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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anrechnung von Vorbeschäftigungen



SuperSonic
12.08.2012, 14:11
§ 19 (2) TV-Ärzte/VKA:

"Bei der Anrechnung von Vorbeschäftigungen werden in der Entgeltgruppe I Zeiten ärztlicher Tätigkeit angerechnet. Eine Tätigkeit als Ärztin/Arzt im Praktikum gilt als ärztliche Tätigkeit. In der Entgeltgruppe II werden Zeiten fachärztlicher Tätigkeit in der Regel angerechnet. Zeiten einer vorhergehenden beruflichen Tätigkeit können angerechnet werden, wenn sie für die vorgesehene Tätigkeit förderlich sind."

Verstehe ich das richtig, dass auch Zeiten nicht-ärztlicher Erwerbstätigkeit (auch vor der Approbation) angerechnet werden können? Gilt das auch für Teilzeit-/Nebenjobs? Wann ist so eine Tätigkeit "förderlich", hat da jemand Erfahrung?

flotze
15.11.2012, 06:40
das wäre ja mal interessant, ich hab 3 Jahre als MTRA gearbeitet?????

Feuerengelchen
13.12.2012, 09:17
Würde mich auch sehr interessieren!
Habe nämlich 3 Jahre in demeselben Haus als Krankenschwester gearbeitet, wo ich im Frühjahr als Ärztin anfangen werde..... verwaltungstechnisch sozusagen eh schon eingearbeitet ;)
Hat das schon jemand mal beansprucht bzw. probiert?

Nachtrag: Hab jetzt mal Anfragen auf den Weg geschickt....schaun mer mal was da rauskommt!

test
13.12.2012, 10:04
Habe die Anwendung dieses Abschnitts bisher nur erlebt bei Tätigkeit in einem anderen Fachgebiet. Also wenn man 3 Jahre Gyn gemacht hatte und dann gewechselt hat, wurde man ins 4. Jahr eingestuft. Das ist aber wohl schon kulant. Es gibt auch Häuser, bei denen man dann im 1. Jahr wieder beginnt (wobei das evtl. je nach Tarifvertrag nicht zulässig ist).
Dass Zeiten nicht-ärztlicher Tätigkeit anerkannt werden, halte ich für eher weniger wahrscheinlich. Ihr könnt ja mal berichten, ob es geklappt hat.

haemo
13.03.2013, 19:57
Es werden Zeiten klinischer ärztlicher Tätigkeit angerechnet, fachunabhängig! Sprich z. B. eine Tätigkeit in der Physiologie nicht, fachfremd am Paienten müssen aber angerechnet werden. Wenn die Eingruppierung nicht so praktiziert wird, kann man das einklagen.

SuperSonic
27.10.2013, 13:12
Fall es noch jemanden interessiert:
Meine früheren nicht-ärztlichen (aber medizinisch relevanten) Tätigkeiten wurden nicht angerechnet. Eine ausführliche Begründung dafür gab es nicht, vermutlich liegt es also wie oft am lieben Geld.