Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auf dem Weg zur Habil - Erfahrungsaustausch
Hätte ihn vielleicht auch was fragen sollen, da im Internet tatsächlich weniger Infos als erwartet verfügbar sind.
Aber prinzipiell läuft es sich wohl doch darauf hinaus, dass nach dem langen Studium einfach keiner bereit ist, nochmal ein neues anzufangen. Ich würde das zumindest nicht wollen; ist ja auch eine finanzielle Frage.
WackenDoc
25.04.2012, 06:40
Wie ist das dann eigentlich mit dem Facharzt? Oder werden das dann zwei völlig unterschiedliche Schienen.
Einmal die Forscher und einmal die Kliniker?
Kackbratze
25.04.2012, 07:15
Die Facharztzeit wird dadurch verlängert, sofern dann ein duales Studium angeboten wird, d.h. 50/50.
Das Problem ist bloss, dass man häufig an den Unis nur Verträge als wiss. Mitarbeiter bekommt und das dann wieder nicht für den FA angerechnet wird.
WackenDoc
25.04.2012, 11:45
Die Zahlen bleiben dann ja auch weiterhin ein Problem, oder?
Kackbratze
25.04.2012, 12:45
Die Zahlen sowieso und wenn es nur ein "wissenschaftlicher Mitarbeiter"-Arbeitsvertrag wird, die Weiterbildungszeit zusätzlich.
Die Zahlen sowieso und wenn es nur ein "wissenschaftlicher Mitarbeiter"-Arbeitsvertrag wird, die Weiterbildungszeit zusätzlich.
das stimmt jetzt so nicht - bei uns in der klinik sind 100% der Assistensärzte als "wissenschaftlicher Mitarbeiter" eingestellt - egal ob klinisch oder wissenschaftlich tätig. Und das gibt mit der ÄK auch keine Probleme. Es muss für die WB halt ein passus bzgl. der klinischen Arbeit vorhanden sein. Ich werde meinen FA sicher nicht in den 5 Jahren machen, aber in den angepeilten 6 Jahren ist die Habil schon enthalten und eingeplant.
Von den PhD Programmen halte ich ehrlich gesagt nicht so viel - mir wäre das zu unflexibel. An unserer Uni gibt es so etwas so gar, nur müsste ich da auch viel unnötigen Zeug mitmachen, welches mir nicht nutzt (da gibt es ja feste Seminare, die besucht werden müssen). Und die Habil gibt es nicht nur in D - auch in der Schweiz, Österreich, Dänemark, Norwegen, Schweden gibt es da. In S zum Beispiel "Docent" - dafür müssen min 4 Jahre als Postdoc gearbeitet haben.
Kackbratze
25.04.2012, 21:54
Der Passus wird in manchen Kliniken, egal welche Uniklinik vergessen. Das sollte auch keine allgemeine Aussage sein, sondern eher ein Hinweis für Kollegen, denen ein solcher Vertrag angeboten wird.
Mondschein
03.06.2012, 11:17
Hallo,
Um die Diskussion mal wieder etwas anzukurbeln: Wie ist das denn bei euch mit Kongressen, fahrt ihr viel durch die Gegend?
Bei mir wird nur von der Uni gezahlt, wenn man ein Poster oder einen Vortrag hat. Ansonsten - und vor allem, wenn man sich einfach mal klinisch auf den neuesten Stand bringen will - zahlt man selbst. Daher ist es etwas eingeschränkt, ein bisschen was leiste ich mir da, aber natürlich nicht allzu viel. Und soweit, dass mich ständig die Pharmafirmen einladen (ob man das möchte, ist ja eh eine andere Frage), bin ich noch nicht :)
Wie siehsts bei euch aus?
Viele Grüße, Mondschein
Bei uns bekommt man sein Geld auch nur wieder wenn man einen Beitrag hat (Poster, Vortrag), sonst zahlt man selbst. War in den letzten 4 Jahren 2-3 mal pro Jahr bei einem Kongress jeweils mit Postervorstellung, aber nur 1x im Ausland (Italien), sonst war`s immer in Dtl., Vortrag hab ich mir bisher noch nicht getraut ...
Als Assi fehlt man dann ja auch auf Station, da wird es vom Chef auch nicht zu gerne gesehen wenn man zu oft wegfährt, obwohl natürlich auf der anderen Seite Forschung betrieben werden soll, aber rumreisen tun eher die Profs, die fliegen im Sommer/Herbst ständig in der Welt rum ...
dito - ohne Poster/Vortrag kein Geld. Bei uns werden auch so 2-3 Kongresse jeden Jahr akzeptiert, wenn man sich forschend engagiert (und auch publiziert). Ein Teil der Kongresse, wo ich fahre, wird mir sozusagen zugeteilt (a la Herr Tomten, auf den Pädiatrietagung muss unser Klinik vertreten sein) - da ist aber oft dann auch ein guter klinischer Teil dabei. Ein internationaler Kongress ist auch akzeptiert pro Jahr (war schon in New York, Toronto) und dann darf man auch ein paar private Tage ranhängen.Hab jetzt sowohl Vorträge als auch Poster gemacht und bin jetzt für nächstes Jahr auch gebeten worden, einen Vortrag bei einem Symposium zu halten - da zahlt dann der Veranstalter. Mal schauen, wann ich es bis zu Eurobonus Silver/Guld schaffe mit den Reisen - meine beiden Chefs sind schon Lufthansa Senatoren von den ganze Fliegerei... :-top
airmaria
04.06.2012, 21:09
Wie ist das dann eigentlich mit dem Facharzt? Oder werden das dann zwei völlig unterschiedliche Schienen.
Einmal die Forscher und einmal die Kliniker?
häufig ist die abgeschlossene facharztausbildung eine voraussetzung zur habil
airmaria
airmaria
04.06.2012, 21:11
Mal schauen, wann ich es bis zu Eurobonus Silver/Guld schaffe mit den Reisen - meine beiden Chefs sind schon Lufthansa Senatoren von den ganze Fliegerei... :-top
man sollte hier sehr genau aufpassen, dass man diese dinge nicht mit privaten einsätzen vermischt... sonst geht es irgendwann dem ein oder anderen klinkchef früher oder später wie manchem politiker...
airmaria
Bei uns auch - mit eigenem Beitrag wird auch (großteils) gezahlt. Zumindest sofern man seine Kongressbeteiligungen in Maßen hält. Aber so geht es morgen nach Dublin *freu* (auch wenn das Thema auf Dauer nicht so mein Schwerpunkt ist).
Wie ist das eigentlich? Darf man mit Klinik-Flügen Bonuspunkte auf der privaten Miles&More-Karte sammeln oder steht da irgendeine Anti-Korruptionsrichtlinie o.ä. dagegen?
Was ist denn morgen in Dublin für ein Päd(?) Kongress? Wegen Meilen: Bei uns gibt es ein Dienstanweisung, der sagt, dass das wir beruflich erflogene Meilen auch beruflich nutzen müssen. Bisher habe ich ein Mal mir es gegönnt, damit ein Upgrade in die Business Class zu machen (und so machen es die meisten anderen auch). Habe vorher bei der Personalreisestelle nachgefragt, ob das ok ist und es ging. :-music Könnte ich mich dran gewöhnen.
Der Jahreskongress der European Cystic Fibrosis Society. Betrifft meine Fachambulanz, die ich (etwas unfreiwillig) betreue.
Thomas24
04.06.2012, 22:43
Da sollte man im Zweifel in der eigenen Verwaltung nachfragen, wie die Richtlinien im Haus sind.
Für uns (Univ.Klinik im Landesbesitz) beispielsweise gilt, alles was eine Bagatellgrösse von 10 EUR überschreitet, darf *nicht* angenommen werden.
flopipop
30.06.2012, 13:15
Ja, die Frage war eher in die Richtung gestellt, welche Orte in Hinblick auf die Karriere am besten wären. Ich wäre prinzipiell deutschlandweit mobil, und hätte nichtmal eine eindeutige Ortspräferenz. Allgemeine Bewerbungsfragen hätte ich hier auch nicht reingestellt.
Denn scheinbar macht der Ort schon einen Unterschied, da jede Uni andere Anforderungen bezüglich notwendiger Veröffentlichungen und sonstiger Leistungsnachweise zu stellen scheint. Hinzu kommt, dass an manchen Orten die Forschung wohl eher im Vordergrund steht als an anderen; kann man das an Renomme und Größe festmachen? Oder ist es bei den großen, bekannten Häusern eher so, dass eher Leute gebraucht werden, die den klinischen Bereich abdecken und den anderen den Rücken für deren Forschung freihalten müssen?
Ich weiß, man kann nicht pauschalisieren, aber besonders direkt nach dem Studium ist man eben unsicher, weil die Erfahrung fehlt. Und gewisse Trends zeichnen sich wohl schon ab. Und das, was in Stellenangeboten, Vorstellungsgesprächen und Hospitationen versprochen wird, ist wohl auch nur bedingt aussagekräftig; letzten Endes weiß man es wohl erst nach einigen Wochen bis Monaten.
immer diese wischi-waschi formulierungen, bloß nichts konkretes sagen...traust du dich nicht, eine aussage handfest zu vertreten?
Doch, kann ich:
Wer von euch macht denn ein ausführliches Summenwerk, und wer eine kumulative Arbeit? Und was waren eure Gründe?
Eigentlich würde mich schon das schon interessieren; ausführliche Ausschrift scheint mehr Arbeit ohne Erkenntnisgewinn, aber wenn es so viele machen hat das Kumulative vermutlich einen ziemlichen Haken.
(Laut OA Auskunft: Die Unis in Hessen scheinen weniger Bewertungspunkte zu verlangen als einige renommiertere und ältere Institutionen wie Göttingen; allerdings stehen scheinbar auch hier einige Reformen ein, die wohl greifen würden wenn man denn tatsächlich in Jahren so weit wäre; insofern macht es wohl wenig Sinn die einzelnen Ordnungen zu lesen; aber falls jemand von euch so weit wäre, könnte das für den vielleicht interessant sein)
An meiner Uni werden eigentlich nahezu ausschließlich kumulative Arbeiten gemacht. Kommt vermutlich immer auf die Habil Ordnung der Uni an.
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