PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Linie vs Stabstelle, Einzelgänger vs. Teamspieler, Routine vs. Innovation



Seiten : 1 2 [3] 4 5

Brutus
24.03.2013, 22:32
Atlas, versuch doch mal in EINEM Beitrag alles zu beantworten und man kann auch ein Quote mal einkürzen, aber 5fach Posts machen sich vom Lesefluss echt beschissen...

Sehe ich genauso, habs mal geändert. :-)

atlasastronomie
25.03.2013, 11:11
wow, spannende Frage, so ganz spontan fällt mir (im hinblick auf die Medizin) meine Anatomieprofessorin ein - eine der jüngsten Lehrstuhlinaberinnen Deutschlands, wahnsinnig kompetent, eigensinnig, streng und von vielen gehasst, von den meisten gefürchtet- es gab echt Leute mit Alpträumen von ihr... gelernt hab ich, dass wenn man was kann, man auch keine Angst haben soll, dass einen die Leute nicht mögen.

Aber wenn ich länger drüber nachdenke, gibt es auch noch viele andere, die mir mehr als nur Stoff vermittelt haben.

Inetressant. :)


Ich würde dir raten dein BWL Studium als erstes abzuschließen, wenn du wirklich fast fertig bist. Dann hast du erstens einen Abschluß schonmal in der Tasche.

Wenn ich zwischen den Zeilen korrekt gelesen habe, gehe ich davon aus, dass du jemand bist der sehr gründlich ist und vielleicht auch einen Hang zum Perfektionismus hat. Wenn andere in Gruppenarbeit ihre Aufgaben nicht erledigen stresst dich das und du machst eben diese Arbeit auch noch, da es ja fertig werden muss. Deshalb ist es meist einfacher die Arbeit gleich selbst zu machen.
Trifft das ungefähr zu?

1. Aspekt: Ja, mache ich.
2. Aspekt: Ja, das stimmt genau.


Sehe ich genauso, habs mal geändert. :-)

Danke. ;)

atlasastronomie
29.03.2013, 11:05
Was sind die "schlimmsten" Aspekte des Arbeitssystems eine Krankenhausarztes? http://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitssystem

LG

rogerM
29.03.2013, 12:08
Angestellter Radiologe in einer radiol. Praxis irgendwo in Buxtehude. Im Sommer wie im Winter Jalousien runter und Klimaanlage auf 23 Grad, mehr geht nicht.

WackenDoc
29.03.2013, 12:28
@Atlasastronomie: Als erstes solltest du mal von den betriebswirtschaftlichen Begriffen runterkommen und dir mal überlegen, was du wirklich willst und ob das mit deinen Stärken und Schwächen vereinbar ist.

Ich hab dich ja schonmal gefragt: Du hast ja damals das Medizinstudium wegen Stress im ersten Semster abgebrochen ohne Prüfungen abgelegt zu haben- der wird ja nicht weniger? Wie stellst du dir das vor? Hast du in irgendeiner Form daran gearbeitet?
Du wirst jetzt das BWL-Studium abschließen- hast du überhaupt nen Plan, wie das mit nem Medizinstudienplatz funktionieren soll?

Du schreibst selber, dass du lieber auf ne "Stabsstelle" willst- gleichzeitig schreibst du, dass du Probleme mit Gruppenarbeit hast. Diese wiederum kommt auf solchen Stabsstellen vermehrt vor (im Vergleich zur normalen Stationsarbeit).
Das gleiche mit Routine vs. Veränderungen- gerade auf einer Stabsstelle musst du aber solche Veränderungen be- und erarbeiten.

atlasastronomie
29.03.2013, 18:14
@Atlasastronomie: Als erstes solltest du mal von den betriebswirtschaftlichen Begriffen runterkommen und dir mal überlegen, was du wirklich willst und ob das mit deinen Stärken und Schwächen vereinbar ist.


ok, mache ich.


Du hast ja damals das Medizinstudium wegen Stress im ersten Semster abgebrochen ohne Prüfungen abgelegt zu haben- der wird ja nicht weniger? Wie stellst du dir das vor? Hast du in irgendeiner Form daran gearbeitet?

Das war damals auch familiär bedingt. Jetzt im BWL-Studium habe ich einen höheren Erfolgsdruck. Der Stoff ist zwar nicht so viel auswendig gelerne aber dafür mehr rechnen. Ein Staatsexamen ist wahrscheinlich unter fianziellem Druck sehr stressig.


Du wirst jetzt das BWL-Studium abschließen- hast du überhaupt nen Plan, wie das mit nem Medizinstudienplatz funktionieren soll?


Ich würde mich mit meinem 1,2er Abi bevor ich die Bachelorthesis abgelegt habe bewerben.


Du schreibst selber, dass du lieber auf ne "Stabsstelle" willst- gleichzeitig schreibst du, dass du Probleme mit Gruppenarbeit hast. Diese wiederum kommt auf solchen Stabsstellen vermehrt vor (im Vergleich zur normalen Stationsarbeit).

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Stabstelle weniger Gruppenarbeit betreibt. Aber ich habe keinen Plan von der Organisation in einem Krankenhaus.


LG

gnuff
30.03.2013, 09:30
...Aber ich habe keinen Plan von der Organisation in einem Krankenhaus...

Wie jetzt Organisation? Wasn das?

Eine Stabsstelle im Krankenhaus die von einem Mediziner besetzt wird ist ja nicht so schwer zu beschreiben, oder? Im deutschen Gesundheitswesen ist das eben meistens ein Chefarzt und eventuell ein leitender Oberarzt... der Weg dorthin führt aber durch alle Untiefen der Medizinerausbildung.
Auch wenn es sicherlich gelingt andere "Stabsstellen" aufzuzählen, so kommt man da nur hin wenn man eine gewisse klinische Erfahrung und vermutlich mindestens mal einen Facharzt vorweisen kann und das kriegt man nur indem man all das macht worauf du ja scheinbar nicht ganz so erpicht bist...

Ich habe zu 50% eine Stelle die wahrscheinlich dem entspricht, was Du Dir da vorstellst, aber ich habe auch acht Jahre Berufserfahrung als Arzt und weiter elf Jahre einschlägige Erfahrung in diesem Gebiet...

Fragen?

milz
30.03.2013, 10:19
Seltsamer Thread...

atlasastronomie
30.03.2013, 10:20
Wie jetzt Organisation? Wasn das?
(...)
Ich habe zu 50% eine Stelle die wahrscheinlich dem entspricht, was Du Dir da vorstellst, aber ich habe auch acht Jahre Berufserfahrung als Arzt und weiter elf Jahre einschlägige Erfahrung in diesem Gebiet...

Fragen?

Def. der Organisation nach Vahs, Sacfer-Kunz (2007): "Der Begriff Organisation umfasst sowohl die zielorientierte ganzheitliche Gestaltung von Beziehungen in sozialen Systemen als auch das Ergebnis dieser Tätigkeit."

Was hast Du denn in den 11 Jahren gemacht?
Was machst Du denn?

LG


Seltsamer Thread...

Wieso meinst Du das?

gnuff
30.03.2013, 10:47
Def. der Organisation nach Vahs, Sacfer-Kunz (2007): "Der Begriff Organisation ...

Ironie ist nicht so richtig Deins, oder?

Ich habe 11 Jahre im Gesundheitswesen gearbeitet bevor ich Arzt geworden bin... und jetzt bin ich organisatorisch (ganz ohne zu wissen wer Vahs oder Sacfer-Kunz sind) verantwortlich für bestimmte Bereiche... weiss nicht wozu Du da jetzt Details brauchst... tut nix zur Sache.

Absolute Arrhythmie
30.03.2013, 11:01
Wenn du jemals Medizin studieren solltest, dann geh doch bitte in die Forschung. BITTE!

atlasastronomie
30.03.2013, 11:39
Das verstehe ich auch nicht.

Evil
30.03.2013, 11:47
Vielleicht solltest Du Dir auch im Rahmen eines Praktikums mal eine Klinik von innen anschauen. Nach Deinen theoretisierenden Ausführungen scheinst Du überhaupt keine Ahnung davon zu haben, wie es da aussieht.
Darüber reden kann man viel, aber das wird Dich nicht in die Lage versetzen, eine Entscheidung zu treffen.

atlasastronomie
30.03.2013, 11:58
(...) Nach Deinen theoretisierenden Ausführungen scheinst Du überhaupt keine Ahnung davon zu haben, wie es da aussieht. (...)
Ich habe mir schon eine Klinik von innen angesehen. Zudem kann man Bilder im Internet finden. Das ist kein Scherz.

LG

anignu
30.03.2013, 12:04
Def. der Organisation nach Vahs, Sacfer-Kunz (2007): "Der Begriff Organisation umfasst sowohl die zielorientierte ganzheitliche Gestaltung von Beziehungen in sozialen Systemen als auch das Ergebnis dieser Tätigkeit."

Ironie ist nicht so richtig Deins, oder?

Organisation im Krankenhaus besteht in dem Versuch der Bewältigung des täglich immer neu und gerne in abgewandelter Form auftretenden Chaos. Ergebnis ist meist, dass die Patienten dieses Krankenhaus lebend und nicht kränker als zuvor wieder verlassen.

Erfolg in einem Krankenhaus ist abhändig von der Faktoren "resourcenschonende Abwendung größeren Übels", schnelles Patientendurchschleusen und "optimierte Codierung der Krankheit / Prozeduren in einem System namens G-DRG 13 bzw. OPS 13".
Soweit die aktuelle Situation in deutschen Krankenhäusern kurz zusammengefasst.

Schwieriger wird es wenn man in auch nur einem einzigen dieser Punkte ins Detail geht. Verrückter Weise ist die Organisation in einem Krankenhaus vor allem abhängig von Leuten die mitdenken und mehr tun als ihre Pflicht / eigentliche Aufgabe. Umso mehr dieser Menschen es gibt umso besser läuft es. Und umso mehr Mitarbeiter sich auf reine Pflichtaufgaben reduzieren und damit das tun was ihnen irgendein BWLler zugedacht hat umso schlechter läuft es...


Seltsamer Thread...


Wieso meinst Du das?

Es ist ein seltsamer Thread weil sich die Medizin eben nicht auf ein strukturiertes BWLler-Niveau herunterreduzieren lässt. Medizin ist komplexer.

Warum funktionieren denn Zeitangaben bei Meetings so gut und bei Patientengesprächen so schlecht? Weil in einem Meeting zuvor beide Parteien eingewilligt haben, dass das Gespräch soundsoviele Minuten dauert und bei einem Patientengespräch eine einseitige Forderung da ist, dass das Gespräch so lange dauert so lange es nötig ist.

Insofern ist die große Bitte von den Leuten die hier mitschreiben, dass du die BWLler-Begriffe sein lässt. Krankenhaus ist nicht BWL, zumindest nicht in größeren Häusern. Im Krankenhaus geht es um Menschen und nicht um Waren.


Ich habe mir schon eine Klinik von innen angesehen. Zudem kann man Bilder im Internet finden.

Und ich glaub wir lassen uns hier irgendwie veräppeln. Von Bildern zu glauben man wüsste wie es in einer Klinik läuft...

Miyu
30.03.2013, 12:23
Ich habe mir schon eine Klinik von innen angesehen. Zudem kann man Bilder im Internet finden.

LG

Das ist ein Scherz, richtig?

tas183
30.03.2013, 12:56
@atlas
Ich habe den perfekten Job für dich gefunden:
Bademeister :-))

Kein Druck, Stabstelle, viel Routine, bestimmt keine Gruppenarbeit - alle deine Kriterien werden erfüllt! Und das beste daran ist, dass du als Bademeister ähnlich wie ein Arzt arbeitest: hin und wieder bist du rettend tätig, indem du Ertrinkende aus dem Wasser fischst - heilend, wenn du kleinere Platzwunden mit Pflastern versorgst - diagnostisch, da du regelmäßig den Chlorgehalt des Wassers untersuchst. Plus, du bist viel an der frischen Luft, bekommst jede Menge Sonne ab und hast einen prima Ausblick auf die ganzen knackigen Mädels/Jungs (je nachdem für was du dich interessierst). Wenn du gerne in der Lehre tätig sein willst, kannst du dich nebenher noch als Schwimmlehrer engagieren. Außerdem sitzt du für Pommes Rot/Weiß und Eis am Stiel direkt an der Quelle. Der Nachteil ist natürlich, dass du nicht diese schicken weißen Klamotten trägst - aber du kannst stattdessen ja auch weiße Badeklamotten anziehen.

Und jetzt mal ganz im Ernst (wobei ich langsam eher denke, dass sich hier einer einen Spaß macht):
Wenn du so viel zweifelst und dich im voraus schon fragst, ob das Studium für dich überhaupt das richtige ist:
Warum willst du überhaupt Medizin studieren - Was ist deine Motivation? Kannst du das argumentativ, schlüssig und vor allem nachvollziehbar darlegen? Zwingt dich irgendjemand dazu?

Nur mal so ein eingestreuter Gedanke:
Da draußen gibt es so viele, die auf einen Studienplatz mehrere Jahre warten, weil sie unbedingt Medizin studieren wollen.

@absolute arrhythmie: geiler kommentar :D

atlasastronomie
30.03.2013, 13:13
Es ging darum, wie es in einem Krankenhaus aussieht. Das war kein Scherz von mir.
Ich engagiere mich in den Semesterferien bei der DLRG. Vor diesem Hintergrund ist der Beruf des Bademeisters in der Tat eine Alternative zur Medizin. Wobei natürlich die Tätigkeit schon etwas abweicht.

Es wurde ferner angemerkt: In einem Krankenhaus finde keine Betriebswirtschaftslehre Anwendung, weil der Betriebszweck auf Menschen und nicht auf Waren abzielt. Aber ich - vielleicht bin ich ein Ausnahmetalent - kann schon einen Return on Equity eines Krankenhauses berechnen. Ich kann also schon BWL auf ein Krankenhaus anwenden.
Wenn man keinen Jahresüberschuss zum Bilanzstichtag vorweisen kann, dann arbeitet man offensichtlich nicht derart effektiv, wie man könnte, denn man kann bei fehlendem Jahresüberschuss keine Investitionen - zumindest nicht mittel- bis langfristig tätigen -, sodass man sich mit dem Betriebszweck nur einer kleinen Anzahl der Menschen widmet und die größere Zahl leer ausgeht. Also sollte doch auch in Nonprofitkrankenhausern BWL Anwendung finden, obwohl sie keine Anwendung finden kann, obgleich ich dies leisten kann.


@atlas
(...)
Warum willst du überhaupt Medizin studieren - Was ist deine Motivation? Kannst du das argumentativ, schlüssig und vor allem nachvollziehbar darlegen? Zwingt dich irgendjemand dazu? (...)


Unter Motivation verstehe ich die Handlungsbereitschaft im Hinblick auf ein Ziel. Ein Ziel ist ein positiv bewerteter anstrebsamer Zustand. Mein Ziel ist grundlegende medizinische Prozesse in den Grundzügen zu verstehen. Das Ziel ist für mich positiv bewertet und anstrebsam, weil ich zufrieden bin, wenn ich etwas verstehe, was mich interessiert. Meine Handlungsbereitschaft ist aktiviert, indem ich mir über das Studium der Humanmedizin sowie über den Beruf des Arztes informiere. Allerdings ist die Umsetzung der aktivierten Handlungsbereitschaft in Hinblick auf mein Ziel noch nicht erfolgt. Diese hängt von der Umgebung ab (z.B. spätere Arbeitsbedingungen etc.).

LG

Peter_1
30.03.2013, 13:23
....na dann ist doch alles klar, Bademeister dürfte auch schneller zu erreichen sein.

maxz
30.03.2013, 13:26
Und da kannst du auch den Return on equity errechnen und ohne den Stress, den dann die dummen Ärzte machen, weil die Patientenversorgung angeblich nur profitorientiert abläuft. Da kannst du richtig aufblühen. (: