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Eilika
07.02.2014, 07:57
Ich halte meine 50-h-Woche fast immer ein. In meiner Januar-Abrechnung hatte ich 1 3/4 Überstunden. Habe also im Januar 105 Minuten mehr gearbeitet als geplant ;-) Habe aber durchaus auch Kollegen, die häufig Überzeit machen. KOmmt also drauf an.

Grombühlerin
07.02.2014, 08:48
Ich wollte das, zumindest für die ÄKWL, nochmals unterstreichen. Habe heute die schriftliche Bestätigung bekommen, dass bei mir ein ausreichender Grund (zwei Kleinkinder) vorliegt, aber Teilzeit eben nur auf begründeten Antrag angerechnet wird.

LG
Ally

Hier (Bayern) ist das wohl nicht mehr so. Ich habe damals angerufen und gefragt, die meinten, man muss das nicht mehr beantragen damit es anerkannt wird. Ich habe zwar auch zwei Kleinkinder, danach hat aber nie jemand gefragt.

Allerdings arbeiten bei mir nur Eltern Teilzeit. Liegt aber sicher auch an der Klinik (Uni), da sind viele hochmotivierte jung-dynamische Arbeitstiere....

teletubs
07.02.2014, 15:00
Ich habe durch das Schichtsystem auf der ITS meistens Überstunden gehabt, aber man hat ja alles kompensiert bekommen...der Vorteil der 50-h-Woche: Dienste sind halt mit drinne...ansonsten bekommt man Ausgleich.

Aber es gibt immer welche, die haben zuviel und andere zuwenig Stunden...Minusstunden haben bei uns meistens null Konsequenz.

McDreamy
14.02.2014, 17:54
Der Marionettenstaat

Stellen Sie sich folgendes fiktives Szenario vor: Es treffen sich die reichsten und mächtigsten Personen um zu beraten, wie man das einfache Volk besser kontrollieren und ausbeuten kann.

Der mächtigste Teilnehmer eröffnete die Runde:"Meine Damen und Herren, es geht heute um ein neues Programm, mit dem Ziel die Arbeitsleistung der Masse zu unseren Gunsten zu steigern und gleichzeitig Widerstand zu minimieren. Der Grundsatz wird sein: Wenn man Hamster motivieren möchte, dürfen Sie nicht merken, dass sie im Hamsterrad laufen. Deshalb muss man sie daran hindern über ihr Dasein näher nachzudenken. Dazu dienen alle Arten von Unterhaltung und Konsum.

Doch das Wichtigste: Wir werden das einfache Volk in viele untereinander verfeindete Gruppen zerteilen. Die große Masse wird aus unseren Arbeitstieren bestehen. Diese werden für einen geringen Lohn in unseren Unternehmen produktiv arbeiten. Der Lohn wird gerade so hoch sein, dass er für die Existenz reicht, jedoch keinesfalls es erlauben Ersparnisse anzusammeln um damit Freiheit zu erlangen.

Damit den Hamstern das Geld auch wirklich nie reicht und sie nicht im Traum daran denken, das Hamsterrad zu verlassen, werden wir ihnen einreden, dass man nur leben könne, wenn man allen möglichen teuren Modeschnickschnack habe. Da deren Einkommen für so etwas jedoch nicht reicht, werden wir sie dazu animieren, sich zu verschulden und sie dadurch zwingen, noch schneller im Hamsterrad zu laufen.

Auch werden wir immer einen Teil der Mittellosen arbeitslos lassen. Dann müssen die Arbeitenden ständig Angst haben ihren Job zu verlieren und zu den Arbeitslosen abzurutschen. Lohnforderungen werden allein dadurch unterdrückt. Wenn wir das noch weltweit praktizieren und alle möglichen Arbeiter aus den unterschiedlichsten Ländern gegeneinander ausspielen, können auch Arbeitergruppierungen wie Gewerkschaften nichts mehr ausrichten. Daneben treiben wir durch eine solche Spaltung einen Keil durch die Masse. Die eine arbeitslose Gruppe wird die andere arbeitende argwöhnisch und mit Hass und Neid betrachten. Während sich die beiden Gruppen streiten wird niemand mehr sehen, dass wir die eigentlichen Gewinner im Hintergrund sind.

Eine andere, kleineren Gruppe wird die Aufgabe haben, die Masse lückenlos zu überwachen, zu schikanieren, zu bedrohen, und sofort niederzumachen, sobald einige der Arbeitstiere versuchen, sich an unseren Vermögen zu vergreifen, oder Stimmung gegen uns zu machen.


Lesenswertes Buch von Günter Hannich

Evil
14.02.2014, 21:03
Oh Mist, wir Iluminaten sind schon wieder aufgeflogen...

McDreamy
16.02.2014, 16:47
Oh Mist, wir Iluminaten sind schon wieder aufgeflogen...

Du zählst dich also zu den Gewinnern? Gratuliere!
Ich hingegen hab das Gefühl, dass zu viel von diesem Text wahr ist und diese Mechanismen auch so funktionieren. Da braucht man nicht mal Verschwörungstheorie bemühen.

Jan B.
18.02.2014, 08:41
Ich finde, dass die hier gelobte Schweizer 50h Woche in die falsche Richtung reguliert. Hier wird die übliche, überlange Wochenarbeitszeit vertraglich vereinbart und geht dann vermeindlich in Ordnung. Fünfzig Stunden sind aber zu viel und es sollte doch lieber versucht werden, die tatsächliche Arbeitszeit zu reduzieren, anstatt das Überstundenproblem auch noch vertraglich zu verankern. Dazu kommt auch, dass es längst nicht in allen Schweizer Kliniken bei den 50h bleibt. Oft kommen dann auch noch Überstunden und Dienste dazu.

Genauso halte ich die vom Marburger Bund miteingeführte 42h Woche an deutschen Unikliniken für einen Fehler. Bei weiterhin normalen 8h-Tagen gerät man schnell in die Minusstunden, wenn man mal eine Zeit lang nicht am Wochenende zusätzlich arbeitet. An einigen Unikliniken (z.B. Hamburg) gibt es ja sogar schon 48h Verträge, angeblich um den Mitarbeitern die ohnehin geleistete Mehrarbeit auch sicher auszuzahlen und Ihnen somit entgegenzukommen. Was kommt als nächstes? Vielleicht der 60h Vertrag? Vielleicht steckt in den vorherigen Beiträgen also doch nicht so viel Verschwörung ....

McDreamy
18.02.2014, 18:46
Also ehrlich, 50 h finde ich viel zu viel. Wenn man neben der Arbeit noch ein Leben haben möchte, das den Namen verdient, sind 30 h genug. Aber das darf man ja hier nicht laut aussprechen, wahrscheinlich weil viele es gewohnt sind oder waren, 60 h oder mehr zu hackeln und dann sind 40 h ja schon "wie Urlaub".
Ich habe schon bei 40 h (plus An-/Abreise u. die übliche Vor-/Nachbereitungsarbeiten) das Gefühl, dass mein eigenes Leben (und die Zeit mit meinen Kindern) einfach zu kurz kommt.... Aber ich wiederhole mich.

Mit dieser Ansicht stehe ich auch nicht ganz alleine da:

http://wien.orf.at/news/stories/2630232/

Auch die IG-Metall fordert wohl in Zukunft auch die 30-h Woche für Ihre Mitglieder:

http://www.welt.de/wirtschaft/article124237668/IG-Metall-fordert-fuer-Familien-30-Stunden-Woche.html

LasseReinböng
18.02.2014, 18:52
@ Jan: ich habe an der Uni keine Minusstunden gemacht und wäre auch nie Gefahr gelaufen, es zu tun. Die 42h-Woche wurde bei mir durch 5 geteilt...d.h. man hatte automatisch ca. einen 8,5h Arbeitstag.

Christoph_A
18.02.2014, 19:47
Für die 10h Woche bei vollem Lohnausgleich! Ach, was sag ich, bei Lohnerhöhung, wir habens uns ja verdient! Wer nicht 5 Tage die Woche 8 h bei Vollzeit arbeiten kann, bei dem frage ich mich schon, ob der Arztberuf der richtige für ihn/sie ist. Erklär das mit der 30h Woche und daß Du Dich mit 40h überfordert fühlst nem Fließbandarbeiter bei BMW oder nem Staplerfahrer bei Bayer. Manche Akademiker scheinen in ihrer eigenen Welt zu leben.....

Jan B.
18.02.2014, 20:24
@LasseReinböng: Umso schlechter. Das ist ja genau das Problem. Bei euch ist also die Regelarbeitszeit mit Einführung der 42 h Woche erhöht worden. Dabei ging es doch eigentlich darum die Arbeitslast zu vermindern. Acht Stunden Arbeit am Tag sind doch schon mehr als genug, vor allem wenn durch Dienste noch so manches Wochenende drauf geht.

@Christoph_A: Der Fließbandarbeiter in der Autoindustrie hätte dafür sicher Verständnis. Der hat mit der IG Metall nämlich eine gute Gewerkschaft hinter sich und arbeitet "nur" 35 h die Woche bei ordentlichem Gehalt. Außerdem klingt der Verweis auf Fließband und Gabelstapler etwas überheblich, denn ein Großteil der ärztlichen Aufgaben im Klinikalltag ist geistig auch nicht besonders anspruchsvoll.

sodbrennen
18.02.2014, 20:45
@Christoph_A: Der Fließbandarbeiter in der Autoindustrie hätte dafür sicher Verständnis. Der hat mit der IG Metall nämlich eine gute Gewerkschaft hinter sich und arbeitet "nur" 35 h die Woche bei ordentlichem Gehalt.

Das gilt aber nur, wenn du auch wirklich unter den ERA Tarifvertrag der IG Metall fällst. Ein Großteil (mittlerweile müsste es die Mehrheit sein) sind externe Mitarbeiter, die von anderen Firmen kommen, und die arbeiten min. 40h. Genau genommen einen Tag mehr pro Woche als die internen Mitarbeiter. Und das bei allenfalls vergleichbarem Gehalt (vergleichbar in Summe, nicht pro Stunde)!

Evil
18.02.2014, 20:45
@Christoph: laß die Jungs doch, solang wir die Geheime Weltherrschaft behalten, können wir sie ja weiterhin knechten :-))

pieks
18.02.2014, 21:17
http://www.steinhaus-net.de/witze/fleissigeameise.html

Christoph_A
19.02.2014, 08:56
@ Jan B.: Möp-doppelter Widerspruch.
Erstens arbeiten ein Großteil der Fließbandarbeiter in der Autoindustrie temporär mehr als 35h, aktuell z.B. bei BMW deutlich mehr aufgrund der Auftragslage und den von sodbrennen bereits geschilderten Vorgängen, von anderen Industriezweigen nicht zu reden. Das Wunschblümchen der 35h Woche hat sich aus vielen Produktionsbetrieben verabschiedet und ich kenne jetzt eigentlich niemanden den das groß gestört hätte.
Zweitens: Erklär mir bitte, was daran überheblich ist, wenn ich auf unsere Außenwirkung auf "normale" Arbeiter hinweise, die 40-45h buckeln für nicht einmal die Hälfte unseres Gehaltes, sollten wir uns hinstellen und ne 30h Woche fordern, da erschließt sich mir irgendwie kein Zusammenhang!
@ Evil: Wann issn wieder Illuminatenstammtisch, muß noch meinen Privatjetplan fürs Frühjahr überarbeiten :knuddel:

Colourful
19.02.2014, 13:48
@ Jan B.: Möp-doppelter Widerspruch.
Erstens arbeiten ein Großteil der Fließbandarbeiter in der Autoindustrie temporär mehr als 35h, aktuell z.B. bei BMW deutlich mehr aufgrund der Auftragslage und den von sodbrennen bereits geschilderten Vorgängen, von anderen Industriezweigen nicht zu reden. Das Wunschblümchen der 35h Woche hat sich aus vielen Produktionsbetrieben verabschiedet und ich kenne jetzt eigentlich niemanden den das groß gestört hätte.
Zweitens: Erklär mir bitte, was daran überheblich ist, wenn ich auf unsere Außenwirkung auf "normale" Arbeiter hinweise, die 40-45h buckeln für nicht einmal die Hälfte unseres Gehaltes, sollten wir uns hinstellen und ne 30h Woche fordern, da erschließt sich mir irgendwie kein Zusammenhang!

Exakt!
Wobei ich auch verstehe, wenn jemand 40h Arbeit in der Woche als viel zu viel empfindet und lieber weniger arbeiten würde, da das Leben ja eben nicht nur während der Arbeitszeit stattfindet.
Auf der anderen Seite? Nee, ich beschwere mich da nicht, dass meine Arbeitszeit zu gering finanziell kompensiert wird, auch, weil ich das als unverhältnismäßig empfinde, weil andere Berufsgruppen auch hart arbeiten, auch viel, am Wochenende und nachts arbeiten und deutlich weniger Geld verdienen.

Absolute Arrhythmie
19.02.2014, 14:04
Ich fand 38,5 Stunden als Krankenschwester auch schon viel, vor allem wenn man Woche für Woche und Jahr für Jahr immer weiter Vollzeit arbeitet. Man hat halt außerhalb des Urlaubs nicht wirklich Zeit mal etwas länger als einen oder zwei Tage "runter zu kommen".
In der Pflege hätte ich es mir aber leider nicht leisten können, meine Arbeitszeit auf 75% zu reduzieren (was ich persönlich für die perfekte Arbeitszeit halte ^^), da man dann leider nur noch 1400€ netto verdient und seine Miete nicht mehr bezahlen kann.

Also ich kann nachvollziehen, dass man es sich wünscht weniger zu arbeiten, aber für das gleich Geld, das ist leider mehr als unrealistisch und auch eine etwas - sorry - bescheuerte Forderung.
Es ist schade, dass mans cheinbar (ich hab da ja keine eigenen Erfahrungen und kann nur auf das zurückgreifen, was Leute hier im Forum geschrieben haben) als Arzt nicht gut in Teilzeit arbeiten kann, sei es weil es gar nicht genehmigt wird, oder weil man dadurch Probleme bei der Facharztweiterbildung bekommt und auch keine Karriere mehr machen kann. Finanziell wär das ja vertretbar, nur 75% zu arbeiten.

Jan B.
19.02.2014, 18:02
Die halbe Arbeit für mehr oder das gleiche Geld hat doch auch niemand hier gefordert!

Wenn man "nur" noch 40 h pro Woche bei der Arbeit verbringt, worin die eventuellen Dienste bereits enthalten wären, dann bekommt man eben nur noch das Grundgehalt. Das ist natürlich weniger als jetzt mit zusätzlichen Einnahmen durch Dienste.
Das war doch die eigentliche Forderung in diesem Thread und diese Forderung ist weder unrealistisch noch unverschämt.

Die ganzen Vergleiche mit Mechanikern und Fließbändern führen meiner Meinung nach zu nichts. Ich denke für oben genannte Forderung hätte jeder andere Verständnis.

cytochromp450
19.02.2014, 20:11
Die halbe Arbeit für mehr oder das gleiche Geld hat doch auch niemand hier gefordert!

Wenn man "nur" noch 40 h pro Woche bei der Arbeit verbringt, worin die eventuellen Dienste bereits enthalten wären, dann bekommt man eben nur noch das Grundgehalt. Das ist natürlich weniger als jetzt mit zusätzlichen Einnahmen durch Dienste.
Das war doch die eigentliche Forderung in diesem Thread und diese Forderung ist weder unrealistisch noch unverschämt.

Die ganzen Vergleiche mit Mechanikern und Fließbändern führen meiner Meinung nach zu nichts. Ich denke für oben genannte Forderung hätte jeder andere Verständnis.

Mit rationalen Argumenten kommt man hier nicht weiter. Die großen Konzerne wie Asklepios machen einen Riesenumsatz und befriedigen ihre Aktionäre und Vorstände und der Assistenzarzt arbeitet beflissen weiter…Aber wie gesagt, auch ein Verweis auf das europäische Ausland ist an dieser Stelle redundant, da zu oft erwähnt. Ergo, auch wenn es eigentlich sehr unsympathisch ist: eigenen A…. retten und die anderen weiter schuften lassen, sie verdienen ja so gut.

Nurbanu
19.02.2014, 20:16
Die großen Konzerne wie Asklepios machen einen Riesenumsatz und befriedigen ihre Aktionäre und Vorstände und der Assistenzarzt arbeitet beflissen weiter…

Ersetze Asklepios durch ein anderes (DAX)Unternehmen und Assistenzarzt durch einen anderen Beruf und du wirst feststellen, dass es überall so ist.