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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Heilpraktiker Ausbildung



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JJ*
24.02.2014, 20:40
Im Gegensatz dazu habe ich das eine oder andere Mal schon vom Gegenteil gehört: erst Medizinstudium und dann nochmal eine extra Heilpraktiker-Ausbildung. Sicher, dass nicht einfach eine Zusatzbezeichnung gemeint ist? Da gibt es ja durchaus auch Zaubermedizin. Eine tatsächliche Heilpraktiker-Ausbildung gibt es nämlich nicht, lediglich eine Überprüfung beim Gesundheitsamt, die für einen frisch approbierten Arzt vermutlich nicht die Hürde darstellen würde.

Rico
24.02.2014, 21:09
Also Zaubermedizin gibt's glaub nicht als ärztliche Zusatzbezeichnung.
Bei den Heilpraktikern kann man da schon mehr mit Zauberei machen, z.B. kann man eine Schamanenausbildung machen (kein Witz!). :-D
Manche Akademien bieten dann neben HP-Kursen auch so komische "Zusatzqualifikationen" für alle Heilberufe -also auch Ärzte - das sind aber keine richtigen, offiziellen Zusatzbezeichnungen, sondern irgendwelche Titel, die nicht geschützt sind und die sich jeder auf's Praxisschild schreiben könnte. Auch wenn man das als Arzt tunlichst lassen sollte wenn man nicht Zweifel am eigenen Gemütszustand wecken möchte...

Meuli
24.02.2014, 21:21
Ich hatte ein Mädel in meiner Stufe, mit dem ich einige Zeit ganz gut befreundet war. Sie wollte auch irgendsoeinen Quatsch wie Homöopathie usw. gerne machen, fürchtete aber die Akzeptanz mit nicht so recht anerkannter HP-"Ausbildung" und hatte dann überlegt, Medizin zu studieren, quasi als Legitimation für das Andere. Ließ es dann aber sein mit der Begründung, sie müsse dann ja sechs Jahre vergeuden, in denen sie nur falsche Dinge lernte :-wand

z.B. dass der normale Blut-pH-Wert bei 7,35-7,45 liegt?? :-))

was macht sie denn jetzt, Hydroxypathie?? :-))

Muriel
24.02.2014, 21:23
Lol :-)) nee, Ökotrophologie ;-)

epeline
24.02.2014, 21:23
Also die Eltern einiger Patienten schwören auf die Vitalanalyse und Craniotherapie! ;-)

Muriel
24.02.2014, 21:24
So eine Familienaufstellung kann auch Wunder wirken! :-D

Meuli
24.02.2014, 21:29
aber die vielen wertvollen Hydroxid-Ionen ...

JJ*
24.02.2014, 22:25
Also Zaubermedizin gibt's glaub nicht als ärztliche Zusatzbezeichnung. Der deutsche Zentralverband homöopathischer Ärzte ist anderer Meinung - gut, die nennen das ein kleines bisschen anders, aber inhaltlich... :-wow

MissGarfield83
25.02.2014, 05:51
Und was ist mit Ektoplasma?:love:

smanpodg
25.02.2014, 09:15
Wie unsinnig und sinnlos Homöopathie wohl sein soll, erschließt sich dem Anwender von Globuli eventuell nach einigen Hundert Euro ausgegebenen Geldes. Was ich viel dramatischer finde, sind so Fälle, wo ein Heilpraktiker die funktionellen Darmbeschwerden mit Wärmsteinen behandelt und Wassertreten und Totemtänze verordnet aber bei zunehmenden Beschwerden und Blutauflagerungen im Stuhl erst nach drei Monaten den "Klienten" zu einem echten Arzt schickt. Das Lymphom war wohl doch nicht mit Naturmedizin zu behandeln...

Solange es um somatoforme Beschwerden der typischen Bevölkerungsgruppen geht, sind die ganz akzeptabel dafür ausgebildet, weil die meisten ja selbst drunter leiden. Wenn nun aber wirklich krank ist, versagen die "Fähigkeiten" schnell.

locumo123
25.02.2014, 12:51
Hallo!

Man sollte nicht auf Personen zeigen, weil die einen Fehler gemacht haben bzw. mit nicht "professionellen" Methoden aus der Sicht eines Schulmediziners Symptome gelindert werden und alles dann in einen Topf werfen. So eine Sichtweise kann auch fatal in der medizinischen Forschung sein. Ja es gibt Kurpfuscher aber schwarze Schafe gibt es auch in der Schulmedizin.

Man sollte beide Parteien an der Nase nehmen. Faktum ist, dass wir heute einen regelrechten Boom heilpraktischer Methoden erleben und das in Zukunft noch zunehmen wird. Zum einem die Marketingstrategie der Heilpraktiker zum anderen die Apothekenrundschau sowie Nebenwirkungen schulmedizinischer Methoden bzw. Ratlosigkeit der Ärzte. In Zukunft bekommen wir es mit einer erhöhten Zahl von Menschen über 70 zu tun, die multimorbid sind. Die Babyboomgeneration lässt grüßen.

Deshalb wäre es begrüßenswert die heilpraktische Ausbildung, neu zu strukturieren und in die Universität einzugliedern. Meiner Meinung nach bedarf zuerst einer schulmedizinischen Untersuchung. Liegt kein Verdacht auf schwerwiegende Krankheiten vor und die Symptome dennoch hier sind, so sehe ich die große Chance der Heilpraktik, da sie oft mit viel günstigeren Methoden arbeitet und die Symptome tatsächlich effektiv lindert. Das ist nicht nur positiv für den Patienten, sondern entlastet auch die Krankenkasse. Wie weit soll der Beitrag noch erhöht werden? Sie ist doch jetzt schon am Limit.

Ich halte wirklich nichts davon, wenn sich beide Parteien gegenseitig schlecht machen. Nur zusammen können wir die Probleme beseitigen, schließlich sitzen wir alle in einem Boot und wenn man selbst erkrankt dann nimmt man doch gerne eine Therapie, die effektiv ist und wenig Nebenwirkungen hat. Ich persönlich sehe da viel Potential in beiden Parteien.

Adieu!

Rico
25.02.2014, 12:52
Wie unsinnig und sinnlos Homöopathie wohl sein soll, erschließt sich dem Anwender von Globuli eventuell nach einigen Hundert Euro ausgegebenen Geldes. Was ich viel dramatischer finde, sind so Fälle, wo ein Heilpraktiker die funktionellen Darmbeschwerden mit Wärmsteinen behandelt und Wassertreten und Totemtänze verordnet aber bei zunehmenden Beschwerden und Blutauflagerungen im Stuhl erst nach drei Monaten den "Klienten" zu einem echten Arzt schickt. Das Lymphom war wohl doch nicht mit Naturmedizin zu behandeln...


Solange es um somatoforme Beschwerden der typischen Bevölkerungsgruppen geht, sind die ganz akzeptabel dafür ausgebildet, weil die meisten ja selbst drunter leiden. Wenn nun aber wirklich krank ist, versagen die "Fähigkeiten" schnell.


Da ist aber der Patient auch mitschuld, der muss halt wissen, dass seine Beschwerden durch den HP nicht zwingend ausreichend abgeklärt sind...

Rico
25.02.2014, 13:14
Deshalb wäre es begrüßenswert die heilpraktische Ausbildung, neu zu strukturieren und in die Universität einzugliedern. Meiner Meinung nach bedarf zuerst einer schulmedizinischen Untersuchung. Liegt kein Verdacht auf schwerwiegende Krankheiten vor und die Symptome dennoch hier sind, so sehe ich die große Chance der Heilpraktik, da sie oft mit viel günstigeren Methoden arbeitet und die Symptome tatsächlich effektiv lindert. Das ist nicht nur positiv für den Patienten, sondern entlastet auch die Krankenkasse. Wie weit soll der Beitrag noch erhöht werden? Sie ist doch jetzt schon am Limit.Es sind wohl kaum die mehrfachen ärztlichen Konsultationen, bei irgendwelchen unspezifischen, aber harmlosen Beschwerden, die die Krankenkassen belasten, sondern es ist die High-End-Medizin, die mit großen OPs, Intensivstation, teuren Pharmakotherapien, etc.. zum Zuge kommt wenn es um die Wurst geht.

Und wie sollte eine Heilpraktikerversorgung für ungefährliche Wehwehchen denn kassenschonend umgesetzt werden? Sag ich dann dem Patienten: "Also was schlimmes ist es nicht, gehen Sie doch zum HP und zählen sie selber für irgendeinen Therapieansatz." Denn wenn den HP dann die Kasse zahlt, dann kann den auch gleich der Arzt selber behandeln. Der kriegt den niedrigen zweistelligen Betrag für ein Quartal Diagnostik *und* Therapie - günstiger macht es der HP auch nicht. Die Verlangen ja gerne bei ihren Privatliquidationen dreistellige Beträge pro Monat. Und wenn der HP zum Kassentarif arbeiten soll, dann muss er auch 800+ Scheine im Quartal machen um davon leben zu können, dann kann er aber auch nicht mehr mehrere Stunden pro Patient für epische Anamnesen und ausführliche Gespräche investieren - also genau das, was viele am HP schätzen.

locumo123
25.02.2014, 14:19
Es sind wohl kaum die mehrfachen ärztlichen Konsultationen, bei irgendwelchen unspezifischen, aber harmlosen Beschwerden, die die Krankenkassen belasten, sondern es ist die High-End-Medizin, die mit großen OPs, Intensivstation, teuren Pharmakotherapien, etc.. zum Zuge kommt wenn es um die Wurst geht.

Und wie sollte eine Heilpraktikerversorgung für ungefährliche Wehwehchen denn kassenschonend umgesetzt werden? Sag ich dann dem Patienten: "Also was schlimmes ist es nicht, gehen Sie doch zum HP und zählen sie selber für irgendeinen Therapieansatz." Denn wenn den HP dann die Kasse zahlt, dann kann den auch gleich der Arzt selber behandeln. Der kriegt den niedrigen zweistelligen Betrag für ein Quartal Diagnostik *und* Therapie - günstiger macht es der HP auch nicht. Die Verlangen ja gerne bei ihren Privatliquidationen dreistellige Beträge pro Monat. Und wenn der HP zum Kassentarif arbeiten soll, dann muss er auch 800+ Scheine im Quartal machen um davon leben zu können, dann kann er aber auch nicht mehr mehrere Stunden pro Patient für epische Anamnesen und ausführliche Gespräche investieren - also genau das, was viele am HP schätzen.

Hallo!

Danke für deine Meinung. Ja deine Argumente sind einleuchtend. Ist es nicht so, dass gerade in D diskutiert wird, wie viele OPs wirklich nötig sind, abgesehen von den Notfall OPs. Was denkt ihr? Kann selber dazu noch nichts schreiben, weil über dieses Fach fachlich sehr wenig darüber weiß und deshalb nicht beurteilen kann wann eine OP sinnvoll ist.
Bei Pharmakotherapie denke ich vorallem an Herz-Kreislauf Erkrankungen, die in D sehr gehäuft vorkommen. Was ist z.B. mit Strophathin? Habe darüber selbst ein Buch gelesen mit zahlreichen Studien und das es weniger Nebenwirkungen aufweist als Digitalis. Je nach Packungsgröße so ab 25eur erhältlich. Für Strophathin in derselben Preiskategorie. Laut meinen Recherchen und Wissen, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Strophathin die Leistung von Bypasspatienten wieder auf ein ordentliches physiologisches Leistungsniveau gebracht bringt und weniger gesundheitliche Krankheitsrisiken tragen. Jedoch Strophathin in der Klinik so gut wie gar nicht eingesetzt wird. Das ist doch schade, weil man damit schonmal Therapiekosten reduzieren kann.

Zum zweiten Teil deines Textes: Ehrlich gesagt wollte ich auch schreiben, dass man die heilpraktiksche Ausbildung in das Med Studium integrieren könnte, nur kommt es dann sicher auch zu einem Aufschrei der HP. Das wiederum bedeutet eine größere Umstrukturierung des Curriculums das mit Mehrfachkosten behaftet ist. Zudem könnte sich dann auch die Regelstudienzeit verlängern und hier im Forum mit Keulen auf mich eingedroschen wird, weil ich die Integrierung der Heilpraktik ins Medstudium begrüße.
Ja das stimmt, dass wenn der HP einen Kassenvertrag bekommt, dann muss er eine gewisse Leistung erbringen. Dann wird die Zeit der Anamneseerhebung deutlich verkürzt, was beim HP sehr geschätzt wird, wie du geschrieben hast.

Dann bleibt wohl nur noch eine Lösung übrig. Jeder soll um seine Gesundheit achten. Oder seht ihr momentan "rein theoretisch" eine andere Lösung? Wenn man von meinem oben genannten Szenario ausgeht.

Evil
25.02.2014, 15:12
Bei Pharmakotherapie denke ich vorallem an Herz-Kreislauf Erkrankungen, die in D sehr gehäuft vorkommen. Was ist z.B. mit Strophathin? Habe darüber selbst ein Buch gelesen mit zahlreichen Studien und das es weniger Nebenwirkungen aufweist als Digitalis. Je nach Packungsgröße so ab 25eur erhältlich. Für Strophathin in derselben Preiskategorie. Laut meinen Recherchen und Wissen, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Strophathin die Leistung von Bypasspatienten wieder auf ein ordentliches physiologisches Leistungsniveau gebracht bringt und weniger gesundheitliche Krankheitsrisiken tragen. Jedoch Strophathin in der Klinik so gut wie gar nicht eingesetzt wird. Das ist doch schade, weil man damit schonmal Therapiekosten reduzieren kann.
Digitalis ist nicht mehr üblich zur Steigerung der Herzkraft, da es ein sehr ungünstiges Risikoprofil aufweist, sondern nur noch zur Frequenzkontrolle bei Vorhofflimmern.
Könntest Du eine Quelle für Deine Recherchen und Dein Wissen angeben? Strophantin wird praktisch gar nicht mehr verwendet, da es nicht wirksam ist. Daher wüßte ich gerne, wie Du auf die gegenteilige Meinung kommst.

smanpodg
25.02.2014, 15:44
Das ist doch ganz typisch für diese Naturheilkundefreaks... denken, altes Zeug wäre die Offenbarung. Ein Lehrbuch der Pharmakologie offenbart, dass Strophantin aufgrund seiner unvorhersehbaren Kinetik nicht mehr Mittel der Wahl ist. Die Elimination ist nicht geklärt und es wurde allenfalls als zweite Wahl bei akuter Herzinsuffizienz eingesetzt.
Auch die Aussage, dass "Digitalis" nicht mehr verwendet wird, ist vorsichtig zu betrachten, weil darunter in der Normalbevölkerung Digoxin und Digitoxin subsummiert werden.

smanpodg
25.02.2014, 15:50
Im übrigen wäre ich dafür, den Thread zu schliessen. Das ist schliesslich MediLearn und nicht ScharlatanLearn... ;)

Coxy-Baby
25.02.2014, 16:43
Laut meinen Recherchen und Wissen, bin ich zu dem Schluss gekommen, dass Strophathin die Leistung von Bypasspatienten wieder auf ein ordentliches physiologisches Leistungsniveau gebracht bringt und weniger gesundheitliche Krankheitsrisiken tragen.

Also jetzt mal ganz ehrlich, bist du Oberarzt in einem Herzzentrum oder woher weißt du das? Es hat Gründe warum man Strophantin nicht nimmt und zum Digi wurde ja schon was geschrieben...

locumo123
25.02.2014, 17:15
Hallo!

Sehr gerne. Hier das Buch über Strophanthin. Hier wurde auch die Kinetik beschrieben.
http://www.amazon.de/Die-L%C3%B6sung-Herzinfarkt-Problems-Strophanthin-Verhinderung/dp/3000195874

Und außerdem: Man darf sich doch mal auch außerhalb der Lehrbücher bewegen. Es gibt auch Nicht Lehrbücher, die von "Experten" geschrieben worden sind, wobei ich auch da vorsichtig bin. Und selbst Lehrbücher können korrigiert werden und sind nicht immer fehlerlos.

Oder spricht da etwas dagegen, das ich mich weiterbilden möchte und dazu dann frage? Sonst noch Vorschläge? Habe es schon selbst erfahren, wenn man sich etwas außerhalb eines Lehrbuches bewegt, dann bekommt gleich mal die Presche.

milz
25.02.2014, 17:41
Sinnlos. Alternativheiler wissen sowieso immer alles besser.