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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ich will Ärztin werden, aber schaffe ich das wirklich?



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Laelya
02.12.2012, 18:14
das finde ich auch.
Abi wollte nur helfen und das auf sehr nette weise und wenn man nicht gewillt ist, sowas zu lesen, sollte man nicht in einem forum schreiben

][truba][
02.12.2012, 18:34
Und callida hat auch nur ihre Meinung gesagt.

Bleibt mal alle ganz ruhig. Wer so früh so reif ist, seinen späteren Weg kennt und plant kann das sicherlich schaffen.
Ob nun jeder ein 1,x schaffen kann oder nicht ist ja vollkommen egal, weil es eben einfach nicht jeder schafft. und das ist ja auch gut so. letzten endes kann der, der es dann trotzdem will eben über die Wartezeit studieren.

Sich fürs ABI reinzuknien ist beachtlich und nicht ohne. Und für die, die es in der Zeit nicht gemacht haben, ist es nicht ohne die folgenden 6 Jahre zu warten. So hat jeder sein Päckchen zu tragen und am Ende werden doch alle Ärzte die es wollen ;)

LG Thomas

abi07
02.12.2012, 19:08
Oh, es war echt nicht meine Absicht, hier die Gemüter so zu erhitzen oder mich auf ein hohes Ross zu setzen.



Es gibt keine Allgemeinrezepte, um das Abitur gut zu machen.

Genauso sehe ich das auch - habe auch mehrmals geschrieben, dass viele Dinge sehr individuell sind (nicht nur abhängig vom Schüler selbst, sondern natürlich auch von Lehrern, Schule, äußeren Umständen...) und dass ich lediglich Beispiele bringe. Wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass man, wenn man sich ein paar mehr Gedanken über gewisse Dinge macht, durchaus mit unkonventionellen Entscheidungen die besseren Ergebnisse erzielen kann.
Dem Einzelnen kann ich nur raten, sich sehr genau mit diesen Dingen auseinanderzusetzen und keine Angst zu haben. Es lohnt sich absolut, auch in diese "organisatorischen Dinge" viel Zeit zu investieren! Und: Alles wird gut! ;-)
Weil ich es nicht lassen kann, nur noch ein kleines Bsp. für lohnende Zeitinvestitionen: Sowohl unsere (sehr kompetente) Lateinlehrerin als auch unser Rektor (ebenfalls Latein-Lehrer) haben wochenlang erzählt, dass sie zu 90% sicher sind, dass in unserem Abi ein Seneca-Text drankommt. Ich habe mich mit der Aussage nicht zufrieden gegeben und die Abiprüfungen der letzten Jahrzehnte analysiert - danach stand ich ganz alleine mit meiner Meinung da, dass eher Cicero drankommen wird. Und während alle verstärkt Seneca-Texte geübt haben, habe ich meinen Schwerpunkt auf Cicero gelegt. Na ratet mal, was letztlich drankam...Zitat Rektor bei Abgabe der Prüfungsbogen: "Also, mit Cicero hätte ja niemand gerechnet!" :-D
Okay, jetzt haltet ihr mich für einen totalen Freak...

Ich dachte zu Beginn der Kollegstufe noch, dass es absolut unmöglich ist, ein Einserabi zu machen. Bis zur 11. Klasse hatte ich auch immer ordentlich meine Sachen gemacht und trotzdem "nur" Zweierschnitte. Ich dachte: "Besser kann ich es eben nicht." Schritt für Schritt habe ich mir dann aber meine Strategien erarbeitet, was sich auch in meinem Notenverlauf über die Halbjahre zeigt - der Schnitt wurde immer besser und am allerbesten lief es dann in den Abiprüfungen selbst.
Ich wollte mit meinen Geschichten eigentlich nur deutlich machen, dass jeder durch gewisse "Tricks"/Vorgehensweisen durchaus in der Lage ist, seinen Schnitt erheblich zu verbessern.

Ich habe mich hier so ausführlich drüber ausgelassen, weil es eines meiner Lieblingsthemen ist und es mir Spaß macht, anderen beim "Managen" ihrer Schul"karriere" zu helfen. Nachhilfe zu geben war für mich immer eine Art Hobby - der Verdienst dabei eher nettes Beiwerk. Ich freue mich schon fast darauf, in den Weihnachtsferien ein bisschen mit meinen Neffen zu lernen (gerade mit einem von ihnen wegen eines Referates telefoniert) - die Erfolge, die sich praktisch immer einstellen, machen mich stolz und die Kinder ebenfalls glücklich (ganz zu schweigen von den Eltern...:-D). Muss wohl doch am Lehrerblut in meinen Adern liegen...;-)

Insofern hoffe ich, dass sich keiner von meinen Posts angegriffen oder genervt fühlt - ist einfach ein Thema, mit dem ich mich extrem intensiv auseinandergesetzt habe und über das ich mich dementsprechend sehr ereifern kann.

Nessiemoo
12.12.2012, 15:48
Ich kann auch allen anraten, einfach reinhauen! Auch wenn andere denken, dass ihr "Streber" seid, oder zu viel lernt - ihr habt doch ein Ziel - Medizin studieren - wofür es sich lohnt sich anzustrengen. Und gutes Abi öffnet auch viele Türen - zB Stipendien. Für Praktika im Studium schaut man auch manchmal auf Abiturzeugnis.

Ich hatte bis 10. Klasse auch so... 2.7-2.8 vielleicht. Da dachte ich immer, dass eine 2 ist doch eine super gute Note, und 2.6 ist ja schon fast ne 2, und damit gut genug. In 10. Klasse habe ich dann mich etwas intensiver mit den Noten beschäftigt und durch das Lernen (und es gab vermehrt "erwachsenes" Lernen - wo man einfach sich was selbst klarmachen müsste, mit weniger Heftkontrollen/Malen wo man noch Abzüge bekommen hat, weil mit Bleistift geschrieben oder ohne Lineal o.ä) es so auf 1.9 gehoben.

Meine Schule war ganz klein, mit nur 20 Leute pro Stufe - da konnten wir auch keine Fächer wählen, sondern hatten Deutsch, Mathe und Englisch festgelegt als LK.

ich hatte auch keine so komplizierte Taktik wie abi :)).
Terminplaner besorgen und ALLES rechtzeitig machen, alle Hausaufgaben, und da auch auf Qualität achten. Jede Hausaufgabe habe ich als eine Klausuraufgabe behandelt, und es versucht selbstständig zu lösen. Dann habe ich es kontrolliert, teilweise dazugelesen (für Englisch zB sparknotes.com). Bücher rechtzeitig gelesen, Essays rechtzeitig abgeben. Die Lehrer stellen ja die Aufgaben nicht als Arbeitsbeschaffungsmassnahmen, sondern damit die Schüler für die Klausur üben.
Im Unterricht mitarbeiten, ohne jegliche Angst, dass man was falsch sagt. ZB in Physik gab es auch eine 2+ wenn man was falsches sagt, aber man sieht, dass der Schüler doch mitgedacht hat.
Für Klausuren sich gut vorbereiten. Ich habe alles auswendig gelernt, so dass ich es ohne Probleme in Klausur reproduzieren konnte. Sollte selbstverständlich sein, aber viele haben es nicht gemacht. es reicht halt nicht die Notizen in der Oberstufe "so mal durchlesen", sondern man muss die schon gut kennen.

Und die Klausuren habe ich danach auch immer wieder durchgelesen, in Deutsch/ Englisch auch oft komplett neu geschrieben, in Mathe durchgerechnet.

par
12.12.2012, 16:15
Schade, daß Du Dich von jemandem angegriffen fühlst, der sein Leben plant und damit erfolgreich ist. Was ist daran so schlimm? abi07 hat doch immer wieder geschrieben, daß er/sie erstens durchaus einen Plan B hatte, für den Fall, daß das mit dem Abi nicht so gut klappt, und zweitens hat er/sie an keiner Stelle behauptet, die Weisheit gepachtet zu haben.
Neid ist widerlich! Und zeigt nur, daß Du für die gleichen Träume nicht hart genug gearbeitet hast :-nix
Oder haben bei Deinen Versuchen, ein Einserabi zu erlangen, dramatische Lebensereignisse auf Dich eingewirkt? Dann wäre es zwar traurig, daß Deine Träume und Bemühungen durchkreuzt worden wären, das rechtfertigt aber trotzdem keinen Neid.
Auf Dinge, die man nicht gerne selbst hätte, kann man nicht neidisch sein. Und als halbwegs denkender Mensch versucht man, auf Dinge, die man haben möchte, hinzuarbeiten, anstatt sie denjenigen, die sie schon erreicht haben, madig zu machen.
Fühlst Du Dich mit Deiner Ausbildung (Physiotherapeutin?) so klein, daß Du anderen nichts gönnen kannst?

Danke, Relaxometrie, für den Beitrag!:-meinung

EVT
12.12.2012, 16:24
ich helfe auch gerne anderen, was z.b. den quereinstieg über zahnmedizin angeht. wenn uns andere leute vollkommen egal wären, wären wir hier nicht im forum aktiv. dauert nur ein paar minuten und die anderen sind glücklich und zufrieden. ich wäre ohne andere leute aus dem forum damals auch nicht so gut informiert gewesen.

abi07
12.12.2012, 17:20
@Healer: Klingt nach einem gut strukturierten Lernprogramm - :-top
Und zeigt wieder, dass man eine wesentliche Notenverbesserung schaffen kann, wenn man einfach was tut! Nur um es nochmal zu sagen: Das kostet gar nicht soooo viel Zeit - Freistunden und Pausen konsequent nutzen, dann hat man nachmittags/abends/am WE sehr viel Freizeit.

Ich kann mich EVT nur anschließen - durch das Forum wusste ich sehr früh, was ich vom Medizinstudium zu erwarten habe, viele Fragen haben sich im Vorfeld von selbst beantwortet und ich habe mich bei Studienstart etwas weniger von der typischen Panikwelle mitreißen lassen.
Aber auch rein während der Abizeit fand ich das Forum sehr hilfreich - hatte damals den Thread "Für alle, die noch die Schulbank drücken" eröffnet und fand den Austausch mit anderen in ähnlicher Situation super.

el suenio
12.12.2012, 17:42
Also, in einem Punkt gehe ich hier nicht so ganz mit, nämlich, dass jeder ein 1,...-Abitur schaffen kann, wenn er sich nur genug anstrengt. Ich hab es mit 2,1 nicht geschafft und kann mir wirklich nicht vorwerfen, mich zu wenig angestrengt zu haben. Bis zur zehnten Klasse hatte ich immer Zeugnisse im Bereich 1,4-1,7, aber in der Oberstufe sah es einfach nicht so gut aus. Ich war in allen Fächern immer mit 'ner 2 dabei, mehr aber auch nicht (oder sagen wir mal selten). Wirklich negative Ausreißer hatte ich auch nicht, von Mathe mal ganz abgesehen. Und genau da lag mein Problem: Ich hätte niiiiie niiiiiemals Mathe-Leistungskurs wählen sollen, das war echt ein sehr entscheidender Fehler. Hier ist es Pflicht, entweder Mathe oder Deutsch als ersten LK zu wählen. Ich dachte mir 1. Deutsch macht jeder, sieht einfach sche*** aus und 2. Deutsch ist sehr subjektiv, Mathe hingegen objektiv. Also habe ich Mathe genommen und -nun ja- ich habe schlichtweg bestätigt bekommen, dass ich objektiv schlecht bin. Über 4 Punkte bin ich in den Klausuren nie hinaus gekommen, die Krönung waren dann 2 Punkte in einer Klausur. Ab diesem Zeitpunkt hab ich auch Nachhilfe genommen, weil es mir echt Angst wurde, da ich einfach gar nichts mehr verstanden habe. Mit Nachhilfe war ich zumindest so weit, dass ich die Grundkursaufgaben problemlos lösen konnte, was mir am Ende aber auch nichts gebracht hat. Ich war schon heilfroh, dass ich in der Prüfung 5 Punkte hatte, denn das war immerhin einer mehr als in allen anderen Klausuren. Dazu sagen will ich noch, dass ich in Mathe immer gut war, sogar an Matheolympiaden teilgenommen und dabei gute Plätze belegt habe. Aber in der Oberstufe kam ich überhaupt nicht mehr klar. Hätte ich mal lieber Deutsch genommen, da hab ich im Gegensatz 12 Punkte in der Prüfung gekriegt, das hätte sich in Vierfachwertung natürlich wirklich bemerkbar gemacht.
So viel von meiner Seite zum Thema "Kann jeder schaffen". Nun, bei mir lag es dann wohl am falschen Leistungskurs, aber dennoch habe ich alles gegeben und es ist nichts geworden. Anstrengungsbereitschaft ist manchmal nicht alles.
Ansonsten stimme ich aber zu, dass man sich klar darüber sein muss, dass wirklich jeder einzelne Punkt wichtig ist. Nur in der Oberstufe entscheidet sich, ob man nun 6 Jahre wartet (vllt. auch noch länger) oder eben nicht. Da sollte man nichts verschenken. Ich muss aber auch sagen, dass ich mit meiner momentanen Situation nicht wirklich unglücklich bin. Mir tut es ganz gut, erst mal einen Beruf zu lernen, da kann ich wenigstens lernen, weniger zurückhaltend zu sein.

abi07
12.12.2012, 18:38
@el suenio: Ich glaube dir, dass du dich angestrengt hast - will ich dir gar nicht absprechen. Aber wie konnte es passieren, dass du Mathe als LK nimmst und dann gar nicht klarkommst? Das habe ich gemeint: Die Grundlage für ein super Abi ist die richtige Kurswahl, selbst wenn sie eingeschränkt ist.
Und selbst wenn man ein oder zwei schwache Fächer hat, kann man ein gutes Abi schaffen. Eine Freundin war eine Mathe- und Physik-Niete (wirklich!), hat aber entsprechend Sprach-LKs gewählt und sich vor Klausuren alles von mir erklären lassen. Es hat meist zu 4 Punkten in beiden Fächern gereicht. Endergebnis war ein Abischnitt von 1,5.

el suenio
12.12.2012, 18:51
Aber wie konnte es passieren, dass du Mathe als LK nimmst und dann gar nicht klarkommst?
Ich habe die Lage einfach komplett fehleingeschätzt. Ich hatte zuvor in beiden Fächern immer mindestens gute Noten (also sowohl Deutsch als auch Mathe) und habe mich dann im Abi aufgrund der oben genannten Aspekte für Mathe entschieden. Ich will jetzt nicht erzählen, dass es am Lehrer lag, aber ich persönlich kam einfach überhaupt nicht klar mit seiner Unterrichtsmethodik. Menschlich war er absolut top und wir hatten immer viel Spaß, aber begriffen habe ich einfach mal gar nichts. Die Art, mit der er uns den Stoff lehrte, war mir echt zu hoch. Stundenlange Herleitungen der Formel, aber keine Vorgehensweise für die Rechnung. Die mussten wir dann selber schlussfolgern. Einigen liegt so was, mir leider nicht. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass Mathe so eine Katastrophe wird in der Oberstufe.

Und selbst wenn man ein oder zwei schwache Fächer hat, kann man ein gutes Abi schaffen.
Da gebe ich dir Recht, aber das geht nur, wenn man zum Ausgleich Fächer hat, in denen man richtig glänzen kann und 14 oder 15 Punkte herzaubert. Diese Fächer hatte ich aber nie, ich war mit 11 Punkten immer durchschnittlich. Kaum mal was Besseres dabei, aber auch kaum mal was Schlechteres. Da war es auch egal, wie sehr ich mich angestrengt habe.

blackcat86
12.12.2012, 21:23
Ob man dafür geeignet ist erfährt man sowieso zu spät. Denn nichtklinische Berufe eröffnen sich meist erst, nachdem man ein paar Jahre Klinik durchgehalten hat. Dass man hinterher immer schlauer ist, trifft allerdings für jedes Fach zu; und für irgendwass muss man sich nach dem Abi ja entscheiden. Sofern du es unbedingt machen willst, warum also nicht? Es ist ja dann auch niemand ein Leben lang an die Klinik gefesselt.

abi07
13.12.2012, 10:20
@el suenio: Okay, ich verstehe deine Argumentation. Aber ich bin trotzdem sicher, dass auch bei dir durch Optimierung aller Faktoren zumindest eine 1,6 oder 1,7 drin gewesen wäre. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du nicht gerade unintelligent und auch nicht total faul bist (sonst hättest du nicht so gute Noten im Vorfeld und auch kein so gutes Abi gehabt - und ja, ein Zweierabi ist gut!!!). Bei solchen Leuten ist - meine Erfahrung nach - durch Organisation/Entscheidungen/"Lernmanagement" immer was drin. Damit meine ich nicht einfach "mehr Lernen"/"mehr Anstrengung" - das war ja bei dir gegeben.
Hattest du eigentlich schon vor der Oberstufe vor, später Medizin zu studieren?

Sorry, wenn ich nerve, aber diese "Optimierung" ist total mein Thema. Ich habe schon so vielen Leuten Nachhilfe gegeben und versucht, dass Beste aus Ihnen rauszuholen und dabei eben ganz erstaunliche Dinge erlebt. Auch Leute, die totale Nieten in einem Fach sind (sei es nun Mathe, Physik oder auch Sprachen), können in diesem Fach glänzen.

Und nochmal @el suenio: Ist ja jetzt überflüssig, das zu diskutieren, weil es einfach rum ums Eck ist, aber ich hatte auch Lehrer, bei denen ich nichts kapiert habe bzw. war ich noch nie ein auditiver Lerntyp (deswegen gehe ich nicht in VLs). Das merkt man aber recht schnell und dann setzt man sich halt zu Hause alleine hin und versucht, Dinge nachzuvollziehen. Oder man fragt Mitschüler. Oder man gibt Nachhilfe (ja, auch wenn man es selbst nicht richtig kann - anderen erklären bringt einem oft selbst die Erleuchtung!).
Aber ganz egal - du wirst bald auch studieren und sicher gut durchkommen. Bringt ja nichts, jetzt über die Vergangenheit zu philosophieren...

el suenio
13.12.2012, 17:09
Hattest du eigentlich schon vor der Oberstufe vor, später Medizin zu studieren?
Ich hab mich schon seit sehr vielen Jahren für Medizin interessiert, aber damals noch nicht daran gedacht, es zu studieren. Bzw. hat mich meine Mutter damals noch erfolgreich davon abhalten können. Sie selbst ist Lehrerin und würde das natürlich auch ganz gerne bei mir sehen, auch momentan noch. Seit der 8. Klasse habe ich mich aber mehr und mehr durchgesetzt und gesagt "Nein, ich werde kein Lehrer, ich will Medizin studieren". Ich denke, ich habe mich in der Oberstufe deshalb auch zu sehr unter Druck gesetzt. Wie viele Tränen habe ich vergossen, weil ich den Zug abfahren sah. Ich wusste ja, warum ich die guten Noten brauch und hab sie nicht gekriegt. Während andere in den vorhergehenden Schuljahren immer schlechter waren als ich und dann die guten Noten gekriegt haben und noch nicht einmal brauchten.

Auch Leute, die totale Nieten in einem Fach sind (sei es nun Mathe, Physik oder auch Sprachen), können in diesem Fach glänzen.
Das glaube ich dir, aber an meiner Mathe-Note hätte das z.B. sicherlich nichts geändert. Ich hatte einen super Nachhilfelehrer, der hat mich so gut aufgebaut. Ich hab dann auch richtig viel verstanden und endlich mal einen Durchblick gehabt, aber in den Klausuren hat mir das nichts geholfen, weil wir jedesmal einen anderen Spezialfall vorliegen hatten.
Und ansonsten, glaube mir, ich habe nichts unversucht gelassen, gerade in Mathe. Ich hab sogar verschiedene Lehrvideos im Internet auseinander genommen, in Lerngruppen gelernt, eigentlich alles.
Klar, eine Diskussion ist an dieser Stelle überflüssig, weil es einfach schon vorbei ist, aber aus Fehlern kann man bekanntlich lernen. In 4,5 Jahren bin ich dann vllt. auch da, wo andere schon 6 Jahre vor mir waren...Nein, wie gesagt, im Moment ist das für mich total in Ordnung. Nach meiner Ausbildung werde ich das sicherlich anders sehen.

Absolute Arrhythmie
13.12.2012, 18:22
In 4,5 Jahren bin ich dann vllt. auch da, wo andere schon 6 Jahre vor mir waren...Nein, wie gesagt, im Moment ist das für mich total in Ordnung. Nach meiner Ausbildung werde ich das sicherlich anders sehen.

Ja, die Wartezeit ist hart, und ja, man fragt sich ständig was man hätte besser machen können/sollen/müssen. Aber das ändert nunmal leider auch nichts ;)
Konzentrier die lieber auf deine Ausbildung, such dir hinterher ne Stelle die dir Spaß macht und genieß es Geld zu verdienen und massig viel Zeit für andere Dinge zu haben! Mir hat es im Nachhinein gesehen eher geschadet die ganzen sechs Jahre das Studium herbei zu sehnen. Jetzt hab ich es langsam vor Augen und frage mich, wieso ich die vergangenen Jahre nicht mehr ausgekostet habe ;)
Und klar, viele deine Schulfreunde werden fertig sein, wenn du anfängst zu studieren. Aber ich seh das aktuell in meinem freundeskreis: die haben alle keinen Job, sondern müssen erstmal Praktika machen oder promovieren noch, wohnen zum Teil mit 26 noch zu Hause *fg* Da haben wir dann ganz andere, interessante Erfahrungen gemacht. Und es ist nunmal nicht jeder zu Oberstufenzeiten gleich reif, wir müssen uns als "schlechte" Abiturienten einfach so akzeptieren, wie wir sind ;)

el suenio
13.12.2012, 18:36
Na ja, ich wüsste nicht, was ich noch genießen soll. Ich geh nie auf irgendwelche Partys, großartige Treffen veranstalte ich auch nicht und hab ich auch noch nie. Mit fehlendem Reifsein hatte das in meiner Oberstufenzeit nichts zu tun, ich hab immer genau gewusst, was ich will und was ich dafür tun muss. Dass es nicht geklappt hat, lag nicht daran, dass ich nebenbei zu viel Spaß hatte, so wie das gern mal erzählt wird. Heißt ja oft, dass die einen eben Party machen, während die anderen lernen. Also Party hab ich definitiv nicht gemacht;-)
Das einzige, was ich momentan noch genieße, ist, dass ich meistens die Trainingszeiten wahrnehmen und zu Wettkämpfen erscheinen kann. Das sehe ich aber neben dem Erscheinen am Arbeitsplatz ebenso als meine Pflicht an. Ich kann nur noch mal wiederholen: Im Moment wünsche ich mir gar nicht, jetzt zu studieren, aber wenn ich fertig bin mit der Ausbildung, dann werde ich mir das wünschen.

EVT
14.12.2012, 07:54
Und klar, viele deine Schulfreunde werden fertig sein, wenn du anfängst zu studieren. Aber ich seh das aktuell in meinem freundeskreis: die haben alle keinen Job, sondern müssen erstmal Praktika machen oder promovieren noch, wohnen zum Teil mit 26 noch zu Hause *fg* Da haben wir dann ganz andere, interessante Erfahrungen gemacht. Und es ist nunmal nicht jeder zu Oberstufenzeiten gleich reif, wir müssen uns als "schlechte" Abiturienten einfach so akzeptieren, wie wir sind ;)

die haben aber nicht medizin studiert oder? ;-)

für dich ist es ja jetzt egal, aber für schüler, die das evtl. hier lesen: wenn man in einem lk so schlechte noten hat, würde ich mir stark überlegen, ob ich das erste jahr der oberstufe nicht wiederhole. geht deutlich schnelller als sechs jahre warten.

eine freundin von mir war nach ihrer guk ausbildung in afrika für ein praktikum, vllt. wäre das was für dich?

abi07
14.12.2012, 08:45
@EVT: Ja, das ist ein guter Gedanke. Hätte ich in dem Fall dann auch gemacht.

@el suenio:

Während andere in den vorhergehenden Schuljahren immer schlechter waren als ich und dann die guten Noten gekriegt haben und noch nicht einmal brauchten.

Und woran lag das? Oder hast du da keine richtige Erklärung dafür?

Absolute Arrhythmie
14.12.2012, 10:37
@el suenio: Naja, mit "genießen" meine ich auch nicht "Party machen". Ich gebs zu, meine Noten waren Scheis.se weil ich oft nicht zur Schule gegangen bin, sondern lieber mit meinen Freunden gekifft habe -.- Peinlich, aber wahr.
Auch als GuK-Azubi hab ich noch viel und oft gefeiert, aber seitdem ich examiniert bin, war ich gefühlt 5 Mal auf ner Party. Was ich derzeit eher versuche zu genißene ist mich oft mit meinen Freunden treffen zu können, in Urlaub fahren können, Geld für tolle Klamotten ausgeben können, nicht drüber nachdenken müssen, ob ich jetzt Essen gehen oder ins Kino gehen kann (vom Geld und von der Zeit her!). Ich hab keinen Druck, irgendwas leisten zu müssen auf der Arbeit, ich hab keine Angst, dass mir das Geld ausgehen könnte. Das ist echt schön - für eine gewisse Zeit.
Aber gut, ich hab einen Teil der Wartezeit auch krampfhaft zu überbrücken versucht und habe vier Semester Psychologie in Hagen studiert (Nein, nicht wartezeitschädlich). Von daher hab ich jetzt im Nachhinein wohl gut reden ;)

Wenn ich nochmal die Chance hätte mein Abi zu machen, dann würde ich wohl auf abi07 hören *fg*

el suenio
14.12.2012, 11:45
Und woran lag das? Oder hast du da keine richtige Erklärung dafür?
Ich hab überhaupt keine schlüssige Erklärung dafür, das war ja mein Problem...Na ja, jetzt ist es mir auch egal, denn ändern lässt sich sowieso nichts mehr und es gibt nun wirklich schlimmeres, als auf seinen gewünschten Studienplatz warten zu müssen.

Auch als GuK-Azubi hab ich noch viel und oft gefeiert
Nun, genau das meine ich doch. Ist doch in Ordnung, wenn man da Spaß dran hat, aber ich habe noch nie eine Disko oder ähnliche Lokalitäten von innen gesehen und gedenke auch nicht, das irgendwann mal noch nachzuholen:-)) Für mich persönlich hab ich da auch überhaupt nichts verpasst, weil ich da keinen Spaß dran hab. Ich bin in der gesamten Oberstufe nicht einmal richtig weggegangen und hab nicht das Gefühl, mein Leben nicht genug genossen zu haben;-) Bleib ich lieber in meiner Schwimmhalle :D Von daher kann ich nicht feststellen, dass ich in dieser Beziehung irgendwas bereuen würde. Wie gesagt, die Zeit, die ich jetzt habe, die schätze ich auch sehr.
Edit:
wenn man in einem lk so schlechte noten hat, würde ich mir stark überlegen, ob ich das erste jahr der oberstufe nicht wiederhole.
Das wollte ich auch machen. Ich bin in der elften Klasse zu unserem Oberstufenberater gegangen und hab ihm das ganze Problem dargelegt. Verstanden hat er es, aber er hat gesagt, dass ich das Jahr nicht so einfach wiederholen kann, dafür müsste ich viel schlechter sein, sodass absehbar ist, dass ich das Abi nicht bestehe. Ansonsten hat da kein Weg reingeführt. Also das wollte ich mir dann ehrlich gesagt doch nicht geben. Ich wollte auch nach zwei Wochen den Leistungskurs wechseln, weil ich da schon festgestellt hatte, dass es in einer Katastrophe enden wird, aber auch das ging nicht.

abi07
14.12.2012, 18:35
@el suenio: Darf ich fragen, in welchem Bundesland du Abi gemacht hast? In Bayern konnte man (zu meiner Zeit zumindest) kurz nach Schuljahresbeginn durchaus noch wechseln - und auch freiwilliges Wiederholen konnte einem keiner verbieten. Kenne sogar eine, die einen Schnitt von 1,6 oder 1,7 in der 12. hatte und dann wiederholt hat - am Ende ist es 1,0 bei ihr geworden...:-oopss