man scheint euch in Essen ja nicht einmal vermittelt zu haben, sich in andere Leute reinzuversetzen bzw. Anderen ihre Meinung zu lassen.
Und im Übrigen war ich sowohl in Düsseldorf und in Essen immatrikuliert, weswegen ich denke es schon etwas vergleich zu können.
Hoppla-Daisy
10.01.2012, 19:35
Du vergisst aber, dass der Hörsaal im IG1 nunmal sowas wie Wände hat, die schon vorher bestanden ;-).
Also es war nicht ohne weiteres möglich, den seinerzeit mal einfach so zu vergrößern, sondern man hat Vorhandenes modernisiert ;-).
Geh doch nach Düsseldorf! Sorry, aber dein "alles ist hier doof" ist bald nicht mehr zu ertragen :-meinung
Feuerblick
10.01.2012, 19:36
Wenn das der im Audimax ist, dann ist er RIESIG und richtig schön!
Hoppla-Daisy
10.01.2012, 19:41
Nein, der ist es nicht, aber von der Optik ähnlich gemacht. Nur eben kleiner.
Feuerblick
10.01.2012, 19:47
Ah okay... so... ich würd sagen... zurück zum eigentlichen Thema? Denn mal ehrlich: Die Räume sind doch eher ein sekundäres Entscheidungsmerkmal bei der Unifindung, oder? Ich könnte nur nebenbei noch erwähnen, dass die Gebäude in Gießen zu meiner Zeit alt und potthässlich waren... :-nix
Hoppla-Daisy
10.01.2012, 19:52
Und wer hat diese Lehrgebäude bezahlt? :-))
Unsere Studentengeneration, die noch Studiengebühren zahlen musste (okay, ich jetzt nicht, aber die anderen schon) :-D
Linda.1001
10.01.2012, 21:40
Du vergisst aber, dass der Hörsaal im IG1 nunmal sowas wie Wände hat, die schon vorher bestanden ;-).
Also es war nicht ohne weiteres möglich, den seinerzeit mal einfach so zu vergrößern, sondern man hat Vorhandenes modernisiert ;-).
Geh doch nach Düsseldorf! Sorry, aber dein "alles ist hier doof" ist bald nicht mehr zu ertragen :-meinung
Und du vergisst anscheinend, dass die Plätze der Uni bekannt waren bevor sie überkapazitär Studenten aufgenommen hat. Es geht nicht um die Räume, denn die sind wirklich modern und gut, ich meine, dass diese total überfüllt sind, sodass wir bis auf den Flur stehen mussten...
Wenn du's nicht ertragen kannst, dann schreib/ließ doch einfach nicht hier und gut.
Die Threadstellerin hat aber nach eben jenem um Rat gefragt. Ich war an beiden Unis und kenne somit die Umstände unter denen man studiert. Also bitte, behalte deine belehrenden Worte für dich und lass mir meine Meinung ja? Danke. :-)
Feuerblick
10.01.2012, 21:47
Hmm, auch wenn es jetzt nochmal Offtopic ist: Es ist halt irgendwie schwierig, einerseits über zu wenige Studienplätze und zu lange Wartezeiten zu schimpfen, andererseits sich aber über zu wenig Platz und überfüllte Räumlichkeiten an Unis zu meckern. Einfach mal anbauen ist halt ein ganz kleines bißchen zu teuer... Da waren die Mediziner bisher doch sehr verwöhnt. Frag mal Lehramtsstudenten. Die sitzen ganze Semester im Flur und kommen teilweise nicht in wichtige Kurse rein. Das passiert dir in der Medizin bisher noch nicht.
So, und nun zurück zum Stundenplan. Immerhin gehts darum, ob man nebenher noch arbeiten kann!
Linda.1001
10.01.2012, 22:22
Richtig. Gut, dass wir uns verstehen. :-)
Also, viele GuKPs aus meinem Semester arbeiten an den verbleibenden Wochenenden. Innerhalb der Woche arbeitet niemand (zumindest weiss ich es von niemandem...).
Was Stud.-Jobs betrifft, die nicht im pflegerischen Bereich liegen, bin ich überfragt.....ansonsten gäbe es evtl. hier noch Nachtwachen-Jobs o.ä., sind auf Abruf.
stellam19
11.01.2012, 09:19
Mist, dann habe ich eindeutig die falsche Ausbildung :-) Was kaufmännisches ausschließlich am WE wird wohl eher schwer :-(
Hoppla-Daisy
11.01.2012, 09:26
Stella, ich hatte keine pflegerische Ausbildung und habe am Wochenende gearbeitet.
Und in der Klinik dann eben im kaufmännischen Bereich (wohlgemerkt, im Kliniksbetrieb.
Den Wohngeldtipp hab ich dir auch schon gegeben. Mach dir doch nicht im Vorhinein schon das Leben schwer, indem du über all die Dinge nachdenkst, die NICHT klappen KÖNNTEN ;-). Du hast nun einmal diese kaufmännische Ausbildung und keine pflegerische. Aber an der Uni sind viele Institute dankbar dafür, wenn man mit versch. Programmen umgehen kann und sowas wie Büroverständnis hat :-). Also, nur Mut!
stellam19
11.01.2012, 10:44
Erst Mal vielen Dank Euch allen für Eure Erfahrungsberichte und Anregungen.
Wie sieht es eigentlich mit den Semesterferien aus? Sind die bis auf KPP und Famus frei oder finden da teilweise Seminare o.ä. statt?
Hoppla-Daisy
11.01.2012, 10:58
Keine Ahnung, wie es heute ist, aber bei uns fand das Chemie-Praktikum an zwei Wochen (ganztags) in den Semesterferien zum 2. Semester statt. Ich glaub, das ist heute anders. Aber da wird dir eine(r) der "Frischstudenten" eher was sagen können. Wenn du natürlich die Möglichkeit hast, einen Teil des KPP vorher zu machen, mach es! Ich musste das alles in die Semesterferien packen, weil ich quasi direkt aus dem Job kam, und da hatte ich die Semesterferien natürlich teilweise immer verplant. Das war nicht so schön.
In der Klinik sind die Semesterferien auch Semesterferien. Klar, du hast deine Famulaturen zu machen, aber der Zeitraum ist ja doch ein längerer, in die man die packen kann. Heißt, man kann schon sehr gut planen im voraus, wann man arbeitet und wann man famuliert. Ich hatte z. B. die Möglichkeit, die verpasste Arbeitszeit durch Famulaturen nachzuarbeiten, so dass ich keinen finanziellen Verlust hatte. Mein Geld bekam ich regelmäßig. Ist halt - wie vieles im Leben - einfach eine Sache des Ansprechens. Und aufgrund dieser Tatsache siehst du nun auch, dass Arbeiten (auch Nacharbeiten versäumter Arbeitszeit) während des Semesters durchaus möglich ist ;-). Ich bin häufig während für mich uninteressanter Vorlesungen oder Freistunden zur Arbeit geschlurft und hab mein Pensum erledigt. Da ich nicht uninah wohnte und immer pendeln musste, war es stets eine gute Möglichkeit, arbeitenderweise leere Zeit auszufüllen. Klar hätt ich stattdessen manches Mal lieber in der Cafete gesessen, aber das füllt einem nun mal nicht das Portemonnaie... im Gegenteil :-))
stellam19
11.01.2012, 11:00
Ratet mal wie meine 2 letzten und mein diesjähriger Jahresurlaub aussahen/aussieht :-(
Hoppla-Daisy
11.01.2012, 11:06
Hmpfm, natürlich nicht so schön, aber dann kannst du dich im Studium glücklich schätzen, weil du den Rotz hinter dir hast :-). Vorher investiert, dann genießen. Ist doch toll :-).
Feuerblick
11.01.2012, 11:17
Zumal man dann während der vorlesungsfreien Zeit deutlich mehr "ranklotzen" kann was das Geldverdienen angeht. Ich hatte mit meinem damaligen Arbeitgeber die Übereinkunft, dass ich im Semester (auch wegen Bafög) weniger arbeite, dafür in den Ferien mehr Stunden mache und letztlich über die gesamte Zeit aber das gleiche Geld ausbezahlt bekomme.
Was die Jobwahl angeht, muss man einfach ein wenig kreativ sein. Ich habe zum Beispiel einerseits als Rettungssani gejobbt, andererseits aber bei diesem Unternehmen auch die Abrechnung der Transportscheine übernommen. Das wäre ja sicher auch ein Job für Menschen mit Erfahrung in Bürotätigkeiten, oder?
stellam19
11.01.2012, 11:57
Genau darauf zielte meine Frage ab, in weit die Semesterferien durch Veranstaltungen unterbrochen werden. Wäre natürlich cool wenn man in den Ferien 2-3 Monate (im Jahr) VZ jobben kann und dann den Rest des Jahres mit "mal" am Wochenende arbeiten auskommt.
Nebenjobtechnisch bin ich für alles offen - im schlimmsten Fall auch Burger braten ;-) Hauptsache flexibel von den Zeiten her.
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