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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hat euch die Pflegeausbildung was gebracht?



DonChichotte
16.11.2014, 23:53
Hallo,

Meine Frage richtet sich an die Vorklinikstudenten, die vor dem Studium eine Pflegeausbildung beendet haben.

Hat die Ausbildung euch etwas gebracht (Außer Lebenserfahrung)? Ich meine aus Fachlicher hinsicht. Hattet ihr besseren Zugang zu einigen Themen durch euer Vorwissen oder war es eher schwierig vom Shemahaften lernen für die Ausbildung ins Deteillierte zu wechseln? Ich würde gerne paar Erfahrungen hören in welchem Abschnitt des Studiums es eventuell Vorteile bringen kann. Lg

Differenzialdiagnose
17.11.2014, 09:32
Mir hat es dahingehend Vorteile gebracht, dass ich z.B. weder Pflegepraktikum noch Erste Hilfe-Kurs machen musste. 3 Monate sind da auch wirklich eine Zeitspanne, die man echt besser nutzen kann.

Desweiteren halt kleinere Vorteile, dass ich ein Grundlagenwissen in Anatomie und Physio habe.

Diese Vorteile sind aber meist schnell ausgeglichen oder z.T. sogar überholt, z.B. von Leuten, die in der Schule ausgiebig auf LK-Niveau Chemie oder Bio hatten und dann eben in Biochemie weniger tun müssen.

Hinzu kommt, dass es zumindest für mich eine Umstellung war; ich habe nie gelernt und bin trotzdem irgendwie überall durchgekommen. Das funktioniert jetzt im Studium eher nicht mehr. :D

][truba][
17.11.2014, 15:52
Wenn du die Ausbildung machen willst, um Vorteile im Studium zu haben, dann lass es. Wenn du dir Pflege vorstellen kannst, mach es.

Es bringt, gerade in der Vorklinik, wenig.


LG Thomas

xenopus laevis
17.11.2014, 16:18
RR, HF, EKG, CTG, Flexülen legen, Blutabnahme, Instrumentenkunde, Nahtmaterial (ist gar nicht mal so schlecht, wenn man weiß mit was man näht ...), Gyn/Geb OP-Verfahren, Lagerung ... Ist jetzt nicht wahnsinnig viel, aber zumindestens etwas. Dabei wollte ich unbedingt noch Intubieren lernen (naja an einer Puppe hat es schon funktioniert)! Vielleicht sollte ich das letzte halbe Jahr in die Anästhesie wechseln und schon mal lernen, wie man Masken hält. :-blush

Demnächst folgen Lufu und EEG.

DonChichotte
17.11.2014, 17:06
[truba][;1795736']Wenn du die Ausbildung machen willst, um Vorteile im Studium zu haben, dann lass es. Wenn du dir Pflege vorstellen kannst, mach es.

Es bringt, gerade in der Vorklinik, wenig.


LG Thomas

Das ist natürlich auch Subjektiv. Aber ich habe iwie das Gefühl dass ich ein Halbwissen aufbaue durch die Ausbildung. Ich persönliche verstehe komplexe Sachverhalte im kompletten Zusammenhang besser als wenn ich nur ein Teil davon shemahaft lerne. Ich habe dadurch etwas bedenken wenn es darum geht Inhalte bis zum kleinsten Deteil lerne.

Ich finde an praktischen Tätigkeiten lernt man ummengen (Nasensonden, Naht und Klammerentfernen, DK legen, Verbände, Klinikablauf, Ablauf im OP, Interaktion mit "schwierigen" Menschen ... usw)

Differenzialdiagnose
17.11.2014, 17:20
Die praktischen Tätigkeiten bringen Dir, da muss ich Truba zustimmen, zumindest in der Vorklinik nichts.
Aber zumindest der Umgang mit schwierigen Menschen ist sehr hilfreich. :D

xenopus laevis
17.11.2014, 18:07
Mein DK hab ich total vergessen. :-(

Nun was nehme ich für die Vorklinik mit? Meine Freundin, die mich schlägt, wenn ich sie nach der Maillard-Reaktion frage! :-dance
(Ja, sie gibt mir Nachhilfe in Chemie um mir den Einstieg in das Unileben nach 7 Jahren zu erleichtern.)

Sticks
17.11.2014, 23:12
Mit hat die Operationtstechnischer Assistent Ausbildung eine ganze Menge gebracht. Gerade das erste Semester Anatomie Knochen, Muskel und Organe waren eher Wiederholung. Neuro und histo natürlich wären ist der Ausbildung nicht so ausführlich. Jetzt in der Klinik bringt es eine Menge für Chirurgie und Orthopadie aber auch Anästhesie.
Ich würde auch sagen, dass die OTAausbilding medizinischer ist als die der Gesundheits und Krankenpfleger.

Edit: ganz vergessen. Auch wenn es unspannende ist. Aber für Hygiene hat es auch was gebracht. Wir hatten damals den Stoff für den ersten Steri-Fachkundenachweis. Und ich muss sagen, froh über die Hygienischen vorerfahrungen zu haben. Denn für die Praxis wird der Stoff an der Uni eher kurz gehalten. Und selbst bei den Positiv Beispielen der Lehrfilme hat man mit Erfahrung noch erschreckende Szenen erkannt.

charmingbaer
17.11.2014, 23:46
Ich habe auch eine Pflegeausbildung gemacht und gerade im Vergleich zu denen, die vorher (medizinische) Biologie oder so studiert haben oder denen, die eine MTAL-Ausbildung gemacht haben, bringt das schon echt wenig. Aber trotzdem, zumindest musste ich einige lateinische Begriffe für Knochen etc nicht lernen und habe vielleicht ein bisschen Vorsprung, wenn es um klinischere Themen geht. Aber ingesamt würde ich das als sehr gering bewerten, gerade jetzt in der Vorklinik. Den MTALs z.B. fällt gerade Histo und BC viel leichter als mir.

DonChichotte
18.11.2014, 01:38
Ich habe jetzt eine Stelle im Herzzentrum als OTA, die ich auch antreten werden bis ich ein Studiumplatz kriege. Hab zwar auch eine Stelle in der Psych aber die OP tätigkeit interessiert mich doch mehr. Psychatrie ist im allgemeinen für die "chillige" Arbeit bekannt, aber denke als OTA kann man vieles lernen, was einem helfen könnte.

][truba][
18.11.2014, 13:13
Definitiv! Viel Spass!

LG Thomas