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DocEmmetBrown
08.06.2013, 15:27
Die Probleme mit schlechter Einarbeitung, sei es im KPP, in Famulaturen oder im PJ sind doch auch irgendwie dem geschuldet, dass es im Mikrokosmos Krankenhaus für schlechte Lehre keine Strafmechanismen gibt. Ein Chefarzt, der zu wenig Fallzahlen oder zu lange Liegezeiten produziert, der bekommt das relativ schnell von der kaufmännischen Direktion zu spüren. Schlechte Lehre merkt die Abeilung (vielleicht) einzig dann, wenn die Bewerber ausbleiben.
@ Wacken
Bei uns gibt es auch Monitoreinweisungen nach MPG.
Die Probleme mit schlechter Einarbeitung, sei es im KPP, in Famulaturen oder im PJ sind doch auch irgendwie dem geschuldet, dass es im Mikrokosmos Krankenhaus für schlechte Lehre keine Strafmechanismen gibt. Ein Chefarzt, der zu wenig Fallzahlen oder zu lange Liegezeiten produziert, der bekommt das relativ schnell von der kaufmännischen Direktion zu spüren. Schlechte Lehre merkt die Abeilung (vielleicht) einzig dann, wenn die Bewerber ausbleiben.
Naja das haben die Abteilungen ja dann auch mehr als verdient, wenn sich keiner bewirbt.
Ähnlich ist es ja, wenn man sich habilitiert. Man wird zwar Prof, aber von Pädagogik brauch man NULL Ahnung haben und das merkt man auch.
Zufällig war ich gestern in der Bibliothek im Keller und hab mir einige Habilschriften angeschaut, sicherlich schwere Unterschiede je nach Fach. Aber so schwer schauts nicht aus, wenn man dann 80 Seiten im Einband hat und keine Experimente drin hat. Also meiner Meinung nach kein Hexenwerk und in 5-10 Jahren mit viel Arbeit am We/Feierabend zu schaffen.
Jedoch sind auch die Prof, aber von Lehre haben sie jetzt nicht so Ahnung. Das läuft alles unter Eigenregie.
Thomas24
08.06.2013, 22:16
Fast alle medizinischen Fakultäten verlangen mittlerweile *obligatorisch*, dass man Seminare über med. Didaktik, bzw. Plenardidaktik etc. belegt und nachweist. An unserer Fakultät wird man dann in den studentischen Lehrveranstaltungen auch von Kollegen aus anderen Fachbereichen visitiert und bewertet in Hinblick auf Kriterien: Darstellung der fachlichen Relevanz, genügend Möglichkeiten zu Interaktion mit dem Publikum, etc. Wenn man negativ in den Lehrveranstaltungen evaluiert wird,
dann darf man das alles nochmal wiederholen.
Und was die Habilitation an sich angeht: -wie es meistens so ist mit der Forschung- können und werden unterschiedlich dicke Bretter gebohrt. Einige stehen jahrelang an der Bench, andere habilitieren sich mit einer Ansammlung von "more of the same" klinischen Studien, eine Habil.schrift an sich ist ja oft nicht mehr wirklich erforderlich, wenn man sich kummulativ über die Ansammlung von Papern habilitiert und dann in der Schrift nur noch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse darlegt. Aber ohne (Herz-)Blut, Schweiss und Tränen geht es nicht, auch wenn man in einem guten Zitierkartell mit mehreren ebenfalls habilitationswilligen Kollegen steckt und sich gegenseitig als Ko-Autoren auf die Paper schreibt.
Mein Vorschlag: promovier doch erstmal und mach mal einen 45-70 Stunden Job/ Facharzt. Mal sehen, wie leicht dir so das Projekt "nebenbei habilitieren" an Wochenenden und Feierabends fällt.
Nachtrag: und bist du erstmal habilitiert, bist du "nur" PD.
Bis zum Apl. Prof. sind es dann nochmal ein paar Jährchen...
eine Habil.schrift an sich ist ja oft nicht mehr wirklich erforderlich, wenn man sich kummulativ über die Ansammlung von Papern habilitiert und dann in der Schrift nur noch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse darlegt. Aber ohne (Herz-)Blut, Schweiss und Tränen geht es nicht, auch wenn man in einem guten Zitierkartell mit mehreren ebenfalls habilitationswilligen Kollegen steckt und sich gegenseitig als Ko-Autoren auf die Paper schreibt.
Mein Vorschlag: promovier doch erstmal und mach mal einen 45-70 Stunden Job/ Facharzt. Mal sehen, wie leicht dir so das Projekt "nebenbei habilitieren" an Wochenenden und Feierabends fällt.
Nachtrag: und bist du erstmal habilitiert, bist du "nur" PD.
Bis zum Apl. Prof. sind es dann nochmal ein paar Jährchen...
Ahja genau das vergaß ich, dass inzwischen nicht mehr die Schrift notwendig ist.
Habe doch geschrieben, dass es viel Arbeit ist und man 5-10 Jahre braucht, wird einem direkt hier alles als Vorwurf ausgelegt. Auch promovieren ist kein Kinderspiel (zumindest bei mir nicht).
Mein Vorschlag: Erstmal meinen Beitrag lesen und dann anfangen zu wettern.
Ja klar, bei der Veranstaltung über Medizindidaktik (die es nicht an allen med. fakultäten obligatorisch ist) gibt sich PD große Mühe, ähnlich der Antrittsvorlesung. Aber der Rest ist dann nach Gutdünken, wobei es positive wie negative Beispiele gibt. Dass studentische Evaluation mal harte Konsequenzen hatte, habe ich zumindest nicht erlebt.
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