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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ACHTUNG !!Politisch inkorrekt und provokativ ! Teil II (diesmal politisch korrekt)



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pw76
21.09.2012, 18:23
SEHR LESENSWERT:

Beispiel:
"In kaum einem anderen Land ist es für ausländische Ärzte so leicht, in der Klinik tätig zu werden wie in Deutschland. Bei EU-Bürgern reichen, um die Approbation zu erhalten, neben der Stellenzusage ein Mediziner-Examen und das B2-Sprachzertifikat des Goethe-Instituts, das einem mittleren Sprachniveau entspricht. Aber auch Ärzte aus Ländern jenseits der EU können eine Berufserlaubnis erhalten. Die vollwertige Approbation bekommen sie einige Jahre später nach einer "Gleichwertigkeitsprüfung".

Zum Vergleich: In den USA muss jeder ausländische Arzt das berüchtigte amerikanische Medizin-Staatsexamen bestehen, ehe er eine Stelle in der Klinik antreten darf. Und in Schweden, wo die Zugangsvoraussetzungen weniger hoch sind, bekommt jeder zugewanderte Arzt intensiven Sprachunterricht - bis er im Klinikalltag gut zurechtkommt.

In Deutschland dagegen schert es offenbar kaum jemanden, wenn Ärzte am Krankenbett hilflos radebrechen. Der B2-Sprachtest mag sicherstellen, dass die Grammatik solide und das Alltagsvokabular geläufig ist. Dass aber Infusion und Perfusion, Aspirin und Aspisol trotzdem gründlich durcheinandergeraten, fällt dabei nicht auf. Und woher sollte eine Rumänin die deutschen Braunülen-Farben kennen?"
(Spiegel 2/2012)

Interessant, was der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr dazu sagt:

"Ihn beschäftigt viel mehr, dass die Anerkennung der Abschlüsse für die Bewerber aus dem Ausland unkomplizierter werden müssten. "Das muss schneller und transparenter ablaufen", sagt er. "Die exzellenten Ärzte kommen sonst nicht zu uns, sondern suchen sich Jobs in anderen Ländern." Deutschland müsse wettbewerbsfähig sein." :-top

... Nachtigall, ich hör' Dir trapsen ....

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-83504612.html

WalterSobchak
21.09.2012, 18:35
@WalterSobckack:

Übrigens: Glückwunsch, dass Du Deine Promotion in 3-4 Monaten geschafft hast. Bist dann wohl von der ganz schlauen Sorte.:-top

Öhm... ja. Habe gut 2,5 Jahre gebraucht wegen experimentell und so, aber egal.
Memo an mich: Ironie deutlicher kennzeichnen... :compy:

WalterSobchak
21.09.2012, 18:44
Ach Göttchen - Eigenheiten nicht zu kennen, die auch jeder deutsche Neumediziner lernen muss (welcher Zugang hat welche Farbe etc.) als Argument für die angebliche Unfähigkeit ausländischer Ärzte heranzuziehen - ich weiß nicht... Und weißt du, wie oft ich schon "Paracetamol i.v." angeordnet habe, obwohl wir nur Perfalgan auf Station haben? :-sleppy

Kackbratze
21.09.2012, 18:55
Und die Tatsache, dass hier diejenigen, die gegen meine Thesen sind, überwiegend in einem
beleidigenden Ton schreiben, anstatt sachlich und ruhig zu bleiben, spricht für die Richtigkeit meiner Thesen

Achso. Indem man Gegner hat, ist man also automatisch im Recht.
Interessante Argumentationskette.


In Deutschland dagegen schert es offenbar kaum jemanden, wenn Ärzte am Krankenbett hilflos radebrechen.

Dich schert es offenbar auchnicht, dass Du keine Zahlen anbieten kannst.
Der FAKT-Artikel ist mit Zitaten von speziellen Fördereinrichtungen für Mediziner...ist doch klar, dass die behaupten, dass zu wenige Mediziner dort Kurse machen.
Bei uns gibts die Kurse an der Volkshochschule für die Kollegen.

UNIBOOKS
21.09.2012, 20:01
die entwicklung in deutschland ist durch die globalisierung, eu-regelungen, ärztemangel usw. jetzt nunmal so, dass immer mehr lücken durch osteuropäische kollegen geschlossen werden. in zukunft wird das nicht weniger, sondern eher mehr....das entscheiden die chefs und nicht du. deine bräunliche meinung interessiert in diesem zusammenhang niemanden, das sind einfach geopolitische und wirtschaftliche phänomene, mit denen auch du leben musst. du wirst mit den ausländischen kollegen ganauso unabhängig von ihrem kenntnisstand, erfahrung, sprachkenntnissen usw zusammenarbeiten, wie du es mit jedem deutschen absolventen getan hättest, und zwar weil dein chef es so will. wir sind hier nicht bei *wünsch dir was*, sondern bei *das is so*. diese diskussion ist genauso fruchtbar, wie wenn man über das schlechte wetter monieren würde.


Erst heisst es Globalisierung und Europa etc... dann trifft man Leute die noch nicht mal Englisch verstehen.

Dann darf man doch mal hinterfragen wie dieser Mensch jemals die Biochemie oder ähnliche andere "neuzeitliche" Fächer verstanden haben soll. Die Biochemie bedient sich INTERNATIONAL nicht der Deutschen oder der Spanischen Sprache, sondern der Englischen. PUNKT!

Das ist so!

Deine Äusserungen mit der Moralkeule "bräunliche Meinung" finde ich schon ziemlich arm!

Glücklicherweise leben wir in einem FREIEN Land wo jeder Grundrechte hat, ja auch der Arbeitnehmer, deshalb verbietet sich auch hier deine pauschale Äusserung und du musst es schon jedem selbst überlassen wo und unter welchen Bediengungen er oder Sie arbeiten möchte!

Nurbanu
21.09.2012, 20:55
Interessant, was der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr dazu sagt:

"Ihn beschäftigt viel mehr, dass die Anerkennung der Abschlüsse für die Bewerber aus dem Ausland unkomplizierter werden müssten. "Das muss schneller und transparenter ablaufen", sagt er. "Die exzellenten Ärzte kommen sonst nicht zu uns, sondern suchen sich Jobs in anderen Ländern." Deutschland müsse wettbewerbsfähig sein." :-top

Die exzellenten Ärzte kommen wegen den schlechten Arbeitsbedingungen, des geringen Gehalts und der Steuern nicht zu uns. Da hilft eine schnelle Anerkennung auch nicht. Würde man die Ursachen beseitigen, die die exzellenten Ärzte aus Deutschland fernhalten, bräuchten wir sie gar nicht mehr, da die eigenen einfach in der Heimat bleiben würden.

Wofür bekommen Politiker nochmal Geld und welche Qualifikation braucht man dafür? :-oopss

Kackbratze
21.09.2012, 22:55
Dann darf man doch mal hinterfragen wie dieser Mensch jemals die Biochemie oder ähnliche andere "neuzeitliche" Fächer verstanden haben soll. Die Biochemie bedient sich INTERNATIONAL nicht der Deutschen oder der Spanischen Sprache, sondern der Englischen. PUNKT!

Achso. Und wir in unserem kleinen feinen Land unterrichten Biochemie entgegen internationalen Standards als auf deutsch, wohingegen jeder Franzose oder Grieche Biochemie ausschließlich auf englisch gelehrt bekommt.
Interessant.

blackcat86
22.09.2012, 13:19
In meiner Berufszeit habe ich 2 natürliche "Feinde" des Arztes erlebt:
- Verwaltung
- Betriebsrat

Du hast Betriebsarzt vergessen...

Evil
23.09.2012, 14:28
Dann darf man doch mal hinterfragen wie dieser Mensch jemals die Biochemie oder ähnliche andere "neuzeitliche" Fächer verstanden haben soll. Die Biochemie bedient sich INTERNATIONAL nicht der Deutschen oder der Spanischen Sprache, sondern der Englischen. PUNKT!

Das ist so!
Du stellst also die These auf, daß für das Verständnis der Biochemie das Beherrschen der englischen Sprache absolut notwendige Voraussetzung ist? Ich denke, da dürften Dir ein Haufen russische, chinesische und japanische Wissenschaftler zu Recht widersprechen.

Lange nicht mehr so einen erheiternden Blödsinn gelesen :-D

UNIBOOKS
23.09.2012, 15:23
Du solltest etwas aufmerksamer lesen :-top

Und wenn der Kontext nicht auf Anhieb für dich ersichtlich ist, so kannst du ruhig in die Runde fragen.
Wenn alles nicht hilft gibt es auch Deutschkurse in der VHS, diese würde ich Euch beiden dringend
empfehlen oder nochmal die Schulbank drücken.


die entwicklung in deutschland ist durch die globalisierung, eu-regelungen, ärztemangel usw. jetzt nunmal so, dass immer mehr lücken durch osteuropäische kollegen geschlossen werden. in zukunft wird das nicht weniger, sondern eher mehr....das entscheiden die chefs und nicht du. deine bräunliche meinung interessiert in diesem zusammenhang niemanden, das sind einfach geopolitische und wirtschaftliche phänomene, mit denen auch du leben musst. du wirst mit den ausländischen kollegen ganauso unabhängig von ihrem kenntnisstand, erfahrung, sprachkenntnissen usw zusammenarbeiten, wie du es mit jedem deutschen absolventen getan hättest, und zwar weil dein chef es so will. wir sind hier nicht bei *wünsch dir was*, sondern bei *das is so*. diese diskussion ist genauso fruchtbar, wie wenn man über das schlechte wetter monieren würde.

… da wird zum einem nach fortschrittlicher Entwicklung und
über Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich gesprochen, aber ein Mindeststandard
wird bei uns erst gar nicht eingeführt, sondern im Gegenteil es wird billigend in Kauf genommen
das einige Ärzte weder der englischen noch der deutschen Sprache mächtig sind.

Wenn wir wie Kollege „flopipop“ beispielsweise von Globalisierung oder nach einheitlichen EU-Richtlinien verlangen, dann sollten wir auch nicht vergessen, dass man hier sachlich bleiben sollte!

Viele Termini und Fachsprachen sind durch Fortschritte der Wissenschaft in rascher Entwicklung begriffen. Der Sprachgebrauch in den verschiedenen Disziplinen ändert sich auch dadurch, dass immer mehr Fachwörter – vor allem englische – in Gebrauch kommen.

INTERNATIONAL LOVE

pw76
23.09.2012, 15:32
@ UNIBOOKS

Sowohl kackbratze (der Name ist Programm) als auch evil (dito) haben kein tatsächliches Interesse an einer
sinnvollen Diskussion. Die verstehen nur das, was sie verstehen wollen.
Aber Schreihälse gibts in jedem Forum. Einfach ignorieren :-D


Ich weiss von meinen arabischen Kollegen, dass der Großteil der Bücher in diesen Ländern, mutmasslich wohl auch in den
osteuropäischen Ländern, auf Englisch sind, es ist in keinster Weise üblich, dass Fachbücher in diese Sprachen übersetzt werden. Der "Aufwand" lohnt sich bei den Stückzahlen wohl einfach nicht.
Von daher ist das Beherrschen der englischen Sprache für diese Studenten ziemlich wichtig.

In vielen arabischen Ländern wird wohl das gesamte Studium auf Englisch durchgeführt.

flopipop
23.09.2012, 15:34
Wenn wir wie Kollege „flopipop“ beispielsweise von Globalisierung oder nach einheitlichen EU-Richtlinien verlangen, dann sollten wir auch nicht vergessen, dass man hier sachlich bleiben sollte!



niemand verlangt nach globalisierung, es ist einfach tatsache der heutigen zeit. und niemand sagt, dass sprachliche kenntnisse unwichtig seien, im gegenteil, sie sind essentiell, um auf lange sicht in einem land erfolgreich zu sein. man muss den ausländern aber auch eine chance und zeit geben, diese zu erlernen, ohne alle auswärts studierten pauschal als fachlich und sprachlich unfähig zu bezeichnen.

Evil
23.09.2012, 17:07
Einfach ignorieren :-D
Jawoll! Genau wie die Realität! Hauptsache, erstmal was in die Welt hinausposaunen!

UNIBOOKS
23.09.2012, 18:24
@ UNIBOOKS

Sowohl kackbratze (der Name ist Programm) als auch evil (dito) haben kein tatsächliches Interesse an einer
sinnvollen Diskussion. Die verstehen nur das, was sie verstehen wollen.
Aber Schreihälse gibts in jedem Forum. Einfach ignorieren :-D


Sehe ich auch so!
Ist halt so wie immer. Da gibt es nützliche Informationen und weniger nützliche Informationen...
oder Emails mit Inhalt und Spam.
Oder um mal bei der Biochemie zu bleiben...Exons und Introns.

@ Flopipop

Alles klar. Pauschalisieren ist nicht gut, sollte man nicht machen und ich hoffe das wir trotz unserer
stupiden Ausbildung alle unser Hirn einschalten und nicht nur nach "Schema F" vorgehen.

Hoffen wir weiter...

Peter_1
24.09.2012, 08:03
@evil:

Aber denkt an mich, wenn ihr irgendwann mit den Verwaltungs-Fuzzis zu tun habt und dann zu hören bekommt:
Tut mir leid, Herr Dr. X, aber auf die Stelle haben wir 8 Bewerbungen von hochqualifizierten Bewerbern aus der Ukraine, Kasachstan, Rumänien und Griechenland. 4 von denen haben sich sogar in ihrer Heimat habilitiert, einer sogar über den Einfluss des Sonnenstandes auf die Motilität der Rektalmuskulatur. Aber Sie bekommen die Stelle für 24.000 Euro brutto im Jahr, eine warme Mahlzeit und die von uns heissgeliebten 36h Dienste führen wir wieder ein. " :-D :-D :-D



THEY TOOK OUR JOBS!

https://www.youtube.com/watch?v=768h3Tz4Qik

:-))

Nurbanu
24.09.2012, 12:50
Sehe ich das zu naiv, oder wozu gibt es Tarifverträge, die m.M.n. für alle Ärzte in einem KH gelten?
Außerdem werden die OÄ keine Lust haben, ab einer gewissen Stufe den Kopf für alles hinhalten zu müssen, weil der Betrieb aufgrund welcher Mängel auch (Sprach- oder Fachmängel) nicht läuft.

Ohne mit dem Totschlagargument Godwin's Law konfrontiert zu werden: Diese arge Schwarzmalerei und Angstmacherei erinnert mich an die Judenhetze im 3. Reich @ pw76.

Ich wüsste nicht, wieso ein Chef, wenn er die Wahl hat, zwischen einem "Deutschen" (Deutsche, Österreicher, Schweizer, in Deutschland studierte, eben Deutschsprachige) und einem "Ausländer", der Sprachprobleme mitbringt und über dessen Fachwissen er nicht viel weiß, da er das Studium des jeweiligen Landes nicht kennt, sich nicht für den "Deutschen" entscheiden sollte?! Der Mensch wählt für gewöhnlich den Weg des geringsten Widerstandes. Und es lässt sich leichter mit dem "Deutschen" zusammen arbeiten. Es geht hier um den Job eines Arztes, nicht um den einer Putzfrau, bei der die deutsche Putzfrau auf Steuerkarte für 10 € + Minijobabgaben und die polnische Putzfrau für 6 € schwarz arbeitet. Am Ende ist es eh sauber und günstiger obendrein. Das gilt aber nunmal nicht für Ärzte. Wenn so etwas (http://www.medi-learn.de/foren/showthread.php?t=79222) in der Art durch einen Arzt passiert, sieht es düster für die Beteiligten aus. Desweiteren wurden zwei weitere Punkte angesprochen: die Patienten und die Überweisenden, die da nicht mitmachen. Abstimmung mit den Füßen. Mich kriegen auch keine zehn Pferde ins nächste KH, nur im bewusstlosen Zustand der RTW ;-)

bipolarbär
27.09.2012, 16:07
Oder um mal bei der Biochemie zu bleiben...Exons und Introns

wenn du dich mal bei den introns nicht irrst ;-)

Nurbanu
01.10.2012, 00:23
http://www.zeit.de/2010/42/Auslaendische-Aerzte

Interessanter Artikel über die (fehlende/lasche/später erfolgende) Gleichwertigkeitsprüfung, Sprachprobleme, Qualität des Medizinstudiums ausländischer Ärzte.

sauna2001
04.10.2012, 15:51
Hallo,

an Peter1.

Bei uns wurde es nun so geregelt, das besagter Kollege im Prinzip auf PJ Niveau herabgestuft wurde. Bei vollen Bezügen. Ich finde, dass das aus mehreren Gründen eine sehr schlechte Idee ist.
Aber so soll es sein. Die Arbeit bleibt jetzt an den Kollegen hängen. Man muss mal sehen wie sich das im Alltag machen lässt. (Kleine Abteilung, wenig Möglichkeit die Arbeit zu verteilen)



Sauna2001

Slippengringo
04.10.2012, 21:10
Und ich ärgere mich darüber, dass österreichische Kollegen einen Dr-Titel
angeben, der lediglich ein sogenanntes Berufsdoktorat bedeutet: Für den,
der das nicht weiss: Die Kollegen bekommen den Dr-Titel am Ende des Studiums
oben drauf gepackt, sie haben nicht geforscht und keine Dissertation verfasst.


Du bist ziemlich uninformiert. Ich hab in Österreich studiert und für meinen Dr. Titel z.B. anderthalb Jahre eine klinische, prospektive Studie mitbetreut mit insg. 50 Patienten. Dann darüber eine Arbeit auf Englisch mit 90 Seiten verfasst. Ich denke das ist vergleichbar mit dem was Dissertanten in Deutschland so treiben... Der Unterschied: in Österreich fängt man damit immer parallel zum Studium an. Auch nicht so ohne...