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test
12.02.2014, 21:40
Ich trinke eher Weißweine und hier häufig Riesling ;)

Einer meiner Favoriten ist von Bürklin-Wolf Wachenheimer Gerümpel ;-) Als günstigere Alternative schmeckt auch der Riesling trocken von Bürklin-Wolf recht gut, finde ich ;-)

Flemingulus
13.02.2014, 10:01
Ich trinke eher Weißweine und hier häufig Riesling ;)

Einer meiner Favoriten ist von Bürklin-Wolf Wachenheimer Gerümpel ;-) Als günstigere Alternative schmeckt auch der Riesling trocken von Bürklin-Wolf recht gut, finde ich ;-)


Guter Geschmack! Bürklin-Wolf ist einer der großen Namen der Mittelhaardt, machen seit über 100 Jahren erstklassige Rieslinge und gehören zu den gloriosen "drei B's" (v. Buhl, Bassermann-Jordan, Bürklin-Wolf).

Wenn Du ein Weißwein-Fan bist... kennst Du die Dörflinger-Weine aus Deiner Ecke, ca. 30 Autominuten südlich von Freiburg? (sofern das mit FR noch korrekt ist - irgendwie hatte ich Dich zwischenzeitlich in die Kurpfalz verortet) Ich liebe besonders die trockenen Gutedel (Chasselas-Traube) von Dörflinger, durchaus "einfache" Weine aber überaus sauber und frisch, knochentrocken durchgegoren bei aber rel. moderatem Alkoholgehalt, daher sehr bekömmliche Tropfen.

Solche relativ neutralen trockenen Weißweine sind m. E. übrigens unbedingt mal einen Versuch zu kurzgebratenem roten Fleisch wert (muss da nicht immer Rotwein sein). Köstlich v. a. zu Lammlachse oder -filet, nur mit Salz & Pfeffer und rel. moderater Knobi-Beigabe, dazu gedünstetes grünes Gemüse (Brokkoli, grüner Spargel, wer's süßer mag Mangetouts oder Erbsen) und Kartoffelpü mit ein bisschen frischem kleingehacktem Ingwer druntergemixt. Njam.

test
13.02.2014, 18:01
Hallo ;)

Dörflinger kannte ich noch nicht. Sollte ich demnächst mal wieder in die Freiburger Region kommen, werde ich deinem Rat mal folgen und Dörflinger testen ;-)
Bassermann-Jordan ist auch einer meiner Favoriten neben Bürklin Wolf. :-meinung Von Buhl habe ich bisher noch nicht probiert. ;-)

Flemingulus
14.02.2014, 12:55
... au ja, teste ;-) mal... bin gespannt bzgl. Erfahrungsberichten. :-) Und ansonsten, da Du offenbar eine klassische trockene Rieslingnase bist ;-), hier noch ein kleines Loblied auf meinen Lieblingsweinmacher schlechthin, das Weingut Dönnhoff von der Nahe: Trotz gewachsener Konkurrenz für mich immer noch meine unangefochtene Nr. 1 bei trockenem Riesling, vom einfachen Gutsriesling bis zum Großen Gewächs. Auch der Riesling Sekt ist super. :-top Die Weine werden bei Bewertungen oft mit Superlativen überschüttet aber ich finde, Dönnhoffens trockene Rieslinge sind gar keine "Rampensäue". Sie sind von einer stillen Makellosigkeit. Einfach schön. :-)

McDübel
06.03.2014, 20:35
Habe neulich selbstgemachte Dampfnudeln mit karamellisierter Unterseite und Kirschkompott verputzt. Dazu gab es einen süssen, von malolaktischer Gärung unbefleckten Riesling (9,0% vol) vonner Mosel mit ausgeprägter Apfel- und Aprikosennote (?). Wobei ich allerdings nur das Apfelaroma riechen und schmecken konnte. :-)) Ein schöner spritziger und frischer Wein, wie ich finde...trinke gerade den Rest :-))
Muss aber zugeben, dass die Kombi aus Kirschkompott und Apfelnote vielleicht etwas ungünstig war. Apfelkompott oder ein süßer Wein mit Kirscharoma hätte sicher besser gepasst. Aber nu...immerhin ist es selbst MIR aufgefallen. :-music

Phosphorsalzperle
02.04.2014, 12:40
Ich habe noch nie eine wirklich leckeren Rosé getrunken. Hat jemand eine empfehlung für mich? Bin nämlich gerade wenig Lust auf Weiß oder rot- daher mal die Rosé-Alternative. Gern auch Bio....

Flemingulus
03.04.2014, 16:47
Ich habe noch nie eine wirklich leckeren Rosé getrunken. Hat jemand eine empfehlung für mich?

Kommt natürlich auf die Rahmenbedingungen an - persönliche Vorlieben, Anlass und... Geldbeutel...

Ungeachtet dieser Stellgrößen hier mal ein paar Ideen zu Rosé-farbigen Weinen.

Zunächst einmal: wie werden solche Weine produziert?

In den meisten Fällen, indem man Weinbeeren mit roter Schale und weißem Fruchtfleisch vor dem Abpressen nur für kurze Zeit einmaischt, so dass wenig Farbstoffe aus der Schale extrahiert werden (was dabei herauskommt, wird in Deutschland als "Rosé" im engeren Sinne oder als "Weißherbst" bezeichnet).

Eine andere Methode besteht darin, rote und weiße Rebsorten gemischt zu verarbeiten (gemeinsame Einmaischung bzw. Vergärung oder nachträgliches Verschneiden), so dass die rote Farbe "verdünnt" wird. In Deutschland heißen Rosé-farbige "Gemische" aus roten und weißen Trauben Rotling, Schillerwein (Württemberg), Rotgold (Baden) oder Schieler (Sachsen). Auf diese Weise werden aber auch Rosé-farbige Champagner erzeugt.

Was sind jetzt Empfehlungen? Puh... wo anfangen?

... als Sologetränk ohne Speisenbegleitung mag ich traubige (Muskateller-Aroma), blumige oder "obstige" Rosé-farbige Weine, gerne mit etwas CO2-Prickeln, evtl. einer leichten Restsüße und vor allem nicht zu viel Alkohol (< 11,5 %). Ausschau halten nach Rosé-Weinen aus den Rebsorten Muskattrollinger (Württemberg) oder Rosenmuskateller (Südtirol) oder Rotlingen mit einem Anteil aromatisch-fruchtiger oder blumiger weißer Rebsorten (Bacchus, Müller-Thurgau, Scheurebe). Preismäßig bewegen wir uns hier zwischen 5 und 10 EUR. Achten sollte man auf einen möglichst aktuellen Jahrgang (2013, 2013), weil diese Weine i. d. R. vor allem durch ihre jugendliche Frische punkten und bei Flaschenreife häufig eher langweilig werden.

Eine stilistisch ganz andersartige pinke Alternative in dieser Kategorie wären noch Rosé Port, der weiter oben (Stichwort Mädelsabend) erwähnt wurde.

Als Aperitif schätze ich Rosé nicht unbedingt - mit der wichtigen Ausnahme von Rosé-Champagner. Letzterer ist natürlich ein gar köstliches Getränk, bewegt sich aber preismäßig in schmerzhafteren Kategorien. Der Rosé Brut von Billecart-Salmon ist vorzüglich (ca. 50 EUR). Wundervoll war kürzlich als Einstieg in ein feines Menü die Cuvée Rosé Brut von Laurent-Perrier (ca. 60 EUR).

Als Essensbegleiter ist Rosé ziemlich vielseitig. Zu gegrilltem Fisch oder Gemüse passen trockene schlanke Rosés sehr schön. Die Klassische Weine dieser Kategorie sind trockene Rosés aus Südfrankreich - typischerweise aus den Cotes de Provence (der l'Alycastre von La Courtade wäre ein schönes Bsp. für ca. 10 EUR).

Zu gesottenem oder gebackenem Lachs macht sich trockener Pinot Noir / Spätburgunder Rosé gut. Man greife zu jungen Exemplaren (2012 o. 2013) von VDP-Weingütern, Preis ca. 8 bis 15 EUR. Der Rosé vom Weingut Wittmann aus Rheinhessen wäre hier ein (etwas willkürlich rausgegriffenes) Beispiel. Einfach mal ein paar Flaschen von div. Weingütern mit dem VDP-Logo durchprobieren... :-)

Noch körperreichere Rosés mit ausreichend Säure passen sehr schön zu Gerichten mit hellen Soßen wie Ragout Fin (am besten mit Kalbsbries), Hühnerfrikassee u. ä. Tavel aus Frankreich war hier der klassische Vertreter, hat aber seit vielen Jahren ein leichtes Preis-Leistungs-Problem und kommt häufig etwas altmodisch rüber. Aktuell würde ich nach Bandol Rosés Ausschau halten (ca. 15-20 EUR) oder - meist etwas preisgünstiger - nach südafrikanischen Rosés aus Pinotage. Oder man serviere, wenn etwas Glamour verbreitet werden soll, den Ch. Miraval Rosé von Brad Pitt und Angelina Jolie. Kostet (wenn man ihn auftreiben kann) ca. 17-22 EUR und ist überraschend seriös und sein Geld wert. Wer richtig auf den Putz hauen will, greift zu dem Coeur de Grain von Dom. Ott (ca. 30 EUR), einer der teuersten und gefeiertsten Rosés... aber ich habe mangels Testung keine Ahnung, ob der Preis gerechtfertigt ist....

Zum Dessert darfs dann was Süßes sein: Weißherbst Auslese, Beerenauslese, Eiswein oder Trockenbeerenauslese sind edle Varianten in Rosé. Derzeit sind in Deutschland vor allem edelsüße Rosés aus roten Neuzüchtungen wie Cabernet Dorsa oder Cabernet Cubin hip. Man findet aber auch Cabernet Sauvignon und Merlot-Eisweine - letztere sind oft besonders empfehlenswert. Preislich liegt das dann i. d. R. so bei 15 bis 30 EUR die halbe Flasche (0,375 l). Ähnliche Weine gibt es auch aus Österreich, z. B. vom Weingut Johanneshof-Reinisch (gutes Preis-Leistungs-Verhältnis!).

Mit ihrer gloriosen Vergangenheit sind im Bereich der Edelsüßen "Rosés" auch die Spätburgunder Eisweine oder Trockenbeerenauslesen vom Assmannshäuser Höllenberg oder dem Heppenheimer Centgericht zu nennen, die im letzten Jahrhundert gesuchte Raritäten waren. Mittlerweile ist dieser ehrwürdige Weintypus etwas aus der Mode gekommen, alte Jahrgänge aus dem 20. Jh. sind aber noch zu dreistelligen Beträgen im Handel.

Als Kuriosum zum Thema Rosé wäre noch der österreichische Schilcher zu nennen, der aber echt nur was für Liebhaber ist... dieser Wein aus der sonst (noch) fast nirgendwo sonst anzutreffenden, altertümlichen Rebsorte Blauer Wildbacher hat eine geradzu furchterregende Säure und dürfte eher polarisieren. Zum Glück gibt es so viele Geschmäcker!

Espressa
21.07.2014, 18:25
27479
Mmmmhhhm!
War unser hochzeitswein, den ich ob meiner Schwangerschaft verpasst habe. Nun komme ich in den Genuss...
Einmal Bordeaux immer Bordeaux, da mag man nichts anderes mehr.

Bei den weißen sind wir aber auf die moselweine von hier um die Ecke umgestiegen, weil auch gut, also warum in die Ferne schweifen. Wobei man sich durchprobieren muss, da gibt's auch üble kopfwehmacher darunter.

Espressa
22.07.2014, 19:34
27482
Aber leider nur fast so gut wie der gestern...

Miss_Verständnis
22.07.2014, 19:46
Mein Lieblingswein ist Pinotage, eine Kreuzung aus Pinot Noir, vor allem in Südafrika angebaut. Kennt den jemand? :-)

Flemingulus
23.07.2014, 16:47
Mein Lieblingswein ist Pinotage, eine Kreuzung aus Pinot Noir, vor allem in Südafrika angebaut. Kennt den jemand? :-)

Ist in der Tat eine ziemlich wilde Kreuzung aus Pinot Noir (in D: Spätburgunder), einer aromatisch sehr differenzierten, überaus finnessereichen Rebsorte, die gerne ein kühleres Klima mag und Cinsault, die eher kraftvoll als subtil rüberkommt und sich in trockenen, heißen Gegenden am wohlsten fühlt.

Viele Pinotage-Rotweine sind sehr probierenswert, vielleicht nicht so fein wie Pinot Noir aber womöglich doch etwas vielschichtiger als Cinsault (wenn man das so grob vereinfachend sagen will - es kommt bei Weinen letztlich mehr auf Lage und Erzeuger als auf die Rebsorte an). Im etwas altmodischeren Stil haben Pinotages häufig eine ganz charakteristische hochgetönte Nagellack-artige Aromenkomponente (zusätzlich zu den für kräftige Rotweine üblicheren Aromen von Beerenfrüchten und evtl. vanilligen Barrique-Noten). Die etwas "chemische" Aceton- oder Lacknote findet sich auch in manchen Cinsaults und scheint durch dei Kreuzung auf Pinotage übergekommen zu sein. Ich find das eigentlich ganz reizvoll (vor allem zu kräftig gewürztem Essen), aber ich möchte es auch nicht ständig haben und mag es nicht so gerne, wenn es den Wein "solo" ohne Essen gibt. Moderner produzierte Pinotages haben die Note oft nicht mehr so, sind aber auch insgesamt etwas verwechselbarer und vielleicht weniger originell.

Wenn Du Pinotage magst, wären vielleicht auch reinsortige Agiorgitiko-Weine aus Griechenland was für Dich. Die haben vielfach etwas weniger Säure als Pinotage und kein Lack-Aroma, aber die "Statur" ist oft nicht unähnlich und es sind ähnlich wie Pinotage häufig recht fruchtbetonte, "beerige" Weine. Ansonsten wäre womöglich auch reinsortiger Cinsault aus Südfrankreich für Dich interessant (ist aber schwer aufzutreiben, außer als Rosé). Oder vielleicht ein moderner portugiesischer Alentejo-Wein. Die sind auch i. d. R. schön fruchtig, oft etwas alkoholschwerer wirkend als Pinotage (der auch kein Leichtgewicht ist) und (zumal wenn Cab. Sauv. mit dabei ist) etwas tanninherber. :-)

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@Esspressa:
Schön, dass Du die feinen Veteranen nicht den Kellertod sterben lässt sondern sie dem Zweck zuführst, für den sie gedacht sind. :-) Schreib doch mal, was dazu, wie Du die Weine aus der Flasche ins Glas bringst... ist ja bei Oldies nicht unbedingt so trivial wie bei Jungweinen aus dem Supermarktregal, von der verschimmelten Flasche, über den bröseligen Korken (welche Korkenzieher benutzt Ihr? Oder nehmt Ihr den Säbel? :-)) ), bis hin zum vermaledeiten Sediment in der Flasche. Und dann (sofern es dazu kommt ;-) ): was macht Ihr mit angebrochenen Resten (zumal jetzt im Hochsommer)? Bei Raumtemperatur rumstehen lassen? In den Kühlschrank? In einen kühlen Keller? Mit oder ohne Schutzgas? Viele, die hier mitlesen, werden mit alten Flaschen keine so große Erfahrung haben, das Thema aber vielleicht auch von dieser "technischen" Seite her ganz interessant finden. :-)

Sebastian1
23.07.2014, 17:14
Ich bin ja mit den Kenntnissen meilenweit hinterher und habe leider weder Börse für die alten Klassiker, noch Zugriff auf einen anderweitig gut gefüllten Weinkeller, aber wir durften uns gestern auch wieder freuen. Seit mehreren Jahren beziehen wir Weine über eine Freundin von einem französischen Weingut, die uns bisher nie enttäuscht haben.
Hier (http://www.savarydebeauregard.com/index.php/fr/nos-vins) mal ein Link zu der Auswahl, wir haben dieses Jahr Syrah, Petite Cour, Gabrielle und erstmalig nach Empfehlung auch den Roséwein bezogen. Leider diesmal den Picpoul nicht mitgeordert, aber da wurde uns noch Abhilfe versprochen. Und es ist schon schön, über mehrere Jahre von einem Wein begleitet zu werden, zumal aus den Vorjahren auch noch beträchliche Restbestände übrig sind; dieselbe Weine aus unterschiedlichen Jahren variieren auch sehr angenehm.

McDübel
23.07.2014, 17:54
Ich hätte da auch mal ne Frage zu den Gläsern. Benutzt Ihr da, je nach Wein, auch unterschiedliche? Es gibt ja da mehr oder weniger bauchige Gläser oder diese leicht gelippten (so nennt man das glaub ich). Je größer die Oberfläche des Weines, desto besser kann sich das Aroma entfalten. Bei zu "offenen" Gläsern verfliegt dieses aber wiederum zu schnell. Und je nachdem, wie man den Wein "haben will", greift man dann zum entsprechenden Glas. Derselbe Wein schmeckt also aus unterschiedlichen Gläsern auch anders. Achtet Ihr dadrauf bzw. ist der Gesamteindruck des Weines für Euch da tatsächlich ein anderer?
Das ist ja auch irgendwie ne Wissenschaft für sich...

Flemingulus
25.07.2014, 15:44
Ich bin ja mit den Kenntnissen meilenweit hinterher und habe leider weder Börse für die alten Klassiker, noch Zugriff auf einen anderweitig gut gefüllten Weinkeller, aber wir durften uns gestern auch wieder freuen. Seit mehreren Jahren beziehen wir Weine über eine Freundin von einem französischen Weingut, die uns bisher nie enttäuscht haben.

Klassiker von morgen zur mehrjährigen Einlagerung kann man sich aber durchaus auch im mittleren Einkommensbereich leisten sofern man im Besitz eines Weinkühlschranks ist oder aber eines Kellers, der die allerdollsten saisonalen Temperaturschankungen abpuffert (muss auch nicht grad ein Dauer-10-Grad-Schlossverlieskeller sein, in dem die letzte Höhlenbärenpopulation überlebt; wenn es im Hochsommer nicht gerade schlagartig 25 Grad warm wird und im Winter keine heizungsbedingte Sahara-artige Lufttrockenheit herrscht, reicht das für < 15 Jahre Lagerung locker aus). :-)

Ansonsten bin ich ja schon in den Genuss Eurer Weine gekommen :-) und mag deren Stil sehr! So einzwei Fläschchen Rosé, Chardonnay oder Rotwein und dazu je nach Jahreszeit entweder Petits Farcis oder ein schönes Cassoulet... njam... :-) (der Picpoul wiederum schreit natürlich nach Meeresfrüchten... vielleicht ein nicht zu sauer [den Wein anstelle von Essig nehmen] angemachter Meeresfrüchtesalat?)

Zu McDübels Frage nach den Gläsern:
Wenn man den Aufbewahrungsplatz und das Geld übrig hat, macht es natürlich Spaß für jedes Getränk die "perfekte" Glasvariante anzuschaffen - aber man sollte sich davon nicht kirre machen lassen. :-) Mit "normalen" Weingläsern und vielleicht noch hohen Sektgläsern und Sherry-Copitas (letztere sind nicht nur für Sherry geeignet sondern auch für edelsüße Weißweine, Vin doux naturel, einfachen Portwein, Vinsanto uswusf) ist man bereits für praktisch jeden Weinanlass ausreichend gerüstet. :-) (btw mag ich es z. B. nicht besonders, wenn man an einem "festlich" eingedeckten Tisch eine ganze Armada von Gläsern vor sich hat... Wassergläser und das zum jeweiligen Gang passende Weinglas reichen m. E. völlig aus... zumal.... ich kommuniziere auch ganz gerne mit den Händen, die Anzahl von Gläsern könnte sich also im Laufe des Abends durchaus reduzieren, potentielle Gastgeber seien hiermit gewarnt.... :-)) ).

Espressa
25.07.2014, 20:51
So sieht das ganze aus:

27495

1976 Pomerol - der Korken sah aus wie neu!
1985 Chateau Lascombes, im unteren Drittel etwas durchgezogen, ansonsten auch top.
1985 Pavillon Rouge - der hat tatsächlich schon etwas gelitten, jedoch auch nur minimal gebröckelt.
1994 Saint Emilion und 2011 Chateau Carmenère zum Vergleich, praktisch unangetastete Korken.
27496

Wir verwenden ganz normale Korkenzieher, einfach eine ehrlich gewundene Schraube, nicht nur so ein verdrilltes Stäbchen. Klappt. Selten mal dass wirklcih ein Korken hinüber ist, die früher verwendeten sind ein bisschen länger und eben noch richtig ordentliches Stück Kork. Wenn der Korken sehr kaputt ist, ist es der Wein letztlich auch. Wobei von den 8 Chateau Lagrange und 6 Flaschen Chateau Lascombe auf der Hochzeit hatte keine Kork, aber eine war einfach "durch" und verlor sozusagen beim Zusehen an Geschmack.
Dekantieren darf man die alten nicht, also benutzen wir einfach diese Scheibchen die man zusammengerollt einschiebt - gegen das Tropfen. Und dann zügig trinken, am selben Abend noch! Über Nacht verlieren die sonst schon alles. Wobei selten mal ein "mittelalter" auch mal bis zum Folgetag hält mit dem Vakuumstoppel und bei Zimmertemperatur. Unten ist meist beachtlich Depot, also bleibt sowohl in der Flasche, und trotz vorsichtigem Gießen auch im Glas immer ein Anstandsrestchen stehen.

Wir haben uns einen Satz Riedel-Gläser (Bordeaux) gegönnt, da wir ja immer nur die Sorte trinken. Tatsächlich ist es ein beachtlicher Unterschied zu zB einem IKEA-Glas, bei Verkostung (vorgeben, zwei verschiedene Weine wären es), haben auch schon relative Laien den Wein im guten Glas bevorzugt. Man merkt es also wirklich.

Wo wohnst du denn eigentlich, Flemingulus?

Muriel
26.07.2014, 19:55
Ziemlich weit weg von Dir ;-)

DJE83
26.07.2014, 21:46
Brauche mal kurz bitte eure Hilfe ;) War hier immer als stiller Leser unterwegs und habe gesehen, dass es hier einige Weinexperten gibt ;)

Suche für eine Freundin aus Frankreich einen guten französischen Wein. Will so zwischen 20 - 50 Euro ausgeben. Habe mal hier (http://www.weinwelt-probst.de/weinversand/frankreich.html) geschaut und stehe nun zwischen der Wahl eine Flasche Blason d'Issan - Margaux AC oder eine Flasche Château Beauregard - Pomerol AC zu kaufen. Welchen würdet ihr nehmen? Rein von der Qualität. Danke!

Espressa
27.07.2014, 07:21
Würde den Pomerol nehmen, auf Jahrgang achten! 2002, 2005 - direkt trinkbar
2009: 2-3 Stunden dekantieren
(2008), 2010 müsste man noch ein bisschen liegen lassen.

Auf deiner Website evt noch den Château Siran 2008 aus dem Margaux, noch bis 2018 liegen lassen, dann evt 2 Flaschen kaufen und die eine direkt trinken.

DJE83
27.07.2014, 13:52
Vielen Dank Espressa, für deine toller Hilfe ;) Echt Klasse!

Werde ich so machen ;)

Flemingulus
27.07.2014, 18:54
@DJE83
Kannst Espressa als alter Claret-Nase ohne Bedenken folgen... trotzdem versteh ich nicht, warum Du einer französischen Freundin einen französischen Wein schenken willst? Von wegen Eulen & Athen usw. Am ehesten würde mir noch eine Maßnahme gegen Heimweih einleuchten... aber dann muss es Deine Freundin in eine komische Weltgegend verschlagen haben, wo für sie heimischer Wein schwer auftreibbar ist... ;-)